In meinem Referat beschäftige ich mich mit der Deutschen Arbeitsfront (DAF) von seiner Gründung 1933 bis ins Jahr 1939. Hierbei wird die DAF vorgestellt, was ist die Deutsche Arbeitsfront, wer führt die Arbeitsfront, welche Ziele hatte sie, was hat sich verändert zu den Gewerkschaften vorher, insbesondere für die Arbeiter? Die einzelnen Gewerkschaften, ihre Mitglieder und Organisationen werden dabei nicht ausführlich behandelt.
Ich habe mich für dieses Thema entschieden, da ich es sehr interessant finde, insbesondere hat mich dabei interessiert, wie eine Organisation so viele Mitglieder für sich gewinnen konnte und das bei einer Arbeitslosenzahl von über 4 Millionen. Außerdem habe ich mich schon zu meiner Schulzeit für Wahlpflichtkurse und Projekte über den Nationalsozialismus interessiert, dabei wurde das Thema die Deutsche Arbeitsfront aber immer nur nebensächlich behandelt.
Die Ausgangslage zu Beginn des Referates ist die, dass die Gewerkschaften gerade am 2. Mai 1933 von der SA und SS besetzt und all ihrer Macht entzogen wurden. An ihrer Stelle tritt die Deutsche Arbeitsfront mit der Leitung Robert Leys. Die bis dahin bestehenden Gewerkschaften gehen mit in die Arbeitsfront ein oder bestehen noch einige Zeit, aber ohne jeglichen Macht bzw. Einfluss auf die Arbeiter oder die Politik.
Inhaltsverzeichnis der Arbeit
1. Einleitung
2. Die Deutsche Arbeitsfront (DAF)
3. Aufbau und Struktur der DAF
4. Ziele Robert Leys und der DAF
5. Überblick der Ereignisse in und um die DAF von 1933-39
6. Schluss
7. Literatur- und Quellenverzeichnis
Sekundärliteratur
Internetquellen
Sonstige Quellen
8. Anhang
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle, Struktur und Entwicklung der Deutschen Arbeitsfront (DAF) im Zeitraum von 1933 bis 1939. Dabei wird analysiert, wie diese Organisation unter der Leitung von Robert Ley die ehemaligen Gewerkschaften ersetzte, welche Ziele sie verfolgte und wie sie die Machtverhältnisse zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern im nationalsozialistischen Staat sowie das Privatleben der Bevölkerung beeinflusste.
- Gründung und politische Instrumentalisierung der DAF
- Struktureller Aufbau der Organisation nach dem Vorbild der NSDAP
- Die Rolle von Robert Ley bei der Machtkonsolidierung
- Einfluss der Organisation "Kraft durch Freude" (KdF) auf die Freizeitgestaltung
- Wirtschaftliche Kontrolle und Disziplinierung der Arbeiterschaft
Auszug aus dem Buch
Die Deutsche Arbeitsfront (DAF)
Die Deutsche Arbeitsfront tagte zum ersten Mal mit ungefähr 500 Vertretern am 10. Mai 1933 in Berlin, nachdem die Gewerkschaften besetzt und außer Kraft gesetzt wurden. Die DAF hat ihren Ursprung aus der NSDAP. Schirmherr der DAF war von Beginn an Adolf Hitler, der mit den Gremien und Ministerien der Arbeit nicht zufrieden war, deshalb sah er die DAF als Möglichkeit, seine Macht und Autorität indirekt auszuspielen und zu vergrößern.
Anwesende der ersten Versammlung waren Anhänger der Nationalsozialistischen Betriebszellenorganisation (NSBO), Anhänger Robert Leys und viele Gäste, unter anderem auch Adolf Hitler. Bei dieser Versammlung vollzog Ley auch formell die Auflösung und Eingliederung der Gewerkschaften in die Deutsche Arbeitsfront. Die Arbeitsfront war keine Gewerkschaft, aber sie sollte die Aufgaben der ehemaligen Gewerkschaften übernehmen und die herrschenden Unstimmigkeiten zwischen Unternehmern und den Arbeitern in Sachen Arbeit, Arbeitszeit, Tarife, Urlaub und Feiertagen schlichten und wenn möglich verbessern.
Später wurde der DAF die Entscheidungsmacht über Tarife, Arbeitszeiten und der ganzen Arbeitspolitik entzogen, weil ihre Arbeitsweise sehr konfus und unstrukturiert und die Vorgehensweise der DAF in vielen Punkten nicht den Vorstellungen des Arbeitsministeriums entsprach. Aus diesen Gründen gab es immer wieder Konflikte mit den Ministerien insbesondere mit dem Arbeitsministerium, dass Franz Seldte, Mitglied in der Stahlhelm Partei, unterstellt war. Deshalb beschäftigte sich die DAF nach ca. einem halben Jahr damit, die Freizeit der Menschen zu planen und zu gestalten, indem die DAF die Unterorganisation `Kraft durch Freude` ins Leben ruf. Von nun an kümmerte sich die DAF um die sozialen Probleme der Bevölkerung, mit dem Ziel, so viele Mitglieder wie möglich zu gewinnen und somit ihre Machtstellung und die der NSDAP und somit Adolf Hitlers zu vergrößern. Außerdem musste der gewaltige Verwaltungsapparat auch finanziert und weiter ausgebaut werden und jedes weitere Mitglied brachte Einnahmen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Darstellung der Intention des Referats, den Aufbau und die Ziele der DAF im Kontext der Zerschlagung der Gewerkschaften 1933 zu beleuchten.
2. Die Deutsche Arbeitsfront (DAF): Beschreibung der Gründung der DAF und deren Entwicklung zu einer machtpolitischen Massenorganisation unter Adolf Hitler und Robert Ley.
3. Aufbau und Struktur der DAF: Analyse der organisatorischen Ausrichtung der DAF nach dem Vorbild der NSDAP und der Etablierung von Robert Ley als alleinigem Führer.
4. Ziele Robert Leys und der DAF: Untersuchung der Motive zur Errichtung eines sich selbst finanzierenden Imperiums und der beabsichtigten Kontrolle über Unternehmer und Arbeitnehmer.
5. Überblick der Ereignisse in und um die DAF von 1933-39: Chronologische Darstellung der Arbeits-, Lohn- und Sozialpolitik sowie der Implementierung von Organisationen wie "Kraft durch Freude".
6. Schluss: Persönliche Reflexion über die totalitären Züge der DAF und deren Auswirkungen auf die deutsche Arbeitswelt und Gesellschaft.
7. Literatur- und Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur und Quellen für die historische Aufarbeitung.
8. Anhang: Detaillierte biografische Übersicht zu Leben und Wirken von Robert Ley.
Schlüsselwörter
Deutsche Arbeitsfront, DAF, Robert Ley, Nationalsozialismus, NSDAP, Kraft durch Freude, KdF, Gewerkschaften, Arbeitswelt, Sozialpolitik, NSBO, Treuhänder der Arbeit, Gleichschaltung, Betriebsgemeinschaft, Arbeitszwang.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Entstehung, den Aufbau und den Einfluss der Deutschen Arbeitsfront (DAF) im nationalsozialistischen Deutschland zwischen 1933 und 1939.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Fokus stehen die Zerschlagung der freien Gewerkschaften, der organisatorische Aufbau der DAF nach dem NS-Vorbild, die Machtbestrebungen Robert Leys und die Kontrolle der Arbeitnehmerschaft.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie die DAF als Massenorganisation zur Machtsicherung des Regimes diente, indem sie die Arbeitnehmer disziplinierte und durch Angebote wie "Kraft durch Freude" in das System einband.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse unter Verwendung von Fachliteratur, zeitgenössischen Dokumenten und Internetquellen, um die zeitliche Entwicklung der DAF nachzuvollziehen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die strukturelle Analyse der DAF, die Darstellung von Robert Leys Zielen und eine chronologische Übersicht der Ereignisse von 1933 bis 1939, einschließlich der Eingriffe in das Arbeitsrecht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie DAF, Robert Ley, Gleichschaltung, Kraft durch Freude, Lohnpolitik und NS-Herrschaft definieren.
Warum wurde die Organisation "Kraft durch Freude" (KdF) von Ley ins Leben gerufen?
Die KdF sollte die Freizeit der Bevölkerung organisieren, die Mitgliederbindung an die Partei erhöhen und durch soziale Versprechungen die Leistungsbereitschaft der Arbeitnehmer steigern.
Was geschah nach der Zerschlagung der Gewerkschaften am 2. Mai 1933?
Die Gewerkschaften wurden enteignet, ihre Macht entzogen und in die DAF überführt, wodurch die organisierte Interessenvertretung der Arbeiter offiziell endete.
Wie veränderte sich die Rolle der DAF mit Beginn des Zweiten Weltkriegs?
Mit Kriegsausbruch verlor die DAF an politischem Einfluss gegenüber anderen NS-Stellen und fokussierte sich verstärkt auf die Verwaltung sozialer Dienste unter Kriegsbedingungen.
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- Sascha Berger (Author), 2005, Ausgewählte Probleme der deutschen Innenpolitik: Die Deutsche Arbeitsfront 1933 - 1939, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80685