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Wie lässt sich das Konzept des Wissensmanagement auf Nonprofit-Organisationen übertragen?

Eine theoretische Überlegung am Beispiel von mitgliederbasierten NPOs

Title: Wie lässt sich das Konzept des Wissensmanagement auf Nonprofit-Organisationen übertragen?

Term Paper , 2006 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Verwaltungswissenschaftlerin Anna-Lena Beilschmidt (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Die Bedeutung des Wissens in unserer Gesellschaft hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Unternehmen reagieren darauf mit dem Konzept des Wissensmanagements, das durch eine gezielte Nutzung des inzwischen wichtigsten Produktionsfaktors Wissen zu einer Steigerung des Unternehmenserfolgs beitragen soll (Drucker 1993; Klimecki 1999; Nonaka/Takeuchi 1997).
Nonprofit Organisationen als wissensbasierte Organisation sind von diesem Wandel gleichermaßen betroffen (Zauner 2002). Doch während das Wissen über Wissenmanagement in Unternehmen stetig zunimmt, besteht in Hinblick auf Nonprofit Organisationen (NPOs) eine Forschungslücke (Lettieri/Borga/Savoldelli 2004: 19; Roßkopf 2004: 12). Es stellt sich die Frage, ob das auf Profit-Unternehmen ausgerichtete Konzept auf Nonprofit Organisationen übertragen werden kann, die sich von ersteren v.a. durch ihre langfristige Zielorientierung unterscheiden anstatt einer Ausrichtung auf eine Gewinnmaximierung.
Das Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, inwieweit eine Übertragung zu leisten und auch sinnvoll ist und an welchen Stellen sich auf Grund der besonderen Charakteristika von NPOs Unterschiede ergeben, die neue Lösungsansätze erforderlich machen. Dabei konzentriert sie sich auf basisnahe, mitgliederbasierte NPOs, die sich durch eine starke Stellung der ehrenamtlichen Mitarbeiter1 auszeichnen. An manchen Stellen wird Bezug genommen auf Interviews, die Anfang dieses Jahres in Umweltverbänden, die eine sehr starke basisdemokratische Organisationskultur haben, durchgeführt wurden.2
Es ist nicht Sinn und Zweck dieser Arbeit konkrete Lösungsansätze und Implementierungsvorschläge für den Umgang mit Wissensmanagement in NPOs darzustellen. Stattdessen soll aufgezeigt werden, wo Differenzen bestehen und wie basisnahe NPOs von dem Konzept des Wissensmanagement profitieren können.
Im folgenden erfolgt ein Überblick über das Konzept des Wissensmanagement basierend auf (Probst/Raub/Romhardt 2003). Nach der Darstellung von NPOs und ihren besonderen Charakeristika soll untersucht werden, inwiefern sich dieses Konzept auf NPOs übertragen lässt und welche Chancen und Risiken damit verbunden sind.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wissensmanagement

3. Die besonderen Charakteristika von NPOs

3.1 Was versteht man unter NPOs?

3.2 NPOs im Wandel

4. Wissensmanagement in NPOs

4.1 Welche Besonderheiten haben NPOs bezogen auf das Wissensmanagement?

4.2 Wie kann Wissensmanagement auf NPOs übertragen werden?

4.3 Wie kann Wissensmanagement den Erfolg von NPOs verbessern?

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht theoretisch, inwieweit das aus der Privatwirtschaft stammende Konzept des Wissensmanagements auf mitgliederbasierte Nonprofit-Organisationen (NPOs) übertragen werden kann. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, an welchen Stellen spezifische Charakteristika von NPOs, wie etwa die Bedeutung ehrenamtlicher Mitarbeit oder basisdemokratische Strukturen, bei einer Implementierung besondere Lösungsansätze erfordern.

  • Grundlagen des Wissensmanagements als strategisches Erfolgskonzept
  • Charakteristika und spezifische Herausforderungen von Nonprofit-Organisationen
  • Analyse der Übertragbarkeit von Wissensmanagement-Modellen auf den NPO-Sektor
  • Rolle des ehrenamtlichen Personals und organisationskulturelle Aspekte
  • Potenziale zur Erfolgssteigerung durch gezielten Wissensumgang

Auszug aus dem Buch

4.2 Wie kann Wissensmanagement auf NPOs übertragen werden?

In diesem Abschnitt wird untersucht, wo sich auf Grund der Merkmale von basisnahen NPOs Unterschiede und Abweichungen in Hinblick auf das Wissensmanagement-Modell nach Probst, Raub und Romhardt (2003) ergeben und wo dieses an die Besonderheiten von NPOs angepasst werden muss. Es ist jedoch nicht Ziel dieser Arbeit ein Implementierungskonzept zu entwerfen. Stattdessen sollen Anstösse gegeben werden, die eine gezielte Implementierung ermöglichen und das „me-too-Phänomen“ (Probst/Raub/Romhardt 1999: 376) bei der Übertragung verhindern sollen. In dieser Arbeit kann nicht auf alle Facetten des Modells eingegangen werden. Deshalb sollen bestimmte Bausteine und Ideen herausgegriffen werden, bei denen sich die Übertragbarkeit auf NPOs am schwierigsten gestaltet. Diese Auswahl stellt jedoch keine Wertung der Wichtigkeit in Bezug auf das gesamte Konzept dar.

Es ist zu erwarten, dass sich bedeutende Unterschiede v.a. durch die komplexe (Personal-) Struktur, die basisdemokratische Organisationskultur und das Selbstverständnis der NPO, die ehrenamtliche Arbeit und die teils angespannte Finanzlage ergeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Wissen in der heutigen Gesellschaft und identifiziert eine Forschungslücke bezüglich der Anwendung von Wissensmanagement-Konzepten in Nonprofit-Organisationen.

2. Wissensmanagement: Dieses Kapitel führt in das theoretische Konzept des Wissensmanagements ein, definiert zentrale Begriffe wie implizites und explizites Wissen und stellt das Modell von Probst, Raub und Romhardt vor.

3. Die besonderen Charakteristika von NPOs: Hier werden Nonprofit-Organisationen definiert, ihre Rolle als Intermediäre zwischen Staat, Markt und Gesellschaft beleuchtet und ihr Umgang mit Wandel sowie ihre spezifischen Probleme dargestellt.

4. Wissensmanagement in NPOs: Das Hauptkapitel analysiert kritisch die Übertragbarkeit von Wissensmanagement-Modellen auf NPOs, identifiziert Hindernisse und erörtert, wie das Management den Erfolg dieser Organisationen unterstützen kann.

5. Ausblick: Der Ausblick fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Notwendigkeit einer reflektierten, an die NPO-Strukturen angepassten Übertragung des Konzepts und weist auf den Bedarf für weitere empirische Forschung hin.

Schlüsselwörter

Wissensmanagement, Nonprofit-Organisationen, NPOs, Ehrenamt, Organisationales Lernen, Wissensgesellschaft, mitgliederbasierte Organisationen, Wissensidentifikation, Wissensverteilung, Wissensbewahrung, Organisationskultur, Wissenstransfer, Professionalisierung, Wissensstrategie, Projektmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Übertragung des aus der Privatwirtschaft bekannten Konzepts des Wissensmanagements auf mitgliederbasierte Nonprofit-Organisationen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements, die spezifischen organisatorischen Merkmale von NPOs sowie die kritische Prüfung, wie diese Konzepte in einem Nonprofit-Umfeld sinnvoll Anwendung finden können.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wo Differenzen zwischen Profit- und Nonprofit-Organisationen bestehen und wie Letztere von einem gezielten Umgang mit Wissen profitieren können, ohne dabei blind Unternehmenskonzepte zu kopieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse bestehender Modelle des Wissensmanagements und der Literatur zu NPO-Strukturen, ergänzt durch Bezugnahmen auf Interviews mit Akteuren aus Umweltverbänden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den verschiedenen Bausteinen des Wissensmanagements, wie der Identifikation, Generierung, Verteilung, Nutzung und Bewahrung von Wissen, und deren spezifischer Anpassung an die Bedingungen von NPOs.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Wissensmanagement, Nonprofit-Organisationen, Ehrenamt, Wissensidentifikation und Organisationskultur.

Warum ist das "me-too-Phänomen" für NPOs relevant?

Der Autor warnt davor, dass NPOs aus reinem Aktionismus erfolgreich erscheinende Unternehmenskonzepte übernehmen, ohne zu prüfen, ob diese für die eigene, oft ehrenamtlich geprägte und wertebasierte Struktur geeignet sind.

Welche Herausforderungen stellt die ehrenamtliche Arbeit für das Wissensmanagement dar?

Ehrenamtliche bringen oft wertvolles Wissen ein, welches jedoch schwer zu externalisieren ist, da sie nur zeitlich begrenzt zur Verfügung stehen und bürokratische Prozesse oft ablehnen, was den gesamten Wissensmanagement-Prozess erschwert.

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Details

Title
Wie lässt sich das Konzept des Wissensmanagement auf Nonprofit-Organisationen übertragen?
Subtitle
Eine theoretische Überlegung am Beispiel von mitgliederbasierten NPOs
College
University of Constance
Grade
1,3
Author
Dipl.-Verwaltungswissenschaftlerin Anna-Lena Beilschmidt (Author)
Publication Year
2006
Pages
26
Catalog Number
V78928
ISBN (eBook)
9783638835046
Language
German
Tags
Konzept Wissensmanagement Nonprofit-Organisationen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Verwaltungswissenschaftlerin Anna-Lena Beilschmidt (Author), 2006, Wie lässt sich das Konzept des Wissensmanagement auf Nonprofit-Organisationen übertragen? , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78928
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