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Die Berichterstattung über „...die Risiken der künftigen Entwicklung...“ (§ 289 HGB) im Lagebericht

Title: Die Berichterstattung über „...die Risiken der künftigen Entwicklung...“ (§ 289 HGB) im Lagebericht

Seminar Paper , 2005 , 40 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christoph Lersmacher (Author), Daniela Engel (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Aufgrund zahlreicher Unternehmenskrisen und Insolvenzen sah sich der deut-sche Gesetzesgeber 1998 veranlasst, den Lagebericht durch das KonTraG um eine Risikoberichtspflicht zu erweitern. Die §§ 289 und 315 HGB wurden um den Halbsatz „dabei ist auch auf die Risiken der künftigen Entwicklung einzugehen“ ergänzt. Zusätzlich wurde der Gesetzeswortlaut durch den DRS 5 und den IDW RS HFA 1 konkretisiert.
Das Ziel dieser Seminararbeit ist herauszustellen, welche inhaltlichen und formalen Anforderungen zur Darstellung der Risiken der künftigen Entwick-lung vorliegen und wie die Risiken identifiziert und bewertet werden können. Ferner werden die Risikoberichte von BMW und VW verglichen, um zu über-prüfen, ob die Anforderungen an die Risikoberichte eingehalten werden. Als Problem wird deutlich, dass durch die abstrakt gehaltenen Formulierungen der Konkretisierungen des Gesetzeswortlautes erhebliche Ermessensspielräume in Bezug auf die Anforderungen an die Risikoberichterstattung auftreten. Es be-steht eine Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Diese wird beim Vergleich der Risikoberichte von BMW und VW deutlich. Die formalen Anforderungen werden überwiegend eingehalten. Inhaltlich bestehen aber erhebliche Mängel, insbesondere bei der Quantifizierung der Risiken. Außerdem beschreiben die Konzerne, obwohl sie in derselben Branche agieren, in den einzelnen Kategorien unterschiedliche Risiken. Dadurch sind die beiden Risikoberichte schwer vergleichbar.
Um die Ermessensspielräume zu verkleinern, erhöhen sich die Anforderungen an den Risikobericht ab 1.1.2005. Gemäß den §§ 289 Abs. 1 und 315 Abs.1 HGB-E wird „eine Beurteilung und Erläuterung von wesentlichen Risiken und Chancen“ erforderlich. Zur Lösung der erörterten Probleme reicht die zukünftige Erweiterung nicht aus. Es sind zusätzliche Konkretisierungen des DRS 5 und der IDW Stellungnahme notwendig. Offen bleibt, ob die Risikoberichterstattung aufgrund der angesprochenen Probleme und des hohen Aufwandes bei der Identifikation und Bewertung der Risiken überhaupt Sinn macht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen der Risikoberichterstattung

1.1. Definition des Risikobegriffs

1.2. Entwicklungen der gesetzlichen Regelungen

1.3. Zweck und Aufgaben der Risikoberichterstattung

2. Formale und inhaltliche Anforderungen an den Risikobericht

2.1. Berichtspflichtige Risiken

2.2. Stellung und Zeitraum des Risikoberichts

2.3. Kategorisierung der Risiken

2.4. Intensität der Berichterstattung

3. Risikoanalyse

3.1. Inventur und Identifikation der Risiken

3.2. Risikobewertung

3.2.1. Quantifizierbare Risiken

3.2.2. Qualifizierbare Risiken

4. Darstellung der Wirklichkeit der Risikoberichterstattung anhand der Unternehmen BMW und VW

5. Ausblick für die Risikoberichterstattung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die inhaltlichen und formalen Anforderungen an die Risikoberichterstattung gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und Standards, analysiert deren praktische Umsetzung in den Konzernen BMW und VW und bewertet die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

  • Gesetzliche Grundlagen der Risikoberichterstattung
  • Anforderungen an den Risikobericht nach DRS 5 und HGB
  • Methodik der Risikoidentifikation und -bewertung
  • Praxisvergleich der Risikoberichte von BMW und VW
  • Zukunftsperspektiven der Risikoberichterstattung

Auszug aus dem Buch

3.1. Inventur und Identifikation der Risiken

Die Unternehmen haben zu jedem Stichtag gemäß dem Grundsatz der Vollständigkeit eine Inventur der Risiken durchzuführen, damit alle vorhersehbaren Risiken, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt werden. Um alle wesentlichen Risiken zu erfassen, ist die Inventur zeitlich auch auf solche Risiken auszudehnen, die am Abschlussstichtag noch nicht entstanden sind, deren Eintreffen aber denkbar ist. Beispiele für solche Risiken sind geplante Akquisitionen und Fusionen sowie zukünftige Produkteinführungen. Dazu sind auch betriebswirtschaftliche Analysen der Branchensituation notwendig, wie z. B. Betrachtungen des Absatzmarktes, der Wettbewerber und der Lieferanten. Weiterhin ist die Inventur sachlich zu erweitern. Dies bedeutet, dass risikokumulierende Faktoren zu identifizieren sind, denn auch eine Vielzahl von unbedeutenden einzelnen Risiken kann zusammen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen.

Die Risikoidentifikation erfolgt neben einer jährlichen Risikoinventur kontinuierlich, weil sich die Unternehmenssituation ständig ändert. Der Zeithorizont der Risikoidentifikation sollte dem Planungshorizont, der der Unternehmensstrategie zu Grunde liegt, entsprechen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Grundlagen der Risikoberichterstattung: Dieses Kapitel definiert den Risikobegriff und erläutert die gesetzliche Entwicklung sowie den Zweck der Berichtspflicht.

2. Formale und inhaltliche Anforderungen an den Risikobericht: Hier werden die Kriterien für berichtspflichtige Risiken sowie Vorgaben zu Inhalt, Zeitraum und Intensität der Berichterstattung detailliert dargestellt.

3. Risikoanalyse: Dieser Abschnitt beschreibt die notwendigen Schritte zur Inventur, Identifikation und quantitativen oder qualitativen Bewertung von Risiken.

4. Darstellung der Wirklichkeit der Risikoberichterstattung anhand der Unternehmen BMW und VW: Die praktische Anwendung der Anforderungen wird durch einen Vergleich der Geschäftsberichte von BMW und VW kritisch beleuchtet.

5. Ausblick für die Risikoberichterstattung: Das Kapitel reflektiert kommende gesetzliche Änderungen und bewertet, ob diese die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit minimieren können.

Schlüsselwörter

Risikoberichterstattung, KonTraG, HGB, Lagebericht, Risikoidentifikation, Risikobewertung, BMW, VW, DRS 5, quantitative Analyse, qualitative Analyse, Value at Risk, Risikokategorien, Unternehmensrisiken, Transparenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der gesetzlich geforderten Risikoberichterstattung deutscher Unternehmen, deren inhaltlichen Anforderungen und der Frage, wie diese in der Praxis durch Großkonzerne umgesetzt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Risiken, die gesetzlichen Berichtspflichten (KonTraG/HGB), Standards wie DRS 5, Methoden der Risikoanalyse sowie die praktische Untersuchung von Geschäftsberichten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen den formalen Anforderungen der Gesetzgebung und der tatsächlichen Umsetzung der Risikoberichterstattung in der Unternehmenspraxis anhand von BMW und VW aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und einer empirischen Gegenüberstellung (Vergleich) der Risikoberichte zweier ausgewählter Automobilkonzerne.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der formalen und inhaltlichen Anforderungen, die methodische Analyse der Risikoerfassung und eine kritische Untersuchung der Berichterstattungspraxis der beiden Konzerne.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Risikoberichterstattung, KonTraG, HGB, Risikoidentifikation, Risikobewertung, Transparenz, DRS 5 und Unternehmensrisiken.

Wie bewertet der Autor die Quantifizierung von Risiken in der Praxis?

Der Autor stellt fest, dass Unternehmen eine betragsmäßige Quantifizierung aufgrund des hohen Aufwands und der schwierigen Datenlage nur selten vornehmen, obwohl dies wünschenswert wäre.

Warum sind die Berichte von BMW und VW trotz gleicher Branche schwer vergleichbar?

Der Autor führt dies auf die Ermessensspielräume zurück, die durch abstrakt gehaltene gesetzliche Formulierungen entstehen, was zu unterschiedlichen Schwerpunkten und Kategorisierungen führt.

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Details

Title
Die Berichterstattung über „...die Risiken der künftigen Entwicklung...“ (§ 289 HGB) im Lagebericht
College
University of Paderborn
Grade
1,3
Authors
Christoph Lersmacher (Author), Daniela Engel (Author)
Publication Year
2005
Pages
40
Catalog Number
V79230
ISBN (eBook)
9783638859950
ISBN (Book)
9783638860895
Language
German
Tags
Berichterstattung Risiken Entwicklung HGB) Lagebericht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Lersmacher (Author), Daniela Engel (Author), 2005, Die Berichterstattung über „...die Risiken der künftigen Entwicklung...“ (§ 289 HGB) im Lagebericht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79230
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