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Die didaktische Dimension in Grimmelshausens 'Courasche'

Título: Die didaktische Dimension in Grimmelshausens 'Courasche'

Trabajo Intermedio/Parcial , 2000 , 17 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Martin Kragans (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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War Grimmelshausen ein religiöser Autor? Hat seine berühmte literarische Figur "Courasche" (die später Inspiration für Brecht sein sollte, siehe "Mutter Courage und ihre Kinder") auch eine didaktische Dimension - namentlich eine religiöse? In der vorliegenden Arbeit wird dieser Frage nachgegangen, dabei wird auch die Zeit des Barock genau beleuchtet und deren christliche Weltvorstellungen, Ideen und Visionen. Grimmelshausen also als religiöser Lehrer, der sich des Werkzeugs Literatur bedient?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Poesie und Leben

1.1 „Die Religiosität des Johann Jakob Christoffel von Grimmelshausen“

2. Hauptteil: Die didaktische Dimension in Grimmelshausens Werk, namentlich der Courasche

2.1 Die Formulierung eines poetologischen Programms innerhalb des Simplicianischen Zyklus: Die „Gaukelpredigt“

2.2 „Das tue ich dem Simplicissimo zu Trutz! weil ich mich anderergestalt nicht an ihm rächen kann...“- das Trutz-Simplex-Motiv

2.3 Die Courasche als schlechtes Beispiel – verkehrte Welt der Laster und Sünden

2.3.1 Die „kützelhafften Anfechtungen“ – Wollust als wesentliches Charakteristikum der Courasche

2.3.2 Die Gewinnsucht der Courasche

3. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die didaktische Dimension in Grimmelshausens Werk, insbesondere in der Courasche, um aufzuzeigen, wie der Autor durch die Darstellung der Protagonistin moralische Lehren vermittelt und das biblisch-christliche Weltbild seiner Zeit reflektiert. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Grimmelshausen das Leben einer „Antiheldin“ gestaltet, um den Leser vor Sünde und Gottlosigkeit zu warnen.

  • Die Rolle von Religion und christlicher Didaxe bei Grimmelshausen
  • Poetologische Absichten und der Einsatz der „Gaukelpredigt“
  • Die Courasche als Exempelfigur der Wollust (Luxuria)
  • Die Verknüpfung von kriegerischem Überleben, Habgier und Teufelsbündnissen

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Die „kützelhafften Anfechtungen“ – Wollust als wesentliches Charakteristikum der Courasche

Die unzähligen Liebesabenteuer mit ständig wechselnden Liebhabern und sexuelle Ausschweifungen neben den ehelichen Verbindungen sprechen für die „...unersättliche(n) fleischlichen Begierden...“ der Protagonistin. Allenthalben wird der Leser mit dem Topos der Wollust konfrontiert. Schon im ersten Viertel des Romans wird Courasches Entwicklung vom wohlbehüteten Mädchen zur „...abgefeimten Hure...“ dargestellt. Wenngleich es ihr in den ersten anbändelnden Episoden mit Offizieren und Rittmeistern noch ernst mit dem Sakrament der Ehe zu sein scheint, so driftet das Bedürfnis nach Sexualität immer deutlicher in den Bereich des Extremen ab, wie sich im weiteren Verlauf der Handlung herausstellt.

Schon die Schilderung der ersten Liaison mit dem Rittmeister aus dem 2., 3. und 4. Kapitel (in dem er schließlich stirbt) und ihre dabei erwähnte Defloration haben etwas Anrüchiges: „...mit den Werken aber bezeugte er alsobalden, dass er der erste wäre, der meinem Kränzlein nachstellte, und sein unzüchtig Gegrabbel gefiele mir auch viel besser als sein ehrlichs Versprechen. Doch wehrete ich mich ritterlich, nicht zwar, ihme zu entgehen oder seinen Begierden zu entrinnen, sondern ihn recht zu hetzen und noch begieriger zu machen...“. Das klingt nicht gerade schüchtern und spricht schon an dieser Stelle für eine außerordentlich ausgeprägte Sexualität, zumal die Courasche auch schon vorher betont, dass sie ihre Jungfrauschaft „...als eine schwere, unerträgliche Last...“ empfinde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Poieise und Leben: Dieses Kapitel erläutert den religiösen Hintergrund Grimmelshausens und sein Verständnis des Verhältnisses zwischen Dichtung und christlicher Frömmigkeit.

2. Hauptteil: Die didaktische Dimension in Grimmelshausens Werk, namentlich der Courasche: Dieser Abschnitt analysiert das poetologische Programm des Autors und untersucht anhand der Protagonistin Courasche die Themen Wollust und Gewinnsucht als moralische Warnbilder.

3. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst zusammen, dass die Courasche als implikative Allegorie fungiert, die durch das negativ gezeichnete Leben der Hauptfigur die Notwendigkeit christlicher Tugendhaftigkeit unterstreicht.

Schlüsselwörter

Grimmelshausen, Courasche, Didaxe, Barock, Simplicissimus, Wollust, Gewinnsucht, Verkehrte Welt, Religion, Allegorie, Todsünden, Luxuria, Literaturwissenschaft, Moral, Exempelfigur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die moralisch-didaktischen Absichten Grimmelshausens in seinem Werk Courasche und wie er die Protagonistin als negative Exempelfigur nutzt.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentral sind der Einfluss der christlichen Sünden- und Tugendlehre, die Darstellung der Wollust und der Gewinnsucht sowie die Struktur des pikarischen Romans.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Untersuchung?

Ziel ist es, den Leser über Grimmelshausens poetologisches Programm aufzuklären und aufzuzeigen, wie das Fehlverhalten der Courasche als pädagogische Warnung dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche Textanalyse unter Einbeziehung zeitgenössischer theologischer Hintergründe und existierender Interpretationsansätze, etwa zur allegorischen Struktur.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die poetologische Programmformulierung, die Analyse des „Trutz-Simplex-Motivs“ sowie die Charakterisierung der Courasche durch die Todsünden Wollust und Habgier.

Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter dieser Publikation?

Die Begriffe umfassen Grimmelshausen, didaktische Dimension, Wollust, Gewinnsucht, Verkehrte Welt und christliche Didaxe.

Welche Funktion hat das „Trutz-Simplex-Motiv“ für die Handlung?

Es fungiert als äußere Motivation für den Lebenslauf der Courasche und stellt die fortwährende, reziproke Verbindung zum Simplicissimus her, um den Leser zur Distanzierung zu bewegen.

Was bedeutet die allegorische Episode des „Stirpitus flammiliarum“?

Diese Episode verdeutlicht den Pakt der Courasche mit dem Teufel aus reinem Gewinnstreben und fungiert als Schlüsselstelle für ihre endgültige moralische Verurteilung.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Die didaktische Dimension in Grimmelshausens 'Courasche'
Universidad
University of Münster  (Institut für Deutsche Philologie II)
Curso
Proseminar Grimmelshausens Courasche
Calificación
2,7
Autor
Martin Kragans (Autor)
Año de publicación
2000
Páginas
17
No. de catálogo
V80023
ISBN (Ebook)
9783638862950
ISBN (Libro)
9783638904186
Idioma
Alemán
Etiqueta
Dimension Grimmelshausens Courasche Proseminar Grimmelshausens Courasche
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Martin Kragans (Autor), 2000, Die didaktische Dimension in Grimmelshausens 'Courasche', Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80023
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