Vorrangig soll die Umsetzung von „Communities of Practice“ in einem Unternehmen wie der STN ATLAS Elektronik GmbH beleuchtet werden. Da die CoP´s ein Teil des Themas Wissensmanagement sind, wird dieser Bereich durch Grundlagen erläutert.
Diese Arbeit soll eine Entscheidungshilfe darstellen, um zu analysieren, ob, wann und wie CoP´s bei STN ATLAS ELEKTRONIK eingeführt werden sollen. Zur Zeit läuft ein Umstrukturierungsprojekt mit dem Namen Way2Success (W2S), in dem auch die Einführung von Knowledge Management ausgearbeitet wird. Mehr zu diesem KM Projekt bei STN ATLAS ELEKTRONIK unter Punkt 3.8.
Weiter erhebe ich den Anspruch, neben der rein theoretischen Betrachtung dieses Themas auch einen nicht unerheblichen Teil durch eine praktische Ausarbeitung zu untermauern. Dieses soll durch die Umsetzung der Erkentnisse über CoP´s in ein praktikables Intranet-Tool realisiert werden.
Das 1. Kapitel beschreibt die Motivation und die Zielsetzung, die mit dieser Diplomarbeit „Communities of Practice als Teil des Knowledge Management“ verbunden sind.
In Kapitel 2 wird die Firma STN ATLAS Elektronik GmbH mit historischem Abriss und neuere Entwicklungen des Unternehmens dargestellt.
Im 3. Teil wird der Begriff „Wissensmanagement“ durch theoretische und praktische Erläuterungen verständlich dem Leser näher gebracht.
Hier wird der bei STN ATLAS ELEKTRONIK stattfindende Wissensmanagement Prozess, der zur Zeit als Projekt beim Reorganisationsprojekt Way2Success läuft, näher erläutert.
Das 4. Kapitel behandelt die Communities of Practice. Es wird geklärt, in wieweit CoP´s positiv auf den Wissensaustausch innerhalb von Organisationen einwirken können und welche Grundlagen dafür geschaffen werden müssen.
Der 5. Teil beschäftigt sich mit der Umsetzung der voraus gegangenen Erkenntnisse über CoP´s und Wissensmanagement in ein praktikables Intranet Tool. Dieses soll die Kommunikation zwischen den Mitgliedern von CoP´s fördern.
Als Abschluß wird in Kapitel 6 ein Fazit über „Communities of Practice“, Wissensmanagement und der Entwicklung eines Intranet-Tools gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Das Unternehmen STN ATLAS ELEKTRONIK
2.1 Historie des Unternehmens
2.2 Das Unternehmen heute
3. Wissensmanagement
3.1 Wissen - Der vierte Produktionsfaktor
3.2 Der Wissensbegriff: Daten - Informationen - Wissen
3.3 Formen des Wissens
3.3.1 Individuelles- und Kollektives Wissen
3.3.2 Explizites und implizites Wissen
3.4 Theorie des Wissensmanagement
3.4.1 Wissensprozesse in Organisationen
3.4.1.1 Sozialisation
3.4.1.2 Externalisation
3.4.1.3 Kombination
3.4.1.4 Internalisation
3.4.2 Die Wissensspirale
3.4.3 Voraussetzungen in Organisationen
3.4.3.1 Intention
3.4.3.2 Autonomie
3.4.3.3 Fluktuation und kreatives Chaos
3.4.3.4 Angemessene Vielfalt
3.4.3.5 Redundanz
3.4.3.6 Interner Wettbewerb
3.5 Wissensträger in und im Umfeld einer Organisation
3.6 Bausteine des Wissensmanagement nach Probst
3.6.1 Wissensziele
3.6.2 Wissensidentifikation
3.6.3 Wissenserwerb
3.6.4 Wissensentwicklung
3.6.5 Wissensverteilung
3.6.6 Wissensbewahrung
3.6.7 Wissensnutzung
3.6.8 Wissensbewertung
3.7 Instrumente und Strategien, die Wissensmanagement unterstützen
3.7.1 Expertenverzeichnisse
3.7.2 Wissenskarten (Knowledge Maps)
3.7.3 Office Management
3.7.4 Wissensmärkte
3.8 Grundzüge des WM bei der Firma STN ATLAS ELEKTRONIK
4. Communities of Practice (CoP)
4.1 CoP´s - Informelle Gruppen, die über Unternehmensgrenzen hinweg agieren
4.2 Organisationsstrukturen und -kulturen, die CoP´s fördern
4.2.1 Organisationsstruktur
4.2.2 Schaffung von Freiräumen
4.2.3 Unternehmenskultur
4.3 Der Individuelle- bzw. Organisatorische Nutzen von CoP´s
4.3.1 Verbesserung der Kommunikation durch CoP´s
4.3.1.1 Kommunikationsformen
4.3.1.2 Kommunikationsstruktur
4.3.1.3 Kommunikationsmittel
4.3.1.4 Beseitigung von Kommunikationsbarrieren
4.3.2 Das „innovative Lernen“ in CoP´s
4.4 Entscheidende Merkmale von CoP´s
4.5 Lebenszyklus einer CoP
4.6 Der Aufbau eines Wissensmarktes durch CoP´s
5. Umsetzung der Erkenntnisse über CoP´s in ein praktikables Intranet-Tool
5.1 Eingesetzte Internet/Intranet Technologie
5.2 Anwenderkreis
5.3 Zielsetzung des CoP Forums
5.4 Anforderungen und Hintergründe der Realisierung
5.5 Realisierung des Intranet Tools
5.5.1 Relevante Dateien
5.5.2 Aufbau der Datenbank
5.5.3 Übersicht über die Programmzusammenhänge
5.5.4 Screen Shoots
6. Fazit / Thesen
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung und Umsetzung von Communities of Practice (CoP) im Kontext der STN ATLAS Elektronik GmbH. Das primäre Ziel ist es, eine Entscheidungshilfe zu bieten, um den Nutzen von CoP´s im Rahmen des laufenden Umstrukturierungsprojekts "Way2Success" zu bewerten und durch die Entwicklung eines Intranet-Tools praktisch zu untermauern.
- Grundlagen des Wissensmanagements und relevante Wissensformen.
- Die Rolle und Funktionsweise von Communities of Practice in Organisationen.
- Wechselwirkungen zwischen Unternehmenskultur, Organisationsstruktur und Wissensaustausch.
- Entwicklung und technische Realisierung eines Intranet-Tools für CoP-Mitglieder.
- Integration von theoretischen Erkenntnissen in eine praktische IT-Anwendung.
Auszug aus dem Buch
Die Wissensspirale
Nach Nonaka/Takeuchi entsteht eine Wissensspirale, wenn die o.g. vier Formen der Wissenserzeugung zusammentreffen. Der Prozess beginnt mit der Sozialisation durch Herstellung eines „Interaktionsfeldes“. In diesem „Interaktionsfeld“ kristallisieren Erfahrungen und innere Vorstellungen eines Individuums.
Daraufhin stoßen Dialoge den Prozess der Externalisierung an. Dieses geschieht meistens durch Metaphern, um das schwierige implizite Wissen in explizites umzuwandeln. Die bis dahin gesammelten expliziten Informationen werden durch Kombination und „Learning by Doing“ wieder internalisiert und erweitern so die vorhandene Wissensbasis.
Ein Problem besteht bei dem Prozessübergang von impliziten zu explizitem und umgekehrt von explizitem zu implizitem Wissen. D.h., das „Explizitmachen“ von Tiefenwissen ist besonders schwierig und zeitaufwendig und unterliegt persönlichen Werten, Einstellungen und Ansichten des Individuums.
Durch die oben schon erwähnte Vergrößerung der Wissensbasis durch Internalisation wird die Endlosigkeit der Spirale zum Ausdruck gebracht. Nach Abschluß des Kreislaufes beginnt das Individuum auf einer „höheren“ Ebene, die das Wissen sowie die Erfahrung des durchlebten Prozesses beinhaltet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Motivation, die Zielsetzung sowie den Aufbau der Diplomarbeit.
2. Das Unternehmen STN ATLAS ELEKTRONIK: Bietet einen historischen Abriss und stellt die aktuelle Struktur des Unternehmens dar.
3. Wissensmanagement: Vermittelt theoretische Grundlagen, Wissensformen und die Management-Bausteine nach Probst.
4. Communities of Practice (CoP): Analysiert informelle Gruppen, deren Nutzen und notwendige Rahmenbedingungen in Organisationen.
5. Umsetzung der Erkenntnisse über CoP´s in ein praktikables Intranet-Tool: Beschreibt die technische Realisierung eines Intranet-Tools zur Förderung der Kommunikation.
6. Fazit / Thesen: Zieht ein abschließendes Resümee über die behandelten Themen Wissensmanagement und CoP´s.
Schlüsselwörter
Wissensmanagement, Communities of Practice, CoP, Intranet-Tool, Wissensspirale, Sozialisation, Externalisation, Internalisation, Wissensbasis, Unternehmenskultur, Wissensidentifikation, implizites Wissen, explizites Wissen, Wissensaustausch, Way2Success.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Integration von Communities of Practice als Teilaspekt des Wissensmanagements in einem Industrieunternehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit behandelt Wissensmanagementtheorie, die Bedeutung von Unternehmenskultur für Wissensprozesse und die praktische Anwendung von Informationstechnologie zur Unterstützung von informellem Wissensaustausch.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Hauptziel ist es, eine Entscheidungshilfe für die Einführung von CoP´s bei der STN ATLAS Elektronik GmbH zu erstellen und dies durch ein konkretes Intranet-Tool praktisch umzusetzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden theoretische Ansätze aus der Wissensmanagement-Literatur (z.B. Nonaka/Takeuchi, Probst) mit praktischen Erkenntnissen aus einem Reorganisationsprojekt kombiniert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Wissensmanagements, eine detaillierte Analyse von Communities of Practice sowie die technische Konzeption und Realisierung eines Intranet-Tools.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wissensmanagement, Communities of Practice, Wissensbasis, Wissensspirale und Wissensmärkte sind die prägenden Begriffe der Untersuchung.
Warum ist die Wahl der Organisationsstruktur für CoP´s wichtig?
Obwohl CoP´s informell sind, begünstigen flache Hierarchien und eine Kultur des Vertrauens ihre Entstehung und Effektivität massiv.
Welche Rolle spielt das Intranet-Tool in der Arbeit?
Das Tool dient als praktische Anwendung, um die theoretisch hergeleiteten Anforderungen an einen informellen Wissensaustausch technisch abzubilden und so die Kommunikation innerhalb der CoP´s nachhaltig zu fördern.
- Quote paper
- Mark-Oliver Würtz (Author), 2002, Communities of Practice als Teil des Knowledge Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7884