Carl Diem und der Aufbau des Sports nach 1945


Examensarbeit, 2006

90 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung
1.1. Fragestellung und Vorgehensweise
1.2. Forschungsstand und Quellenlage

2. Carl Diem und der Aufbau des Sports nach 1945
2.1. Die Ausgangssituation für den Aufbau des Sports unter den Besatzungsmächten
2.1.1. Die Entnazifizierung
2.1.2. Die Entnazifizierung bei Carl Diem
2.2. Carl Diem und die Entstehung einer einheitlichen Sportorganisation
2.2.1. Der Streit zwischen Turnen und „Sport“
2.2.2. Die Sportorganisationen der Weimarer Republik
2.2.2.1. Der Arbeitersport nach 1945
2.2.2.2. Der bürgerliche Sport
2.2.2.3. Der „konfessionelle“ Sport
2.2.3. Die Sportkonferenzen auf dem Weg zum Deutschen Sport Bund
2.2.3.1. Die erste Sportkonferenz in Frankfurt
2.2.3.2. Die Gründung der Sportarbeitsgemeinschaft (SPAG)
2.2.3.3. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Sport (ADS)
2.2.3.4. Die Gründung des Deutschen Sportbundes (DSB)
2.3. Carl Diem und die Gründung des NOK
2.4. Carl Diem und der Aufbau der Sporthochschule Köln
2.4.1. Erste Schritte der Sportlehrerausbildung
2.4.2. Die Entstehung einer Sporthochschule
2.5. Carl Diem als Sportreferent des Bundesregierung
2.6. Carl Diems Bild in der Presse zwischen 1947-1952
2.6.1. Systematische Analyse der Darstellung Diems
2.6.2. Analyse der Zeitungsartikel in der Forschungsliteratur

3. Schlussbetrachtung

4. Quellen- und Literaturverzeichnis
4.1. Archivalische Quellen
4.2. Literaturverzeichnis und gedruckte Quellen

Abkürzungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Am 19. Januar 1950 lobte die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) Carl Diems Ernennung zum Sportreferenten:

Mit Dr. Diem, der ja auch die Leitung des Referates „Sport und Leibesübungen“ bei der Bundesregierung übernommen hat, ist einer der verdienstvollsten Männer der deutschen Sportgeschichte wieder in den Vordergrund getreten.[1]

Ganz anders beurteilte die Sportrundschau die Übertragung dieses Amtes an Diem:

Es hat nie an Stimmen gefehlt, die einen Mann wie Dr. Carl Diem für die Sportbewegung des demokratischen Deutschlands als untragbar bezeichnen. Ein Teil der Sportführer setzte sich jedoch gedankenlos über alle Einwände hinweg und verleitete durch den Eintritt Diems in das Olympische Komitee sogar die Bundesregierung zu dem Entschluß, Diem zum Sportreferenten des Bundesinnenministeriums zu machen.[2]

Mit der Überschrift „Bremsklötze“ assoziierte die Sportrundschau, dass Carl Diem ein Störfaktor für den Sport sei. Diese so unterschiedlichen Darstellungen Diems stellen in der gesamten frühen Nachkriegszeit nicht die Ausnahme, sondern die Regel dar.

Carl Diem gehörte zu den umstrittensten „Sportführern“ zwischen 1945 und 1950. Im Wilhelminischen Kaiserreich, in der Weimarer Republik und in der NS-Zeit war er immer einer der führenden Köpfe in den Sportorganisationen Deutschlands. Diem war Generalsekretär des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen und somit in der Führungsetage des bürgerlich organisierten Sports. Sein Amt als Prorektor der Deutschen Hochschule für Leibesübungen (DHfL) von 1920 bis 1933 und als Organisator der Olympischen Spiele 1936 galten und gelten als Belege seiner Vielseitigkeit.

Die Diskussion um Carl Diem, die heute noch durch hitzige Debatten in Stadträten hohe Wellen schlägt[3], muss somit erst recht in der Nachkriegszeit für „Zündstoff“ gesorgt haben. Wie wurde Carl Diem in der Öffentlichkeit wahrgenommen? Wurde er, wie bei der Kontroverse um die Straßennamen, als „Nazi-Erfüllungsgehilfe“ gesehen, oder hat er nur dem Olympischen Geiste und dem Sport gedient?

Carl Diem gilt nicht nur als Paradebeispiel für das Kontinuitätsproblem[4] in der deutschen Sportgeschichte; an seiner Person lässt sich außerdem der gesamte Aufbau des deutschen Sports nach 1945 nachvollziehen. Kein anderer war so maßgeblich an den unterschiedlichen sportorganisatorischen Bereichen beteiligt. So gilt Diem als Impulsgeber für das Sporthochschulwesen, für die organisierte Vereinssportstruktur und für die Wiederbelebung des Olympischen Gedankens.[5]

1.1. Fragestellung und Vorgehensweise

Diese Arbeit soll die Frage klären, ob Carl Diem Weichensteller, Impulsgeber und Wegbereiter war, oder ob er als „Bremsklotz“ den Aufbau des Sports nach 1945 behinderte.

Zunächst soll die Ausgangssituation nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges geschildert werden. Die Aufteilung Deutschlands in vier Zonen, die Auflagen der Alliierten, die den Sport betrafen, und die materiellen Mängel werden an dieser Stelle angesprochen. Besonderes Augenmerk wird auf die Entnazifizierung gerichtet, da sie darüber entschied, ob sich die betreffende Person am Aufbau des Sports beteiligen durfte. Die Entnazifizierungsakte Carl Diems soll Rückschlüsse über seine Möglichkeiten, höhere Stellungen im Sport zu besetzen, geben.

Im darauf folgenden Kapitel wird die Gründungsgeschichte des Deutschen Sportbundes (DSB) auf die Beteiligung und Mitarbeit Carl Diems untersucht. Der DSB und seine Vororganisationen sowie die Mitgliedsorganisationen machten den Wettkampfsport auf überregionaler Ebene wieder möglich und bildeten so den wichtigsten Grundpfeiler für den Vereinssport. Die Gründungsgeschichte wurde von einem langen Tauziehen zwischen verschiedenen Interessensgruppen begleitet. Nachdem die Motive der einzelnen Gruppen verdeutlicht worden sind, wird die Position Diems geschildert. Konnte Diem hier vermitteln oder eigene Vorstellungen durchsetzen?

Im folgenden Kapitel wird Diems Mithilfe bei der Gründung des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) von 1949 untersucht. Für die internationale Anerkennung von westdeutschen Sportmannschaften und die Teilnahme an den Olympischen Spielen von 1952 in Helsinki war dieses Komitee entscheidend.

Im Kapitel 2.4 wird die Rolle Diems in der Sportlehrerausbildung und damit auch bei der Gründungsinitiative und den Anfangsjahren der Sporthochschule Köln näher betrachtet.

Diem war von 1949 bis 1953 Sportreferent im Bundesinnenministerium. Um die Tragweite dieses Amtes und der Bedeutung für den Aufbau des Sports zu begreifen, wurden ausgesuchte Teile der typischen Korrespondenz dieses Referats mit Sportfunktionären und hohen Politikern untersucht und dadurch gezeigt, inwieweit Diem so den organisierten Sport unterstützen konnte.

Abschließend werden die Ergebnisse einer Zeitungsuntersuchung vorgestellt. Nachrichten und Berichte über Carl Diem sollen seine Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zeigen. Pressestimmen können heute wie damals Türen öffnen oder verschließen. Besondere Beachtung soll hier der Frage geschenkt werden, welche Journalisten und welche Herausgeber Diem besonders wohlwollend oder missgünstig gegenüberstanden, um so eventuelle Absichten und Hintergründe aufzudecken.

Ob es nach 1945 einen Wiederaufbau oder einen Neuaufbau des Sports gab, war sowohl damals als auch heute in der Rückbetrachtung umstritten. Um in dieser Frage Neutralität zu wahren, wird im Titel der Begriff „Aufbau“ verwendet.

Da das Zeitfenster der Betrachtung mit „nach 1945“ offen formuliert wurde, wird hier eine Eingrenzung vorgenommen. Da es in der frühen Nachkriegszeit keine einheitliche Zäsur für alle Bereiche des Sports gab, wird die Untersuchung in den verschiedenen Kapiteln zu unterschiedlichen Zeitpunkten enden, die aber alle um das Jahr 1950 liegen. So erfolgte die Gründung des DSB im Dezember 1950. Die Gründungsfeier des NOK fand bereits im September 1949 statt. Die Eröffnungsfeier der Sporthochschule 1947 war hingegen keine echte Zäsur, da hier die Leitung des Instituts noch nicht endgültig geklärt war. Hier wird die Entwicklung bis Ende 1948 betrachtet.

Beim Amt des Sportreferenten der Bundesregierung wird die gesamte Amtszeit von 1949 bis 1953 mit einbezogen. Die Presseuntersuchung endet mit dem Jahr 1950.

„Der Aufbau des Sports“ soll sich auf die genannten Felder beschränken. Diems Einfluss auf die Konzeption des Sports in der SBZ zwischen 1945 und Anfang 1947 sowie seine wissenschaftlichen Leistungen wie etwa das Lehrbuch „Wesen und Lehre des Sports“[6] können im Rahmen dieser Arbeit nicht untersucht werden.

1.2. Forschungsstand und Quellenlage

Die Biographie Carl Diems wurde im Zuge der „Straßennamen-Diskussion“ wissenschaftlich untersucht, jedoch bezogen sich fast alle Arbeiten auf die Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945. So erstellten Bernett,[7] Teichler[8] und Peiffer[9] im Jahre 1987 Arbeiten über Diems Haltung im Nationalsozialismus.

Erst im Jahre 1996 erfolgte auf Wunsch des Rektors der Deutschen Sporthochschule Köln eine Expertise von Hans-Joachim Teichler „Die Rolle Carl Diems in der Zeit und im zeitlichen Umfeld des NS-Regimes“[10], die mit einer Empfehlung für die Benennung schloss.

Die Präsidien des DSB und des NOK beriefen 1996 eine Expertenkommission, um die Person Diems kritisch zu würdigen. Anlass war öffentliche Kritik an dem nach Diem benannten Wissenschaftspreis, der Carl-Diem-Plakette des DSB. Allein der Titel der Expertise machte deutlich, dass es sich diesmal um eine ganzheitliche Betrachtung Diems handeln sollte: „Stellungnahme der Expertenkommission zu Werk und Person von Carl Diem (1882 bis 1962)“[11]. Die Kommission betrachtete Diem in seinem Wirken als Vertreter des bürgerlichen Sports, der ein historisches Fundament für den DSB darstelle.

Weitere wissenschaftliche Abhandlungen im vermeintlichen Ausklang der Diem-Diskussion wurden von Helmuth Westphal[12] und Hubert Dwertmann[13] im Jahre 1997 verfasst, die sich jedoch fast ausschließlich mit der Zeit des „Dritten Reichs“ beschäftigten.

Das erste Werk, das eine Gesamtbetrachtung Carl Diems ansatzweise ermöglichte, erschien 2000 von Laude und Bausch: „Der Sport-Führer - Die Legende um Carl Diem“[14]. Unglücklicherweise beschränkten sich die Verfasser auf wenige Literaturangaben, so dass die Ergebnisse nicht nachzuprüfen sind. Der für diese Arbeit wichtige Zeitraum von 1945 bis 1953 wird allerdings nur mit wenigen Seiten berücksichtigt. Die fehlenden Quellen- und Literaturhinweise machen das Werk zur Beantwortung der Fragestellung unbrauchbar.

Bedauerlicherweise befassen sich bisher nur wenige Arbeiten mit Carl Diems Wirken in der Nachkriegszeit. Zunächst schrieb Carl Diem selbst über den betreffenden Zeitraum in der „Weltgeschichte des Sports“[15] von 1960. Auch die Autobiographie „Ein Leben für den Sport“[16] beschreibt unter anderem die Zeit von 1945 bis 1947. Hierbei muss der Subjektivität der Selbstdarstellungen Rechnung getragen werden.

Das 1986 von Buss und Nitsch veröffentlichte Werk „Am Anfang war nicht Carl Diem – Die Gründungsphase der Sporthochschule Köln 1945-1947“[17] stellt eine Ausnahmeerscheinung dar. Neben der Gründungsgeschichte der Sporthochschule werden viele biographische Angaben Diems gemacht.

Ein weiterer Band zur Gründungsgeschichte der Sporthochschule Köln wurde fast zeitgleich von Körbs fertig gestellt. Diese Arbeit wurde Diem-zentrierter verfasst und stellt neben der Gründung auch Hindernisse, wie den Sportstättenbau, Unterbringung der Studenten oder die Ausarbeitung und Vervielfältigung des ersten Vorlesungsverzeichnisses, dar.[18] Die teilweise unwissenschaftlich erstellte Arbeit muss mit der entsprechenden Vorsicht benutzt werden[19]

Weitere Abhandlungen, die sich hauptsächlich mit der Rolle Diems und dem Aufbau beschäftigen, wurden noch nicht verfasst. Die Geschichte des Nachkriegssports gibt jedoch nicht nur wichtige Hinweise auf die Probleme und Hindernisse, sondern auch auf Funktion und Rolle Diems.

Nachdem sich bis in die siebziger Jahre fast nur die Zeitgenossen mit der sporthistorischen Entwicklung in den westlichen Besatzungszonen befasst hatten, entstanden nun erste wissenschaftliche Arbeiten. Stellvertretend ist hier „Der westdeutsche Sport in der Phase der Neugründung 1945-1950“[20] von Strych zu nennen. Auch wenn hier die Darstellung der alliierten Rechtsvorschriften kritisiert wurde, war es doch eine der ersten Arbeiten, die besonders die organisatorische Sportentwicklung betonten.

Mehrperspektivisch ging Überhorst im Sammelband für Leibesübungen vor.[21] Er betrachtete zum Beispiel die Rolle der Frau und die Olympische Bewegung im Nachkriegssport. Im Band 3 behandelte Weißpfennig mit dem Beitrag „Der Neuaufbau des Sports in Westdeutschland bis zur Gründung des Deutschen Sportbundes“[22] die Gründungsgeschichte des DSB.

Nitsch verlagerte seine Sichtweise auf die Entwicklung des Arbeitersports nach 1945, die durch die Integration in den DSB weitgehend ihr Ende fand.[23]

Die dann folgenden Arbeiten beschäftigten sich weitestgehend mit der Sportentwicklung in der britischen Besatzungszone, da das Niedersächsische Institut für Sportgeschichte in Hoya die Erforschung im norddeutschen Raum forcierte.

Durch den „Jubiläums-Historismus“[24] zwischen 1989 und 1991 wurde unter anderem ein zweibändiges Werk über die Gründung des DSB verlegt.[25] Auch wenn Diems Rolle beim Gründungsprozess nicht klar herausgestellt ist, lassen sich zahlreiche Informationen verwerten.

Wichtige Anhaltspunkte zur Nachkriegsentwicklung bieten Arbeiten über einzelne Sportverbände. So zeichnet sich in der Dissertation von Jost-Hardt über die Reorganisation der Leichtathletik ein Gesamtüberblick des Sports ab, die auch die Person Diem und sein Wirken streift.[26]

Auch die Festschrift zum 50-jährigen Bestehen des NOK zeigt unter anderem das Wirken Diems bei den Gründungsbestrebungen. Besonders die Aufsätze von Buss „Von Schwalbach nach Bonn“[27] und „Die sportpolitische Bedeutung“[28] sowie der Beitrag von Nitsch „Auf konfliktträchtigem Weg – Initiativen 1945 bis 1949“[29] zeigen die enge Verflechtung zwischen einem einheitlichen Sportbund und dem NOK bezüglich der Einigung einer Organisationsstruktur.

Stefanie Woite-Wehle hat in ihrer 2001 veröffentlichten Dissertation über die Sportpolitik der französischen Besatzungsmacht den Vorbehalten der französischen Militärregierung gegen Diem ein Kapitel geschenkt.[30]

Diems Tätigkeit als Sportreferent der Bundesregierung wurde nur selten erwähnt. Bis auf einige Anmerkungen in dem Beitrag „Sport und staatliche Institutionen“[31] von Karlheinz Gieseler und einer knappen halben Seite in der Abhandlung „Carl Diem und der Sport in der Zeit des Nationalsozialismus“[32] von Lorenz Peiffer wurde dieses Feld kaum beachtet.

Carl Diem hat der Nachwelt durch seine rege Schreibtätigkeit einen großen Quellenschatz hinterlassen: Die Autobiographie „Ein Leben für den Sport“[33] widmet sich auch der sporthistorischen Entwicklung nach 1945, wobei besonders auf die ersten Sportkonferenzen und die Gründung der Sporthochschule eingegangen wird.

Die vom Carl-Diem-Institut[34] herausgegebenen „Ausgewählte Schriften“[35] geben wichtige Hinweise über Diems Einschätzungen, Hoffnungen und Befürchtungen. Besonders das Kapitel „Neuaufbau nach dem Kriege“[36] im zweiten Band gibt durch verschiedene damals von Diem veröffentlichte Beiträge sowohl über seine Sichtweise als auch über geschichtliche Hintergründe beim Aufbau des Sports Aufschluss. Ein großer Teil seines Schriftwechsels, seiner Reden und Zeitungsartikel, besonders für den betreffenden Zeitraum, lagern im Carl und Liselott Diem-Archiv (CuLDA) in Köln. Eine Katalogisierung wurde bereits 1994 in Angriff genommen, weite Teile stehen allerdings noch vor einer systematischen Erfassung.

Die im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen lagernde Entnazifizierungsakte Carl Diems kann Rückschlüsse über seine damaligen Verwendungsmöglichkeiten im deutschen Sport geben. Die Beurteilung entschied, inwieweit die Mitarbeit möglich war.

Die Protokolle der Sportkonferenzen bilden eine weitere wichtige Quelle. Sie befinden sich im DSB-Archiv in Frankfurt, in den Archiven der Landessportbünde und Fachverbände oder in Privatarchiven. An ihnen soll untersucht werden, wie stark Diem den Aufbauprozess zum DSB und NOK steuerte.

Die Zeitungsartikel über oder von Diem aus dieser Zeit eröffnen aus folgenden Gründen eine nur sehr schwer zugängliche Quelle:

- In den ersten Jahren nach Kriegsende bekamen nur sehr wenige Zeitungen eine Lizenz von dem jeweiligen alliierten Machthaber.
- Die Papierknappheit ließ Zeitungsausgaben ausfallen.[37]
- Über Sportereignisse wurde selten berichtet und über die sportorganisatorische Entwicklung fast gar nicht.
- Selbst renommierte überregionale Zeitungen sind in großen Pressearchiven nur unvollständig und nur auf Mikrofilm zugänglich. Eine Volltextsuche in digitalisiertem Material ist nur für die letzten zehn Jahre möglich. Eine Ausnahme bildet die Londoner Times die ihren gesamten Archivbestand digitalisiert hat.
- Die ersten Fachzeitschriften für Einzelsportarten kamen erst um 1947 auf.

Aus diesen Gründen wurden für diese Arbeit nur einzelne Zeitungen und Zeitschriften vollständig auf Berichte über Carl Diem untersucht, andere nur auf markante Daten.

Der Schriftverkehr Heinrich Sorgs, einem der entschiedensten Gegenspieler Diems zwischen 1947 und 1950, befindet sich im Privatarchiv Nitsch. Dieser Archivbestand ergänzt die Presserecherche, da Sorg vor allem durch negative Schlagzeilen gegen Diem arbeitete.[38]

2. Carl Diem und der Aufbau des Sports nach 1945

2.1. Die Ausgangssituation für den Aufbau des Sports unter den Besatzungsmächten

Nach der bedingungslosen Kapitulation am 7. und 8. Mai 1945 herrschten in Deutschland katastrophale Zustände. Die vom NS-Regime organisierte Lebensmittelversorgung, die fast bis zum Ende des Krieges aufrechterhalten werden konnte, war zerschlagen. Zerstörte Verkehrswege, Industrieanlagen und Wohnungen forcierten die Existenznöte der deutschen Bevölkerung.[39]

Für einen geregelten Sportbetrieb waren die materiellen und strukturellen Voraussetzungen denkbar schlecht. Die meisten Sporthallen waren zerstört oder beschlagnahmt. Sportplätze waren häufig zu Kartoffeläckern umfunktioniert worden. Viele Sportler waren gefallen, verkrüppelt oder in Gefangenschaft. Die für Sport und Spiel erforderlichen zusätzlichen Kalorien konnten nicht bereitgestellt werden. Außerdem war das NS-Sportsystem offiziell aufgelöst.[40]

Die oberste Gewalt in allen gesellschaftlichen und politischen Bereichen lag nun in den Händen der vier Siegermächte USA, UdSSR, Großbritannien und Frankreich. Die Alliierten, die das Deutsche Reich in vier Besatzungszonen aufgeteilt hatten, versuchten eine einheitliche und gemeinsame Politik festzulegen. Auf der Potsdamer Konferenz vom 17. Juli bis zum 2. August 1945 wurden gemeinsame Bestimmungen beschlossen, um die vier zentralen Vorgaben Denazifizierung, Demilitarisierung, Dezentralisierung und Demokratisierung umzusetzen. Trotz dieser abgestimmten Vorgehensweise wurden die Verordnungen unterschiedlich interpretiert und umgesetzt.[41]

Ähnlich wie die Erlaubnis zur Gründung von Parteien wurde die Erlaubnis zur Gründung von Sportvereinen selbst innerhalb einer Besatzungszone zu unterschiedlichen Zeitpunkten gegeben.[42] Häufig entschied ein lokaler Kontrolloffizier, ob Initiativen auf unterer Ebene gefördert oder sogar abgelehnt wurden.[43]

Eine konsequente Umsetzung der Bestimmungen wurde teilweise unmöglich gemacht. Erlassene Richtlinien in der britischen Besatzungszone widersprachen der vom Alliierten Kontrollrat erlassenen Rahmengesetzgebung.[44]

Während die US-Amerikaner in den ersten Monaten nach Kriegsende nur einen stark kontrollierten Sportbetrieb ermöglichten und jegliche Vereinsbildung ablehnten, konnte im britisch besetzten Gebiet ab dem 6. September durch die Einreichung eines Antrages beim örtlichen Bürgermeister eine Vereinsgründung erwirkt werden, solange zugesichert wurde, dass weder politische noch vormilitärische Ausbildung durchgeführt werde.[45] In der französischen Besatzungszone wurden erst am 12. und 13. Dezember Verfügungen erlassen, die die Gründung von Jugendvereinen und Sportverbindungen durch Genehmigung ermöglichten.[46]

Besonders in der Vier-Sektoren-Stadt Berlin trafen die unterschiedlichen Regelungen aufeinander und sorgten für Unruhe. Vermutlich war der Wunsch der Alliierten nach einheitlichen Regelungen die Geburtsstunde der Kontrollrats-Direktive 23, die am 17. Dezember von allen vier Besatzungsmächten verabschiedet wurde.[47]

Der Alliierte Kontrollrat verfügte einschränkende Bestimmungen:

Allen vor der Kapitulation in Deutschland bestehenden sportlichen, militärischen oder paramilitärischen Organisationen (Klubs, Vereinigungen, Anstalten und anderen Organisationen) wird jede Betätigung untersagt, und sie sind bis zum 1. Januar 1946 spätestens aufzulösen.[48]

Weiter einschränkende Inhalte der Direktive waren die Begrenzung des Vereinswesens auf Kreisebene und die regelmäßige Kontrolle durch die jeweilige Militärregierung. Ein offenes Element war die Möglichkeit von Ausnahmeregelungen.[49]

Die Umsetzung der Direktive 23 dauerte bis Juli 1946. Erst dann waren sie in den Rechtskatalog der einzelnen Besatzungsmächte vollständig aufgenommen und durch Bestimmungen und Verordnungen für den jeweiligen örtlichen Offizier anwendbar. Besonders für die Briten erwies sich die Umsetzung wegen ihrer zuvor großzügig gehandhabten Vereinszulassungen als schwierig.[50]

Die Wirkung der Kontrollratsdirektive 23 wird seit den achtziger Jahren als relativ gering angesehen:

Die Umsetzung in die Zonengesetzgebung dauerte lange, in der britischen Besatzungszone bis zum 18. Juli 1946.[51]

Außerdem wurde die bestehende Rechtslage weitestgehend nur bestätigt:

Auf der ersten Hoyaer Tagung zur Nachkriegssportgeschichte im Jahre 1983 wurde unter Bezugnahme auf diesen Zusammenhang herausgestellt, dass die Direktive Nr. 23 für das besetzte Deutschland keine neue Rechtsqualität schuf, sondern lediglich nochmals bekräftigte, was die Gesetzgebung des „Supreme Headquarters, Allied Expeditionary Forces“ (SHAEF) für die britischen und amerikanischen Truppen in den von ihnen eroberten Gebieten als Handlungsanweisung vorgeschrieben hatte.[52]

Trotz der Direktive Nr. 23 entstanden 1946 in der britischen und amerikanischen Zone Sportorganisationen auf Landesebene. Die Franzosen hingegen hielten an der Eingrenzung von Sportorganisationen auf Kreisebene fest.[53]

Auch wenn Sportarten wie Segeln oder Fechten bis nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland verboten blieben und Auflagen weiterhin den Sport beherrschten, verlagerten sich nun die Probleme. Mehr und mehr wurde um die Struktur einer überregionalen Sportvereinigung gerungen.

Die schon in der Weimarer Republik vorhandenen Spannungen zwischen „Turnen“ und „Sport“ lebten wieder auf. Aber auch bürgerlicher, konfessioneller und Arbeitersport, die erstmals in Deutschland auf dem Wege zu einer gemeinsamen Sportorganisation waren, hatten unterschiedliche Vorstellungen. So forderten Sportler aus dem ehemaligen Arbeitersport den „Einheitssport“ und die aus dem ehemals bürgerlichen Lager stammenden Sportfunktionäre ein „Fachverbandsprinzip.“[54]

Mit der immer sichtbarer werdenden politischen Spaltung Deutschlands in einen westlichen und östlichen Teil wurde eine gesamtdeutsche Sportorganisation immer unwahrscheinlicher. Auch hier gab es ein nicht unerhebliches Konfliktpotential.

Die Differenzen zwischen den einzelnen Interessengruppen erschwerten nicht nur die Organisation eines gemeinsamen Turn- und Sportverbandes, auch der internationalen Anerkennung einzelner Fachverbände wurden so Steine in den Weg gelegt. Internationale Wettkämpfe und besonders die Teilnahme an den damals schon prestigeträchtigen Olympischen Spielen waren für deutsche Mannschaften lange nicht möglich.

2.1.1 Die Entnazifizierung

Unter Entnazifizierung wird die Gesamtheit aller alliierten Maßnahmen verstanden, die den nationalsozialistischen Einfluss verdrängen sollten. Im engeren Sinne beschreibt der Begriff die von den Alliierten und später von deutschen Behörden durchgeführten Verfahren, die NS-Belastete aus ihren Stellungen entfernten oder später durch Geldbußen oder Beschlagnahmungen bestraften.[55]

Im Potsdamer Abkommen von 1945 wurden von den Alliierten Verfahrensweisen zur Entnazifizierung beschlossen, um alle Mitglieder der NSDAP, die mehr als nominell an den Tätigkeiten teilgenommen hatten, aus Staats- und führenden Wirtschaftspositionen zu entfernen.[56]

Im Januar 1946[57] wurde mit der Direktive Nr. 24 vom Alliierten Kontrollrat eine Reglementierung erlassen, die für den organisierten Sport eine besondere Bedeutung hatte.

Hiermit wurde für alle Besatzungszonen die „Entfernung von National-sozialisten und Personen, die den Bestrebungen der Alliierten feindlich gegenüber stehen, aus Ämtern und verantwortlichen Stellungen“[58] beschlossen. Alle Mitglieder der NSDAP, die ihr aktiv und nicht nur nominell angehörten, sollten aus öffentlichen und halböffentlichen Ämtern entfernt werden. Die Tätigkeit im Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen (NSRL), also der verbindlichen Dachorganisation für alle Sportvereine zwischen 1933 und 1945, wurde ausdrücklich zu den halböffentlichen Ämtern gezählt. Alle ehemaligen NSRL-Funktionäre konnten sich demnach nicht am Aufbau einer Sportorganisation beteiligen.[59]

Die Unterschiede in den Besatzungszonen bei der Entnazifizierung blieben dennoch groß, vielleicht weil die formale Mitgliedschaft zu wenig Aussagekraft besaß. Mit der Kontrollrats-Direktive Nr. 38 vom 12.10.1946 wurde ein wesentlich differenzierteres Instrument zur Entnazifizierung geschaffen. Eine Einteilung in fünf Schuldkategorien sollte zukünftig vorgenommen werden:

I. Hauptschuldige
II. Belastete (Aktivisten, Militaristen und Nutznießer);
III. Minderbelastete (Bewährungsgruppe);
IV. Mitläufer;
V. Entlastete (Personen der vorstehenden Gruppen, welche vor der Spruchkammer nachweisen können, dass sie nicht schuldig sind).[60]

Für den Aufbau eines Vereinswesens bedeutete diese Einteilung zunächst keine Erleichterung, da nur Entlastete der Kategorie V. in den Vorstand einer Sportorganisation berufen werden konnten.

Das Straffreiheitsgesetz von 1949 und die 131-Regelung „liquidierte“ die Entnazifizierung in der Bundesrepublik Deutschland.[61] Alle Sportlehrer des NSRL und „praktisch das gesamte Führungskorps“ der Institute für Leibesübungen der NS-Zeit konnten ähnliche Positionen in der Bundesrepublik übernehmen.[62]

2.1.2 Die Entnazifizierung bei Carl Diem

Die Entnazifizierung bei Carl Diem verlief relativ reibungslos. Dies erscheint aufgrund seiner hohen Stellung im NSRL und seines Amtes als Organisator der Olympischen Spiele von 1936 zunächst verwunderlich.[63] Die Bestimmungen verwehrten allen ehemaligen Funktionären im NSRL die Mitarbeit am Aufbau des Vereinswesens in führender Position.

Doch wie in Kapitel 2.4.1 noch dargestellt wird, konnte Carl Diem in Berlin trotz eingehender Überprüfung direkt nach Kriegsende als „Reichssportfelddirektor“ unter russischer Besatzung arbeiten. Als im Sommer die Briten das Reichssportfeld von der Roten Armee übernahmen, konnte Diem zwar nicht mehr als Verwalter des Reichssportfeldes tätig sein, aber die von ihm initiierte Sportlehrerausbildung konnte fortgeführt werden. Auch als die Sportlehrerausbildung in die Berliner Universität integriert wurde, wirkte Diem - nun als Honorarprofessor – unbehelligt.[64]

So brachte die „doppelte“ Überprüfung durch die sowjetischen und britischen Besatzer in Berlin, die sich durch die Verschiebung der Sektorengrenze zugunsten der Westalliierten bedingte, keine Ergebnisse. Auch später bei den ersten Schritten zum Deutschen Sportbund und bei der Übernahme der Leitung der Sporthochschule Köln wurde von alliierter Seite nicht interveniert.

Das positive Bild Diems bei den Alliierten hatte wahrscheinlich mehrere Gründe. Personen ohne NSDAP-Mitgliedschaft und besonders Verfolgte oder Geschädigte durch das NS-Regime galten als unbedenklich. Diem betonte häufig, nie Parteimitglied der NSDAP gewesen zu sein.[65] Außerdem musste er sein Amt als Prorektor der Hochschule für Leibesübungen in Berlin bei der Machtübernahme 1933 aufgeben. Auch das Amt des Generalsekretärs des DRA verlor Diem im Zuge der Gleichschaltung, ohne dass ihm ein entsprechender Ersatz angeboten wurde[66]

Auch Diems leitende Funktion als Organisator der Olympischen Spiele von 1936 muss nicht gegen ihn gesprochen haben; die Spiele wurden damals noch nicht eindeutig als Propagandaplattform der NS-Herrschaft zugeordnet.[67] Außerdem stufte der englische Sportoffizier John G. Dixon Diem positiv ein. Spätere Interviews lassen eine persönliche Sympathie zu Diem vermuten.[68]

Die Reintegration von Amtsträgern aus der NS-Herrschaft zeigt im Vergleich zu Carl Diem eine untypische Entwicklung.

So wurden im Sport als auch in anderen öffentlichen Ämtern unmittelbar nach Kriegsende nur völlig Unbelastete, aber lieber noch Gegner oder Opfer des NS-Regimes für den Aufbau in führender Rolle eingesetzt. Je mehr der Personalmangel und der Ost-West-Konflikt deutlich wurden, stieg gleichermaßen die Bereitschaft, fähige Personen mit „dunkler Vergangenheit“ zu integrieren. Carl Diem hingegen standen die Türen schon 1945 offen.

Die Entnazifizierungsakte Carl Diem vom 30.06.1947

Diem war Mitte April 1947 von Berlin nach Köln übergesiedelt, um Aufbau und Leitung der Sporthochschule zu übernehmen. Doch die Genehmigung der britischen Militärregierung, die die Einrichtung unterstützt hatte, erfolgte erst am 30. Juni 1947.[69]

Diem wurde Ende April eine „nationalistisch-militärische“ Einstellung von den Universitätsoffizieren Oberstleutnant White und Major Dr. Beckhoff vorgeworfen. Sie seien auf entsprechende Äußerungen in seinen Schriften aufmerksam gemacht worden und zu dem Schluss gekommen, dass Diem nicht mehr die Leitung der Sporthochschule übernehmen könne.[70]

Erst nach ungefähr vier Wochen erhielt Diem die telefonische Mitteilung, dass vor dem Beginn des Lehrbetriebs sowohl Lehrer als auch Studenten politisch überprüft werden müssten.[71]

So wurde der entsprechende Fragebogen am 11. Juni 1946 von Diem bearbeitet. Die heute im Landesarchiv Nordrhein-Westalen lagernde Entnazifizierungsakte Carl Diems enthält den damals genormten Fragebogen (12 Seiten plus 6 Seiten Anhang), eine Abschrift der Anfrage von Staatsminister Grimme bezüglich der Übernahme der Leitung einer bizonalen Sporthochschule, einen „Sprechzettel“ des Entnazisierungsauschusses[72], eine Begründung über seine Eignung als Leiter der Hochschule für Leibesübungen von britischen Kontrolloffizieren der Intelligence Section Cologne (ISC) (2 Seiten), einen Laufzettel für den Weg durch die verschiedenen Kontrollinstanzen und ein halbseitiges Deckblatt mit der Einstufung.[73]

Die Durchsicht des Fragebogens, den Diem knapp zwei Monate nach seiner Übersiedlung nach Köln ausfüllte, erklärt, warum Diem trotz seiner hohen Stellung im NSRL aktiv am Aufbau des deutschen Sports teilhaben konnte.

Nach den persönlichen Angaben, der Auflistung der besuchten Schulen und den Berufs- oder Handwerksprüfungen folgt die „Nennung, in zeitlicher Reihenfolge, aller Beschäftigungen und Anstellungen, ebenso aller Militärdienstleistungen, seit dem 1. Januar 1931“[74]. Hier wurde Diems freiwilliger Dienst als „Ordonnanzoffizier zur besonderen Verwendung“ auf dem Reichssportfeld kurz vor dem Zusammenbruch nicht erwähnt.[75]

Diem wurde als über 60jähriger nicht eingezogen. Als aber Ritter von Halt auf dem Reichssportfeld ein Bataillon des Volkssturmes übernahm, stellte sich Diem zur Verfügung. Dieses Volkssturmbataillon wurde aber nach Diems Aussagen in seinen Erinnerungen nach wenigen Tagen ohne einen Einsatz gehabt zu haben aufgelöst.[76] Eine offizielle Registrierung seines Einsatzes wird es nicht gegeben haben, so dass Diem diesen Einsatz in seinen Angaben zur Entnazifizierung risikolos auslassen konnte.

Im Teil E., in dem Mitgliedschaften von 54 NS-Organisationen aufgeführt werden sollten, verschwieg Diem die Mitgliedschaft im NS-Reichsbund für Leibesübungen (Feld 64).[77] Natürlich fehlt dann auch die Angabe des höchsten Ranges oder Amtes. Er bekleidete das Amt des Kommissarischen Leiters des Gaues Ausland.[78]

Unter anderem wurde nach der Stimmabgabe bei der Novemberwahl 1932 gefragt. Die Angabe „Deutsche Volkspartei“[79] wirkte sich für Diem positiv aus. Besonders hervorzuheben ist die Frage 114, die eine Entlassung wegen aktiven, passiven Widerstand oder der eigenen Weltanschauung klären sollte. Hier konnte Diem die Entlassung aus dem DRA und aus der DHfL nennen. Auch die Einkommensaufstellung von 1931 bis 1945 von Punkt 119[80] zeigte bei Diem im Jahr 1933 einen Jahresgehaltsrückgang von 20000 RM (1932) auf 12000 RM (1933). Damit war Diem als Geschädigter des NS-Regimes ausgewiesen. Er war sich der Bedeutung seiner Entlassungen im Jahre 1933 bewusst und wiederholte sie im Feld für Bemerkungen am Schluss des Fragebogens.[81]

Interessant erscheint der Punkt 132: „Haben Sie jemals einen Fragebogen der Militärregierung ausgefüllt und eingereicht?“ Diese Frage bejahte Diem und machte die Angaben „Berlin Okt. 1945; Frankfurt/Main, April 1946; München Dez. 1946“.[82] Die Angaben in Berlin machte er wohl für die Anstellung am „Institut für Körpererziehung und Schulhygiene“ an der Berliner Universität. Für Frankfurt und München stimmen die Daten mit den Einstellungsverhandlungen für die Übernahme der Leitung von Sporteinrichtungen überein. Leider lässt sich nicht mehr prüfen, ob Diem an diesen Orten ähnliche Angaben gemacht hat, da keine weiteren Akten über Diem in den jeweiligen Landesarchiven lagern.

Der „Sprechzettel“ des Entnazisierungsausschusses vom 18.06.1947 fasst in zehn Zeilen die wichtigsten Ergebnisse zusammen. So wurden die Amtsenthebungen von 1933 und die Nichtzugehörigkeit von Partei oder einer ihrer Gliederungen festgehalten.[83]

Der Eignungsbericht der CIS (Cologne Intelligence Section) wurde erst einen Monat später, am 21. Juli, verfasst. Das in englischer Sprache verfasste Schreiben mit dem Betreff „Vetting of University Professors“, also politische Überprüfung von Universitätsprofessoren, stellt gleich im ersten Absatz fest, dass gegen die Aufnahme der Leitung der Hochschule für Leibesübungen durch Dr. Diem keine Bedenken bestehen.[84]

In dem dann folgenden Lebenslauf werden besonders Diems Enthebung aus dem DRA und der DHfL und die Senkung seines Jahreseinkommens ab 1933 hervorgehoben. Die Stellung als Sekretär des Organisationskomitees für die Olympischen Spiele 1936 könne nicht als aktive NS-Stellung angesehen werden. Auch Diems Position als „Reichsportrat“[85] (Tippfehler im Dokument gemeint ist „Reichssportrat“, Anm. d. Verf.) sei ihm möglicherweise geblieben, da er sich weder für noch gegen die Nationalsozialisten gezeigt habe, und er außerdem Fähigkeiten („capabilities“[86] ) besessen habe.

Mit dem Amt „Reichssportrat“ ist wahrscheinlich Diems Tätigkeit im Organisationssauschuss im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen gemeint. Diem war dienstrechtlich zur Mitarbeit an der Abwicklung des DRA verpflichtet, unter anderem auch, da das Reich die Weiterzahlung seiner Bezüge, wenn auch gekürzt, übernahm.[87]

Die einzige bedenkliche Anmerkung wird zu Diems Schriften aus der NS-Zeit gemacht, die nach Aussage der Verfasser den Wehrsport und das „Hitler-sport-concept“ propagiert hätten. Die Veröffentlichungen hätten nicht überprüft werden können, dies wäre aber möglicherweise in Herford[88] erfolgt. Der Hinweis „attached Letter“ verweist auf den Brief von Grimme an Diem: Dies kann bedeuten, dass die Kontrolloffiziere davon ausgingen, dass eine Überprüfung der Schriften bereits vor der Anfrage an Diem erfolgt sei, da Staatsminister Grimme wahrscheinlich nicht ohne Absprache solche Personalentscheidungen hätte fällen dürfen.

Die letzte Zeile der Eignungsprüfung ordnet eine Kopie zu Händen des Sicherheitsoffiziers der Kölner Universität Dr. Beckhoff an.

Der „Laufzettel“ weist aus, wann die Akte in welchen Händen war und welche Stellen Bedenken anmeldeten.[89]

Am 19. Juni 1947 war die Akte beim Ausschuss Nr. 103, einem Dozenten-Ausschuss und wahrscheinlich dem Entnazisierungsausschuss, der am Tag zuvor den Spruchzettel verfasste. Zwei von den drei Unterschriften könnten Krahforst und Samples bedeuten. Diese Personen hatte der englische Sportoffizier Dixon am 14. Juni 1947 für den Ausschuss bei Major Radcliff vorgeschlagen. Dixon versuchte durch Sampels und Krahforst, „die Diem und dem Hochschulgedanken eng verbunden waren“[90], die Eröffnung der Sporthochschule Köln zu beschleunigen. Der Bewertung „keine Bedenken“ wurde also vorsichtshalber etwas nachgeholfen.

Der nächste Vermerk des Hauptausschusses wurde am Donnerstag, den 30. Juni 1947, unterschrieben. Das Resultat „no objections“ hatte durch den Eignungsbericht vom 21. Juni 1947 eine breitere Datengrundlage erhalten. Durch dieses Ergebnis konnte die Genehmigung zur Eröffnung der Sporthochschule am 02. Juli 1947 erfolgen.

Der erst am 07. August 1947 abgezeichnete Vermerk des Sicherheitsoffiziers „no objectons“ schloss die Akte ab, obwohl bereits am 30. Juni 1947 die Kategorisierung festgelegt wurde. Die späte Abzeichnung des Sicherheitsoffiziers Dr. Beckhoff könnte mit dem Misstrauen gegenüber Diem zusammenhängen. Beckhoff hoffte möglicherweise auf Hinweise, die eine Überprüfung der Diemschen Schriften ergeben hätten. Auf der anderen Seite ist ungewiss, wie viel Zeit der Durchlauf üblicherweise dauerte.

Das Ergebnis „Kategorie V“, also unbelastet, wird auf dem halbseitigen Deckblatt in deutscher und in englischer Sprache ausgewiesen.

Die Zielvorgabe der Briten, nur Unbelastete in höheren Positionen zu dulden, war im Fall der Leitung der Sporthochschule Köln durch Diem scheinbar erreicht worden. Der Hinweis auf die militaristischen Schriften an die Sicherheitsoffiziere der Universität hat die offizielle Genehmigung verzögert.

Diem war aufgrund seiner Einordnung in Kategorie V einer der wenigen Sportfachleute Deutschlands, die offiziell als nicht mit dem NS-System verstrickt galten und deshalb am Aufbau des deutschen Sports von alliierter Seite aus teilnehmen konnten.

2.2. Carl Diem und die Entstehung einer einheitlichen Sportorganisation

Der Aufbau einer deutschen überregionalen Sportorganisation gestaltete sich nicht nur wegen der alliierten Auflagen als ein komplexes Unterfangen.[91] Auch die vielfältige Verbandslandschaft der 20er Jahre, die damals schon aus ideologischen Gründen keinen Einheitsverband zuließ, führte nach dem Kriege, vertreten durch ihre jetzt wieder aktiv gewordenen ehemaligen Anhänger, zu neuen Grabenkämpfen. Um die Motive verschiedener Interessengruppen nachzuvollziehen, wird im Folgenden die Situation der Weimarer Republik skizziert.

2.2.1 Der Streit zwischen Turnen und „Sport“

In der Zeit der Weimarer Republik befanden sich die Turn- und Sportverbände in einer Blütezeit. Die Mitgliederzahlen verdreifachten sich zwischen 1919 und 1928.[92][93] Doch mit dieser Blütezeit wurde eine Machtverschiebung eingeleitet:

Die Deutsche Turnerschaft (DT), die noch vor dem Ersten Weltkrieg mehr als die Hälfte aller Turner und Sportler organisierte, verlor bereits 1920 ihre dominante Stellung. Arbeitersportverbände und bürgerliche Sportverbände konnten mit zusammen 13,9 Millionen Mitgliedern erstmals die Mitgliederzahl der DT mit 12,5 Millionen überbieten.[94]

Die DT, die aus ideologischen Gründen[95] Abteilungen wie Fußball oder Leichtathletik um 1900 nicht zuließ, hatte damit die Gründung von selbstständigen „Sport“-Vereinen provoziert.

Jetzt konkurrierten die „Sport“-Abteilungen der Turnvereine mit den selbstständigen „Sport“-Vereinen, wobei die ideologischen Streitpunkte nicht mehr die Hauptrolle spielten, sondern organisatorische Fragen in den Vordergrund rückten: Wer darf eine Fußballmeisterschaft austragen, die DT oder die mittlerweile längst überregional organisierten Fußballvereine?

Im Deutschen Reichsausschuß für Leibesübungen (DRA), der Dachorganisation für die bürgerlichen Sportverbände, konnten Turner und „Sportler“ keine Lösung finden. Auch der Generalsekretär Diem wünschte, dass eine Sportart von nur einem Verband vertreten wird. Die DT wollte aber die Leibesübungen allgemein vertreten und nicht nur als Repräsentant des Geräteturnens gelten. Die DT beschloss 1922[96] die so genannte „reinliche Scheidung“ zwischen Turnen und „Sport“. Damit war es den „Sport“-Abteilungen der DT nicht mehr möglich, am Spielbetrieb[97] der jeweiligen Sportart teilzunehmen, da dieser vom jeweiligen Fachverband organisiert wurde. Eine Doppelmitgliedschaft in der DT und im entsprechenden Fachverband wurde untersagt.[98]

[...]


[1] FAZ, 19.01.1950

[2] „Bremsklötze“, in: Sportrundschau (1950), 1, 15-16.

[3] Am 14.12.2005 beschloss die Bezirksvertretung Lindenthal in Köln die nach zehnjähriger Debatte die Umbenennung des Carl-Diem-Weges (vgl. Kölner Stadt-Anzeiger, 15.12.2005).

[4] Vgl. Ueberhorst (1989), S. 360-384.

[5] Vgl. Buss/Nitsch (1986), S. 20.

[6] Diem (1949).

[7] Bernett (1987).

[8] Teichler (1987).

[9] Peiffer (1987).

[10] Teichler (1996).

[11] DSB/NOK-Expertenkommission (1996).

[12] Westphal (1997).

[13] Dwertmann (1997).

[14] Laude/Bausch (2000).

[15] Diem (1960).

[16] Diem (1974).

[17] Nitsch (1986).

[18] Körbs (1986).

[19] Die Kritik von Tiedemann über dieses Werk war negativ (vgl. Tiedemann, (1987), 116-125).

[20] Strych (1975).

[21] Ueberhorst (1982).

[22] Weisspfennig (1982).

[23] Zum Beispiel: Nitsch (1976) oder Nitsch (1982).

[24] Dieser Begriff wurde mit Blick auf die 40-Jahr-Feiern vieler Organisationen des Sports und den damit häufig verbundenen Chroniken 1989 und 1990 von Sporthistorikern genannt (vgl. zum Beispiel Nitsch, (1989), S. 36).

[25] DSB (1990, Hrsg.); DSB (1991, Hrsg.).

[26] Jost-Hardt (1987).

[27] Buss (1989).

[28] Buss (1989a).

[29] Nitsch (1989a).

[30] Woite-Wehle (2001).

[31] Gieseler (1990).

[32] Peiffer (1987).

[33] Diem (1974).

[34] 1993 wurde das Carl-Diem-Archiv in Carl und Liselott Diem-Archiv (CuLDA) umbenannt.

[35] Carl-Diem-Institut (1982).

[36] Carl-Diem-Institut (1982): Neuaufbau nach dem Kriege. In: Ausgewählte Schriften. Bd. 2. 310-440.

[37] In der frühen Nachkriegszeit baten deshalb Fachzeitschriften ihre Leserschaft um die Zusendung von Altpapier (vgl. Nitsch (1990), S. 219).

[38] Vgl. Privatarchiv Nitsch: Nachlaß Sorg.

[39] Vgl. Nitsch (1990a), S. 29-30.

[40] Vgl. Jost-Hardt (1987), S. 35-36.

[41] Vgl. Buss (1991), S. 11.

[42] Vgl. Tiedemann (1984), S. 149.

[43] Vgl. Nitsch (1990a), S. 32.

[44] Vgl. Dokumente 13 und 16, in: Tiedemann (1989), S. 98-99.

[45] Vgl. Jost-Hardt (1987), S. 46 u. 68.: Tiedemann geht hingegen davon aus, dass die Verordnung Nr. 9 der britischen Militärregierung „Öffentliche unpolitische Versammlungen“ vom 15. September 1945, Genehmigungsverfahren für Sportvereine nicht mehr vorschrieb (vgl. Tiedemann (1989), S. 64).

[46] Vgl. Tiedemann (1989), S. 67.

[47] Vgl. Tiedemann (1989), S. 69.

[48] Der Alliierte Kontrollrat (1946), S. 107.

[49] Vgl. Tiedemann (1989), S. 69.

[50] Vgl. Tiedemann (1989), S. 76.

[51] Vgl. Mai (1990), S. 97.

[52] Nitsch (1989), S. 27.

[53] Vgl. Nitsch (1989), S. 36.

[54] Hier gab es Ausnahmen. Der ehemalige Arbeitersportler Hugo Grömmer war ein Verfechter des Fachverbandsprinzips (vgl. Arend, (1991), S. 33-35).

[55] Vgl. Die Welt, 08.02.1947

[56] Vgl. Rexin (1967), S. 23 u. Strych (1975), S. 18

[57] In der Literatur weichen die Datenangaben voneinander ab: So wird bei Jost-Hardt der 20.01.1946 (vgl. Jost-Hardt (1987), S. 43) und be Strych der 12.01.1946 als Beschlussdatum genannt (vgl. Strych (1975), S. 18).

[58] Der Alliierte Kontrollrat (1946), S. 110.

[59] Vgl. Strych (1975), S. 18 u. Jost-Hardt (1987), S. 43.

[60] Jost-Hardt (1987), S. 44.

[61] Vgl. Frei (1996): S. 54-69.

[62] Buss (2001), S. 104.

[63] Vgl. Lebenslauf Diem, Anhang S. 1.

[64] Vgl. Buss/Nitsch (1986), S. 17-18.

[65] Vgl. Nitsch (1989a), S. 45.

[66] Vgl. Buss/Nitsch (1986), S. 19-20.

[67] Sogar 1962 wurden die Olympischen Spiele von 1936 noch in der Fachzeitschrift „Sport“ gelobt: „Er (Lewald – d. Verf.) und Carl Diem zeichneten verantwortlich für die großartige Durchführung der Olympischen Spiele 1936 in Berlin!“, (Sport, 25.06.1962).

[68] Vgl. Buss (1991), S. 7.

[69] Vgl. Körbs (1986), S. 74.

[70] Vgl. Körbs (1986), S. 69.

[71] Vgl. Körbs (1986), S. 70.

[72] In der Entnazifizierungsakte wird immer das Wort „Entnazisierung“ gebraucht, obwohl sich der Begriff „Entnazifizierung“ durchsetzte (vgl. Duden (1996), S. 253).

[73] Vgl. Entnazifizierungsakte Diem (HStA Düsseldorf, Bestellnummer NW 1048-G.33 Nr. 168). Bei Verweisen auf dieses Dokument wird die Abkürzung „Entnazifizierungsakte“ benutzt.

[74] Entnazifizierungsakte, S. 11.

[75] Vgl. Diem (1974), S. 216.

[76] Vgl. Diem (1974), S. 220.

[77] Entnazifizierungsakte, S. 13.

[78] Vgl. Lebenslauf Diem, Anhang.

[79] Entnazifizierungsakte, S. 16.

[80] Entnazifizierungsakte, S. 17.

[81] Vgl. Entnazifizierungsakte, S. 19.

[82] Entnazifizierungsakte, S. 19.

[83] Vgl. Entnazifizierungsakte, S. 3.

[84] Vgl. Entnazifizierungsakte, S. 4.

[85] Entnazifizierungsakte, S. 4.

[86] Entnazifizierungsakte, S. 4.

[87] Vgl. Teichler (1996), S. 62.

[88] Herford war neben Lübbecke und Minden ein Sitz der britischen Militärregierung. Das Oberkommando befand sich in Bad Oeynhausen (vgl. Benz, W. (2005), 2-22).

[89] Vgl. Entnazifizierungsakte, S. 2.

[90] Körbs (1986), S. 72.

[91] Vgl. Kapitel 2.1, S. 11.

[92] Dieser Gegensatz kann nur verständlich dargestellt werden, wenn von der heutigen Definition von „Sport“, nämlich als Sammelbegriff für alle Formen der Leibesertüchtigung, abgewichen wird und die sogar noch lange nach dem Zweiten Weltkrieg gebräuchlichen Definitionen für „Sport“ in diesem Kapitel angewandt werden. „Turnen“ war bis spät in die 50er Jahre ein Sammelbegriff für vielfältige Formen der Leibesübungen:

„Das von Jahn mit Eiselen und Friesen entwickelte Formen natürlicher Leibesübungen (Laufen, Werfen, Springen, Klettern, Ringen, Schwimmen, Fechten, Wandern, Kampf-, Neck- und Geschicklichkeitsspiele)“ (Der neue Brockhaus (1960), S. 306, 5/5).

„Sport“ bezog sich auf die aus England stammenden Wettkampfspiele wie etwa Fußball:

„Dem Turnen gegenüber sind im Sport mehr das Einzelpersönliche und die Höchstleistungen des Einzelnen betont“ (Der neue Brockhaus (1960), S. 78, 5/5). Selbst 1960 wurde der Unterschied noch deutlich gemacht.

[93] Vgl. Neuendorff (1936), S. 643.

[94] Vgl. Neuendorff (1936), S. 643.

[95] Die im Vereinigten Königreich entstandenen „Sports“, wie Fußball oder Tennis (s. o), wurden um 1900 von der DT als undeutsch, ungesund und aufgrund des Wettkampfcharakters als gemeinschaftszerstörend angesehen, und deshalb abgelehnt. Erst ein Jahrzehnt später gestattete die DT „Sport“-Abteilungen in ihren Reihen (vgl. Jost-Hardt (1987), S. 24).

[96] Vgl. Krüger (2005), S. 108; Jost-Hardt (1987), S. 25 oder Nitsch (1990a), S. 57. Krüger und Jost-Hardt nennen das Jahr 1922 und Nitsch 1924 als Datum der „reinlichen Scheidung“. Krüger und Jost-Hardt beziehen sich im Gegensatz zu Nitsch auf den Beginn der „reinlichen Scheidung“. Nitsch nennt mit dem Jahr 1924 den Höhepunkt der „reinlichen Scheidung“, die durch den Eisenacher Beschluss markiert ist (vgl. Bernett (1987a), S. 145-146).

[97] Mit Spielbetrieb ist der koordinierte Wettkampf in Ligen gemeint.

[98] Vgl. Krüger (2005), S. 108-109.

Ende der Leseprobe aus 90 Seiten

Details

Titel
Carl Diem und der Aufbau des Sports nach 1945
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Note
1,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
90
Katalognummer
V79754
ISBN (eBook)
9783638785891
ISBN (Buch)
9783638797740
Dateigröße
745 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit wurde mit dem "Absolventenpreis des Jahres 2006" vom Fachbereich Sportwissenschaft der WWU Münster ausgezeichnet.
Schlagworte
Carl, Diem, Aufbau, Sports
Arbeit zitieren
Jan Harpel (Autor), 2006, Carl Diem und der Aufbau des Sports nach 1945, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79754

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