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Pionier am Markt gleich Pionier im Kopf gleich Marktführer?

Title: Pionier am Markt gleich Pionier im Kopf gleich Marktführer?

Seminar Paper , 2007 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Daniel Kostyra (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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Die Schaffung eines neuen Marktes durch die Einführung eines innovativen Produktes ist für Unternehmen stets mit einem verlustreichen Risiko (für Finanzen & Reputation) verbunden, kann aber auch die Erwirtschaftung hoher Umsätze bedeuten und entwickelt gerade dadurch eine gewisse Attraktivität für gewerbliche Organisationen. Die Frage nach der Existenz von Marktkräften und Konsequenzen beim wirtschaftlichen Erstschlag, welche Pionieren Nutzen bringen oder Schaden zufügen können, drängt sich unweigerlich auf. Das Wissen um die exakte Ausgestaltung dieser Wettbewerbsvor- und nachteile, sowie die korrekte Identifizierbarkeit von Chancen zur Generierung jener, würde die Weltwirtschaft revolutionieren.
Diese Arbeit liefert einen groben Überblick über die Forschungsergebnisse verschiedener Autoren und legt dabei einen Schwerpunkt auf die Wirkung des Pionierstatus auf den Konsumenten.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kapitel 1 - Pioniervorteil im Produktbereich

3 Kapitel 2 - Pioniervorteil im Konsumentenbereich

3.1 Lerneffekte

3.1.1 Risikominimierung (Erfahrung)

3.1.2 Idealpunktverschiebung (Kennenlernen)

3.1.3 Wechselkosten (Erlernen)

3.1.4 Aufmerksamkeitsökonomie & Erinnerungspotential (Informationszugang I)

3.1.5 Beurteilungsneigung (Informationszugang II)

3.2 Produkt- & Konsumentenpersönlichkeit

3.3 Kommunikation des Pioniervorteils

4 Zusammenfassung & Diskussion

5 Vademekum – Fragen und Quellen zum Pioniervorteil

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die ökonomischen und psychologischen Mechanismen, die einem Marktpionier durch seine Vorreiterrolle Wettbewerbsvorteile verschaffen können. Die Forschungsfrage fokussiert dabei insbesondere auf die Wirkung des Pionierstatus auf das Konsumentenverhalten und die Identifizierung der Faktoren, die über den langfristigen Erfolg oder Misserfolg eines Erstanbieters entscheiden.

  • Analyse der Pioniervorteile im Produktbereich (Eintrittsbarrieren, Ressourcenzugang).
  • Untersuchung psychologischer Lerneffekte beim Konsumenten (Risikominimierung, Idealpunktverschiebung).
  • Bedeutung von Marken- und Konsumentenpersönlichkeit für den Pioniererfolg.
  • Die Rolle der Kommunikation des Pionierstatus gegenüber der Zielgruppe.
  • Entwicklung eines Vademekums zur Einschätzung von Chancen und Risiken für Unternehmen.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Idealpunktverschiebung (Kennenlernen)

Die Theorie der Idealpunktverschiebung überträgt nun die erwähnte Monopoleigenschaft des Marktpioniers auf den Zustand der Unwissenheit hinsichtlich der idealen Produkteigenschaften und begründet darin die Möglichkeit einen Pioniervorteil zu erschaffen (langfristig).

Der Konsument bildet im Vorfeld ein bestimmtes Erwartungsbild hinsichtlich der Qualität und Leistung eines ihm unbekannten Produkts und erfährt daraufhin am Pionierprodukt, quasi beim „Kennenlernen“ der neuen Produktkategorie, wie realitätsnah dieses war. Anschließend korrigiert er seine Vorstellung anhand dieser Erfahrung und bildet daran nach und nach eine Bemessungsgrundlage für alle Güter dieser Kategorie. Diesen Prozess der Präferenzenevolution, also die Uniformierung der individuellen Erwartung mit den existierenden Eigenschaftsausprägungen, wird als Anker- und Anpassungsprozess bezeichnet (im Original: anchoring-and-adjustment process) und ist zurückzuführen auf eine Studie von Carpenter und Nakamoto (1989). Aus Mangel an Vergleichsobjekten überträgt sich das am Markt angebotene Eigenschaftsbündel des Pionierprodukts auf den Präferenzenkatalog des Konsumenten und formt auch die Bewertungsgewichte der einzelnen Attribute für eine Gesamtbeurteilung anderer, gleichartiger Produkte (Hoch & Deighton 1989; Kahneman & Snell 1990).

In diesem Fall verschiebt der Marktpionier den unbekannten Idealpunkt der Produktkategorie hin zu seiner eigenen Positionierung und kann dadurch erneut stabile Präferenzen für sein Gut schaffen. Dies kann soweit gehen, dass der Pionier zum Standard einer ganzen Produktgattung wird und quasi als Prototyp fungiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert die Rollenverteilung im Innovationsprozess und führt in die Problematik ein, ob der Pionierstatus zwangsläufig zu einem dauerhaften Markterfolg führt.

2 Kapitel 1 - Pioniervorteil im Produktbereich: Dieses Kapitel behandelt die strategischen Vorteile des Erstanbieters, wie die Sicherung von Ressourcen und den Aufbau von Eintrittsbarrieren, stellt diese aber den Risiken der marktbezogenen Unsicherheit gegenüber.

3 Kapitel 2 - Pioniervorteil im Konsumentenbereich: Hier wird analysiert, wie Lerneffekte und die Wahrnehmung des Konsumenten den Pionierstatus stützen oder schwächen können.

4 Zusammenfassung & Diskussion: Das Fazit fasst die ökonomischen und psychologischen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit für Pionierunternehmen, ihren Vorsprung durch aktive Kommunikation zu verteidigen.

5 Vademekum – Fragen und Quellen zum Pioniervorteil: Dieser Teil bietet eine praktische Checkliste für Unternehmen, um die Potenziale und Risiken des eigenen Markteintritts anhand wissenschaftlicher Kriterien zu bewerten.

Schlüsselwörter

Marktpionier, Pioniervorteil, Konsumentenverhalten, Innovationsprozess, Lerneffekte, Idealpunktverschiebung, Eintrittsbarrieren, Produktpositionierung, Markenpersönlichkeit, Informationsasymmetrie, Konsumentenvertrauen, Wettbewerbsvorteile, Markteintritt, Markentreue, Kaufentscheidung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Faktoren, die bestimmen, ob ein Unternehmen durch einen Markteintritt als Pionier dauerhafte Wettbewerbsvorteile erzielen kann oder ob dieser Status nur von temporärer Dauer ist.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Pioniervorteil im Produktbereich, der psychologischen Wirkung auf Konsumenten durch Lerneffekte sowie der Bedeutung der Marken- und Konsumentenpersönlichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Wirkungsmechanismus zwischen Pionierstatus und Konsumentenwahrnehmung zu durchleuchten und durch ein Vademekum Entscheidungshilfen für die Praxis bereitzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse zahlreicher wirtschaftswissenschaftlicher Studien, die empirische Erkenntnisse zum Pionier- und Nachfolgerverhalten untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in produktbezogene Faktoren (wie Ressourcensicherung) und konsumentenbezogene Faktoren (wie Lerneffekte, Erinnerungspotential und Beurteilungsneigung).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Marktpionier, Pioniervorteil, Konsumentenverhalten, Lerneffekte, Eintrittsbarrieren und Markenidentität.

Was besagt die Theorie der Idealpunktverschiebung?

Sie beschreibt, wie der Pionier durch seine Erstpositionierung den Referenzpunkt für die ideale Eigenschaftskombination einer gesamten Produktkategorie setzt, an der sich spätere Nachfolger messen lassen müssen.

Warum ist die Kommunikation des Pionierstatus für Unternehmen wichtig?

Die Forschung zeigt, dass Konsumenten oft nicht wissen, wer der tatsächliche Pionier ist. Eine gezielte Kommunikation, etwa durch das Label „Das Original“, hilft, den Pionierstatus nachhaltig zu sichern.

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Details

Title
Pionier am Markt gleich Pionier im Kopf gleich Marktführer?
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
2,0
Author
Daniel Kostyra (Author)
Publication Year
2007
Pages
17
Catalog Number
V80314
ISBN (eBook)
9783638873437
Language
German
Tags
Pionier Markt Pionier Kopf Marktführer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Kostyra (Author), 2007, Pionier am Markt gleich Pionier im Kopf gleich Marktführer?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80314
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