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Modelle der Gesundheit - Unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Aspekte

Title: Modelle der Gesundheit   -   Unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Aspekte

Seminar Paper , 2007 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Albert Etschmaier (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Die Pflege ist auf dem Weg, eine eigenständige Profession zu werden. Das Studium der Pflegewissenschaft an der Medizinischen Universität in Graz ist ein wesentlicher Schritt dahin.

Gesundheit ist zentral für die Pflege. Das Ziel der Pflege ist der Erhalt, die Wiederherstellung oder die Verbesserung der Gesundheit. Wie kann durch die Pflege Gesundheit verbessert werden? Welchen Beitrag leistet die Pflege für die Gesundheit? Diese und andere Fragen rücken die Gesundheit als gedankliches Konstrukt ins Zentrum der Pflege. Niemand, der sich mit der Pflege auseinandersetzt, ob theoretisch oder praktisch, kann dies ohne eine begriffliche Konfrontation mit Gesundheit tun. Ansonsten besteht die Gefahr, über ein notwendiges Konzept in der Pflege, irrtümlich eine dogmatische Klarheit voraus zu setzen, in dem, und das werde ich unter anderem in meiner Arbeit aufzeigen, keine Einigkeit herrscht.

Anhand dieser Überlegungen wäre anzunehmen, dass sich PflegetheoretikerInnen dem bewusst sind. Erschrocken stellte ich fest, dass in den mir vorliegenden Pflegemodellen, die Beachtung des Begriffes der Gesundheit marginal behandelt wurde. Die semantische Festlegung der Gesundheit wurde vage und lückenhaft vorgenommen. Außerdem habe ich in der mir zugänglichen Literatur kein Gesundheitsmodell aus der Pflege vorfinden können.
Dass die Gesundheit elementar für die Pflege ist, ist unumstritten. Darum habe ich mich entschieden, den Begriff der Gesundheit und Modelle der Gesundheit als das Thema meiner Arbeit zu nehmen.

Es gibt keine allgemein gültige und von allen anerkannte Definition von Gesundheit, je nach Perspektive wird der Gesundheitsbegriff moduliert. Demnach sind auch Modelle der Gesundheit von dem Wissenschaftszweig beeinflusst, dem sie entstammen. Die vier Modelle die ich kurz vorstellen werde, habe ich aus der mir zugänglichen Lektüren ausgewählt, da sie, wie ich meine, für das Ziel der Arbeit sehr förderlich sind. Das Ziel liegt darin, dem Leser einen klaren und übersichtlichen Einblick in Modelle der Gesundheit zu geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was heißt Gesundheit? Definitionsbeispiele von Gesundheit

3. Gesundheit und Geschlecht

4. Modelle der Gesundheit

4.1 Das biomedizinische Krankheitsmodell

4.2 Das salutogenetische Modell von Antonovsky

4.3 Das sozialisationstheoretische Gesundheitsmodell von Hurrelmann

4.4 Das Integrative Anforderungs- Ressourcen- Modell von Becker

5. Zusammenfassung, Ausblick und kritische Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, dem Leser einen klaren und übersichtlichen Einblick in verschiedene Modelle der Gesundheit zu geben. Dabei wird insbesondere die Rolle von geschlechtsspezifischen Aspekten im Kontext von Gesundheit und Krankheitsverständnis kritisch beleuchtet.

  • Analyse und Kategorisierung unterschiedlicher Gesundheitsdefinitionen
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Gesundheit und Geschlecht
  • Gegenüberstellung und kritische Beurteilung ausgewählter Gesundheitsmodelle
  • Diskussion der Bedeutung von geschlechtsspezifischer Forschung in der Gesundheitsförderung
  • Bedeutung theoretischer Rahmenmodelle für die professionelle Pflege

Auszug aus dem Buch

4.1 Das biomedizinische Krankheitsmodell

Dieses Modell ist mit Abstand das einflussreichste und weit verbreitete Modell. Es wurde entwickelt, um das Auftreten spezifischer Krankheiten zu erklären. Die Diagnose richtet sich dabei ausschließlich an biologischen Parametern, Gesundheit wird negativ als Abwesenheit von Krankheit definiert. Demnach orientiert sich die Gesundheitsförderung an der Prävention spezifischer Erkrankungen. Maßgebend sind darin die Ärzte als Beurteiler, wer krank oder gesund ist.

Das biomedizinische Modell beruht auf folgende Annahmen:

• Jede Krankheit entsteht aufgrund einer spezifischen Ursache.

• Jede Erkrankung ist durch eine bestimmte Grundschädigung bestimmt. Diese Schädigung besteht entweder auf zellulärer oder histologischer Ebene, in der Fehlsteuerung von mechanischen oder biochemischen Abläufen.

• Jede Krankheit zeichnet sich durch typische Symptome aus und diese können daher von wissenschaftlich geschultem Personal, also den Ärzten, erkannt werden.

• Der Verlauf einer Krankheit ist beschreibbar und daher vorhersagbar, ohne eine medizinische Intervention verschlimmert sie sich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Gesundheitsbegriffs für die Pflege ein und begründet die Auswahl der behandelten Modelle unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Aspekte.

2. Was heißt Gesundheit? Definitionsbeispiele von Gesundheit: Das Kapitel beleuchtet die inhaltliche Vielfalt von Gesundheitsdefinitionen und zeigt auf, wie unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven den Begriff modulieren.

3. Gesundheit und Geschlecht: Hier werden die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Gesundheitswahrnehmung und im Krankheitsverhalten erörtert sowie das Geschlechterparadoxon thematisiert.

4. Modelle der Gesundheit: Dieses Kapitel stellt vier zentrale theoretische Modelle vor und bewertet diese anhand von Kriterien wie Erscheinungsbild, Ursachen und Interventionsmöglichkeiten.

4.1 Das biomedizinische Krankheitsmodell: Das Modell definiert Gesundheit negativ als Abwesenheit von Krankheit und fokussiert auf biologische Ursachen sowie ärztliche Diagnosen.

4.2 Das salutogenetische Modell von Antonovsky: Das Modell konzentriert sich auf die Salutogenese und das Kohärenzgefühl, um zu erklären, was Menschen trotz Belastungen gesund hält.

4.3 Das sozialisationstheoretische Gesundheitsmodell von Hurrelmann: Gesundheit wird hier als Balancezustand verstanden, der aktiv durch die Bewältigung von Anforderungen und die Nutzung persönlicher und sozialer Ressourcen hergestellt wird.

4.4 Das Integrative Anforderungs- Ressourcen- Modell von Becker: Dieses integrative Modell betrachtet Gesundheit als Ergebnis der Bewältigung interner und externer Anforderungen durch verfügbare Ressourcen.

5. Zusammenfassung, Ausblick und kritische Reflexion: Der Autor reflektiert über die Unmöglichkeit einer universellen Gesundheitsdefinition und betont die Notwendigkeit einer stärkeren Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Forschung.

Schlüsselwörter

Gesundheitspsychologie, Gesundheitsmodelle, Salutogenese, Pflegewissenschaft, Geschlecht, Prävention, Krankheitsverständnis, Kohärenzgefühl, Ressourcen, Stressoren, Sozialisation, Biomedizinisches Modell, Gesundheitsförderung, Geschlechterparadoxon, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Modellen der Gesundheit und beleuchtet diese kritisch unter dem Aspekt geschlechtsspezifischer Unterschiede im Gesundheitsverhalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Definitionsvielfalt von Gesundheit, das Geschlechterparadoxon, sowie die Analyse und Einordnung wissenschaftlicher Gesundheits- und Krankheitsmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen klaren Einblick in existierende Gesundheitsmodelle zu geben und die Relevanz der Differenzierung zwischen den Geschlechtern in der Gesundheitsförderung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin wählte einen deskriptiven und vergleichenden Ansatz, bei dem bestehende Literatur und Modelle analysiert, kritisch hinterfragt und nach spezifischen Kriterien bewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Gesundheit, die Erörterung des Geschlechterverhältnisses und eine detaillierte Vorstellung vier verschiedener Modelle: das biomedizinische, salutogenetische, sozialisationstheoretische und das integrative Anforderungs-Ressourcen-Modell.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Gesundheitspsychologie, Geschlechterparadoxon, Salutogenese, Ressourcen, Pflegewissenschaft und Gesundheitsförderung sind die prägenden Begriffe.

Wie unterscheidet sich das biomedizinische Modell von dem Modell von Antonovsky?

Während das biomedizinische Modell Gesundheit dichotom als Abwesenheit von Krankheit definiert, sieht Antonovsky Gesundheit als ein dynamisches Kontinuum, wobei das Kohärenzgefühl eine zentrale Rolle bei der Spannungsbewältigung spielt.

Warum betont der Autor die Notwendigkeit der Frauengesundheitsforschung?

Der Autor argumentiert, dass bestehende Modelle den Faktor Geschlecht vernachlässigen, was zu ineffektiven oder sogar schädlichen Interventionen bei geschlechtsspezifischen Krankheitsverläufen führen kann.

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Details

Title
Modelle der Gesundheit - Unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Aspekte
College
University of Graz
Course
Gesundheitspsychologie
Grade
1,0
Author
Albert Etschmaier (Author)
Publication Year
2007
Pages
28
Catalog Number
V80717
ISBN (eBook)
9783638874687
Language
German
Tags
Modelle Gesundheit Unter Berücksichtigung Aspekte Gesundheitspsychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Albert Etschmaier (Author), 2007, Modelle der Gesundheit - Unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Aspekte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80717
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