Diese Arbeit beschäftigt sich mit didaktischen Überlegungen zu einer Bildbetrachtung und schließt dabei den kunstgeschichtlichen Hintergrund des Werkes ein.
Inhaltsverzeichnis
1. BILDBETRACHTUNG
1.1. Eine erste Begegnung
1.2. Die zweite Begegnung
2. KUNSTGESCHICHTLICHER HINTERGRUND
2.1. Kunstwissenschaftliche Einordnung
2.2. Künstlergemeinschaft „Die Brücke“
2.3. Erich Heckel
2.4. Merkmale der Brücke
2.5. Bewegung
2.6. Erich Heckel: Zirkus (1910)
3. DIDAKTISCHE ÜBERLEGUNGEN
3.1. Kinder und Moderne Malerei
3.2. Rahmenlehrpläne
3.3. Auslegungsprozeduren und Perzeptbildung
3.4. Erschließungen und Lernziele
3.5. Fazit für „Zirkus“
3.6. Vorschlag für die Einheit „Zirkus“
4. LITERATUR
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Möglichkeiten einer kunstpädagogischen Bildbetrachtung am Beispiel der Skizze "Zirkus" (1910) von Erich Heckel aufzuzeigen und dabei den Transfer von kunsthistorischem Wissen in den Grundschulunterricht zu evaluieren.
- Kunsthistorische Einordnung des Expressionismus und der Künstlergruppe "Die Brücke"
- Biografie und künstlerische Entwicklung von Erich Heckel
- Didaktische Konzepte zur Vermittlung moderner Kunst in der Grundschule
- Methoden der Perzeptbildung und Bildauslegung bei Kindern
- Praktischer Unterrichtsvorschlag zur Einheit "Zirkus"
Auszug aus dem Buch
1.1. Eine erste Begegnung
Die „Brücke“-Ausstellung in der Berlinischen Galerie hat mich fasziniert. Ich tauche von einem Bild ins nächste. Farben wetteifern um meine Aufmerksamkeit. Am Ende meines Rundgangs habe ich eher beiläufig eine Skizze betrachtet, die auf der Seite eines kleinen Linienheftes festgehalten wurde. Es war eine bewegte Szene dargestellt. Kunst im Schreibheft.
Auf dem Heimweg kommt mir dieses Bild in den Sinn. Je mehr ich über die Skizze nachdenke, desto mehr Fragen habe ich, ausgelöst durch das Linienpapier mit dem aufgedruckten Herstellernamen. Was ist Kunst? Und wann ist Kunst Kunst? Was hat den Künstler zum Zeichnen veranlasst? Warum hat er diesen Untergrund gewählt, der doch eher störend wirkt?
Im Laufe der nächsten Wochen steigt mein Interesse. Ich beginne, im Internet und in Katalogen der „Brücke“-Maler nach dem Bild zu suchen, an dessen Inhalt ich mich mittlerweile kaum noch erinnere – ich halte also Ausschau nach Linienpapier. Erfolglos.
Zusammenfassung der Kapitel
1. BILDBETRACHTUNG: Die Autorin beschreibt ihren persönlichen, suchenden Zugang zu einer expressionistischen Skizze und reflektiert dabei ihren eigenen Prozess des Sehens.
2. KUNSTGESCHICHTLICHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen über den deutschen Expressionismus, die Bedeutung der Gruppe „Die Brücke“ und das Leben und Werk Erich Heckels.
3. DIDAKTISCHE ÜBERLEGUNGEN: Hier wird untersucht, wie Kinder moderne Malerei wahrnehmen und wie Lehrkräfte durch methodische Ansätze und Rahmenlehrpläne eine tiefgehende Auseinandersetzung mit Kunst fördern können.
4. LITERATUR: Zusammenstellung der verwendeten fachwissenschaftlichen und didaktischen Quellen.
Schlüsselwörter
Erich Heckel, Zirkus, Expressionismus, Die Brücke, Bildbetrachtung, Kunstpädagogik, Grundschule, Perzeptbildung, Didaktik, Moderne Malerei, ästhetische Erziehung, künstlerisches Handeln, Unterrichtsplanung, Kunstgeschichte, Berlinische Galerie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit widmet sich der Vermittlung expressionistischer Kunst im Grundschulunterricht, konkret am Beispiel einer Skizze von Erich Heckel.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Neben der kunsthistorischen Einordnung der "Brücke" stehen didaktische Konzepte zur Bildbetrachtung und die praktische Unterrichtsgestaltung im Zentrum.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kinder durch gezielte methodische Ansätze einen Zugang zur Modernen Kunst finden und diese als Ausdrucksform verstehen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus kunsthistorischer Analyse, Literaturrecherche und didaktischer Ableitung von Unterrichtskonzepten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine kunstwissenschaftliche Einführung, eine didaktische Theoriebildung und einen konkreten, praxisnahen Unterrichtsvorschlag zur Einheit "Zirkus".
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Die Arbeit ist stark durch Begriffe wie Expressionismus, ästhetische Erziehung, Perzeptbildung und Kunstpädagogik geprägt.
Warum ist das Linienpapier im ersten Kapitel so bedeutsam?
Es fungiert als Ausgangspunkt für die Reflexion der Autorin über die Definition von Kunst und dient als einprägsames Wiedererkennungsmerkmal für das betrachtete Werk.
Welchen Stellenwert nimmt die "Brücke" für Erich Heckel ein?
Die Künstlergemeinschaft "Die Brücke" war für Heckel das entscheidende Umfeld, um sich vom akademischen Stil zu lösen und neue Wege im künstlerischen Ausdruck zu finden.
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- Claudia Stein (Author), 2006, Bildbetrachtung von Erich Heckel: Zirkus (1910), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79436