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Gottesdienst im Spannungsfeld zwischen Liberalität und Orthodoxie

Title: Gottesdienst im Spannungsfeld zwischen Liberalität und Orthodoxie

Master's Thesis , 2007 , 110 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: M.Div. Friedhelm Haas (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Die Auseinandersetzung mit der Frage nach biblischem Gottesdienst ist in heutiger Zeit wichtiger den je. Jede der verschiedenen Kirchen, Freikirchen und Sondergruppen behauptet für sich, das richtige Gottesverständnis und die richtige Gottesdienstpraxis zu haben. Verglichen an der Heiligen Schrift können solche Behauptungen nicht stimmen, denn »Ein Glaube, eine Taufe, ein Geist, ein Gott und Vater aller...« wäre somit in Frage gestellt.

In der hier vorgelegten Thesis zum Thema »Gottesdienst im Spannungsfeld zwischen Liberalität und Orthodoxie« geht es einerseits darum aufzuzeigen, dass sich das Gottesbild und das damit zwangsläufig verknüpfte Gottesdienstverständnis, vornehmlich in der evangelischen Welt, gewandelt hat und in den Liberalismus abdriftet, denn Die Säkularisierung hat die Kirche erreicht und die Gottesdienste vielerorts einem anthropozentrischen Diktat unterworfen. Andererseits soll diese Arbeit Vorurteilen begegnen, urchristliche und altkirchliche Gottesdienstpraktiken wären starr, traditionell und nicht mehr zeitgemäß. Insofern will der Autor auch einen Verständnisbeitrag dazu leisten, dass die von freikirchlichen Kreisen oft kritisierten liturgischen Gottesdienstelemente der Kirchen durchaus ihre Berechtigung haben und biblischen Ursprungs sind. Alle gegenwärtigen Gottesdienstformen der verschiedenen Konfessionen miteinander zu vergleichen oder zu bewerteten wäre aufgrund ihrer Vielzahl unmöglich. Auch verschiedene Liturgien gegenüberzustellen, um daraus eine "Standard- oder Leitliturgie" zu entwickeln, wäre ein unsinniges Unterfangen. Wenn Eph1 davon spricht, dass Christus »alles unter ein Haupt zusammenbringen« will, kann die Devise nur lauten: Zurück zu den Wurzeln des urchristlichen Gottesdienstes, wie er im Neuen Testament beschrieben und von den Kirchenvätern in der Alten Kirche praktiziert und fortgeführt wurde.

Der Autor zeigt auf, dass liberaler Gottesdienst mit Minimalliturgie, wie er heute in evangelischen und freikirchlichen Gemeinden üblich geworden ist, nichts mehr mit der eigentlichen Definition von Gottesdienst zu tun hat und plädiert dafür, das reiche Erbe der frühen Kirche wieder neu zu entdecken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Zweckbestimmung und Aufgabe der Gemeinde Jesu

2.1 Was bedeutet Gottesdienst?

2.2 Gottesdienst als Gemeinschaft der Gläubigen

2.3 Gottesdienst als Christusanamnese

2.4 Gottesdienst als Epiklese

2.5 Gottesdienst als Eucharistie

3. Symbol und Ritual im Gottesdienst

3.1 Was bedeutet Liturgie?

3.2 Zweck und Aufgabe einer Liturgie

3.3 Liturgische Elemente

3.4 Das kirchliche Stundengebet

3.5 Das Kirchenjahr

3.6 Ist eine altkirchlich überlieferte Liturgie im heutigen Gottesdienst noch zeitgemäß?

4. Der gottesdienstliche Ort

4.1 Gottesdienst und Kunst

4.2 Wesen und Aufgabe der Kirchenmusik

5. Historischer Rückblick auf den urchristlichen Gottesdienst

5.1 Ort und Zeit des urchristlichen Gottesdienstes

5.2 Elemente des urchristlichen Gottesdienstes

6. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel des Gottesdienstverständnisses, insbesondere im evangelischen Kontext, und setzt sich kritisch mit der Säkularisierung gottesdienstlicher Praktiken auseinander. Ziel ist es, aufzuzeigen, dass urchristliche und altkirchliche Elemente nicht als veraltete Relikte, sondern als biblisch fundierte Grundlagen eines lebendigen Gottesdienstes zu verstehen sind, in dem die reale Gegenwart Christi zentral steht.

  • Theologisches Verständnis des Gottesdienstes im Spannungsfeld zwischen Liberalität und Orthodoxie.
  • Bedeutung von Liturgie, Symbolik und Ritualen als christozentrische Ausdrucksformen.
  • Kritische Analyse der Säkularisierung und Entfremdung vom biblischen Gottesdienstverständnis.
  • Bedeutung der Kirchenmusik und künstlerischer Ausdrucksformen in der Liturgie.
  • Historische Einordnung des urchristlichen Gottesdienstes und Rückbesinnung auf biblische Wurzeln.

Auszug aus dem Buch

2.4 Gottesdienst als Epiklese

Die Epiklese ist die Bitte um das Kommen des Heiligen Geistes auf die zum Gottesdienst versammelte Gemeinde und auch auf die von ihr dargebrachten Gaben. Dass man um das Kommen des Heiligen Geistes bittet, ist sicher selbstverständlich, denn wie lässt sich das Kommen Jesu zu seiner Gemeinde anders vorstellen, wenn nicht durch den Heiligen Geist. Insofern hat das Pfingstgeschehen immer neue Aktualität, wenn die Gemeinde im Namen Jesu versammelt ist. Im altkirchlichen Antiphon "Veni Sancte Spiritus" kommt diese Bitte deutlich zum Ausdruck:

"Komm, Heiliger Geist, erfüll die Herzen deiner Gläubigen und entzünd' in Ihnen das Feuer deiner göttlichen Liebe." (EG 156)

Mit dieser Bitte hat der Gottesdienst insgesamt bereits epikletischen Charakter. Die Anamnese führt zur Epiklese, denn Christus bittet in seiner himmlischen Fürsprache den Vater, seinen Kindern den Geist zu senden. Deshalb kann die Kirche, die zum Neuen Bund gehört, zuversichtlich um den Geist bitten, damit sie geheiligt und erneuert, in alle Wahrheit geführt und befähigt wird, ihren Auftrag in der Welt zu erfüllen. Anamnese und Epiklese können als verbindende Handlungen nicht abgesondert von der Abendmahlsgemeinschaft verstanden werden. Außerdem ist es der Geist, der Christus in der Eucharistie wirklich gegenwärtig sein lässt und ihn uns gemäß den Einsetzungsworten in Brot und Wein gibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Darstellung der Problematik der Gottesdienstverdrossenheit und die Zielsetzung der Arbeit, ein Verständnis für die biblische Fundierung liturgischer Elemente zu vermitteln.

2. Zweckbestimmung und Aufgabe der Gemeinde Jesu: Untersuchung des Gottesdienstes als Anbetung Gottes und Gemeinschaft der Gläubigen, basierend auf biblischen Grundlagen.

3. Symbol und Ritual im Gottesdienst: Erörterung der Notwendigkeit von Riten und Symbolen zur Bezeugung des Wortes Gottes und der realen Gegenwart Christi.

4. Der gottesdienstliche Ort: Analyse der räumlichen Anforderungen an den Gottesdienst unter Berücksichtigung des Verhältnisses von Kunst und Kirchenmusik.

5. Historischer Rückblick auf den urchristlichen Gottesdienst: Historische Herleitung gottesdienstlicher Formen und deren Verankerung in der Tradition des Urchristentums.

6. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee über die Notwendigkeit einer Rückbesinnung auf die heilsgeschichtlichen Wurzeln des Gottesdienstes zur Überwindung säkularer Fehlentwicklungen.

Schlüsselwörter

Gottesdienst, Liturgie, Eucharistie, Anamnese, Epiklese, Urchristentum, Heilsgeschichte, Realpräsenz, Christus, Gemeindeversammlung, Kirchenmusik, Tradition, biblische Ordnung, Wort und Sakrament.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Gottesdienstverständnis im Kontext von Liberalität und Orthodoxie und plädiert für eine Rückbesinnung auf biblische und altkirchliche liturgische Traditionen.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die biblische Grundlage des Gottesdienstes, die Bedeutung von Liturgie, Symbolen, das Verständnis von Gemeinschaft, das Kirchenjahr sowie die Rolle von Kirchenmusik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass gottesdienstliche Praktiken der Alten Kirche keine starren Traditionen sind, sondern biblisch begründete Mittel, um die reale Gegenwart Christi im Gottesdienst zu bezeugen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theologisch-hermeneutische Arbeit, die Schriftstellen mit historisch-theologischen Quellen (Kirchenväter, Reformatoren) in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theologischen Kernkonzepte (Anamnese, Epiklese, Eucharistie), die Symbolik und Rituale, die Bedeutung des gottesdienstlichen Raums und die Rolle der Kirchenmusik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Gottesdienst, Liturgie, Eucharistie, Realpräsenz, Heilsgeschichte und Urchristentum.

Warum kritisiert der Autor moderne freikirchliche Gottesdienstformen?

Der Autor sieht in der Abkehr von liturgischen Ordnungen eine Gefahr der Säkularisierung und Subjektivierung, die den Fokus von der theozentrischen Anbetung hin zu anthropozentrischen Bedürfnissen verschiebt.

Welche Rolle spielt die Kirchenmusik im Gottesdienst?

Die Kirchenmusik wird als wesentlicher, gottesdienstlicher Vollzug verstanden, der, ebenso wie das Wort, der Verkündigung und Anbetung dient und daher eine hohe künstlerische und theologische Sorgfalt erfordert.

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Details

Title
Gottesdienst im Spannungsfeld zwischen Liberalität und Orthodoxie
Grade
2,0
Author
M.Div. Friedhelm Haas (Author)
Publication Year
2007
Pages
110
Catalog Number
V80304
ISBN (eBook)
9783638783385
ISBN (Book)
9783638796088
Language
German
Tags
Gottesdienst Spannungsfeld Liberalität Orthodoxie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.Div. Friedhelm Haas (Author), 2007, Gottesdienst im Spannungsfeld zwischen Liberalität und Orthodoxie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80304
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