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Eine Analyse der Versicherbarkeit von Terrorrisiken

Title: Eine Analyse der Versicherbarkeit von Terrorrisiken

Term Paper , 2007 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Melanie Werle (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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„Die besondere Gefahr, die sich für die Assekuranz aus politischen Risiken […] ergibt, liegt in der Möglichkeit einer plötzlichen Eskalation. Es muss damit gerechnet werden, dass die Schäden aus politischen Risiken nicht allmählich und über einen längeren Zeitraum hin zunehmen, […]. Vielmehr ist zu befürchten, dass eine plötzliche Welle von Gewalttaten und insbesondere von Anschlägen gegen hochwertige Objekte die Assekuranz in eine krisenhafte Situation stürzt.“1

Es sind nun 30 Jahre vergangen, seit PETER GLOTZMANN und HORST JANNOTT eine plötzliche Welle von Gewalttaten prognostizierten. Die Angriffe auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington am 11. September 2001 zeigten, dass keineswegs von einer allmählichen Schadenzunahme politischer Risiken ausgegangen werden kann und bestätigen die Prognose von GLOTZMANN und JANNOTT. Mit dem 11. September 2001 hat sich sowohl die Wahrnehmung als auch die Sensibilisierung für terroristische Anschläge verändert.

Im Folgenden soll der Frage der Versicherbarkeit von Terrorrisiken nachgegangen werden. Die Argumentation stützt sich im Wesentlichen auf den von WALTER KARTEN 1972 ins Leben gerufene Kriterienkatalog der Versicherbarkeit. Es soll analysiert werden, inwieweit ein Terrorrisiko diese Kriterien erfüllt und ob eine Erfüllung der Kriterien eine Versicherbarkeit rechtfertigt, bzw. eine Nichterfüllung einzelner Kriterien den Rückschluss einer mangelnden Versicherbarkeit zulässt.

„Lässt sich eine Versicherbarkeit von Terrorrisiken rechtfertigen oder stößt sie hierbei, auf eine durch sie unüberwindbare Grenze?“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Versicherbarkeit von Terrorrisiken

2.1. Definitionsansätze von Terrorismus und Terrorrisiko

2.2. Kriterienkatalog der Versicherbarkeit

2.3. Kritikpunkte zur Anwendung des Kriterienkataloges

3. Analyse der Versicherbarkeit von Terrorrisiken

3.1. Erfüllung der Kriterien durch das Terrorrisiko

3.2. Die Angebots- und Nachfrageseite der Terrorversicherung

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretische Versicherbarkeit von Terrorrisiken anhand des klassischen Kriterienkatalogs nach Walter Karten und analysiert, ob eine Absicherung dieser Risiken durch die Assekuranz unter den gegenwärtigen Bedingungen gerechtfertigt werden kann.

  • Grundlagen der Versicherbarkeit nach dem Kriterienkatalog von Karten
  • Differenzierung von Terrorismus und Terrorrisiken im Kontext der Assekuranz
  • Überprüfung der Kriterien Zufälligkeit, Schätzbarkeit, Eindeutigkeit, Unabhängigkeit und Größe
  • Angebots- und Nachfrageverhalten bei Terrorversicherungen
  • Einfluss der subjektiven Risikowahrnehmung und staatlicher Hilfeleistungen

Auszug aus dem Buch

3.1. Erfüllung der Kriterien durch das Terrorrisiko

Terrorismus ist ein komplexes Geflecht, weder über die Ursachen noch die Folgen terroristischer Anschläge herrscht vollkommene Klarheit. Die Dimensionen von Schadenumfang und Schadenenstehung sind so vielfältig wie die Ausprägungsmöglichkeiten des Terrorismus selbst. Während sich sowohl Schadensausmaß als auch Eintrittswahrscheinlichkeit der Naturkatastrophen wissenschaftlich modellieren lassen und somit eine Kalkulation zumindest eingeschränkt möglich ist, steckt hinter terroristischen Anschlägen immer eine vorsätzliche Handlung, so dass die Zufälligkeit des Risikos auf der Entstehungsseite verloren geht.

Da nach FARNY ein Risiken allgemein als „[...] Wahrscheinlichkeitsverteilungen von Schäden“ definiert wird, impliziert dies schon gewissermaßen das Kriterium der Zufälligkeit. Die Entscheidung eines Wirtschaftssubjektes, eine bestimmte Handlung auszuführen, führt im Regelfall nicht zu einem eindeutigen Ergebnis. Dies liegt zu Einen an externen Umwelteinflüssen die auf das Ergebnis einwirken, zum anderen ist die Wirkung der Handlung mit Ungewissheit behaftet. Es existiert demnach kein eindeutiges Ergebnis, welches der Handlung des Wirtschaftssubjektes zugeordnet werden kann, sondern eine Vielzahl von möglichen Ergebnissen deren Eintrittswahrscheinlichkeiten variieren. Die Zufälligkeit ist ein dem Risiko immanentes Kriterium da ein Risiko stets ungewiss eintritt. Das Terrorrisiko wird oftmals als vorhersehbar und geplant eingestuft. Dies ist vor allem davon abhängig welche Betrachtung zugrunde gelegt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz des Themas angesichts der plötzlichen Schadenspotentiale politischer Risiken und führt in die Methodik basierend auf dem Kriterienkatalog von Karten ein.

2. Versicherbarkeit von Terrorrisiken: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Terrorismus und Terrorrisiko und stellt die theoretischen Kriterien der Versicherbarkeit sowie deren kritische Anwendung in der Praxis vor.

3. Analyse der Versicherbarkeit von Terrorrisiken: Hier erfolgt die konkrete Anwendung des Kriterienkatalogs auf Terrorrisiken sowie eine Betrachtung der Angebots- und Nachfrageseite unter Einbeziehung ökonomischer Faktoren.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit führt die Analyseergebnisse zusammen und diskutiert, dass eine Versicherbarkeit zwar erschwert ist, jedoch kein unüberwindbares Problem darstellt.

Schlüsselwörter

Versicherbarkeit, Terrorrisiken, Terrorismus, Kriterienkatalog, Walter Karten, Risikoanalyse, Assekuranz, Katastrophenrisiken, Zufälligkeit, Schätzbarkeit, Unabhängigkeit, Risikowahrnehmung, Versicherungswirtschaft, Extremus AG, Kumulgefahren

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, ob Terrorrisiken nach versicherungswissenschaftlichen Standards als versicherbar eingestuft werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Terrorismus, die Kriterien der Versicherbarkeit nach Karten und die Analyse des Versicherungsmarktes für Terrorrisiken.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Frage zu beantworten, ob sich eine Versicherbarkeit von Terrorrisiken rechtfertigen lässt oder ob sie an unüberwindbare Grenzen stößt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Argumentation stützt sich primär auf eine theoretische Auseinandersetzung mit dem 1972 von Walter Karten entwickelten Kriterienkatalog der Versicherbarkeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil prüft die Kriterien Zufälligkeit, Schätzbarkeit, Eindeutigkeit, Unabhängigkeit und Größe am Beispiel des Terrorrisikos und betrachtet zudem Angebots- und Nachfrageaspekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Versicherbarkeit, Terrorrisiken, Kriterienkatalog, Katastrophenrisiken und Risikoanalyse.

Wie unterscheidet sich die Bewertung von Terrorrisiken von der bei Naturkatastrophen?

Ein wesentlicher Unterschied liegt in der vorsätzlichen menschlichen Einflussnahme bei Terroranschlägen („Man-made-Katastrophen“), während Naturkatastrophen zufälliger Natur sind.

Welche Rolle spielt die subjektive Risikowahrnehmung für die Nachfrage?

Die Nachfrage wird stark durch die intuitive Risikowahrnehmung beeinflusst, die bei Terrorereignissen häufig zu einer Unterschätzung der Risiken führt.

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Details

Title
Eine Analyse der Versicherbarkeit von Terrorrisiken
College
University of Mannheim
Course
Insurance I - Risikomanagement
Grade
1,3
Author
Melanie Werle (Author)
Publication Year
2007
Pages
23
Catalog Number
V80086
ISBN (eBook)
9783638863926
ISBN (Book)
9783638863902
Language
German
Tags
Eine Analyse Versicherbarkeit Terrorrisiken Insurance Risikomanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Werle (Author), 2007, Eine Analyse der Versicherbarkeit von Terrorrisiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80086
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