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Salutogenese als Chance für Menschen mit Depressionen

Titre: Salutogenese als Chance für Menschen mit Depressionen

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 24 Pages , Note: gut

Autor:in: Andre Tantzscher (Auteur)

Travail Social
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Angesprochen durch das Seminar „Das Schwarze Loch – Trauer und Depressionen in der Sozialen Arbeit“ reflektierte ich meine Zeit der Pubertät. In dieser unterlag ich Stimmungsschwankungen und hatte häufiger depressive Verstimmungen. Ich war viel emotionaler als meine gleichaltrigen Schulfreunde, die aus meiner Perspektive psychisch stabiler waren und nicht so starke Selbstzweifel hatten. In dieser Zeit grübelte ich viel und verlor mich in diesen Gedanken. Es war wie ein Kreislauf, aus dem ich schwer ausbrechen konnte. Ich stellte den Sinn meines Lebens in Frage und stellte mir häufig vor, wie es sein würde, wenn ich tot sei.

Wenn die Gedanken auch noch so negativ waren und ich häufig keinen Ausweg wusste, hatte ich nie meinen Lebensmut verloren. Tief in mir wusste ich, dass ich kein schlechter Mensch war, geliebt wurde und mein Leben Sinn hat. Wenn ich mir dieses bewusst machte, konnte ich meist dem Gedankensog, der mich quälte, entrinnen.

In einer Diskussion mit einer Kommilitonin über Depressionen versuchten wir uns vorzustellen, wie Menschen mit schweren Depressionen leiden und wie ihnen geholfen werden kann, ohne dass sie Medikamente, die ihnen helfen, aber viele Nebenwirkungen hervorrufen, einnehmen müssen. Während dieser Diskussion erzählte ich der Kommilitonin von meinen Erfahrungen aus der Pubertät und vertrat die Position, dass es Menschen gelingen kann, aus mehr oder weniger eigenem Antrieb aus der Depression zu gelangen.

Aaron Antonovskys Konzept der Salutogenese erinnerte mich an meinen eigenen Weg aus den depressiven Verstimmungen während der Pubertät.
Dies brachte mich auf die Idee, mich intensiver mit dem Thema auseinander zu setzen und eine Hausarbeit darüber zu schreiben. Da es in dieser hauptsächlich um die Begriffe Depression und Salutogenese geht, erkläre ich diese zunächst.
Das darauf folgende Kapitel beschäftigt sich mit dem Erleben und den Auswirkungen von Depressionen auf Menschen und ihrem sozialen Umfeld. Es beschäftigt sich mit den Nebenwirkungen von Medikamenten, die Menschen helfen sollen, besser ihre Depression zu überstehen.
Im vierten Kapitel setze ich mich mit der Salutogenese und ihrer Anwendung als Chance für Menschen mit Depressionen auseinander.

Zur Form erwähne ich, dass ich nachfolgend ausschließlich die männliche Schreibform gewählt habe. Diese wird von mir als neutrale angesehen und soll niemanden vernachlässigen oder diskriminieren. Sie soll der einfacheren Lesbarkeit meiner Arbeit dienen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsklärungen

2.1 Depressionen

2.2 Salutogenese

3 Erleben von Depressionen

3.1 Auslösende Faktoren von Depressionen

3.2 Erfahrungen mit Depressionen

3.3 Medikamentöse Behandlungsformen und ihre Nebenwirkungen

3.4 Auswirkungen von Depressiven auf das soziale Umfeld

4 Sozialpädagogische Ansätze

4.1 Verhältnis von Salutogenese zu Depression

4.2 Umgang mit depressiven Menschen nach Salutogenese

4.3 Salutogenese als Stärkung zur Selbsthilfe

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial der Salutogenese nach Aaron Antonovsky als ergänzenden Ansatz zur Unterstützung für Menschen mit Depressionen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und inwieweit Betroffene durch die Stärkung ihres Kohärenzgefühls eigenmächtige Wege aus der Depression finden oder diese als Chance begreifen können, ohne sich ausschließlich auf pharmakologische Interventionen zu stützen.

  • Grundlagen der Depression und des Salutogenese-Modells
  • Phänomenologie des Erlebens von Depressionen aus Betroffenen- und Angehörigenperspektive
  • Analyse medikamentöser Behandlungsformen und deren Auswirkungen auf den Alltag
  • Übertragung salutogenetischer Konzepte auf die sozialpädagogische Praxis
  • Empowerment und Stärkung der Selbsthilfe bei depressiven Episoden

Auszug aus dem Buch

3.1 Auslösende Faktoren von Depressionen

In der pathogenetischen Denkweise wäre es wünschenswert, wenn Depressionen monokausal ausgelöst würden. Dies ist nicht immer der Fall. Zum Ausbruch der Krankheit können viele Faktoren eine Rolle spielen.

Der erkrankte Mensch wird nicht passiv von der Depression befallen. Er selbst steuert mit seinem Verhalten, seinem sozialen Umfeld und seiner Stimmung dazu bei. Jemand, der zu Stimmungsschwankungen neigt oder seine Stimmung durch bestimmte Bücher, Filme beeinflussen lässt, kann durch Alkoholgenuss oder Ortswechsel zu depressiven Verstimmungen kommen. Krisen im Leben, wie z.B. Trennung vom Partner, Verlust des Arbeitsplatzes, Tod eines Verwandten oder eine entscheidende Prüfung können Auslöser für eine Depression sein. Allein die Angst vor gerade erwähnten Krisen kann den Erkrankten zu einer Depression bringen. Um dieses zu umgehen, müsste der Depressive sämtliche sozialen Gefüge kappen (vgl. BOCK / KOESLER 2005, S. 86 und BOCK 2004, S.87).

WOLFERSDORF gibt Beispiele dafür, dass jegliche Kritik der eigenen Leistungsfähigkeit des Depressiven, jede Infragestellung der Fremdwertschätzung, jede Androhung oder vollzogene Trennung eine Depression auslösen kann. „Denn vor nichts haben depressiv Kranke mehr Angst, als vor dem Herausfallen aus der Geborgenheit…“ (WOLFERSDORF 2002, S. 46f).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die persönliche Motivation des Autors zur Auseinandersetzung mit dem Thema und führt in die zentrale Fragestellung zur Salutogenese bei Depressionen ein.

2 Begriffsklärungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe der Arbeit, Depressionen und Salutogenese, und grenzt diese theoretisch voneinander ab.

3 Erleben von Depressionen: Hier werden Symptome, Auslöser, medikamentöse Therapien und soziale Auswirkungen von Depressionen detailliert dargestellt.

4 Sozialpädagogische Ansätze: Dieses Kapitel überträgt das salutogenetische Modell in die praktische Arbeit mit Depressiven und diskutiert Möglichkeiten zur Stärkung der Selbsthilfe.

5 Fazit: Das Fazit reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und zieht eine kritische Schlussfolgerung zur Anwendbarkeit der Salutogenese als Therapiemittel.

Schlüsselwörter

Salutogenese, Depression, Kohärenzgefühl, SOC, Resilienz, Copingstrategien, Sozialpädagogik, Selbsthilfe, Empowerment, Pathogenese, Lebensqualität, psychische Gesundheit, Stressbewältigung, Angehörigenarbeit, Antidepressiva

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie das Konzept der Salutogenese von Aaron Antonovsky dazu beitragen kann, den Umgang mit Depressionen in der Sozialen Arbeit zu verändern und Ressourcen zur Selbstheilung zu aktivieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Verbindung von Gesundheitsentstehung und Krankheitserleben, dem Alltag von Betroffenen sowie der praktischen Anwendung salutogenetischer Prinzipien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist zu prüfen, ob die Salutogenese eine Chance bietet, Depressionen nicht nur als Defizit zu sehen, sondern durch Stärkung der Resilienz aktiv zur Bewältigung beizutragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturarbeit, die auf Fachliteratur zu Depressionen, Psychologie und Salutogenese basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine phänomenologische Beschreibung des depressiven Erlebens und eine darauf aufbauende sozialpädagogische Reflexion über positive Perspektiven und Methoden der Selbsthilfe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Salutogenese, Kohärenzgefühl (SOC), Depression und Empowerment definieren.

Warum ist laut Autor die Zeit nach der Depression für die Arbeit so wichtig?

In der Phase zwischen depressiven Episoden ist der Betroffene aufnahmefähiger; diese Zeit sollte genutzt werden, um das Selbstwertgefühl zu stärken und Präventionsstrategien zu entwickeln.

Welche Rolle spielen die Angehörigen in der Arbeit?

Der Autor betont die hohe Belastung der Angehörigen und schlägt vor, diese durch salutogenetisches Denken zu entlasten, um den Mut zur Fürsorge aufrechtzuerhalten.

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Résumé des informations

Titre
Salutogenese als Chance für Menschen mit Depressionen
Université
University of Applied Sciences Hanover
Note
gut
Auteur
Andre Tantzscher (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
24
N° de catalogue
V80125
ISBN (ebook)
9783638866668
ISBN (Livre)
9783638866736
Langue
allemand
mots-clé
Salutogenese Chance Menschen Depressionen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Andre Tantzscher (Auteur), 2007, Salutogenese als Chance für Menschen mit Depressionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80125
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Extrait de  24  pages
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