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„Die Plastik“ aus der „Realen Reihe“ von Schellings „Kunstphilosophie“ in Anwendung auf konkrete Beispiele der zeitgenössischen Kunst

Titre: „Die Plastik“ aus der „Realen Reihe“ von Schellings „Kunstphilosophie“ in Anwendung auf konkrete Beispiele der zeitgenössischen Kunst

Dossier / Travail de Séminaire , 2006 , 23 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Magister Artium Johanna Hartmann (Auteur)

Philosophie - Philosophie au XVIIe et XVIIIe siècle
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Zunächst soll es darum gehen die Plastik in den Kontext von Schellings Kunstphilosophie stellen. Dabei beschäftigt die Frage weshalb Schelling eine solche überhaupt bearbeiten will und welche Aufgabe sie hat. Das bietet zunächst den großen Rahmen, von dem aus die Stellung der Plastik im System der Kunstphilosophie erläutert wird, um dann die Plastik an sich zu behandeln. Nachfolgend werden das Kunstwerk und das Kunstprodukt nach Schelling näher erläutert, um dann zu einer Interpretation der Kunst McCarthys durch Schelling überzugehen. Dabei soll Schellings „Philosophie der Kunst“ auf McCarthys „Selbstbildnis“ von 2005 als konkretes Beispiel angewendet werden. Interessant ist hierbei, ob Schellings „Kunstphilosophie“ von 1802 auch auf ein Kunstwerk von 2005 bezogen werden kann. Der Vergleich zwischen Schelling und Herder soll zeigen, wie verschiedenartig man mit der Betrachtung der Plastik umgehen kann, auch wenn man eine ähnliche Kunstauffassung vertritt. Zwei Beispiele von Paul McCarthy und Ron Mueck sollen in der Folge auf Herders Vorstellung der Plastik in Abgleich zu Schelling bezogen werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

2. Schellings Beweggründe zur Bearbeitung der Wissenschaft der Kunst

3. Die Aufgabe der „Kunstphilosophie“

4. Die reale und ideale Seite der Kunst und Ihre Indifferenz

5.Die Plastik als Einheit von: Architektur, Basrelief und Plastik

5.1. Die Architektur

5.2. Das Basrelief

5.3. Die Plastik

5.4. Die Potenzen:

6. Das Kunstwerk: Versuch einer Gattungsbeschreibung:

7. Das Kunstprodukt, das Genie und der Charakter des Kunstprodukts

8. Die Anwendung Schellings auf ein konkretes Beispiel aus der „realen Reihe“ der Kunst

8.1. Schelling in Anwendung auf Paul McCarthy

9. Schelling und Herder- Ein Vergleich

9.1. Herder in Anwendung auf Ron Mueck und McCarthy (siehe Abbildung 1-3)

10. Schlussbemerkung:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der Kunstphilosophie von F.W.J. Schelling, insbesondere seine Ausführungen zur Plastik, auf die zeitgenössische Kunst. Dabei wird hinterfragt, ob Schellings Kriterien für das vollkommene Kunstwerk – wie Wahrheit, Anmut und Schönheit – auch auf moderne, teils hyperrealistische Skulpturen übertragen werden können und wie sich Schellings Theorie im Vergleich zu Herders Kunstauffassung positioniert.

  • Schellings System der Kunstphilosophie und das "Triadenschema"
  • Die Plastik als Indifferenzpunkt von Architektur und Malerei
  • Anwendung der philosophischen Begrifflichkeiten auf Werke von Paul McCarthy und Ron Mueck
  • Vergleichende Analyse der Ästhetik von Schelling und Herder
  • Herausforderungen der Kunstgattungsbeschreibung in der Moderne

Auszug aus dem Buch

8.1. Schelling in Anwendung auf Paul McCarthy

Paul McCarthys „Selbstbildnis“ von 2005 (Siehe Abbildung 1,2) kann unter einem doppelten Aspekt Anwendung auf Schelling finden. Es handelt sich einerseits um eine Skulptur, die andererseits aufgrund ihrer Fertigung aus Fiberglas und einem Überzug aus gefärbtem Silikon ein Inkarnat besitzt. Die Frage ist nun, ob Schelling sich aufgrund seiner Aussagen über das Kolorit und die Skulptur auf McCarthy anwenden lässt. Betrachtet man seine Aussagen über das Kolorit und seinen bevorzugten Repräsentanten dieser Kunstform, Tizian, als den Meister der Kolorits: „Wer die Gemälde des Tizian gesehen hat, dessen, der in dieser Beziehung als Erster zu nennen ist, hat selbst die Einsicht und das Gefühl, dass eine vollkommenere Identifikation des Lichts und des Stoffes nicht denkbar sey, als er erreicht hat.“41 -wird man im ersten Moment stutzig.

McCarthys Haut ist fahl, menschlich und nicht überhöht. Trotzdem ist sie ebenso wie die Haut aller Menschen, ein „wahres Chaos aller Farben“. Die blauen Adern, die unter der teilweise unschön geröteten Haut hervorschimmern und der gelbliche Stich der Haut, hervorgerufen durch Nikotin sind zwar nicht „schön“, aber auf jeden Fall erfüllt McCarthy damit alle Anforderungen, die Schelling an das Inkarnat stellt.

Für Schelling ist das Inkarnat: „Die höchste Vermählung des Lichts mit dem Stoffe, so daß das Wesen ganz Stoff und ganz Licht wird, geschieht in der Produktion des Fleisches. Das Fleisch ist das wahre Chaos aller Farben und deshalb keiner besonderen ähnlich, sondern die unauflösliche und schönste Mischung aller. Aber auch diese ganz einzige Art der Farbe ist noch überdies nicht unbeweglich, wie die anderen Arten der Farbe, sondern lebendig und beweglich. Die inneren Regungen des Zorns, der Scham, der Sehnsucht u.s.w. bewegen gleichsam jenes Farbenmeer, und lassen es in bald sanfteren, bald härteren Wellen schlagen.“ Dies also ist die höchste Aufgabe des Colorits.42

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Untersuchung ab und definiert das Ziel, Schellings Kunstphilosophie auf zeitgenössische Beispiele anzuwenden.

2. Schellings Beweggründe zur Bearbeitung der Wissenschaft der Kunst: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit einer philosophischen Durchdringung der Kunst, um das organische Ganze hinter dem einzelnen Kunstwerk zu begreifen.

3. Die Aufgabe der „Kunstphilosophie“: Hier wird Schellings Ziel definiert, das Reale der Kunst im Idealen der Philosophie abzubilden, gestützt durch das Prinzip der Potenzen.

4. Die reale und ideale Seite der Kunst und Ihre Indifferenz: Das Kapitel führt das „Triadenschema“ ein und ordnet Musik, Malerei und Plastik ihre jeweiligen Rollen im System zu.

5.Die Plastik als Einheit von: Architektur, Basrelief und Plastik: Die Plastik wird als höchste Form der bildenden Kunst begründet, welche die vorangegangenen Stufen in sich vereint.

5.1. Die Architektur: Eine Analyse der Architektur als anorganische Form der Plastik, unterteilt in die Säulenordnungen.

5.2. Das Basrelief: Das Basrelief wird als die malerische Komponente innerhalb der Plastik beschrieben.

5.3. Die Plastik: Dieses Kapitel vertieft die Bedeutung der menschlichen Gestalt als Ausdruck der Vernunft und des Absoluten.

5.4. Die Potenzen: Eine zusammenfassende Betrachtung der Potenzen innerhalb des Gesamtsystems der Kunst.

6. Das Kunstwerk: Versuch einer Gattungsbeschreibung: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Schwierigkeit, den Begriff des Kunstwerks in der modernen, pluralistischen Kunstwelt zu fassen.

7. Das Kunstprodukt, das Genie und der Charakter des Kunstprodukts: Untersucht die Genese des Kunstwerks zwischen bewusster Freiheit und unbewusster Natur.

8. Die Anwendung Schellings auf ein konkretes Beispiel aus der „realen Reihe“ der Kunst: Eine praktische Illustration der Theorie anhand des Konzepts des Inkarnats in der Malerei.

8.1. Schelling in Anwendung auf Paul McCarthy: Eine spezifische Analyse von McCarthys Skulptur anhand der Schellingschen Kriterien.

9. Schelling und Herder- Ein Vergleich: Gegenüberstellung zweier unterschiedlicher Ansätze zur Deutung der Plastik.

9.1. Herder in Anwendung auf Ron Mueck und McCarthy (siehe Abbildung 1-3): Kritische Prüfung, wie Herders ästhetische Normen auf moderne Skulpturen reagieren würden.

10. Schlussbemerkung: Ein Resümee zur Anwendbarkeit klassischer Kunstphilosophie auf die zeitgenössische Praxis unter Berücksichtigung von Dekonstruktivismus und Hyperrealismus.

Schlüsselwörter

Schelling, Kunstphilosophie, Plastik, Ästhetik, Idealismus, Indifferenz, Paul McCarthy, Ron Mueck, Inkarnat, Kunstwerk, Genie, Bildhauerei, Klassik, Moderne, Naturphilosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von F.W.J. Schellings Kunstphilosophie zur zeitgenössischen Skulptur und Kunstproduktion.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Plastik, das Verhältnis von Idealem und Realem sowie die Bedeutung von Schönheit und Wahrheit in der Kunst.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit hinterfragt, ob Schellings Kunstphilosophie von 1802 trotz ihres historischen Kontextes ein taugliches Instrumentarium zur Analyse moderner, teils provokativer zeitgenössischer Kunst darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es wird eine hermeneutische Methode angewandt, die Schellings theoretische Schriften analysiert und diese durch fallstudienartige Anwendung auf moderne Kunstwerke (McCarthy, Mueck) auf ihre Tragfähigkeit prüft.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung von Schellings System, eine systematische Beschreibung der plastischen Kunstformen sowie eine vergleichende Analyse mit Herder.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Schelling, Plastik, Indifferenz, Ästhetik, Idealismus, Kunstphilosophie und das Konzept des Inkarnats.

Wie bewertet die Arbeit die Anwendbarkeit auf Paul McCarthys „Selbstbildnis“?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass McCarthys Werk – trotz seiner Abweichung von idealisierter Schönheit – im Sinne einer "wahren" Darstellung des Realen durchaus im Kontext von Schellings Theorie diskutiert werden kann.

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen Schelling und Herder in Bezug auf die Plastik?

Während beide die antike Plastik als Referenz nutzen, gewichtet Herder den Tastsinn und eine holistische, gefühlsbasierte Erfahrung der Körperlichkeit stärker als der eher philosophisch-systematische Schelling.

Wie steht die Autorin zum modernen Hyperrealismus?

Die Arbeit konstatiert, dass der moderne Hyperrealismus klassische Schönheitsideale unterläuft, jedoch als Ausdruck der gesellschaftlichen Realität dennoch als Teil des "Absoluten" in Schellings Sinne verstanden werden könnte.

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Résumé des informations

Titre
„Die Plastik“ aus der „Realen Reihe“ von Schellings „Kunstphilosophie“ in Anwendung auf konkrete Beispiele der zeitgenössischen Kunst
Université
LMU Munich  (Philosophie Department Lehrstuhl II)
Cours
Hauptseminar
Note
2,0
Auteur
Magister Artium Johanna Hartmann (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
23
N° de catalogue
V79270
ISBN (ebook)
9783638850292
Langue
allemand
mots-clé
Plastik“ Reihe“ Schellings Anwendung Beispiele Kunst Hauptseminar
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Citation du texte
Magister Artium Johanna Hartmann (Auteur), 2006, „Die Plastik“ aus der „Realen Reihe“ von Schellings „Kunstphilosophie“ in Anwendung auf konkrete Beispiele der zeitgenössischen Kunst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79270
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Extrait de  23  pages
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