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Theoretische Grundlagen und ein Anwendungsbeispiel für den Einsatz von Planspielen im Wirtschaftsunterricht

Title: Theoretische Grundlagen und ein Anwendungsbeispiel für den Einsatz von Planspielen im Wirtschaftsunterricht

Bachelor Thesis , 2007 , 54 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anne Eickelkamp (Author)

Didactics - Business economics, Economic Pedagogy
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Wenn in den allgemein bildenden Schulen Wirtschaft unterrichtet wird, so werden solche Unterrichtsmethoden wie z. B. die Fallstudie, das Planspiel, das Szenario oder die Projektmethode, die sich allesamt besonders zur Vermittlung ökonomischer Grundsachverhalte eignen, häufig als sehr aufwendig und komplex wahrgenommen. Dass diese Wahrnehmung Einfluss auf den Gebrauch dieser Methoden hat, ist nicht abzustreiten. Viele Lehrkräfte ziehen es vor, sich „einfacheren“ Unterrichtsverfahren zu widmen. Trotz dessen oder gerade aus diesem Grund soll in dieser Arbeit versucht werden, beispielhaft eine Methode heraus zu greifen, diese einmal selbst zu konstruieren und dahingehend zu analysieren, welche Voraussetzungen sie im allgemeinen und für den Ökonomieunterricht aufweisen muss: die Planspielmethode. Die meisten Schüler des allgemein bildenden Schulsystems haben sicherlich wenige oder gar keine Erfahrungen mit einem Planspiel gemacht. Auch Lehramtstudenten können kaum beschreiben, was überhaupt Sinn und Zweck eines Planspiels ist.
Es wird also zunächst ein kurzer Überblick über die Methode gegeben und die Bedingungen für die Konstruktion und den Einsatz von Planspielen beschrieben. Anschließend werden die Möglichkeiten und Grenzen des Planspieleinsatzes für den Ökonomieunterricht aufgezeigt. Dabei werden allgemeine Kriterien der Planspielmethode auf die Vermittlung ökonomischer Zusammenhänge im allgemein bildenden Schulsystem bezogen. Insgesamt soll herausgestellt werden, inwieweit und mit welchen Voraussetzungen sich das Planspiel unter den gegebenen Rahmenbedingungen für den Ökonomieunterricht anbietet.
Sowohl um die Schwierigkeit der Konstruktion eines Planspiels nachvollziehen zu können, als auch um ein Beispiel für ein Planspiel zu geben, das in allgemein bildenden Schulen eingesetzt werden kann, wurde im Rahmen dieser Arbeit ein neues Planspiel entwickelt. Dieses behandelt ein politisch-ökonomisches Thema (Einkaufscenter vs. Jugendzentrum) und richtet sich an Schüler der 8. bzw. 9. Jahrgangsstufe. Die Art und Konstruktion des Planspiels orientiert sich an den relativ einfachen Spielmodellen von Heinz Klippert, wie sie in seinem Buch „Planspiele“ dargestellt sind. Das gesamte Planspielmaterial wurde mit Hilfe einiger Anregungen aus ähnlichen (Konflikt-)Situationen von der Verfasserin selbst erstellt und so aufbereitet, dass es sofort einsetzbar ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen der Methode „Planspiel“

2.1. Definition der Methode Planspiel

2.2 Merkmale eines Planspiels

2.3 Planspielvarianten

2.4 Spielaufbau und Spielablauf von Planspielen

2.5. Aktions- und Reaktionsbereich

2.6 Voraussetzungen für die Konstruktion und den Einsatz von Planspielen

2.7. Das Planspiel als Methode im Wirtschaftsunterricht

3. Anwendungsbeispiel: „Planspiel: Einkaufscenter oder Jugendzentrum?“

3.1. Rahmenbedingungen

3.2 Aufbau

3.3. Konstruktionsprinzipien

3.4 Lernziele

3.5 Spielmaterial

4. Praktische Durchführung des Planspiels

4.1 Bewertung des Testspiels

4.2 Zusammenfassung der Ergebnisse

5. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Planspielmethode als komplexes, aber wertvolles Instrument für den Wirtschaftsunterricht an allgemein bildenden Schulen. Ziel ist es, theoretische Grundlagen zu erörtern und durch die Entwicklung eines eigenen, schulpraktischen Planspiels aufzuzeigen, wie politisch-ökonomische Konflikte handlungsorientiert vermittelt werden können.

  • Grundlagen und Definition der Planspielmethode
  • Konstruktionsprinzipien für Planspiele im Schulunterricht
  • Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung im Ökonomieunterricht
  • Praktische Erprobung und Evaluation eines entwickelten Planspielmodells
  • Förderung von Fachwissen und Schlüsselqualifikationen durch Simulationen

Auszug aus dem Buch

2.1. Definition der Methode Planspiel

Das Planspiel ist eine Unterrichtsmethode, die in der Literatur mit vielen unterschiedlichen Begriffen umschrieben und erklärt wird. Die gängigen Begriffe sind „Entscheidungsspiel“, „Simulationsspiel“ „Unternehmensspiel“ oder „Lernspiel“. Auch gibt es einige verschiedene Definitionen dieser Methode, aus denen beispielhaft zwei Definitionen vorgestellt werden: M. Geuting definiert das Planspiel zum Beispiel so: „Das Planspiel kann als eine spezifische Tätigkeit definiert werden, in der zahlreiche Spielteilnehmer, die sich in mehreren Gruppen zusammenschließen, in bestimmten Rollen, wechselnden Szenen und Situationen interagieren, und zwar innerhalb einer hypothetisch-fiktiven Umwelt, die auf bloßen Annahmen beruht und dennoch möglichst realistisch erscheinen soll“.

Eine neuere Definition stammt von K. Rebmann: „Ein Planspiel ist eine besondere Form eines dynamischen Modells, in dem sich die Spielteilnehmer/innen mit konfliktären bzw. problemhaltigen Situationen innerhalb eines durch Regeln festgelegten Kontextes unter einer bestimmten Zielsetzung kollektiv und individuell handelnd auseinander setzen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Wahrnehmung von Planspielen als aufwendig und strebt an, deren didaktischen Wert durch eine eigene Konstruktion und Analyse zu verdeutlichen.

2. Theoretische Grundlagen der Methode „Planspiel“: Dieses Kapitel erläutert die Definition, wesentliche Merkmale sowie verschiedene Varianten von Planspielen und beleuchtet die Voraussetzungen für deren Einsatz im Unterricht.

3. Anwendungsbeispiel: „Planspiel: Einkaufscenter oder Jugendzentrum?“: Hier wird ein konkretes Planspiel für Schüler der 8. und 9. Jahrgangsstufe vorgestellt, inklusive Rahmenbedingungen, Konstruktionsprinzipien, Lernzielen und Spielmaterialien.

4. Praktische Durchführung des Planspiels: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse eines Testlaufs mit Studenten ausgewertet sowie Stärken, Schwächen und Optimierungspotenziale des Modells zusammengefasst.

5. Schlusswort: Das Fazit unterstreicht trotz der Komplexität der Konstruktion den hohen Stellenwert von Planspielen als motivierendes Instrument zur Förderung ökonomischer Bildung und sozialer Kompetenzen.

Schlüsselwörter

Planspiel, Wirtschaftsunterricht, Simulation, Modellkonstruktion, Ökonomische Bildung, Entscheidungsprozesse, Konfliktsituation, Lernmethoden, Sozialkompetenz, Schulpraxis, Fallstudie, Handlungsorientierung, Schlüsselqualifikationen, Politikunterricht, Jugendliche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Planspielmethode im allgemein bildenden Schulsystem und untersucht, wie diese zur Vermittlung ökonomischer Grundsachverhalte konstruiert und praktisch eingesetzt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben der theoretischen Einordnung der Planspielmethode werden insbesondere die Anforderungen an die Modellkonstruktion, didaktische Möglichkeiten und Grenzen im Wirtschaftsunterricht sowie die konkrete Gestaltung eines politisch-ökonomischen Konfliktszenarios thematisiert.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu analysieren, mit welchen Voraussetzungen sich Planspiele für den Ökonomieunterricht eignen, und exemplarisch ein sofort einsetzbares Spielmodell für Schüler der 8. und 9. Jahrgangsstufe zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Verfasserin nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung sowie ein experimentelles Vorgehen, bei dem ein selbst entwickeltes Planspiel in einem Testlauf mit Studenten evaluiert wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung der Methode (Merkmale, Aufbau, Aktionsbereich) und die Dokumentation eines spezifischen Anwendungsbeispiels („Einkaufscenter oder Jugendzentrum?“).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Planspiel, Simulation, Modellkonstruktion, Handlungsorientierung, Ökonomische Bildung, Schlüsselqualifikationen und Sozialkompetenz.

Was ist der Kernkonflikt im entwickelten Planspiel?

Der Konflikt besteht darin, dass die Stadt Offelbach den Bau eines Einkaufscenters auf einem Grundstück plant, das ursprünglich für eine Jugendherberge vorgesehen war, wodurch die Existenz eines benachbarten Jugendzentrums gefährdet wird.

Welche Rolle spielt die Presse im Planspiel?

Die Presse fungiert als Informationsdrehscheibe, dokumentiert den Konfliktverlauf, führt Interviews mit den Interessengruppen und trägt durch ihre Berichterstattung maßgeblich zur Meinungsbildung bei.

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Details

Title
Theoretische Grundlagen und ein Anwendungsbeispiel für den Einsatz von Planspielen im Wirtschaftsunterricht
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Grade
1,3
Author
Anne Eickelkamp (Author)
Publication Year
2007
Pages
54
Catalog Number
V80580
ISBN (eBook)
9783638833592
ISBN (Book)
9783638833653
Language
German
Tags
Theoretische Grundlagen Anwendungsbeispiel Planspielen Wirtschaftsunterricht Ökonomische Bildung Arbeit/Wirtschaft Methode Politik/Wirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Eickelkamp (Author), 2007, Theoretische Grundlagen und ein Anwendungsbeispiel für den Einsatz von Planspielen im Wirtschaftsunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80580
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