Die Zentrale (bis 31.12.2003: Hauptstelle) der Bundesagentur für Arbeit ist „…untergebracht in einem lang gestreckten Kasten aus Glas und Beton, nach einem früheren Präsidenten `Stingl-Palast` genannt. Eben diesem Ex-Chef, Alteingesessenen als `absoluter Alleinherrscher` im Gedächtnis, verdankt die Institution auch ihr Imageproblem … und ihr verunglücktes, wenngleich einprägsames Emblem“ (Neffe, J. 1994, Seite 90). Eine sinnvolle, von Public Relations flankierte und durch eine zielgerichtete Corporate Identity begleitete Kommunikationspolitik ist für die Unternehmen im Profit- wie auch im Non-Profit – Sektor von immer stärker werdender Bedeutung. Heißt es doch, beim Kunden und beim Verbraucher eine positive Einstellung einerseits zum Unternehmen und andererseits zum Produkt zu schaffen. Denn auch im Bereich der Kommunikation zwischen Unternehmen und deren (potenziellen) Kunden gilt der Grundsatz von Paul Watzlawick, nach dem nicht nicht kommuniziert werden kann. Dieser Grundsatz der wissenschaftlichen Kommunikationstheorie ist nach Auffassung des Verfassers auch auf die Unternehmenskommunikation nach Innen wie Außen übertragbar, da sich Unternehmen und deren (potenziellen) Kunden gegenseitig wahrnehmen und insoweit ein sich gegenseitiges Entziehen unmöglich ist.
Die vorliegende Studienarbeit beschäftigt sich allerdings vornehmlich mit der Kommunikationspolitik im betriebswirtschaftlichen Sinne, das heißt die bekannten sozialwissenschaftlichen sowie psychologischen Definitionen und Erklärungsansätze mit Ihren Wirkungsanalysen werden nicht betrachtet. Auch die von der Europäischen Union vertretene politische Funktion der Kommunikationspolitik, die keine Einbahnstraße ist und “… die Kluft zwischen der Europäischen Union und den Bürgern“ überwinden helfen soll (Kommission 35, 2006, Seite 2), ist nicht Gegenstand der Hausarbeit. Die Arbeit zeigt, das Corporate Identity und Public Relations wesentliche Elemente der Kommunikationspolitik darstellen und gleichzeitig ihren Rahmen bilden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Kommunikationspolitik
2.1 Definitionsansätze
2.2 Instrumente der Kommunikationspolitik
2.2.1 Absatzwerbung
2.2.2 Verkaufsförderung
2.2.3 Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations)
2.3 Kommunikationsmix
2.3.1 Mediawerbung
2.3.2 Verkaufsförderung
2.3.3 Direct Marketing
2.3.4 Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit)
2.3.5 Sponsoring
2.3.6 Multimedia-Kommunikation
2.4 Funktion der Kommunikationspolitik
3 Corporate Identity
3.1 Bedeutung der Corporate Identity
3.2 Ziele der Corporate Identity
3.2.1 Internes Ziel der Corporate Identity
3.2.2 Externes Ziel der Corporate Identity
3.3 Corporate Identity Management
3.3.1 Leitbild
3.3.2 Beispiel: Leitbild der Bundesagentur für Arbeit
3.3.3 Instrumente des Corporate Identity Managements
3.4 Pro und Contra der Corporate Identity
4 Public Relations
4.1 Definition
4.2 Funktion
4.3 Ziele
4.4 Methoden und Maßnahmen
5 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese Studienarbeit untersucht die Bedeutung von Corporate Identity und Public Relations als zentrale Bestandteile einer integrierten Kommunikationspolitik für Unternehmen und öffentliche Institutionen, um trotz sich wandelnder Marktbedingungen eine konsistente Identität zu wahren und Vertrauen aufzubauen.
- Grundlagen und Instrumente der Kommunikationspolitik
- Corporate Identity als strategischer Managementprozess
- Bedeutung und Funktion von Corporate Identity für die Unternehmenskultur
- Public Relations als Instrument zur Imagebildung und Öffentlichkeitsarbeit
- Verzahnung von CI und PR zur Unterstützung der Unternehmensziele
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Leitbild
Das Leitbild beschreibt die jeweilige Unternehmensphilosophie; es wird begrifflich auch als Vision oder Mission definiert und bestimmt die Entwicklung der Unternehmenspersönlichkeit und ist daher ein sehr wesentliches Element der Corporate Identity. Basis sind gelebte Unternehmenskultur sowie Wünsche und Erwartungen der Beschäftigten. Das Leitbild soll der Organisation und deren Mitgliedern einerseits Orientierung verschaffen und andererseits die Identifikation der Beschäftigung mit dem Unternehmen unterstützen. Insoweit bildet das Leitbild das Fundament für das Vermitteln der Unternehmenspersönlichkeit (Herbst, D. 2003, Seite 56). Die Elemente des Leitbildes sind im Wesentlichen
• die Vision bzw. die Leitidee
• die Mission
• das Motto bzw. die zentrale Kernaussage
• die Instrumente
Das Leitbild umfasst damit allgemeine Aussagen über die Zwecke und Ziele sowie die angestrebten Verhaltensweisen des Unternehmens. Es ist an die Mitarbeit und an die interessierte Öffentlichkeit gerichtet (Bleicher, K. 2004, Seite 274). Die für das Leitbild verwendete Sprache sollte glaubhaft, präzise und animierend sein. Denn dann ist es auch für räumlich getrennt tätige Mitarbeiter durchaus möglich, gemeinsam auf eine Zielstellung hinzuarbeiten. Wichtig ist auch eine leicht verständliche Formulierung um alle Ebenen der Mitarbeiterschaft zu erreichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz einer zielgerichteten Kommunikationspolitik und definiert den Fokus der Arbeit auf betriebswirtschaftliche Aspekte der Unternehmenskommunikation.
2 Kommunikationspolitik: Dieses Kapitel erläutert die Funktion der Kommunikationspolitik als Bindeglied im Marketing sowie deren verschiedene Instrumente und den Kommunikationsmix.
3 Corporate Identity: Hier wird die Bedeutung der Corporate Identity für die Profilierung zur Unternehmenspersönlichkeit sowie deren Management, Ziele und Instrumente detailliert dargestellt.
4 Public Relations: Das Kapitel befasst sich mit der Definition, den Funktionen, Zielen sowie den spezifischen Methoden und Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit.
5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Erkenntnisse und betont die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Kommunikationsstrategie zur Sicherung des Unternehmenserfolgs.
Schlüsselwörter
Kommunikationspolitik, Corporate Identity, Public Relations, Unternehmensführung, Marketing, Unternehmensimage, Leitbild, Unternehmenspersönlichkeit, Kommunikationsmix, Öffentlichkeitsarbeit, Strategisches Management, Interne Kommunikation, Externe Kommunikation, Unternehmenskultur, Stakeholder
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die strategische Bedeutung von Corporate Identity und Public Relations als Rahmenbedingungen für eine effektive Kommunikationspolitik in Unternehmen und Institutionen.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Anwendung von Kommunikationsinstrumenten, das Management einer einheitlichen Corporate Identity sowie die operative Umsetzung von Public Relations Maßnahmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Corporate Identity und Public Relations integriert werden können, um eine konsistente Unternehmensbotschaft zu vermitteln und Vertrauen bei relevanten Zielgruppen zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Literaturanalyse betriebswirtschaftlicher Konzepte und Modelle zu den Themen Marketing, Kommunikation und Unternehmenskultur.
Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Instrumente der Kommunikationspolitik, den Prozess der Corporate Identity (einschließlich Leitbild und Management) sowie die Funktionen und Ziele der Public Relations.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Corporate Identity, Public Relations, Kommunikationspolitik, Unternehmensimage und Integriertes Management geprägt.
Warum wird die Bundesagentur für Arbeit als Fallbeispiel angeführt?
Die Bundesagentur für Arbeit dient als praxisnahes Beispiel, um zu verdeutlichen, wie ein formuliertes Leitbild intern und extern zur strategischen Ausrichtung und Identitätsstiftung beitragen kann.
Welche Bedeutung kommt der internen Kommunikation bei der Corporate Identity zu?
Die interne Kommunikation ist essenziell, da eine starke Corporate Identity nur dann glaubwürdig ist, wenn sie von den Mitarbeitern verstanden, akzeptiert und mit Leben erfüllt wird.
Wie bewertet der Autor die Rolle des Internets in der PR-Arbeit?
Der Autor sieht das Internet als ideale Plattform zur Vernetzung, warnt jedoch davor, die Wirkung von PR-Maßnahmen in virtuellen Welten zu überschätzen, da oft innovative Konzepte hinter altbackener Umsetzung zurückbleiben.
- Quote paper
- Diplom Verwaltungswirt (FH) Thomas Berndt (Author), 2007, Corporate Identity und Public Relations als Rahmen der Kommunikationspolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80072