Karrierebewusstsein und Karriereplanung

Ein Vergleich von Studenten der 68er-Generation mit Studenten der 98-Generation an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf


Forschungsarbeit, 2002

35 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Qualitative Sozialforschung
2.1 Begriffsbestimmung und Grundsätze
2.2 Theoretische Fundierung der qualitativen Sozialforschung
2.2.1 George Herbert Mead
2.2.2 Herbert Blumer
2.2.3 Alfred Schütz
2.2.4 Peter L. Berger und Thomas Luckmann
2.2.5 Erving Goffmann
2.2.6 Ethnomethodologie
2.3 Methoden der qualitativen Sozialforschung
2.3.1 Befragungsverfahren
2.3.2 Beobachtungsverfahren
2.3.3 Auswertungsverfahren

3 Angaben zum Forschungspraktikum
3.1 Grundlagen, Themenfindung, Datenerhebung
3.1.1 Erarbeitung theoretischer Grundlagen
3.1.2 Prozess der Themenfindung
3.1.3 Datenerhebung
3.2 Aufbereitung der Interviews

4 Theoretischer Bezugsrahmen Karriere
4.1 Beruf und soziale Schichtung
4.2 Karriere, Karrierebewusstsein, Karriereplanung
4.3 Maßnahmen der Karriereplanung
4.4 Gesellschaftliches Umfeld der zu untersuchenden Generationen
4.4.1 Gesellschaftliches Umfeld der 68er-Generation
4.4.2 Gesellschaftliches Umfeld der 98er-Generation

5 Untersuchungsansatz und Analysemethode
5.1 Untersuchungsansatz
5.2 Analysemethode

6 Analyse des Datenmaterials
6.1 Studienmotivation
6.1.1 68er-Generation
6.1.2 98er-Generation
6.2 Studienverlauf
6.2.1 68er-Generation
6.2.2 98er-Generation
6.3 Berufsziel
6.3.1 68er-Generation
6.3.2 98er-Generation
6.4 Zusatzqualifikationen (Nebenjob, Praktika, Weiterbildung, Auslandsauf-enthalt)
6.4.1 68er-Generation
6.4.2 98er-Generation
6.5 Berufsleben der Kinder
6.5.1 68er-Generation
6.5.2 98er-Generation

7 Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang
Codesystem
Zeittafel Ende 1967-Anfang 1969

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Vorstellungen über den Status von Berufspositionen

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Zusammenhang Karriere, Karriereplanung und Karrierebewusstsein

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Mit der Studentenbewegung der späten 60er-Jahre verbinden sich im gesellschaftlichen Kollektivgedächtnis die Auflehnung gegen konservative Moralvorstellungen und Strukturen, Protest gegen Materialismus und Demonstrationen für Abrüstung und gegen die Atomkraftbewegung. Die Generation der heutigen Studenten wird im Gegensatz dazu zumeist als angepasst und unkritisch wahrgenommen, ohne gesellschaftspolitisch motivierte und einheitlich formulierte Ziele.

In dem vorliegenden qualitativen Forschungsbericht soll anhand von Interviews mit Angehörigen beider Generationen der Frage nachgegangen werden, inwiefern sich die offensichtlich unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Situationen auf das Karriere- bewusstsein und die Karriereplanung beider Generationen ausgewirkt haben und inwiefern sich die Generationen in der Formulierung und Umsetzung von Karrierezielen unterscheiden.

Folgende Fragestellungen stehen dabei im Mittelpunkt der Untersuchung:

- Haben die gesellschaftspolitischen Ereignisse zu einer Reduzierung des Karrierebewusstseins der Studenten der 68er-Generation geführt?
- Ist die gesellschaftliche Anpassungsleistung und somit das Bestreben, innerhalb der gesellschaftlichen Hierarchien aufzusteigen bei der 98er-Generation ausgeprägter? Welchen Stellenwert nehmen in diesem Zusammenhang Werte wie Selbstverwirklichung und die Verfolgung persönlicher Interessen ein?
- Welche Rolle spielt die Studienwahl und der Studienverlauf bei der Planung des zukünftigen Berufslebens? Wird das Studium lediglich als Instrument betrachtet, um im Berufsleben eine ideale Ausgangsposition zu erreichen oder hat das Studium einen eigenen ideellen Wert?
- Einen Schwerpunkt bildet die besondere Situation der Geistes- und Sozialwissenschaftler. Lassen sich zwischen den Generationen Unterschiede in der Studiengestaltung im Hinblick auf die pragmatischen Anforderungen der Berufswelt erkennen?

Um diese Fragestellungen angemessen zu beantworten, soll zunächst in Kapitel 2 der Forschungsansatz der qualitativen Sozialforschung durch die Darstellung der ihr zugrunde liegenden Theoretiker und Forschungsmethoden erläutert werden. Im Anschluß daran folgen in Kapitel 3 die Angaben zum Verlauf des Forschungspraktikums, welche u.a. die Bereiche Themenfindung, Datenerhebung und Aufbereitung der Interviews umfassen.

In Kapitel 4 wird ein theoretischer Bezugsrahmen zum Themenkomplex Karriere konstruiert. Dazu werden zum einen die Zusammenhänge zwischen Beruf, sozialer Schichtung und Karriere erläutert, zum anderen werden Maßnahmen der Karriereplanung vorgestellt. Zudem erfolgt die Beschreibung des gesellschaftlichen Umfeldes der zu untersuchenden Generationen. Kapitel 5 beinhaltet den gewählten Untersuchungsansatz und die Analysemethode des Forschungsberichtes, auf deren Basis die Analyse des Datenmaterials in Kapitel 6 erfolgt.

Innerhalb der Analyse wird neben der Erfassung generationsspezifischer Tendenzen gezielt versucht, Aspekte zu erfassen, welche sich einer quantitativen Untersuchung in der Regel entziehen, wie z.B. ungewöhnliche Einzelfälle und latente Sinnstrukturen. Dieses schließt ein, dass sich die oben genannten Fragestellungen ggf. erweitern oder verändern können.

Das im Anhang beigefügte Codesystem, welches der Analyse zugrunde liegt, beinhaltet Aspekte (z.B. ‚Einfluss der Eltern’, ‚Frau und Karriere’), welche aufgrund der notwendigen (Seiten-)Begrenzung der Untersuchung nicht vollständig ausgearbeitet worden sind.

2 Qualitative Sozialforschung

2.1 Begriffsbestimmung und Grundsätze

Die Bezeichnung ‚qualitative Sozialforschung’ stellt einen Sammelbegriff für unterschiedliche theoretische und methodische Ansätze dar, komplexe Lebenswelten empirisch zu erfassen. Dabei läßt sich die qualitative Sozialforschung sowohl als Ergänzung als auch als Gegensatz zur der am naturwissenschaftlich-experimentellen Paradigma orientierten quantitativen Sozialforschung verstehen.

Im Mittelpunkt des Ansatzes der qualitativen Sozialforschung steht ein deutender und sinnverstehender Zugang zu der durch Interaktion zwischen Individuen und in sprachlichen und nicht-sprachlichen Symbolen repräsentierten Wirklichkeit. Dabei ist es das Ziel qualitativer Sozialforschung, die erforschten Wirklichkeitsausschnitte möglichst detailliert und vollständig darzustellen. Die bewusste Wahrnehmuung der zu untersuchenden Individuen durch den Wissenschaftler und dessen Einbeziehung in die Kommunikation mit den Individuen wird als „konstitutives Element des Erkenntnisprozesses“ betrachtet (vgl. Kardoff 1995, S. 4).

Mayring versucht, aus den verschiedenen Ansätzen zur qualitativen Sozialforschung Grundsätze herauszuarbeiten. Die fünf wichtigsten sind:

1. stärkere Subjektbezogenheit der Forschung
2. Betonung der Deskription der Forschungssubjekte
3. Betonung der Interpretation der Forschungssubjekte
4. Forderung nach Untersuchung der Subjekte in alltäglicher Umgebung (im Gegensatz zum Labor)
5. Auffassung von der Generalisierung der Ergebnisse als Verallgemeinerungsprozess
Dabei bietet dieses Grundgerüst keine Alternative zum quantitativen Denken, sondern soll vielmehr einer Vernachlässigung von qualitativen Herangehensweisen im quantitativen Forschungsprozess entgegenwirken (vgl. Mayring 2002, S. 19 ff.).

2.2 Theoretische Fundierung der qualitativen Sozialforschung

In den folgenden Ausführungen wird die theoretische Fundierung der qualitativen Sozialforschung erläutert, indem die Haupttheoriebestandteile ihrer wichtigsten Vertreter kurz dargestellt werden.

2.2.1 George Herbert Mead

Der Kern der Arbeiten Meads besteht in der Auffassung, dass Persönlichkeit und soziales Handeln durch Symbole geprägt sind, die vom Individuum in der jeweiligen Sozialisation erworben und innerhalb der Interaktion mit anderen Individuen gegenseitig bestätigt oder verändert werden. Durch die Kommunikation über signifikante Symole (Kommunikationspartner haben dieselbe Vorstellung über die Bedeutung des Symbols) bilden die Individuen im Prozess der ‚Rollenübernahme’[1] eine Identität aus.

Mead unterteilt die Identität eines Individuums in ‚me’ und ‚I’. Der Begriff ‚me’ meint die Bildung der Identität durch Rollenübernahme, der Begriff ‚I’ bezeichnet das ursprüngliche „impulsive Ich“ (Abels), welches sich den Identifikationen des ‚me’ mit Wertvorstellungen und Rollenübernahmen unbewusst entgegensetzt.

Eine wesentliche begriffliche Differenzierung bezogen auf Meads Ansatz trifft der amerikanische Soziologe Thomas Wilson, welcher zwischen dem ‚normativen Paradigma’ und dem ‚interpretativen Paradigma’ unterscheidet. Beide Paradigmen beschreiben individuelles Handeln als einen Prozess, der über Symbole gesteuert wird. Innerhalb des normativen Paradigmas, welches sich insbesondere auf die Rollentheorie von Talcott Parsons bezieht, teilen sich die Interaktionspartner ein gemeinsames System von Symbolen, welches für sie als verpflichtend gilt. Das interpretative Paradigma bestreitet die Existenz eines verbindlichen Symbolsystems. Sinn und Bedeutung von individuellen Rollen sind innerhalb dieses Paradigmas abhängig von der Definition der Interaktion mit andereren Beteiligten (vgl. Abels, S. 13 ff.).

2.2.2 Herbert Blumer

Herbert Blumer übernahm an der Universität von Chicago die Vorlesung von George Herbert Mead nach dessem plötzlichen Tod. Dieses beinhaltete den Versuch, Meads Ausführungen zur Kommunikation auf „den Prozess der Interaktion zu fokussieren“.

Folglich wird innerhalb der Theorie des ‚Symbolischen Interaktionismus’ das menschliche Zusammenleben als ein Prozess gedeutet, in welchem Objekte erschaffen, verändert oder bestätigt werden. Das Handeln der Individuen wandelt sich in dem Maße, in welchem sich die Objektwelt der Individuen wandelt. Blumer teilt die Objekte zwar in physikalische Objekte (z.B. Stuhl, Tisch), soziale Objekte (z.B. Vater, Mutter) und abstrakte Objekte (z.B. Prinzipien, Ideen) ein, letztendlich ist aber die Bedeutung jedes Objektes für ein Individuum das Ergebnis der Definition innerhalb der Interaktion mit anderen Personen. Diese Bedeutung kann vom Individuum akzeptiert oder neu interpretiert werden (vgl. Abels 2001, S. 41 ff.).

2.2.3 Alfred Schütz

Alfred Schütz wird als der Gründer der ‚phänomenologischen Soziologie’ angesehen. Innerhalb dieser Richtung der Soziologie wird ebenfalls davon ausgegangen, dass der sozialen Wirklichkeit „subjektiver Sinn“und ein „sinnhafter Aufbau“ zugesprochen wird. Die Funktion der Sozialwissenschaften besteht darin, diesen subjektiven Sinn der sozialen Wirklichkeit und deren sinnhaften Aufbau zu rekonstruieren. Für Alfred Schütz bildet die ‚phänomenologische Philosophie’ von Edmund Husserl das Fundament, auf welchem sein eigener Theorieentwurf beruht.

Schütz unterteilt die Formen von sinnhaften Tätigkeiten nach verschiedenenen ‚Lebenswelten’, der ‚Alltagswelt’, der ‚Phantasiewelt’, der ‚Traumwelt’ und der ‚Welt der wissenschaftlichen Theorie’. Diese Welten werden als geschlossene Sinnprovinzen gedeutet, welche sich in sechs Dimensionen unterscheiden: 1) Grad der Bewusstseinsspannung, 2) Art der vorherrschenden Epoche, 3) Form der Spontaneität, 4) Form der Selbsterfahrung, 5) Form der Sozialität, 6) Art der Zeitperspektive.

In der Alltagswelt orientiert sich das Individuum durch die Konstruktion von Handlungstypen. Die Eigenschaften und Motive der Handelnden werden durch die Typisierung als austauschbar gedeutet.

Die Methode der phänomenologischen Soziologie folgt diesem Muster mit dem Unterschied, dass hier der Sozialwissenschaftler die Handlungstypen bezogen auf die zu untersuchenden Individuen konstruiert (vgl. Preglau 1997, S. 67 ff.).

2.2.4 Peter L. Berger und Thomas Luckmann

Basiererend auf der phänomenologischen Soziologie von Schütz haben Thomas Luckmann und Peter L. Berger eine (phänomenologische) Wissenssoziologie entwickelt, welche an das Konzept des Alltagswissens anknüpft. Im Gegensatz zu Schütz betonen Berger und Luckmann in Anlehnung an Durkheim stärker die objektive Existenz der Gesellschaft und in Anlehnung an Mead die Wechselwirkungen zwischen Individuum und Gesellschaft (vgl. Preglau 1997, S. 88).

In ihrem 1966 erschienenen Hauptwerk ‚The social construction of reality’ (Deutscher Titel: ‚Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit’) stellen Berger und Luckmann die gesellschaftliche Realität als einen kollektiven Deutungsprozess dar, in welchem die Individuen die gesellschaftlichen Deutungen innerhalb der Sozialisation übernehmen. Nicht nur die Sozialisation vermindert die Wahrscheinlichkeit einer individuellen Konstruktion der Wirklichkeit, sondern auch die Plausibilität von Institutionen, die Routine des Handelns und nicht zuletzt die menschliche Bequemlichkeit. Im Mittelpunkt ihres Interesses steht dabei das Alltagswissen, welches die Sinnstruktur der Gesellschaft ausmacht und die Veränderung dieses Alltagswissens im Spannungsfeld von Individuen und Gesellschaft (vgl. Abels 2001, S. 81 ff.).

2.2.5 Erving Goffmann

Das vielfältige und komplexe Werk Goffmanns dreht sich um die Frage, mit welchen Mitteln das Individuum seine Identität im Umgang mit anderen stabilisiert, wobei es zum einen den Anforderungen der Normalität genügen und um zum anderen seine Einzigartigkeit behaupten muß.

Von besonderem Interesse sind dabei die kommunikativen Techniken der individuellen (Selbst-)Darstellung, die Eigenwahrnehmung des Individuums und die Koordination der darauf bezogenen Handlungen. Diese Techniken stellen für Goffmann u.a. eine Schutzfunktion dar, mit denen das Individuum seine Identität in bedrohlichen Situationen verteidigt.[2]

In seiner letzten Veröffentlichung ‚The interaction order’ (1983) stellt Goffmann die Interaktionsordnung als eine Ordnung dar, welche unabhängig von den Individuen besteht, welche aber gleichzeitig das Produkt der gemeinsamen Definitionen der Regeln durch die Individuen ist. Diese Regeln sind das Mittel, durch welche Individuen kommunizieren, wer sie sind und wer sie nicht sein wollen (vgl. Abels 2001, S. 142 ff.).

2.2.6 Ethnomethodologie

Der Soziologie Harold Garfinkel, ein Schüler von Alfred Schütz, verbindet in der soziologischen Theorie der Ethnomethodologie die phänomenologische Soziologie von ebendiesem mit Anleihen aus dem amerikanischen Pragmatismus und dem Symbolischen Interaktionismus (vgl. Abels 2001, S. 107).

Im Zentrum des Interesses stehen auch hier die Methoden und Regeln, mit denen Gesellschaftsmitglieder ihr Umfeld deuten und ihr Handeln ausrichten. Der Unterschied zu Schütz liegt im Stellenwert der empirischen Forschung innerhalb der Ethnomethodologie. Es wird beispielsweise die Methode der ‚Krisenexperimente’ angewandt, in welchen sich der Sozialforscher in Realsituationen bewusst naiv oder provokant verhält, um anhand der Reaktionen der Versuchspersonen ableiten zu können, wo für diese die Grenzen normalen und abnormalen Verhaltens liegen (vgl. Preglau 1997, S. 88).

2.3 Methoden der qualitativen Sozialforschung

2.3.1 Befragungsverfahren

Qualitative Interviews, sowohl teilstandardisierte als auch offene Interviews, werden innerhalb der qualitativen Sozialforschung häufig in komplexen Forschungsdesigns als Basis für teilnehmende Beobachtungen verwendet. Trotzdem bilden qualitative Interviews in vielen Studien die Datenbasis. Dabei werden folgende Interviewtypen unterschieden (vgl. Hopf 1995, S. 177 ff.):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eine Sonderstellung innerhalb der Befragungsverfahren nimmt die Gruppendiskussion ein, in welcher eine Mehrzahl von Personen gleichzeitig befragt wird (vgl. M. Dreher/E. Dreher 1995, S. 186).

2.3.2 Beobachtungsverfahren

Feldforschung und teilnehmende Beobachtung (vgl. Mayring 2002, S. 80/81): Bei der teilnehmenden Beobachtung nimmt der Forscher selber an der zu untersuchenden sozialen Situation teil, um deren Innenperspektive zu erschließen. Als qualitatives Verfahren zeichnet sich die teilnehmende Beobachtung/Feldforschung durch ihre niedrige Standardisierungsebene aus.

Weitere qualitative Beobachtungsverfahren sind das Rollenspiel (vgl. Sader 1995, S.193-198), nichtreaktive Verfahren (vgl. Bungard/Lück 1995, S. 198-203) und audiovisuell unter- stützte Beobachtung (vgl. Ellgring 1995, S. 203- 208). Auf diese soll jedoch nicht näher eingegangen werden, da Beobachtungsverfahren als Mittel der Datenerhebung innerhalb des Forschungspraktikums nicht angewendet worden sind.

2.3.3 Auswertungsverfahren

Die hier vorgestellten Auswertungsverfahren der qualitativen Sozialforschung erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern orientieren sich an den Inhalten der Arbeitsgruppen innerhalb des Forschungspraktikums (vgl. Mayring 2002, S. 103 ff.):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] Mit ‚Rollenübernahme’ (taking the role of the other) bezeichnet Mead die Fähigkeit, sich selber ‚mit den Augen des anderen zu sehen’, d.h. aus der Position des anderen sich selber zu reflektieren.

[2] In diesem Zusammenhang sei auf Goffmanns Buch Stigma (1963) hingewiesen, in welchem beschrieben wird, welche Identitätsarbeit bei diskreditierten Identitäten von den Individuen geleistet wird.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten

Details

Titel
Karrierebewusstsein und Karriereplanung
Untertitel
Ein Vergleich von Studenten der 68er-Generation mit Studenten der 98-Generation an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Sozialwissenschaftliches Institut/Lehrstuhl für Soziologie II)
Veranstaltung
Forschungspraktikum: Alltag und Interaktion
Note
1,0
Autor
Jahr
2002
Seiten
35
Katalognummer
V79652
ISBN (eBook)
9783638840378
ISBN (Buch)
9783638840354
Dateigröße
629 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Karrierebewusstsein, Karriereplanung, Forschungspraktikum, Alltag, Interaktion
Arbeit zitieren
Silke Bettray (Autor:in), 2002, Karrierebewusstsein und Karriereplanung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79652

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