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Universitätskonzepte des Deutschen Idealismus - Johann Gottlieb Fichtes "Deduzierter Plan einer in Berlin zu errichtenden höheren Lehranstalt" und seine Realisierung

Titre: Universitätskonzepte des Deutschen Idealismus - Johann Gottlieb Fichtes "Deduzierter Plan einer in Berlin zu errichtenden höheren Lehranstalt" und seine Realisierung

Dossier / Travail de Séminaire , 1999 , 30 Pages , Note: 1,9

Autor:in: Magistra Artium Simone Janson (Auteur)

Histoire - Divers
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Wilhelm von Humboldt wird heute als der große Universitätsreformer des 19. Jahrhunderts gesehen. Seine Ideen halfen der Deutschen Universität aus der Kriese des 18. Jahrhunderts und gaben der Universität ihre neue Form, ihre neue Grundidee, die sie bis heute, zumindest in der Theorie, bewahrt hat. Dabei wären Humboldts vielgerühmte Veränderungen nicht möglich gewesen ohne verschiedene programmatische Grundschriften. Insofern ist es ungerechtfertigt, die Verdienste um die Universitätsreform alleine Humboldt zuzuschreiben.
Doch den wohl ausführlichsten Universitätsplan hat der Philosoph Johann Gottlieb Fichte mit seinem Werk "Deduzierter Plan einer in Berlin zu errichtenden höheren Lehranstalt"1 vorgelegt, während Humboldts eigene programmatische Schrift "Über die innere und äußere Organisation der höheren wissenschaftlichen Anstalten in Berlin"2 nur wenige Seiten umfaßte.
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Universitätskonzept von Johann Gottlieb Fichte und seiner Rezeption durch Humboldt und somit seiner Realisierung bei der Entstehung der Berliner Universität sowie in geringerem Umfang mit seiner Auswirkung auf die heutige Universität.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1. ÜBERBLICK ÜBER DIE VORGESCHICHTE ZU FICHTES "DEDUZIERTEM PLAN"

2. DER INHALT VON FICHTES "DEDUZIERTEM PLAN" UND SEINE AUSFÜHRUNG

2.1. Die Grundidee der höheren Bildungsanstalt

2.2. Lehrmethoden und Lehrstoff

2.3. Formen der Lehre und Professoren

2.4. Die Studenten

2.5. Die Finanzierung

3. GEGENSÄTZE UND GEMEINSAMKEITEN - FICHTE, HUMBOLDT UND SCHLEIERMACHER

4. DIE REZEPTION VON FICHTES "DEDUZIERTEM PLAN" DURCH HUMBOLDT UND IHRE HINTERGRÜNDE

SCHLUSS

BIOGRAPHIE

Quellen

Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Universitätskonzept von Johann Gottlieb Fichte, wie es in seinem Werk "Deduzierter Plan einer in Berlin zu errichtenden höheren Lehranstalt" niedergelegt ist, und analysiert dessen Rezeption und praktische Umsetzung durch Wilhelm von Humboldt bei der Gründung der Berliner Universität.

  • Vergleich der Universitätspläne von Fichte, Humboldt und Schleiermacher
  • Analyse von Fichtes Konzept der "höheren Lehranstalt" und der Rolle der philosophischen Fakultät
  • Untersuchung der strukturellen und inhaltlichen Einflussnahme auf die preußische Universitätsgründung
  • Bewertung der langfristigen Wirksamkeit von Fichtes Ideen im deutschen Universitätssystem

Auszug aus dem Buch

2.3. Formen der Lehre und Professoren

Als neue Unterrichtsform schlägt Fichte Konversatoria vor. Im sogenannten sokratischen Dialog stellen sich Lehrer und Studenten abwechselnd Fragen und antworten darauf. Diese Konversatoria sind nichts anderes als die uns heute bekannten Seminare, in denen sich die Studenten aktiv am Unterricht beteiligen. Diese Form des Unterrichts dient dem Student vor allem dazu, eigenständig, wissenschaftlich, ja philosophisch zu denken.

Folgerichtig will Fichte nun auch die Form der Examen verändern: Der Student soll nicht mehr nur, wie bisher, den vorher auswendig gelernten Stoff wiedergeben. Nein, vielmehr fragt der Lehrer jetzt danach, ob der Schüler das Erlernte auch auf ein anderes Gebiet übertragen und eigenständig anwenden kann.

Genauso funktionieren auch die schriftlichen Ausarbeitungen, die, wie Fichte extra betont, in deutscher und nicht in lateinischer Sprache abzufassen sind: In ihnen soll der Student auch schriftlich zeigen, dass er die Methodik anwenden kann: Ihm wird eine Aufgabe gestellt, die er lösen soll, indem er nicht das Gelernte wiedergibt sondern es zu seinem Werkzeug macht. Das ist nichts anderes als die heute gebräuchliche Seminararbeit, die gerade den Zweck verfolgt, das selbständige Denken des Studenten zu fördern. Und noch ein anderes Gebiet der studentischen Eigenbeteiligung spricht Fichte an: Die Themen für diese schriftliche Ausarbeitung können neben Lehrern auch fortgeschrittene Studenten an ihre weniger fortgeschrittenen Kommilitonen stellen.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Arbeit thematisiert Humboldts Universitätsreform und hinterfragt die exklusive Zuschreibung dieser Verdienste, indem sie Fichtes ausführlichen, aber oft übersehenen Universitätsplan analysiert.

1. ÜBERBLICK ÜBER DIE VORGESCHICHTE ZU FICHTES "DEDUZIERTEM PLAN": Dieses Kapitel beleuchtet Fichtes biographischen Werdegang und die akademische Genese seiner Ideen, die schließlich in den Berliner Plan einflossen.

2. DER INHALT VON FICHTES "DEDUZIERTEM PLAN" UND SEINE AUSFÜHRUNG: Hier werden die zentralen Pfeiler von Fichtes Modell – von der philosophischen Fakultät bis zur Finanzierung – detailliert dargelegt und mit der historischen Realisierung verglichen.

3. GEGENSÄTZE UND GEMEINSAMKEITEN - FICHTE, HUMBOLDT UND SCHLEIERMACHER: Die vergleichende Analyse zeigt auf, wie sich Humboldts Reformen eher an Schleiermachers Ideen orientierten und wo Fichtes Modell Abweichungen aufwies.

4. DIE REZEPTION VON FICHTES "DEDUZIERTEM PLAN" DURCH HUMBOLDT UND IHRE HINTERGRÜNDE: Das Kapitel untersucht die Gründe für die begrenzte direkte Rezeption von Fichtes Plänen bei der Gründung der Universität durch Humboldt und dessen Kommission.

SCHLUSS: Die Arbeit resümiert, dass Fichtes Einfluss trotz anfänglicher Nichtbeachtung in der späteren Universitätsentwicklung und in modernen Lehrstrukturen deutlich sichtbar ist.

Schlüsselwörter

Johann Gottlieb Fichte, Wilhelm von Humboldt, Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, Universitätsgründung, Berliner Universität, Deduzierter Plan, Wissenschaftslehre, Höhere Lehranstalt, Reform, Lehrformen, Seminare, Finanzierungsmodell, Preußische Universitätsverfassung, Akademische Freiheit, Philosophische Fakultät.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Universitätskonzept des Philosophen Johann Gottlieb Fichte und dessen Einfluss auf die Gründung und Organisation der Berliner Universität durch Wilhelm von Humboldt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Konzepte zur Lehre, die Rolle der philosophischen Fakultät, studentische Strukturen und die Finanzierungsmodelle für Universitäten im frühen 19. Jahrhundert.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Die Untersuchung zielt darauf ab, den Umfang zu klären, in dem Humboldt Fichtes Ideen aufgegriffen hat, und zu prüfen, ob die These einer Vernachlässigung von Fichtes Plan haltbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die Fichtes "Deduzierten Plan" mit historischen Quellen zur preußischen Universitätsreform und Schriften von Zeitgenossen wie Humboldt und Schleiermacher vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Analyse von Fichtes Plan, einen Vergleich der drei großen Reformer sowie eine Untersuchung der historischen Hintergründe der Rezeption durch die Berliner Einrichtungskommission.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Fichtes "Deduzierter Plan", das Ideal der wissenschaftlichen Lehranstalt, das Regularenkorps, die Rolle der philosophischen Fakultät und der Einfluss auf spätere preußische Gesetze.

Inwiefern beeinflusste das damalige politische Klima Fichtes Pläne?

Fichtes Vorschläge waren stark durch die zeitgenössische preußische Situation geprägt, etwa durch den Wunsch nach einem Staatsinstitut, das sich durch eigene Mittel (wie Stempelsteuern oder Güter von Orden) finanzieren sollte.

Welche Rolle spielten die "Regularen" in Fichtes Modell?

Regulare waren in Fichtes Vorstellung eine privilegierte Gruppe von Studenten, die sich vollständig dem wissenschaftlichen Leben widmeten, in gemeinsamen Haushalten lebten und einen bevorzugten Anspruch auf Staatsämter hatten.

Warum wird Fichte heute teilweise als Neubegründer der Universität bezeichnet?

Weil viele moderne akademische Strukturen, wie die Seminarform, die schriftliche Seminararbeit und die stufenweise Integration von Studenten in die Lehre, bereits explizit in seinem Plan enthalten waren.

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Résumé des informations

Titre
Universitätskonzepte des Deutschen Idealismus - Johann Gottlieb Fichtes "Deduzierter Plan einer in Berlin zu errichtenden höheren Lehranstalt" und seine Realisierung
Université
University of Bonn  (Historisches Seminar)
Cours
Hauptseminar: Gründerzeiten. Die Universitätsgründungen in Deutschland vom späten Mittelalter bis zur Gegenwart.
Note
1,9
Auteur
Magistra Artium Simone Janson (Auteur)
Année de publication
1999
Pages
30
N° de catalogue
V78934
ISBN (ebook)
9783638737272
ISBN (Livre)
9783638797702
Langue
allemand
mots-clé
Universitätskonzepte Deutschen Idealismus Johann Gottlieb Fichtes Deduzierter Plan Berlin Lehranstalt Realisierung Hauptseminar Gründerzeiten Universitätsgründungen Deutschland Mittelalter Gegenwart
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Magistra Artium Simone Janson (Auteur), 1999, Universitätskonzepte des Deutschen Idealismus - Johann Gottlieb Fichtes "Deduzierter Plan einer in Berlin zu errichtenden höheren Lehranstalt" und seine Realisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78934
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Extrait de  30  pages
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