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Diltheys Begründung der Hermeneutik

Title: Diltheys Begründung der Hermeneutik

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Stefanie Teusch (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology
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Summary Excerpt Details

Die hermeneutische Begründung der Sozialwissenschaften lässt sich in unterschiedliche Hauptrichtungen unterscheiden. So begründete zum Beispiel Wilhelm Dilthey die Hermeneutik als eine wissenschaftstheoretische Grundlage der Sozialwissenschaften zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Begründung der Hermeneutik nach Dilthey liegt dieser Arbeit als Konzept zugrunde.
Wilhelm Dilthey lebte von 1833 bis 1911. Er studierte in Heidelberg und Berlin Philosophie und Theologie und unterrichtete nach abgeschlossenem Studium zwei Jahre an einem Gymnasium und weitere sechs Jahre als Privatlehrer. Dann wurde er Privatdozent und später Professor an der Universität in Breslau, als auch an der Universität in Kiel. Dilthey kehrte jedoch an die Universität in Berlin zurück, wo er ab 1882 Philosophie lehrte.
Dilthey selbst bezeichnete sich als Philosoph und Historiker. Bei seinen Aufgaben und Tätigkeiten als Philosoph beschäftigte er sich auch mit pädagogischen Themen. So hielt er ab 1884 etwa elf Jahre lang regelmäßig Vorlesungen zur Pädagogik. Pädagogische Abhandlungen veröffentlichte er jedoch nur wenige.
Wilhelm Diltheys Anliegen war es, eine wissenschaftstheoretische Grundlage der Sozialwissenschaften zu leisten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zielstellung der Arbeit

2. Darstellung des Textes

3. Anwendung des Konzeptes auf eine konkrete Situation

4. Beurteilung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, Wilhelm Diltheys Begründung der Hermeneutik als wissenschaftstheoretische Grundlage für die Sozialwissenschaften zu erörtern und das theoretische Konzept anhand einer alltäglichen Situation praktisch zu veranschaulichen.

  • Grundlagen der Hermeneutik nach Wilhelm Dilthey
  • Die Differenz zwischen Geistes- und Naturwissenschaften
  • Struktur des "Erlebnis – Ausdruck – Verstehen"-Systems
  • Analyse des Begriffs "objektiver Geist" und des hermeneutischen Zirkels
  • Praktische Anwendung hermeneutischer Konzepte auf Beobachtungssituationen

Auszug aus dem Buch

Darstellung des Textes

Der Begriff des Erlebens ist für Dilthey der Lebensvollzug. Lebensausdrücke dagegen ergeben sich durch den Vollzug und zeigen sich in Handlungen, Institutionen oder Sprachen beispielsweise. Das Erleben wird im Verstehen als ein Teil einer Entwicklung „des Ganzen“ oder der Totalität interpretiert, wobei auch die vorhergegangenen Lebensausdrücke eine Rolle spielen. Das Verstehen ist als die Methode der Geisteswissenschaften zu bezeichnen. Ein Beispiel von „Verstehen“: Wir können die Bedeutung des Spiels für ein Kind erfassen und nachvollziehen, weil wir diese Freude und den Spaß, den das Kind hat, selbst als Kinder erlebt haben. Dilthey sieht diese Verstehens-Struktur des Lebens in, zum Beispiel, autobiographischen Texten oder Werken verwirklicht: Der Autor einer solchen Biographie kann keine für seine Identität wichtigen Erlebnisse finden, indem er sofort sein „Ich“ danach befragt. Vielmehr reflektiert er die Lebensausdrücke seines Lebens. Er versteht sie und erkennt somit ihren Zusammenhang. „Jedes Leben hat einen eigenen Sinn. Er liegt in einem Bedeutungszusammenhang, in welchem jede erinnerbare Gegenwart einen Eigenwert besitzt, doch zugleich im Zusammenhang mit der Erinnerung eine Beziehung zu einem Sinn des Ganzen hat.“ (Jung 1996, S.164). In Autobiographien, insgesamt in allen bibliographischen Versuchen, wird eine Sache besonders deutlich realisiert: Es ist die Selbstbesinnung, welche als Ziel aller geisteswissenschaftlichen Tätigkeiten angesehen wird. Das autobiographische Verstehen besitzt also den Charakter der Selbstbesinnung. Das durch die Hermeneutik erschlossene Selbst ist natürlich keine Individualität, die sich nur um sich selbst dreht. Sie ist, zum Beispiel, ein Mitsubjekt unter anderen Subjekten, also Teil eines Ganzen (vgl. Jung 1996, S.167).

Zusammenfassung der Kapitel

Zielstellung der Arbeit: Einführung in die Biografie und das wissenschaftliche Anliegen von Wilhelm Dilthey, die Geisteswissenschaften auf eine theoretische Grundlage zu stellen.

Darstellung des Textes: Detaillierte Erläuterung der zentralen Begriffe wie Lebensvollzug, Wirkungszusammenhänge, objektiver Geist und des hermeneutischen Zirkels auf Basis der Literatur von Matthias Jung.

Anwendung des Konzeptes auf eine konkrete Situation: Übertragung der abstrakten hermeneutischen Prinzipien auf die Beobachtung einer alltäglichen Spielsituation im Wartezimmer.

Beurteilung: Kritische Reflexion der Stärken und Schwächen des Dilthey'schen Konzepts sowie eine persönliche Einschätzung zur Anwendbarkeit in der Praxis.

Schlüsselwörter

Hermeneutik, Wilhelm Dilthey, Geisteswissenschaften, Verstehen, Lebensvollzug, Erleben, Ausdruck, objektiver Geist, Wirkungszusammenhang, hermeneutischer Zirkel, Selbstbesinnung, Historizität, Sozialwissenschaften, Nacherleben, Sinnzusammenhang

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die hermeneutische Begründung der Sozialwissenschaften durch Wilhelm Dilthey als wissenschaftstheoretische Basis.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Differenzierung zwischen Geistes- und Naturwissenschaften sowie dem Verständnis des menschlichen Lebens als Ausdrucks- und Sinnzusammenhang.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Diltheys theoretische Ansätze verständlich darzulegen und deren Anwendbarkeit durch eine Fallbeispiel-Analyse zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine exemplifizierende Anwendung der hermeneutischen Methode auf ein praktisches Szenario.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Kernbegriffe des Dilthey'schen Spätwerks, insbesondere das System von Erleben, Ausdruck und Verstehen sowie den objektiven Geist.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Hermeneutik, Lebensvollzug, Verstehen, Wirkungszusammenhang und Geisteswissenschaften.

Wie unterscheidet Dilthey das Verstehen von Naturwissenschaften?

Während Naturwissenschaften auf physischen Fakten und Gesetzen basieren, zielen Geisteswissenschaften auf das Verstehen von Bedeutungen und Sinnzusammenhängen ab.

Warum wird das Fallbeispiel im Wartezimmer gewählt?

Das Beispiel dient dazu, die abstrakten Kategorien der Hermeneutik an einer alltäglichen Beobachtung eines Kindes beim Spielen zu verdeutlichen und auf ihre Alltagstauglichkeit zu prüfen.

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Details

Title
Diltheys Begründung der Hermeneutik
College
University of Paderborn  (Pädagogik)
Grade
1,7
Author
Stefanie Teusch (Author)
Publication Year
2001
Pages
15
Catalog Number
V8012
ISBN (eBook)
9783638151016
ISBN (Book)
9783640418978
Language
German
Tags
Diltheys Begründung Hermeneutik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Teusch (Author), 2001, Diltheys Begründung der Hermeneutik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8012
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