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Mobilkommunikation in Unternehmen

Eine Analyse zu Nutzungspraktiken und Folgen für interne Kommunikation und Arbeitsalltag

Title: Mobilkommunikation in Unternehmen

Diploma Thesis , 2006 , 160 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Katrin Tobies (Author)

Sociology - Communication
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Das Handy - Des Managers liebstes Spielzeug? Die Diplomarbeit untersucht mobile Kommunikation in Unternehmen und ihre Folgen für die Kommunikation im Arbeitsalltag.

Wie nutzen Führungskräfte das Handy? Wollen sie immer und überall erreichbar sein? Bringt es sie dem Burnout näher? Wie hat das Handy berufliche Beziehungen verändert? Ist das Handy ein Kontrollinstrument? Und spielen Marke, Farbe und Klingelton eine Rolle?

Neben der theoretischen Auseinandersetzung mit den grundlegenden Komponenten der mobiltelefonisch vermittelten Kommunikation (Fokus Zeit- und Raumunabhängigkeit), wird empirisch untersucht, wie Führungskräfte (Fokus Mikroebene) ihr Mobiltelefon bei der alltäglichen Arbeit nutzen und welche Folgen dies für ihre Kommunikationsprozesse und Beziehungen im Unternehmen hat. Schlussfolgernd werden die Chancen und Risiken im Umgang mit dem Mobiltelefon identifiziert, aus denen Handlungsempfehlungen für einen Handy-Knigge abgeleitet werden können.

Die Ergebnisse der Studie liefern entscheidende Anhaltspunkte, um die zwischenmenschliche Kommunikation im Geschäftsleben – im Unternehmen als auch im B2B-Bereich – effizienter zu gestalten.

Hierfür wurden 15 problemzentrierte Interviews in nationalen und internationalen Großunternehmen in Deutschland geführt und einer qualitativen Inhaltsanalyse unterzogen.

Fazit: Das Mobiltelefon hat sich als unverzichtbares Instrument im Arbeitsalltag etabliert: als schneller, funktionaler Samariter und psychologischer Seelsorger. Fluch und Segen liegen hier besonders nah beieinander. Die Diplomarbeit zeigt neue Nutzungsmuster zur Verwendung des Handys auf, entdeckt komplexe Filterstrategien, mit denen die Befragten negative Auswirkungen regulieren, und klassifiziert eine grobe Nutzungstypologie unter Managern.

Da das Handynutzungsverhalten im wirtschaftlich geprägten System des Unternehmens zuvor noch nicht aus einem kommunikationssoziologischen Blickwinkel betrachtet wurde, schließt diese Diplomarbeit eine empirische Lücke von hoher praktischer Relevanz.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Untersuchungsgegenstand und Relevanz

1.2 Forschungsfragen und Ziel

1.3 Methodische Vorgehensweise

2 Einordnung der internen und mobilen Kommunikation in den Kommunikationsbegriff

2.1 Kommunikation

2.1.1 Begriffsklärung und Abgrenzung

2.1.2 Komponenten im Prozess

2.1.3 Zusammenfassung

2.2 Unternehmensinterne Kommunikation

2.2.1 Begriffsklärung und Abgrenzung

2.2.2 Kommunikationsziele

2.2.3 Informationen

2.2.4 Kommunikationsformen

2.2.5 Kommunikationsbeziehungen

2.2.6 Kommunikationssituation

2.3 Mobilkommunikation

2.3.1 Begriffsklärung und Abgrenzung

2.3.2 Mobile Endgeräte

2.3.3 Technische Grundlagen

2.3.4 Evolution

2.3.5 Zusammenfassung

3 Theoretische Analyse der mobiltelefonischen Kommunikation

3.1 Medienmerkmale

3.1.1 Räumliche Bindung

3.1.2 Zeitliche Bindung

3.1.3 Personalisierung

3.1.4 Kommunikationsformen

3.1.5 Störungsanfälligkeit

3.1.6 Zusammenfassung

3.2 Medienwahl

3.2.1 Selektionsfaktoren

3.2.2 Theorie der Aufgabeneignung

3.2.3 Theorie der medialen Reichhaltigkeit

3.2.4 Bedeutung der Medienwahl

3.2.5 Zusammenfassung

3.3 Kommunikationsrahmen

3.3.1 Beziehungsrahmen

3.3.2 Situationsrahmen

3.3.3 Unternehmensrahmen

3.3.4 Zusammenfassung

3.4 Mediales Kommunikationsverhalten

3.4.1 Mediale Arrangements

3.4.2 Soziale Arrangements

3.4.3 Regeln

3.4.4 Bedeutung

3.4.5 Zusammenfassung

3.5 Mediale Effekte

3.5.1 Effektursachen

3.5.2 Effektsteuerung

3.5.3 Effektarten

3.5.4 Wechselwirkungen

3.6 Fazit – Konsequenzen für die empirische Analyse

4 Empirische Analyse am Fallbeispiel von Führungskräften

4.1 Forschungsdesign

4.1.1 Konkretisierung des Untersuchungsgegenstandes

4.1.2 Konkretisierung der Forschungsfragen

4.1.3 Methodenwahl

4.1.4 Erhebungsinstrument

4.1.5 Stichprobe

4.1.6 Datenerhebung und Datenerfassung

4.1.7 Auswertungsmethode

4.1.8 Zusammenfassung

4.2 Ergebnisse und Interpretation

4.2.1 Bedeutung und Nutzungsnischen des Mobiltelefons

4.2.2 Nutzungsfunktionen des Mobiltelefons

4.2.3 Mediale Arrangements mit der Erreichbarkeit

4.2.4 Soziale Arrangements mit dem Situationsrahmen

4.2.5 Effekte auf die Informationen und Informationsprozesse

4.2.6 Effekte auf die Kommunikationsbeziehungen

4.2.7 Zusammenfassung

4.3 Fazit – Chancen und Risiken

5 Zusammenfassung und Ausblick

5.1 Zusammenfassung

5.2 Kritische Einordnung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht explorativ, wie Führungskräfte im mittleren Management von Großunternehmen das Mobiltelefon im beruflichen Alltag für die interpersonale Kommunikation nutzen und welche qualitativen Effekte sich daraus für Informationsflüsse und zwischenmenschliche Arbeitsbeziehungen ergeben.

  • Analyse von Nutzungspraktiken und Gebrauchsweisen des Mobiltelefons im beruflichen Alltag.
  • Untersuchung der Auswirkungen permanenter Erreichbarkeit auf Arbeitsabläufe und Führungskommunikation.
  • Identifikation von Strategien zur Filterung und Steuerung mobiltelefonischer Kommunikation.
  • Bewertung der Chancen und Risiken mobiler Medien für die unternehmensinterne Kommunikation.
  • Erforschung soziotechnischer Wechselwirkungen zwischen Techniknutzung, situativem Kontext und Arbeitsbeziehungen.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Räumliche Bindung

Ein Mobiltelefon ermöglicht ortsunabhängige Kommunikation. Da es klein und leicht ist, kann es mühelos an jeden Ort getragen werden (vgl. Zobel, 2001, S. 44). Aufgrund umfassend ausgebauter Funknetze hat es dort jederorts technischen Empfang. Menschen sind überall erreichbar und erreichen andere überall (vgl. Höflich/Gebhardt, 2005, S. 7). Mobiltelefonische Kommunikation ist also ubiquitär, d.h. allgegenwärtig verfügbar und nicht an einem stabilen Aufenthaltsort oder gleich bleibenden Bewegungszustand seines Nutzers gebunden. Mobile Telefone befeien historisch erstmals somit zwischenmenschliche Kommunikation von ihrer räumlichen Bindung (vgl. Geser, 2005, S. 43ff.; Freyermuth, 2002, S. 12; Nitschke, 1996, S. 46). Sie ermöglichen dem Menschen, seinen Aktivitätsradius zu vergrößern, seine Handlungen von überall zu koordinieren, zu optimieren und sich so Wege und Zeit zu ersparen (vgl. Freyermuth, 2002, S. 71 f.; Zobel, 2001, S. 75). Arbeitnehmer werden mobiler und flexibler in ihrem Berufsalltag und somit unabhängiger von ihrem Büro (vgl. Stuckenschneider, 2004, S. 10). Das Mobiltelefon hilft besonders in räumlich verteilten Teams und zwischen beliebigen Unternehmensstandorten, räumliche und zeitliche Distanzen schneller zu überbrücken und den inneren Zusammenhalt zu wahren. Benötigte Informationen sind somit nahezu unbeschränkt zugänglich (vgl. Geser, 2005, S. 47; Müller, 2003, S. 209).

Mobile Kommunikation ermöglicht einen völlig neuen Raum- und Zeitbegriff. „Hier ist überall“ und „Jetzt ist jederzeit“ (Müller, 2003, S. 12). Das Mobiltelefon suggeriert, an zwei Orten zugleich anwesend zu sein, doch Menschen sind da und nicht da zugleich. Sie befinden sich in einer „anwesenden Abwesenheit“ (Gergen, 2002, S. 227). Distanzen verschwimmen zu einer virtueller Nähe, die sich in den Köpfen der Menschen emotional festsetzt und sie einander nah fühlen lässt (vgl. Müller, 2003, S. 71).

Da das Mobiltelefon überall genutzt werden kann, erfolgt seine Nutzung – im Gegensatz zum stationären Festnetztelefon – unter wechselnden Kommunikationssituationen. Es gibt inzwischen kaum Orte und Lebensbereiche, die vom Mobiltelefon und somit von unternehmensinterner Kommunikation verschont bleiben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Mobilkommunikation für Unternehmen, definiert den Untersuchungsgegenstand und leitet die Forschungsfragen zur Nutzung und den Effekten im Arbeitsalltag ab.

2 Einordnung der internen und mobilen Kommunikation in den Kommunikationsbegriff: Dieses Kapitel erarbeitet theoretische Grundlagen und definiert Kernbegriffe wie Kommunikation, Unternehmensinterne Kommunikation und Mobilkommunikation für die weitere Analyse.

3 Theoretische Analyse der mobiltelefonischen Kommunikation: Die theoretische Analyse untersucht mediale Merkmale des Mobiltelefons, Aspekte der Medienwahl sowie Kommunikationsrahmen und verhaltensweisen, um eine Basis für die empirische Untersuchung zu schaffen.

4 Empirische Analyse am Fallbeispiel von Führungskräften: Hier werden das Forschungsdesign und die Ergebnisse der qualitativen Interviews mit Führungskräften des mittleren Managements dargestellt und interpretiert.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, ordnet diese kritisch ein und zeigt weiteren Forschungsbedarf auf.

Schlüsselwörter

Führungskräfte, Mobilkommunikation, Mobiltelefon, unternehmensinterne Kommunikation, mittleres Management, Nutzungspraktiken, Technikfolgen, Unternehmen, Medienwahl, Arbeitsalltag, Kommunikationsverhalten, Erreichbarkeit, soziale Effekte, Informationsprozesse, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle und Nutzung des Mobiltelefons durch Führungskräfte im mittleren Management von Großunternehmen und untersucht die daraus resultierenden Konsequenzen für die innerbetriebliche Kommunikation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die medientheoretischen Grundlagen der Mobilkommunikation, die Einordnung in den unternehmensinternen Kommunikationskontext sowie die Identifikation von Nutzungspraktiken und deren Effekten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, empirisch zu erforschen, wie Mobiltelefone im Arbeitsalltag für die interpersonale Kommunikation eingesetzt werden und welche qualitativen Auswirkungen ihre Nutzung auf Informationsprozesse und Kommunikationsbeziehungen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung verfolgt einen qualitativen, explorativen Ansatz durch problemzentrierte Interviews mit 15 Führungskräften, ausgewertet mittels qualitativer Inhaltsanalyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Merkmale und Rahmenbedingungen der Mobiltelefonnutzung sowie eine empirische Analyse, die reale Nutzungspraktiken und Strategien der Führungskräfte am Fallbeispiel aufzeigt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Mobilkommunikation, Führungskräfte, unternehmensinterne Kommunikation, Nutzungspraktiken, Medienkompetenz und Erreichbarkeit.

Wie gehen Führungskräfte mit der ständigen Erreichbarkeit um?

Sie setzen individuelle Filterstrategien ein, priorisieren Anrufe nach Hierarchie und Wichtigkeit und nutzen technische Funktionen wie Mobilbox oder Rufnummernanzeige, um sich vor Überlastung zu schützen.

Ersetzt das Mobiltelefon das persönliche Treffen?

Nein, es dient eher der ergänzenden Koordination und Vorbereitung; für tiefgreifende strategische Entscheidungen oder den Beziehungsaufbau bleiben persönliche Treffen unverzichtbar.

Excerpt out of 160 pages  - scroll top

Details

Title
Mobilkommunikation in Unternehmen
Subtitle
Eine Analyse zu Nutzungspraktiken und Folgen für interne Kommunikation und Arbeitsalltag
College
University of the Arts Berlin  (Institut für Theorie und Praxis der Kommunikation)
Grade
sehr gut
Author
Katrin Tobies (Author)
Publication Year
2006
Pages
160
Catalog Number
V78720
ISBN (eBook)
9783638804660
Language
German
Tags
Mobilkommunikation Unternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Tobies (Author), 2006, Mobilkommunikation in Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78720
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