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Stand der Dinge im Bereich Mediendokumentation - Schwerpunkt Rundfunkanstalten und Pressearchive

Title: Stand der Dinge im Bereich Mediendokumentation - Schwerpunkt Rundfunkanstalten und Pressearchive

Term Paper , 2002 , 30 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Eric Kolling (Author)

Business economics - Information Management
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Zur Einleitung klärt diese Arbeit zunächst den Begriff "Archiv" bevor sie sich dann mit den Fragen beschäftigt, wer Medienarchive unterhält und was ihre konkreten Funktionen sind.
Der Schwerpunkt liegt auf denjenigen Archiven, die von Medienunternehmen wie Verlagen oder Rundfunkanstalten unterhalten werden.
Im Anschluss folgt eine Diskussion, wo es bei der bisherigen Archivierung von Audio-, audiovisuellen und schriftlichen Medien Probleme gab. Im folgenden Kapitel werden die Lösungsansätze für diese Probleme näher erläutert. Zunächst werden einige Lösungsansätze für die physische Lagerung der Produkte genannt, dann liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der "Digitalisierung" der Bestände. Neben den Vorteilen die diese Digitalisierung mit sich bringt, ergeben sich auch Nachteile und Probleme rechtlicher Natur.
Vor allem ändert sich durch die Technisierung allgemein auch die Arbeitsweise von Mediendokumentaren, was im fünften Kapitel gezeigt werden soll.
Daran anschließend wird ein Überblick über den aktuellen Stand der Technik in Deutschland gegeben. Dies sowohl für Videoarchive als auch für Ton- und Pressearchive. Unter Punkt 7) werden die drei aktuellen elektronischen Archivierungsmodelle von CNN, ZDF und FAZ. Eine Zusammenfassung bzw. ein Ausblick in die Zukunft runden die Arbeit ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Gliederung der Hausarbeit

2. Allgemeines zu Medienarchiven

2.1. Begriffsklärung „Archiv“

2.2. Wer unterhält Medienarchive?

2.3. Funktionen von Medienarchiven

3. Wo gab es bei der bisherigen Archivierung Nachteile und Probleme?

3.1. Audiovisuelle Medien

3.2. Schriftgut

3.3. Tondokumente

4. Verbesserungsmöglichkeiten

4.1. Lösungsansätze für die physische Archivierung

4.2. Problembehebung durch Digitalisierung von Beiträgen aus Hörfunk und Fernsehen

4.2.1. Zum Begriff "Digitalisierung"

4.2.2. Vorteile durch Digitalisierung

4.2.3. Ungelöste und neue Probleme

4.2.4. Rechtliche Probleme bei der Digitalisierung

5. Die Aufgaben der Mediendokumentare im Wandel

6. Technische Entwicklung in Deutschland

6.1. Ton- und Schallarchive

6.1.1. Zum Begriff

6.1.2. Aktueller Stand

6.2. Fernseharchive

6.2.1. Zum Begriff

6.2.2. Aktueller Stand

6.3. Pressearchive

6.3.1. Zum Begriff

6.3.2. Aktueller Stand

6.4. Bildarchive

7. Online-Angebote und Archivierungsmodelle

7.1. Das Content-Management System von CNN

7.2. Das ZDF-Modell eines Multimedia-Archivspeichersystems für Online-Dokumente

7.3. Internet-Online-Archiv der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

8. Zusammenfassung/Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht den aktuellen Stand und die Herausforderungen von Medienarchiven, insbesondere bei Rundfunkanstalten und Presseverlagen, im Kontext der fortschreitenden Digitalisierung. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich technische Möglichkeiten und Anforderungen an die Mediendokumentation verändern.

  • Herausforderungen der traditionellen physischen Archivierung
  • Vor- und Nachteile der Digitalisierung für Medienbestände
  • Wandel im Aufgabenprofil von Mediendokumentaren
  • Praxisbeispiele für moderne Archivierungsmodelle bei CNN, ZDF und F.A.Z.

Auszug aus dem Buch

4.2.3. Ungelöste und neue Probleme

Trotz der aufgezeigten Vorteile finden sich aber auch einige Aspekte, die gegen eine Digitalisierung der Archivdaten sprechen (VGL SÜLE 2001, S.103 ff). Einige davon beziehen sich in erster Linie konkret auf die Digitalisierung von Audio- und Videobeständen.

So wird prophezeit, dass bei digitalen Datenträgern ein noch schnellerer Formatwechsel (Umkonvertierung) nötig werden wird als bei Videobändern o.ä., weil neue Computersysteme nicht mit dem Schwerpunkt „Langzeitarchivierung digitalisierter Daten“ geschaffen werden. Außerdem würde das Problem der Manipulation an den Files stärker zu Tage treten. Bei Bändern wäre dafür ein aufwendigerer Ausschnitt von Bandteilen nötig, bei Dateien dagegen ist eine spurenfreie Manipulation eher möglich. Dieses Risiko könnte man verringern, indem man Archiv- und Produktionsspeicher trennt und einen Zugriff nur auf Kopien der Original-Dateien zuließe.

Bei einer digitalen Produktion kommt es in jedem Fall zur Datenreduktion. Dies führt dazu, dass bei digitaler Produktion auch Kaskadierungen in der Kompression stattfinden. Bei der Überspielung auf einen neuen Standard kann es doch zum Verlust von Informationen kommen, auch wenn das reine Kopieren keinen Qualitätsverlust verursacht. Denn es ist möglich, dass durch die Digitalisierung an sich oder eine spätere Umkonvertierung das Ausgangsprodukt verfälscht wird. Begegnen könnte man diesem Problem nur, indem man die Ausgangsmaterialien weiter aufheben würde. Dies reduziert aber wiederum in keiner Weise die bestehenden Lagerprobleme.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Gliederung der Hausarbeit: Einleitung und Überblick über den strukturellen Aufbau sowie die inhaltliche Zielsetzung der Arbeit.

2. Allgemeines zu Medienarchiven: Definition und grundlegende Einordnung von Medienarchiven in Medienunternehmen.

3. Wo gab es bei der bisherigen Archivierung Nachteile und Probleme?: Analyse der physischen Risiken bei der Lagerung von audiovisuellen, schriftlichen und Tondokumenten.

4. Verbesserungsmöglichkeiten: Erörterung technischer Ansätze zur physischen Archivierung und kritische Beleuchtung der Digitalisierung samt rechtlicher Risiken.

5. Die Aufgaben der Mediendokumentare im Wandel: Beschreibung des sich verändernden Anforderungsprofils und der Arbeitsweise von Archivaren in modernen Produktionsumgebungen.

6. Technische Entwicklung in Deutschland: Detaillierte Betrachtung des Digitalisierungsgrads in Ton-, Fernseh-, Presse- und Bildarchiven in Deutschland.

7. Online-Angebote und Archivierungsmodelle: Vorstellung konkreter Archivierungssysteme und Online-Strategien von CNN, ZDF und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

8. Zusammenfassung/Ausblick: Fazit zur Notwendigkeit der technologischen Anpassung und zum Verhältnis von physischer zu digitaler Archivierung.

Schlüsselwörter

Medienarchiv, Digitalisierung, Mediendokumentation, Langzeitarchivierung, Assetmanagement, Rundfunkanstalten, Pressearchiv, Urheberrecht, Datenspeicherung, Content-Management, Online-Archiv, Audiovisuelle Medien, Dokumentar, Informationswissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den aktuellen Stand und die Transformation von Medienarchiven im Kontext technischer Neuerungen, insbesondere bei Rundfunkanstalten und Zeitungsverlagen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die physische Archivierung, die Vor- und Nachteile der Digitalisierung, den Wandel der beruflichen Aufgaben von Mediendokumentaren sowie moderne Archivierungsmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie sich Medienarchive durch Digitalisierung verändern und welche Auswirkungen dies auf die Sicherung von Beständen sowie die internen Arbeitsabläufe hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die den Stand der Technik und aktuelle Entwicklungen in der Informationswissenschaft sowie bei Medienunternehmen zusammenfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den Problemen der herkömmlichen Archivierung, den Chancen und Risiken der digitalen Archivierung, rechtlichen Aspekten sowie der technischen Umsetzung in spezifischen Medienbranchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind unter anderem Medienarchiv, Digitalisierung, Mediendokumentation, Langzeitarchivierung, Assetmanagement und Urheberrecht.

Wie unterscheidet sich die Archivierung bei Rundfunkanstalten von der bei Presseverlagen?

Presseverlage sind bei der Digitalisierung von Volltexten meist weiter fortgeschritten, während Rundfunkanstalten mit sehr großen Datenmengen und komplexen Anforderungen bei Audio- und Videobeständen zu kämpfen haben.

Warum spielt die Person des Mediendokumentars auch in Zeiten der Digitalisierung eine wichtige Rolle?

Laut den im Text zitierten Experten können computersystemgestützte Verfahren die intellektuelle Indexierung und die qualifizierte Inhaltsbewertung durch den Menschen auf absehbare Zeit nicht ersetzen.

Welche rechtlichen Probleme bei der Digitalisierung werden im Dokument hervorgehoben?

Zu den Problemen zählen insbesondere urheberrechtliche Fragen bei der Vervielfältigung von Inhalten sowie der Schutz von Datenbanken, was die Nutzung für Dritte oder die Inhouse-Verarbeitung einschränken kann.

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Details

Title
Stand der Dinge im Bereich Mediendokumentation - Schwerpunkt Rundfunkanstalten und Pressearchive
College
Saarland University  (FR 5.6. Informationswissenschaft)
Course
Methoden und Verfahrensweisen praktischer Information und Dokumentation
Grade
1.3
Author
Eric Kolling (Author)
Publication Year
2002
Pages
30
Catalog Number
V8068
ISBN (eBook)
9783638151498
ISBN (Book)
9783638686747
Language
German
Tags
Medienarchiv Mediendokumentation Digitalisierung Redaktionssystem Content-Management-System Archiv Rundfunk Verlag Presse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eric Kolling (Author), 2002, Stand der Dinge im Bereich Mediendokumentation - Schwerpunkt Rundfunkanstalten und Pressearchive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8068
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