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Neuheidentum und Geschlechterrollenverständnis - Die Darstellung von Geschlecht in den Texten der Internetpräsenzen neuheidnischer Vereinigungen

Título: Neuheidentum und Geschlechterrollenverständnis  -  Die Darstellung von Geschlecht in den Texten der Internetpräsenzen neuheidnischer Vereinigungen

Trabajo , 2005 , 42 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anja Gregor (Autor)

Teología - Otras
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Resumen Extracto de texto Detalles

In dieser Arbeit werden vier Internetpräsenzen neuheidnischer Vereine (e.V.) näher auf ihr Geschlechterverständnis hin betrachtet. In einem ersten Schritt werden verschiedene Veröffentlichungen, die auf den Seiten zu finden sind, auf ihre Darstellung von Geschlechterverständnis untersucht. Das Medium Sprache kann mit verschiedenen grammatischen Mechanismen das Weibliche unterrepräsentieren, indem für die Benennung beider Geschlechter nur die männliche Form eines Wortes benutzt wird (z.B. Lehrer). In einem zweiten Schritt werden die Internetpräsenzen unter Bezugnahme auf Theorien zu Geschlechterstereotypen, Rollenverteilung und tradiertem Geschlechterverständnis auf inhaltliche Transportierungen von Geschlechterrollenverständnis untersucht. Ziel der Arbeit ist eine möglichst differenzierte Darstellung der Geschlechterrollenverständnisses dieser vier Vereine.
Zunächst wird kurz dargestellt, welche Kriterien bei der Auswahl der Internetpräsenzen eine Rolle spielten und wie sich das chronologische methodische Vorgehen gestaltete. Es werden in diesem Abschnitt außerdem einige Überlegungen zur Soziologie des Internets angestellt. Nach den nötigen Begriffserklärungen wird darauf folgend ein Exkurs zum Selbst- und Fremdverständnis der Gruppierungen vorgenommen. Um einen Exkurs handelt es sich, weil es nicht ausbleibt, zunächst die Frage nach ihrer politischen Positionierung zu stellen gerade, wenn Glaubensgemeinschaften, die alte germanische Gottheiten verehren, untersucht werden. Dies wird vorgenommen mit Erörterungen zu dem Vorwurf, neuheidnische Gruppierungen transportierten rassistische und demokratiefeindliche Inhalte. Der Schwerpunkt der Untersuchung wird dann auf das Geschlechterbild der einzelnen Gruppierungen gelegt. Hierzu wird eine genaue Betrachtung der veröffentlichten Inhalte unter Bezugnahme auf verschiedene Theorien der Geschlechterforschung vorgenommen. Abschließend werden einige Überlegungen zum Geschlechterrollenverständnis an sich angestellt werden, welche unter Einbindung der Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse den Abschluss der Arbeit bilden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Präsentation neureligiöser Vereine im Internet – ein ‚Gender orientierter’ Blick

2.1. Einige Worte zur Auswahl der untersuchten Seiten

2.2. Exkurs: Selbst- und Fremd-Verständnis neuheidnischer Vereinigungen in Deutschland

2.3. Begriffsklärungen

2.3.1. Erläuterungen zur Praxis des Neuheidentums und deren Begrifflichkeiten

2.3.2. Ritualwesen und Geschlecht

2.3.3. Darstellung einiger Begrifflichkeiten aus den Gender Studien und eine kurze Anmerkung zum Verständnis des Mediums Internet

2.4 Das ‚Andere’, die Sprache und tradierte Geschlechterstereotype

2.5. Anwendung auf die Internetpräsenzen

2.5.1. Die sprachliche Analyse

2.5.2. Die inhaltliche Analyse

3. Warum Geschlechterrollenverständnis?

4. Fazit

5. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Verständnis von Geschlechterrollen in Internetpräsenzen von vier neuheidnischen Vereinen (Eldaring e.V., Odinic Rite Deutschland e.V., Rabenclan e.V. und Der Steinkreis e.V.). Ziel ist es, durch eine sprachliche und inhaltliche Analyse der publizierten Texte herauszuarbeiten, wie Geschlechteridentität dargestellt, tradiert oder kritisch hinterfragt wird und ob ein androzentristisches oder emanzipatorisches Verständnis dominiert.

  • Analyse von Geschlechterstereotypen und deren Transport in neuheidnischen Texten.
  • Untersuchung der Rolle der Sprache als Medium zur Herstellung von Geschlechterverhältnissen.
  • Erforschung des Selbst- und Fremdverständnisses der untersuchten Gruppierungen.
  • Vergleich der religiösen Praxis in Bezug auf die Kategorie Geschlecht (z.B. bei Ritualen).
  • Kritische Reflexion der Dichotomie von Männlichkeit und Weiblichkeit im Neuheidentum.

Auszug aus dem Buch

2.3.2. Ritualwesen und Geschlecht

Gerade in der Zeit der vorchristlichen Religionen spielte das Geschlecht eines Menschen oft eine entscheidende Rolle dabei, ob Magie ausgeübt werden durfte und welcher Art diese war. Bates beschreibt in seinem o.g. Werk, dass Zauberinnen aufgrund der christlichen Geschlechterrollen-Vorstellung von Missionaren nicht beachtet wurden und erst dadurch so etwas wie die Hexenverbrennungen entstanden, da ihr Wirken erst Jahre später entdeckt wurde (vgl.: .BATES 1984, S. 11). Auch Blain nennt in ihrer o.a. Arbeit an verschiedenen Stellen Beispiele dafür, dass bestimmte Rituale einem Geschlecht vorbehalten waren:

Seiðr wird noch heute von vielen heidnischen Gruppen als ‚Frauen- und Schwulenmagie’ angesehen. Sich als Mann zum Seiðr zu bekennen, ist damit häufig mit Schwierigkeiten verbunden. (Vgl. BLAIN 2002) Des Weiteren dürfte hinlänglich bekannt sein, dass die recht weit verbreitete und in vielerlei populär-‚wissenschaftlichen’ Texten vorherrschende Meinung besteht, zum damaligen Zeitpunkt habe es eine strikte Einteilung der Aufgabenbereiche im gemeinsamen (Ehe-) Leben gegeben dergestalt, dass die Frauen aufgrund der Kindererziehung für den Haushalt und die Verrichtung häuslicher Arbeiten eingeteilt waren, während die Männer aufgrund ihrer körperlich günstigeren Voraussetzungen zur Nahrungsbeschaffung auf die Jagd gingen.42 Björn Ulbricht liefert mit der Erläuterung des Rituals der ‚Eheleite’ eine schlüssige Erklärung für dieses Verständnis von den Aufgaben von Mann und Frau:

„Einen weiteren Hinweis auf den Ahnenkult im Heiratsritual indogermanischen Ursprungs liefert der Brauch der Herdfeuerumschreitung der Braut, denn der Herd war im heidnischen Denken immer zugleich auch Sitz der Ahnen.“ (Ulbricht 1995, 381)

Seiðr als altisländisches Wort wird mit dem älteren Begriff ‚seiden’, heute: sieden, übersetzt. (Vgl. BLAIN 2002) Für Seiðr als Magie werden verschiedene Kräutermixturen zur vielfältigen Verwendung, etwa Heilung, Weissagung oder Hellsicht, in einem Kessel gesiedet. Da es oftmals Frauen waren, die diese Form der Magie ausübten, wird ihre Arbeit mit dem Kessel am Feuer oftmals stark verallgemeinernd mit der häuslichen Arbeit in Verbindung gebracht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz neuer religiöser Gruppierungen ein und erläutert die methodische Herangehensweise zur Untersuchung von Geschlechterrollenverständnissen in Internetpräsenzen.

2. Präsentation neureligiöser Vereine im Internet – ein ‚Gender orientierter’ Blick: Dieses Kapitel setzt sich intensiv mit der Auswahl der untersuchten Vereine, theoretischen Grundlagen der Geschlechterforschung sowie der Rolle von Sprache und Internet für die Identitätskonstruktion auseinander.

3. Warum Geschlechterrollenverständnis?: Hier erfolgt eine theoretische Reflexion über die Grenzen binärer Geschlechterkategorien und deren kritische Hinterfragung in der modernen Forschung.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, die zeigen, dass die meisten Vereine einem binären/polaren Verständnis von Geschlecht unterliegen, mit Ausnahme des Rabenclans, der Ansätze für ein aufgeklärteres Verständnis zeigt.

5. Literatur: Das Literaturverzeichnis listet alle für die Arbeit verwendeten Quellen, Publikationen und Internetpräsenzen auf.

Schlüsselwörter

Neuheidentum, Geschlechterrollen, Gender, Internetpräsenz, Religion, Sprache, Konstruktivismus, Ritualwesen, Feminismus, Bipolarität, Sozialisation, Identität, Eldaring, Rabenclan, Steinkreis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht das Verständnis von Geschlechterrollen in den Internetauftritten von vier deutschen neuheidnischen Vereinigungen und analysiert, wie diese ihr Geschlechterverständnis nach außen kommunizieren.

Welche Themenfelder sind zentral?

Zentrale Themen sind das Neuheidentum, Gender, Geschlechtersozialisation, Sprache als konstruktives Element sowie der Umgang mit Geschlechterhierarchien innerhalb religiöser Gemeinschaften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine differenzierte Darstellung des Geschlechterrollenverständnisses der vier Vereine, um herauszufinden, ob und wie diese Gruppierungen Geschlecht definieren und ob sie traditionelle oder emanzipatorische Ansätze verfolgen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Autorin wendete eine inhaltliche und sprachliche Textanalyse an, gestützt durch Theorien der Geschlechterforschung, der Soziologie des Internets sowie konstruktivistische Ansätze.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Internetseiten der Vereine auf sprachliche Geschlechterrepräsentationen und inhaltliche Zuschreibungen, unterteilt nach den einzelnen Vereinigungen wie dem Eldaring oder dem Rabenclan.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Neuheidentum, Geschlechterrollen, Gender, Bipolarität, Sprachanalyse und Sozialisation charakterisieren.

Wie unterscheidet sich der Rabenclan von den anderen untersuchten Vereinen?

Der Rabenclan zeigt im Vergleich zu den anderen Vereinen ein aufgeklärteres, nicht-polares Verständnis von Gender und einen bewussteren Umgang mit Sexualität, der über heterosexuelle Normen hinausgeht.

Welche Rolle spielt die Sprache laut der Autorin in diesen Internettexten?

Sprache wird als Mittel der Wirklichkeitskonstruktion gesehen. Die Autorin weist nach, dass durch den häufigen Gebrauch männlicher Formen Frauen oft unsichtbar gemacht oder an den Rand gedrängt werden.

Final del extracto de 42 páginas  - subir

Detalles

Título
Neuheidentum und Geschlechterrollenverständnis - Die Darstellung von Geschlecht in den Texten der Internetpräsenzen neuheidnischer Vereinigungen
Universidad
University of Göttingen  (Seminar für Religionswissenschaft)
Curso
Göttin – Priesterin – Hexe. Neue Formen von Frauenspiritualität
Calificación
1,0
Autor
Anja Gregor (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
42
No. de catálogo
V79367
ISBN (Ebook)
9783638861359
ISBN (Libro)
9783638861540
Idioma
Alemán
Etiqueta
Neuheidentum Geschlechterrollenverständnis Darstellung Geschlecht Göttin Priesterin Hexe Frauenspiritualität
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anja Gregor (Autor), 2005, Neuheidentum und Geschlechterrollenverständnis - Die Darstellung von Geschlecht in den Texten der Internetpräsenzen neuheidnischer Vereinigungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79367
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