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Die katholische Kirche und Freimaurerei im 20. Jahrhundert

Eine kritische Bilanz

Title: Die katholische Kirche und Freimaurerei im 20. Jahrhundert

Seminar Paper , 2005 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Matthias Schmid (Author)

History of Europe - Newer History, European Unification
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Die Arbeit liefert einen zusammenfassenden Blick über das Verhältnis von Katholischer Kirche und Freimaurerei im 20. Jahrhundert. Dabei wird sowohl das offizielle als auch das inoffizielle Verhältnis anhand verschiedener Dokumente beleuchtet. Im Mittelpunkt steht hierbei die Frage, ob das Verhältnis von Katholischer Kirche und Freimaurerei in diesem Jahrhundert mit der These "Von der Feindschaft über den Dialog zur Versöhnung" bezeichnet werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorgeschichte (18./19. Jhd.) – Geschichte einer Feindschaft

2. Freimaurerei und Katholischen Kirche im 20. Jahrhundert – Geschichte eines Dialogs oder Geschichte einer Versöhnung?

2.1 Das Verhältnis in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

2.1.1 Die inoffizielle Ebene

2.1.2 Die offizielle Ebene

2.2 Das zweite Vatikanische Konzil – ein Wendepunkt?

2.2.1 Verlauf

2.2.2 Ergebnisse und Folgen

2.3 Der Dialog in Deutschland und Österreich vor der Lichtenauer Erklärung

2.3.1 Der Verlauf

2.3.2 Ergebnisse und Folgen der Lichtenauer Erklärung

2.4 Der weitere Dialog in Deutschland und Österreich nach der Lichtenauer Erklärung – ein Rückschritt

2.4.1 Charakterisierung des weiteren Dialogs

2.4.2 Behinderung des Dialogs durch Spannungen zwischen österreichischen/ schweizerischen Freimaurern und deutschen Freimaurern

2.4.3 Die Presseerklärung der Deutschen Bischöfe zur Frage der Mitgliedschaft von Katholiken in der Freimaurerei – Ergebnis des Dialogs?

2.5 Beurteilung der Freimaurerei im Vatikan nach der Lichtenauer Erklärung – Vom Erlass der Glaubenskongregation zur Neufassung des „Codex Iuris Canonici“

3. Kath. Kirche und Freimaurerei am Ende des 20. Jahrhunderts – auf dem Weg zur Versöhnung?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen der katholischen Kirche und der Freimaurerei im 20. Jahrhundert. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob sich die historische Feindschaft über einen intensiven Dialog in eine tatsächliche Versöhnung gewandelt hat oder ob institutionelle Hürden eine dauerhafte Annäherung verhindern.

  • Historische Analyse der antifreimaurerischen Haltung der Kirche im 18. und 19. Jahrhundert.
  • Einfluss des Zweiten Vatikanischen Konzils auf die Dialogbereitschaft beider Seiten.
  • Untersuchung der Lichtenauer Erklärung als Konsenspapier und deren Grenzen.
  • Analyse kirchenrechtlicher Reformen, insbesondere des Codex Iuris Canonici, und deren Auswirkung auf die Mitgliedschaft von Katholiken in Logen.
  • Evaluation der unterschiedlichen Strömungen innerhalb der katholischen Hierarchie und deren Auswirkungen auf den Versöhnungsprozess.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Die inoffizielle Ebene

Auf inoffizieller Ebene lässt sich im 20. Jahrhundert eine Zunahme an zwanglosen Gesprächen erkennen, die vornehmlich der Annäherung dienen, indem Informationen ausgetauscht werden, um die vorhandenen Vorurteile abzubauen. Wichtig sind hierbei die Dialoge zwischen dem Katholiken Hermann Gruber SJ mit den Freimaurern Eugen Lennhoff und Ossian Lang (1928) sowie die Gespräche von Joseph Bertoloot SJ mit dem Hochgradfreimaurer Albert Lantoine (1934 bis 1950), die „im Geist der Objektivität und unter völligem Verzicht auf gegenseitige Verleumdungen“ geführt werden. Dies kann durchaus als Erfolg gewertet werden, da nach einem Jahrhundert der Schwemme von freimaurerischen Hetzschriften diese Gespräche zumindest dazu führen, dass in einer entspannten Atmosphäre die entstandenen Vorurteile kritisch beäugt werden und in der Folge dann vielleicht auch abgebaut werden können.

Natürlich hat es im 19. Jahrhundert wohl auch Kontakte zwischen Katholiken und der Freimaurerei gegeben, – ansonsten wären die päpstlichen Bannsprüche ja unnötig gewesen – diese standen jedoch immer unter dem Stern der drohenden Exkommunikation, sodass damals ein Dialog schnell dazu geführt hat, dass aus einem Kontakt zwischen einem Katholiken und der Freimaurerei schnell ein Kontakt eines exkommunizierten Katholiken mit der Freimaurerei wurde, da dieser unter den Kirchenbann fiel. Somit kann man sagen, dass gerade diese ersten objektiven Gespräche zwischen den beiden verfeindeten Lagern wesentlich zu einer Normalisierung des Verhältnisses beigetragen haben und als Grundlage für einen weiteren Dialog gedient haben, obwohl es sich hierbei um „regional begrenzte Aktionen“ gehandelt hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorgeschichte (18./19. Jhd.) – Geschichte einer Feindschaft: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Ursprung des Konflikts, geprägt durch päpstliche Bullen und eine tiefe Entfremdung zwischen der katholischen Kirche und der Freimaurerei.

2. Freimaurerei und Katholischen Kirche im 20. Jahrhundert – Geschichte eines Dialogs oder Geschichte einer Versöhnung?: Hier wird der Wandel von der Feindschaft hin zu ersten inoffiziellen und später offiziellen Dialogversuchen im 20. Jahrhundert analysiert.

2.1 Das Verhältnis in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Es erfolgt eine Unterscheidung zwischen den informellen Annäherungen engagierter Persönlichkeiten und der offiziell verhärteten Haltung der kirchlichen Institutionen.

2.2 Das zweite Vatikanische Konzil – ein Wendepunkt?: Das Kapitel beschreibt den Einfluss der Konzilsbeschlüsse auf die Dialogbereitschaft und die daraus resultierenden neuen Perspektiven für beide Seiten.

2.3 Der Dialog in Deutschland und Österreich vor der Lichtenauer Erklärung: Die Vorbereitungen und der Verlauf der Dialogkommissionen werden dargestellt, die in die Lichtenauer Erklärung mündeten.

2.4 Der weitere Dialog in Deutschland und Österreich nach der Lichtenauer Erklärung – ein Rückschritt: Dieses Kapitel thematisiert die zunehmenden Spannungen und die Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung des Dialogs auf nationaler Ebene.

2.5 Beurteilung der Freimaurerei im Vatikan nach der Lichtenauer Erklärung – Vom Erlass der Glaubenskongregation zur Neufassung des „Codex Iuris Canonici“: Eine Untersuchung der vatikanischen Gegenbewegungen und der kirchenrechtlichen Neuregelungen, die den Versöhnungsprozess teils wieder relativierten.

3. Kath. Kirche und Freimaurerei am Ende des 20. Jahrhunderts – auf dem Weg zur Versöhnung?: Ein Fazit zur Situation am Ende des Jahrhunderts, das den Stellenwert von persönlichen Positionen kirchlicher Würdenträger gegenüber den bereits erreichten Fortschritten abwägt.

Schlüsselwörter

Freimaurerei, katholische Kirche, Versöhnung, Dialog, Codex Iuris Canonici, Lichtenauer Erklärung, Glaubenskongregation, Zweites Vatikanisches Konzil, Exkommunikation, Toleranz, Religionsfreiheit, Kanon 2335, Antiklerikalismus, Kirchenrecht, Kirchengeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung und der Dynamik der Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und der Freimaurerei im Verlauf des 20. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der kirchlichen Verurteilungen, der Bedeutung von Dialoggremien und der kirchenrechtlichen Entwicklung durch verschiedene päpstliche Erlasse.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu prüfen, ob die Veränderung der Beziehung von einer Feindschaft hin zu einem intensiven Dialog im 20. Jahrhundert als echter Weg zur Versöhnung gewertet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, basierend auf der Auswertung von Primärquellen wie Konzilserklärungen, kirchenrechtlichen Dokumenten und freimaurerischen Berichten.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Phasen des Dialogs, die Rolle des Zweiten Vatikanischen Konzils, die Lichtenauer Erklärung sowie die komplexen kirchenrechtlichen Neufassungen und deren Auswirkungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Neben den Hauptakteuren wie Freimaurerei und katholische Kirche sind dies Versöhnung, Dialog, kirchenrechtliche Neuregelungen und historische Feindschaft.

Wie wirkten sich die Entscheidungen der Deutschen Bischofskonferenz auf den Dialog aus?

Die Presseerklärung von 1980 wird im Text als deutlicher Rückschritt bewertet, da sie das "Unvereinbarkeits-Dogma" auf regionaler Ebene festschrieb und den Dialog zwischenzeitlich stark belastete.

Welchen Einfluss hatte der "Codex Iuris Canonici" von 1983 auf das Verhältnis?

Die Neufassung brachte eine formale Änderung, da die Freimaurerei namentlich nicht mehr erwähnt wurde, was als Fortschritt gewertet wird, obwohl die inhaltliche Verurteilung durch parallele Erklärungen der Glaubenskongregation bestehen blieb.

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Details

Title
Die katholische Kirche und Freimaurerei im 20. Jahrhundert
Subtitle
Eine kritische Bilanz
College
University of Augsburg
Course
Freimaurerei im 20. Jahrhundert
Grade
2,0
Author
Matthias Schmid (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V79463
ISBN (eBook)
9783638860192
ISBN (Book)
9783638860970
Language
German
Tags
Kirche Freimaurerei Jahrhundert Freimaurerei Jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Schmid (Author), 2005, Die katholische Kirche und Freimaurerei im 20. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79463
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