Der folgende Beitrag behandelt den Wandel von einer modernen zur postmodernen Gesellschaft. Hierbei erkennt man, dass postmaterialistische Werte immer mehr an Bedeutung dazu gewinnen, während materialistische Werte in den Hintergrund verschwinden.
Der Fokus wird auf die Theorie des intergenerationellen Wertewandels nach Inglehart gelegt. Dieser nämlich erklärt den Wertewandel anhand zwei Hypothesen, zum einen der Mangelhypothese und zum anderen der Sozialisationshypothese.
Im Anschluss stelle ich einige Beispiele aus der Empirie dar, um zu erklären, ob es durch diesen Wertewandel Chancen gibt zu überleben und wie dieser Wertewandel im Arbeitsbereich genau aussieht.
Inhaltsverzeichnis
1. Zusammenfassung
2. Einleitung
2.1. Biographie: Ronald Inglehart
2.2. Ziel der Hausarbeit
3. Verschiedene Definitionen
3.1. Marx: Definition Werte
3.2. Inglehart: Definition Werte
3.3. Inglehart: Definition Wertewandel
3.4. Inglehart: Definition Postmaterialismus
4. Hauptteil
4.1. Theorie des intergenerationellen Wertewandels
4.2. Wertewandel im Arbeitsbereich
5. Schlussdiskussion
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Wandel von der modernen zur postmodernen Gesellschaft auf Basis der Theorie von Ronald Inglehart. Das primäre Ziel ist es, den Mechanismus hinter der intergenerationellen Verschiebung von materialistischen zu postmaterialistischen Werten zu erläutern und deren Auswirkungen auf den modernen Arbeitsmarkt zu analysieren.
- Theorie des intergenerationellen Wertewandels (Mangel- und Sozialisationshypothese)
- Definition von Werten bei Marx und Inglehart
- Der Wandel der Arbeitswelt und neue Managementkonzepte
- Empirische Analyse des Strukturwandels von Produktions- zu Dienstleistungstätigkeiten
- Zusammenhang zwischen Bildungsgrad und postmaterialistischen Werten
Auszug aus dem Buch
4.1. Theorie des intergenerationellen Wertewandels
Bevor ich mich den Chancen des Wertewandels widmen möchte, stelle ich kurz die Theorie des intergenerationellen Wertewandels nach Inglehart dar. Diese Theorie basiert auf zwei Schlüsselhypothesen.
1. Die Mangelhypothese
2. Die Sozialisationshypothese
Im Folgenden möchte ich kurz beide Hypothesen näher erläutern und zeigen, welche Auswirkungen diese haben.
Unter der Mangelhypothese versteht man folgendes: Die Prioritäten eines Menschen reflektieren sein sozio-ökonomisches Umfeld; den größten subjektiven Wert misst man den Dingen zu, die relativ knapp sind. Ein Beispiel für diese Hypothese wäre folgendes: hungernde Menschen werden fast alles dafür tun, dass sie etwas zu essen bekommen.
Im Kontrast hierzu steht die Sozialisationshypothese. Darunter versteht man, dass Wertprioritäten sich nicht unmittelbar aus dem sozio-ökonomischen Umfeld ergeben. Vielmehr kommt es zu einer erheblichen Zeitverschiebung, denn die grundlegenden Wertvorstellungen eines Menschen spiegeln weithin die Bedingungen wider, die in seiner Jugendzeit vorherrschend waren. Ein Beispiel hierfür wäre: reiche Menschen und Menschen in reichen Gesellschaften fühlen sich sicherer, als arme Menschen. Solche Gefühle werden stets vom kulturellen Umfeld beeinflusst, sowie von den Institutionen, mit denen ein Mensch aufgewachsen ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zusammenfassung: Der Beitrag gibt einen Überblick über den Wertewandel von einer materialistischen zu einer postmodernen Gesellschaft.
2. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Person Ronald Inglehart kurz vor und definiert die Forschungsfrage der Arbeit.
3. Verschiedene Definitionen: Hier werden zentrale Begriffe wie Wert, Wertewandel und Postmaterialismus anhand von Marx und Inglehart theoretisch fundiert.
4. Hauptteil: Der Hauptteil erläutert die Mangel- und Sozialisationshypothese und analysiert den Wandel der Arbeitswelt sowie die Verschiebung von Qualifikationsstrukturen.
5. Schlussdiskussion: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beleuchtet die Herausforderungen für "Unterqualifizierte" in der neuen Arbeitswelt.
Schlüsselwörter
Wertewandel, Postmaterialismus, Inglehart, Sozialisationshypothese, Mangelhypothese, Materialismus, Arbeitswelt, Dienstleistungsgesellschaft, Wertvorstellungen, Generationenwechsel, Modernisierung, Qualifikationsstruktur, Wirtschaftswachstum, Soziologie, Empowerment.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt den soziokulturellen Wandel von einer modernen, materialistisch geprägten Gesellschaft zu einer postmodernen Gesellschaft, in der postmaterialistische Werte an Bedeutung gewinnen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Zentrum stehen die Inglehart'sche Wertewandel-Theorie sowie die Auswirkungen dieses Wandels auf die Arbeitswelt, Managementkonzepte und die Struktur des Dienstleistungssektors.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Ursachen für den Wertewandel bei Inglehart zu erklären und zu untersuchen, wie sich dieser Prozess auf die beruflichen Anforderungen und die Gesellschaft auswirkt.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse basiert und empirische Befunde sowie Statistiken zur Veranschaulichung der theoretischen Thesen heranzieht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Hypothesen (Mangel- und Sozialisationshypothese) und die praktische Analyse des Wandels im Arbeitsbereich.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Die wichtigsten Begriffe sind Wertewandel, Postmaterialismus, Inglehart, Mangelhypothese, Sozialisationshypothese und der Wandel der Arbeitswelt.
Welche Rolle spielt die Mangelhypothese bei Inglehart?
Sie besagt, dass Menschen den Dingen einen höheren Wert beimessen, die in ihrem sozio-ökonomischen Umfeld gerade knapp sind, weshalb Wohlstand den Übergang zu postmaterialistischen Werten begünstigt.
Warum sind laut Autor die Qualifikationsstrukturen so entscheidend?
Die Arbeit zeigt auf, dass der Wandel weg von der Produktion hin zu anspruchsvollen Dienstleistungen neue Anforderungen an Mitarbeiter stellt, was das klassische Berufsausbildungssystem unter Druck setzt.
- Citation du texte
- Bartosch Mielcarek (Auteur), 2006, Wie lässt sich der Wandel zur postmodernen Gesellschaft nach Inglehart erklären?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79297