Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Communications - Multimedia, Internet, New Technologies

Grundlagen und wichtige Regelungen des Internetrechts

Title: Grundlagen und wichtige Regelungen des Internetrechts

Seminar Paper , 2006 , 47 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anja Schütz (Author), Claudia Schulze (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Lange Zeit galt das Internet fälschlicherweise bei vielen Nutzern als ein rechtsfreier Raum. Ebenso vielschichtig wie seine Nutzungsmöglichkeiten sind auch die rechtlichen Probleme, die dadurch entstehen. Oftmals lassen sich Lösungsansätze aus dem Privatrecht, dem Zivilrecht und dem Öffentlichen Recht der Offline-Welt wiederfinden. Mit steigender Popularität des Mediums, seiner Einbindung in den Alltag und aufgrund des interaktiven und grenzüberschreitenden Charakters wurden spezifische Regelungen durch den Gesetzgeber notwendig. Online-Recht ist kein eigenständiges Rechtsgebiet. Eine genaue Einordnung in eines der drei deutschen Rechtsgebiete kann man ebenso nicht vornehmen.
„Gemeint ist vielmehr die Betrachtung eines bestimmten Lebenssachverhaltes – der elektronischen Kommunikation in digitalen Netzen – aus verschiedenen juristischen Blickwinkeln.“(STRÖMER, 2002, S. 2)

Im Hinblick auf das Grundgesetz, welches eine Kompetenzteilung zwischen Bund und Ländern vorsieht, entstand Ende der 1990er eine Normentrias, bestehend aus Telekommunikationsgesetz (TKG), Informations- und Kommunikationsdienste-Gesetz (IuKDG) und dem Mediendienste-Staatsvertrag (MDStV). Als bedeutsam erweist sich die Möglichkeit der weltumspannenden Kommunikation im Cyberspace. Deshalb ist eine Betrachtung des europäischen und internationalen Rechts unablässlich. Im Folgenden werden die deutschen Normen, relevante Richtlinien der Europäischen Union sowie Organisationen und Verträge auf internationaler Ebene von Frau Schulze vorgestellt.
Um einen kleinen Einblick in rechtlichen Irrwege des Internets zu geben, wird Frau Schütz im Kapitel vier neben den Aspekten des Urheberrechts auch auf das Strafrecht hinsichtlich des Internets eingehen. Anschließend wird sie Bezug auf einige rechtslegitime Regeln zur Erstellung einer Homepage nehmen. Im darauffolgenden Fazit wird ein gemeinsamer Ausblick hinsichtlich der Weiterentwicklung des Internetrechts gegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Maßgebende Rechtsnormen in Deutschland

2.1 Telekommunikationsgesetz (TKG)

2.2 Informations- und Kommunikationsdienste-Gesetz (IuKDG)

2.3 Mediendienste-Staatsvertrag (MDStV)

3 Europäischer und Internationaler Rechtsrahmen für Online-Kommunikation

3.1 E-Commerce-Richtlinie (ERCL)

3.2 Anwendung der Fernseh-Richtlinie auf Online-Medien

3.3 Telekommunikationsdienste in der Europäischen Gemeinschaft

3.4 Internationale Regulierung des Internets

4 Wichtige Regelungen des Internetrechts

4.1 Geistiges Eigentum – Urheberrecht im Internet

4.2 Strafrecht im Internet

5 Homepages – Rechtliche Regelungen bei der Erstellung

5.1 Die gewerbliche Homepage

5.2 Private Homepages

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Seminararbeit analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen der Online-Kommunikation in Deutschland sowie auf europäischer und internationaler Ebene. Dabei wird untersucht, wie bestehende Gesetze auf die spezifischen Anforderungen des Internets angewendet werden und wo regulatorischer Nachholbedarf besteht, insbesondere im Hinblick auf Urheberrecht, Strafrecht und die Gestaltung von Webseiten.

  • Grundlagen der deutschen "Normentrias" (TKG, IuKDG, MDStV)
  • Europäische und internationale Regulierungsvorgaben
  • Urheberrechtliche Fragestellungen und Herausforderungen im digitalen Raum
  • Strafrechtliche Aspekte und Computerdelikte
  • Rechtliche Anforderungen an gewerbliche und private Webseiten

Auszug aus dem Buch

4.1 Geistiges Eigentum – Urheberrecht im Internet

„Copyright law is totally out of date. It is a Gutenberg artifact. Since it is a reactive process, it will probably have to break down completely before it is corrected.”(NEGROPONTE, 1995, S. 58)

Das Urheberrecht regelt Persönlichkeits- und vermögensrechtliche Aspekte. Hierbei handelt es sich um ein Ausschließlichkeitsrecht. Daher fällt es unter die Grund- und Menschenrechte und steht unter Schutz von Artikel 1 und 2 Abs. 1 und 14 Grundgesetz (DREIER, 1997, S. 11).

Die historische Entwicklung des Urheberrechts begann mit der Erfindung und Weiterentwicklung des Buchdrucks im Jahre 1440. Bis in das heutige Jahrhundert hinein ist die lange Zeitspanne, die benötigt wurde, um geistiges Eigentum an immateriellen Gütern anzuerkennen, auffällig. Diese Anerkennung geschah erst mit der Entwicklung eines gewissen Schutzbedürfnisses für geistiges Eigentum, welches wiederum in einem wachsenden Selbstverständnis der Autoren für ihre Arbeit begründet war. Die Neuen Medien haben aus der rasanten Entwicklung heraus begonnen, ihre eigenen Welten, ihre eigenen Realitäten zu erzeugen. Der Medientheoretiker Marshall McLuhan hat mit seinem berühmten Statement „the Medium is the message“ schon frühzeitig erkannt, dass das Medium als reines und einfaches Informations-Transportmittel weit unterschätzt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Fehlvorstellung des Internets als rechtsfreier Raum und führt in die Notwendigkeit einer juristischen Betrachtung ein.

2 Maßgebende Rechtsnormen in Deutschland: Dieses Kapitel stellt das deutsche TKG, IuKDG und den MDStV als zentrale regulatorische Säulen für Telekommunikation und Mediendienste vor.

3 Europäischer und Internationaler Rechtsrahmen für Online-Kommunikation: Hier werden europäische Richtlinien und internationale Abkommen analysiert, die den Rahmen für grenzüberschreitende Online-Aktivitäten bilden.

4 Wichtige Regelungen des Internetrechts: Dieses Kapitel behandelt vertiefend die Problematiken des Urheberrechts sowie verschiedene internetrelevante Straftatbestände.

5 Homepages – Rechtliche Regelungen bei der Erstellung: Das Kapitel erläutert die rechtlichen Pflichten bei der Erstellung von Webseiten, unterteilt in gewerbliche und private Nutzung.

6 Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Einschätzung über die ständige Anpassungsnotwendigkeit des Rechts an neue technische Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Internetrecht, Urheberrecht, Telekommunikationsgesetz, Mediendienste-Staatsvertrag, Informations- und Kommunikationsdienste-Gesetz, Online-Kommunikation, Providerhaftung, Datenschutz, Computerdelikte, Jugendschutz, Impressumspflicht, E-Commerce-Richtlinie, Rechtsnormen, Netzwerkkriminalität, Online-Werbung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Seminararbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die rechtlichen Grundlagen und Herausforderungen im Umgang mit dem Internet, insbesondere vor dem Hintergrund, dass dieses Medium kein rechtsfreier Raum ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der deutschen Gesetzgebung für Online-Dienste, dem europäischen Rechtsrahmen, dem Urheberrechtsschutz im Netz sowie strafrechtlichen Aspekten und den Pflichten beim Webseitenbetrieb.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen Überblick über die bestehenden Regelungen zu geben und aufzuzeigen, wie das Recht auf die komplexen und dynamischen Herausforderungen des Internets reagiert.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorinnen nutzen eine juristische und medienwissenschaftliche Literaturanalyse, um den aktuellen Stand der Gesetzgebung und die zugehörige Rechtsanwendung darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der nationalen "Normentrias" (TKG, IuKDG, MDStV), den europäischen und internationalen Rechtsrahmen, spezifische Probleme des Urheberrechts sowie die rechtlichen Pflichten bei der Gestaltung von Homepages.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Internetrecht, Urheberrecht, Providerhaftung, Datenschutz, Online-Delikte und die Anbieterkennzeichnung.

Inwieweit haftet ein Webseitenbetreiber für verlinkte Inhalte?

Die Arbeit erklärt, dass ein Linksetzer unter bestimmten Voraussetzungen nach dem Strafrecht haften kann, sofern ihm die rechtswidrigen Inhalte der verlinkten Seite bekannt sind oder hätten bekannt sein müssen.

Wie unterscheidet sich die rechtliche Lage bei gewerblichen und privaten Homepages?

Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Impressumspflicht, die bei geschäftsmäßigen Angeboten strenger gefasst ist als bei rein privaten Webseiten, wobei in beiden Fällen die urheberrechtliche Verantwortlichkeit für die eigenen Inhalte besteht.

Excerpt out of 47 pages  - scroll top

Details

Title
Grundlagen und wichtige Regelungen des Internetrechts
College
Dresden Technical University  (Institut für Kommunikationswissenschaften)
Course
Internet und neue Medien
Grade
2,3
Authors
Anja Schütz (Author), Claudia Schulze (Author)
Publication Year
2006
Pages
47
Catalog Number
V78799
ISBN (eBook)
9783638846745
Language
German
Tags
Grundlagen Regelungen Internetrechts Internet Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Schütz (Author), Claudia Schulze (Author), 2006, Grundlagen und wichtige Regelungen des Internetrechts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78799
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  47  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint