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Die Gotländische Genossenschaft

Bedeutung für die Entwicklung des Handels im Ostseeraum und Bedeutung für die Hanse

Title: Die Gotländische Genossenschaft

Seminar Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B.A. Liane Giese (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Der Ostseeraum wurde im 12. und 13. Jahrhundert durch die Etablierung des Handels bestimmt. Die Entstehung neuer Siedlungen forderte mehr Handel, der wiederum zum anwachsen und entstehen neuer Siedlungen führte. Da der Landweg lang und gefährlich war, wurde mehr und mehr auf den schnelleren, jedoch nicht weniger sicheren, Seeweg ausgewichen. Folglich mussten sich Kaufleute ihre Kräfte bündeln, um Plündereien durch Piraten zu vermeiden sowie wetter- und wegbedingte Verluste besser verkraften zu können. In dieser Zeit entstand die Gotländische Genossenschaft, die den Grundstein für die Hanse legte und somit die deutsche Geschichte erheblich beeinflusste.
Als erste Verbindung deutscher Kaufleute mit genossenschaftlichen Strukturen wurde sie in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts gegründet. In dieser Arbeit stelle ich ihre Bedeutung für die Entwicklung des Handels im Ostseeraum von ihrer Gründung bis zu ihrem Untergang Ende des 13. Jahrhunderts dar. Ebenso möchte ich die Bedeutung der Gotländischen Genossenschaft für die Hanse aufzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der gotische Handel im Ostseeraum und die Gründung Lübecks

3. Aufstieg und Untergang der Gemeinschaft deutscher Gotlandfahrer

3.1 Die Genossenschaft der Gotland besuchenden Deutschen

3.2 Die Geburt der Gotländischen Genossenschaft

3.3 Die Blütezeit der Gotländischen Genossenschaft

3.4 Das Dahinscheiden der Gotländischen Genossenschaft

3.5 Das Siegel der Gotländischen Genossenschaft

4. Die Bedeutung der Gotländischen Genossenschaft für die Hanse

Zielsetzung und Themenfelder

Diese Arbeit untersucht die Rolle der Gotländischen Genossenschaft als frühe genossenschaftliche Organisation deutscher Kaufleute. Sie analysiert deren Entstehung, ihre Funktion als Schutzgemeinschaft im mittelalterlichen Ostseehandel und ihren Einfluss auf die spätere Entwicklung zur Hanse.

  • Die Entstehung und Entwicklung des frühhanseatischen Handels
  • Die Bedeutung von Visby als Handelszentrum
  • Strukturen und Funktionen der Gotländischen Genossenschaft
  • Der Übergang von der Kaufmannshanse zur Städtehanse
  • Die rechtliche und symbolische Bedeutung der Siegel

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Genossenschaft der Gotland besuchenden Deutschen

Im 12. Jahrhundert stärkte Visby seine Stellung im Ostseehandel immer mehr. Eine besonders enge Handelsbeziehung bestand zwischen Visby und Lübeck. Aufgrund seiner Lage war es für viele deutsche Kaufleute eine Zwischenstation im Handel mit Livland und Russland. Die wachsende Zahl deutscher Kaufleute in Visby brachte den Wunsch der Kaufleute nach Sicherheit und festen Strukturen im Handel auf. Mit dem Altenburger Privileg im Jahre 1161 schlossen sich deutsche Kaufleute auf Gotland zur universi mercatores Imperii Romani Gotlandiam frequentantes, zur Genossenschaft der Gotland besuchenden Kaufleute des römischen Reiches, zusammen. Die Kaufleute stammten primär aus Lübeck und den Stadtneugründungen an der Ostsee. Sie waren somit nicht durch einen gemeinsamen Herkunftsort, sondern durch ihr gemeinsames Ziel verbunden.

In östlicher Richtung waren primäre Handelsziele der Peterhof in Nowgorod, sowie das Dünagebiet. Der Peterhof wurde als Konkurrenz zum skandinavischen Gotenhof etwa um 1200 gegründet. Bis dahin residierten die deutschen Kaufleute im skandinavischen Gotenhof, der als Vorbild für den Bau des Peterhofes diente. Hier wurde vorwiegend mit Pelzen und Wachs gehandelt. Die westlichen Handelsruten gingen primär nach Schonen. Dort blühte der Fisch-, Salz-, Getreide-, Häute-, Bier-, Woll- und Leinenstoffhandel. Ein weiterer Handelsschwerpunkt war Tyske Brygge im Norwegischen Bergen, sowie das 1252 in den Flandern gegründete Kontor Brügge.

Die Gotische Genossenschaft war also ein Zusammenschluss einzelner Kaufleute gleicher Herkunft, ähnlicher Handelsinteressen und somit auch gleicher Rechtsgewohnheiten. Das oberste Ziel der Gotländischen Genossenschaft war folglich der gegenseitige Schutz der Kaufleute, also eine gemeinsame Gefahrenabwehr. Diese bezieht sich nicht nur auf Piraten und Konkurrenten der Kaufleute, sondern auch auf, aus der Sicht der Kaufleute, unberechtigte Ansprüche, wie das Grund- und Strandrecht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung des Ostseehandels im 12. und 13. Jahrhundert dar und skizziert das Ziel der Arbeit, die Rolle der Gotländischen Genossenschaft aufzuzeigen.

2. Der gotische Handel im Ostseeraum und die Gründung Lübecks: Dieses Kapitel behandelt die Voraussetzungen des Handels auf Gotland und die rasche Entwicklung Lübecks zur bedeutenden Wirtschaftsmacht.

3. Aufstieg und Untergang der Gemeinschaft deutscher Gotlandfahrer: Das Hauptkapitel detailliert die Entstehung, Organisation, Blütezeit und den allmählichen Bedeutungsverlust der Genossenschaft.

3.1 Die Genossenschaft der Gotland besuchenden Deutschen: Hier wird der Zusammenschluss der deutschen Kaufleute durch das Altenburger Privileg und deren Zielsetzung erläutert.

3.2 Die Geburt der Gotländischen Genossenschaft: Dieses Kapitel beleuchtet die Ostkolonisation und die Entstehung einer deutschen Kaufmannsidentität in Visby.

3.3 Die Blütezeit der Gotländischen Genossenschaft: Es wird die Expansion der Handelsaktivitäten in den baltischen Raum und die Etablierung des Peterhofs in Nowgorod dargestellt.

3.4 Das Dahinscheiden der Gotländischen Genossenschaft: Das Kapitel beschreibt den Machtverlust der genossenschaftlichen Strukturen zugunsten der aufstrebenden Städte.

3.5 Das Siegel der Gotländischen Genossenschaft: Hier wird die rechtliche Bedeutung und Symbolik der Siegel sowie deren Verwendung analysiert.

4. Die Bedeutung der Gotländischen Genossenschaft für die Hanse: Das abschließende Kapitel ordnet die Genossenschaft als Vorläuferin der Kaufmannshanse ein und diskutiert deren geschichtliche Relevanz.

Schlüsselwörter

Gotländische Genossenschaft, Visby, Lübeck, Ostseehandel, Hanse, Altenburger Privileg, Kaufleute, Mittelalter, Peterhof, Nowgorod, Handelsrechte, Kaufmannshanse, Städtehanse, Wirtschaftsgeschichte, Ostkolonisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Gotländischen Genossenschaft als einer der frühesten genossenschaftlichen Organisationen deutscher Kaufleute im Ostseeraum während des 12. und 13. Jahrhunderts.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Im Fokus stehen die wirtschaftlichen Strukturen des Ostseehandels, die Rolle von Visby als Handelszentrum sowie der rechtliche Rahmen, der den Kaufleuten Schutz und Privilegien bot.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Bedeutung der Gotländischen Genossenschaft als Gründungs- und Entwicklungselement der späteren Hanse sowie ihren Einfluss auf die deutsche Handelsgeschichte darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine historiographische Analyse und wertet Fachliteratur sowie historische Dokumente (wie Privilegien und Siegel) aus, um die Rolle der Genossenschaft zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Entstehung, Ausbreitung, Blütezeit und Niedergang der Genossenschaft sowie eine Analyse ihrer rechtlichen Vertretung durch Siegel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gotländische Genossenschaft, Ostseehandel, Hanse, Visby, Lübeck und Kaufmannshanse definiert.

Welche Rolle spielte das Altenburger Privileg für die Genossenschaft?

Das Altenburger Privileg von 1161 gilt als Gründungsdokument der Genossenschaft, da es den deutschen Kaufleuten herrschaftlichen Schutz, Zollfreiheit und rechtliche Grundlagen für ihre Aktivitäten sicherte.

Warum verlor die Genossenschaft Ende des 13. Jahrhunderts an Bedeutung?

Mit dem zunehmenden Erstarken der Städte und dem Übergang von der Kaufmannshanse zur Städtehanse wurden die alten genossenschaftlichen Strukturen zunehmend von städtischen Entscheidungsträgern ersetzt und überflüssig gemacht.

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Details

Title
Die Gotländische Genossenschaft
Subtitle
Bedeutung für die Entwicklung des Handels im Ostseeraum und Bedeutung für die Hanse
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Historisches Institut)
Course
Geschichte Gotlands
Grade
1,3
Author
B.A. Liane Giese (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V80527
ISBN (eBook)
9783638786287
ISBN (Book)
9783638816427
Language
German
Tags
Gotländische Genossenschaft Geschichte Gotlands
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Liane Giese (Author), 2007, Die Gotländische Genossenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80527
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