Die erste Demokratieform in der Geschichte, im antiken Athen, hat mich schon lange interessiert und fasziniert. Da sie in einem Kleinstaat angesiedelt war – der Stadtstaat der Athener umfasste die Halbinsel Attika, auf der damals an die 300‘000 Menschen wohnten – , blieb sie auch für die einzelnen Bürger überschaubar und ist somit für Schülerinnen und Schüler besser zu fassen als komplexere moderne Demokratieformen. Neben der politischen Situation im antiken Griechenland, spielten auch die Kultur und die Philosophie – man denke an Philosophen wie Sokrates und Platon – sowie der Sport – die Olympischen Spiele sind ein Beispiel für das Ansehen des Sports in der damaligen Zeit – eine bedeutende Rolle.
Diese Tatsachen machen den Kleinstaat Athen zu einem idealen Beispiel, um es den Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, eine Demokratie mit ihren Gesetzen und Regeln durch eigenes Handeln verstehen zu lernen.
Das geplante "Grosserlebnis" habe ich im 5. Jh. v. Chr. im Kleinstaat Athen angesiedelt. Zu dieser Zeit – vor den Kriegen gegen Sparta – befand sich dieser Staat in seiner Blütezeit. Ich möchte aber, entgegen den historischen Tatsachen, auch andere bekannte Ereignisse aus der griechischen Geschichte, wie zum Beispiel die Olympischen Spiele, in das geplante Spiel mit einbeziehen, damit die Schülerinnen und Schüler einen umfassenden Überblick über die Geschichte der Griechen erhalten.
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Inhaltsverzeichnis
1. Inhaltsverzeichnis
2. Vorwort
3. Didaktische Analyse
3.1. Schülerinnen und Schüler
3.1.1. Anzahl
3.1.2. Schulstufe
3.2. Lehrkräfte
3.3. Durchführungsort
3.4. Finanzen
3.5. Stoff
3.6. Lehrmittel
3.7. Ziele
4. Gliederung in methodische Einheiten
4.1. Überblick
4.2. Vorbereitung
4.2.1. Input
4.2.2. Verkleidung
4.2.3. Berufswahl
4.2.4. Vorbereitung der einzelnen Gruppen
4.3. Durchführung
4.4. Auswertung
5. Hintergrundinformationen für die Lehrperson
6. Schülerarbeiten
6.1. Ein Marktleben hautnah miterleben
6.2. Aquapark
7. Auswertung aus Lehrersicht
8. Bibliographie
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Schülern der Oberstufe durch ein praxisorientiertes Rollenspiel die Strukturen einer antiken Demokratie sowie gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge spielerisch erfahrbar zu machen.
- Vermittlung demokratischer Grundregeln durch eigenständiges Handeln.
- Verständnis für die Interdependenz von Politik, Wirtschaft und Kultur im antiken Kontext.
- Erfahrung von Marktwirtschaft und Berufswahl in einem simulierten Umfeld.
- Förderung sozialer Kompetenzen und der Konfliktlösungsfähigkeit.
Auszug aus dem Buch
4.2.3. Berufswahl
Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich während der ganzen Woche mit einem bestimmten Beruf. Es ist daher einerseits wichtig, dass sie einen Beruf wählen können, der ihnen zusagt, andererseits sind vom Grosserlebnis her auch bestimmte Berufe so wichtig, dass auf sie nicht verzichtet werden kann. Ich habe daher auf der Folie F2 eine Zusammenstellung verschiedener möglicher Berufe gemacht. Die speziell gekennzeichneten müssen dabei unbedingt vertreten sein. Sie sind auch in den Arbeitsblättern A7 bis A17 näher beschrieben.
Die Zusammenstellung der möglichen Berufe ist aber keineswegs abschliessend gedacht. Wenn sich viele Jugendliche am Grosserlebnis beteiligen und alle notwendigen Berufe vertreten sind, können die Schülerinnen und Schüler weitere Berufe auswählen, die das Grosserlebnis abwechslungsreicher gestalten.
Ein einmal gewählter Beruf muss aber unbedingt bis zum Beginn des Grosserlebnisses beibehalten und seriös vorbereitet werden. Wenn sich dann zeigt, dass dieser Beruf nicht gefragt ist und mit ihm kein genügendes Einkommen zu erzielen ist, kann er später immer noch gewechselt werden. Es wird Schülerinnen und Schüler geben, die während des Grosserlebnisses voll in ihrem Beruf aufgehen werden, aber auch solche, die sich mit verschiedenen Jobs mehr schlecht als recht über wasser halten.
Zusammenfassung der Kapitel
Inhaltsverzeichnis: Auflistung der Struktur der didaktischen Arbeit.
Vorwort: Einleitung des Autors zur Faszination für das antike Athen und Zielsetzung des Projekts als Lernumgebung.
Didaktische Analyse: Darlegung der Rahmenbedingungen wie Teilnehmerzahl, Schulstufe, Lehrkräfte, Ort, Finanzen, Stoff und Lehrmittel.
Gliederung in methodische Einheiten: Detaillierte Beschreibung der drei Projektphasen: Vorbereitung, Durchführung und Auswertung.
Hintergrundinformationen für die Lehrperson: Zeittafel mit den wichtigsten Epochen und Ereignissen des antiken Griechenlands.
Schülerarbeiten: Originalberichte von Schülern über ihre Erfahrungen in simulierten Projekten.
Auswertung aus Lehrersicht: Reflexion des Autors über den Projekterfolg, das Verhalten der Jugendlichen und Verbesserungsvorschläge.
Bibliographie: Verzeichnis der verwendeten Quellen und weiterführende Literatur.
Schlüsselwörter
Antikes Athen, Demokratie, Projektunterricht, Grosserlebnis, Rollenspiel, Oberstufe, Politik, Wirtschaft, Berufswahl, Didaktik, Geschichte, Simulation, Athen, Spartiaten, Unterrichtsmethode.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschreibt ein pädagogisches Projekt für die Oberstufe, bei dem das Leben im antiken Athen simuliert wird, um historische und politische Zusammenhänge erlebbar zu machen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die demokratische Staatsform, das Wirtschaftsleben, die soziale Struktur der Gesellschaft sowie die Vorbereitung auf die Berufswelt innerhalb eines Rollenspiels.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, Schülern zu ermöglichen, demokratische Regeln und gesellschaftliche Prozesse durch eigenes Handeln und Mitwirken aktiv zu begreifen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen handlungsorientierten didaktischen Ansatz, der auf Projektunterricht, Rollenspiel-Simulationen und interdisziplinärem Lernen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die didaktische Planung, die praktische Vorbereitung der verschiedenen Berufe (Politiker, Handwerker, etc.) und die reflektierte Auswertung des Projekts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter wie Antikes Athen, Demokratie, Projektunterricht, Rollenspiel und Handlungsorientierung fassen den Kern der Arbeit zusammen.
Welche Berufe können die Schüler im Projekt ausüben?
Die Schüler können unter anderem als Politiker, Richter, Gastwirte, Bankiers, Journalisten, Handwerker oder Sportler tätig sein, wobei jeder Beruf spezifische Aufgaben und Pflichten mit sich bringt.
Wie gehen die Schüler mit den Finanzen um?
Die Schüler erhalten ein Startkapital und müssen durch ihre gewählten Tätigkeiten Geld verdienen oder ausgeben, wobei die Politiker eine gewisse Steuerung über die Währung ausüben.
Warum ist die Auswertung für den Erfolg wichtig?
Die Auswertung ist essenziell, damit die Schüler ihre unterschiedlichen Erfahrungen reflektieren und die Sichtweisen anderer Teilnehmer verstehen und akzeptieren lernen.
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- Christoph Zumbach (Author), 1995, Grosserlebnis im antiken Athen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8047