Auf Grund der hohen Dynamik der sich ständig verändernden Umwelt und der damit kontinuierlich steigenden Anforderungen an Unternehmen sind diese gezwungen, ihre Strukturen zu überdenken und ihre Organisation diesen neuen Ansprüchen anzupassen. Eine Möglichkeit, dieses zu realisieren, besteht in Form des Outsourcing von bestimmten Tätigkeiten, Funktionen oder ganzen Bereichen.
Die Entscheidung für das Outsourcing hat zahlreiche Konsequenzen für das Unternehmen. Eine dieser Folgen ist die Flexibilisierug des im Unternehmen vorhandenen Wissens, welche auch die Gefahr des Wissensabflusses in sich birgt.
Im Rahmen dieser Arbeit sollen die Auswirkungen des Outsourcing auf das unternehmensinterne Wissen untersucht werden. Der Fokus wird dabei auf den Wissenstransfer und die daraus resultierenden Risiken gelegt.
Nach dieser Einleitung werden im folgenden Kapitel die Grundlagen des Outsourcing erörtert. Das dritte Kapitel gibt einen vertiefenden Einblick in die Begriffe Wissen, Wissensmanagement und Wissenstransfer. Die Beeinflussung des vorhandenen Unternehmenswissen wird im vierten Kapitel thematisiert. Den ersten Bereich stellt dabei die Wissensgenerierung und der Wissenstransfer dar. Im zweiten Teil dieses Kapitels werden die Risiken erläutert, die aus den Folgen des Outsourcing resultieren. Im letzten Kapitel werden die Folgen des Outsourcing auf das Unternehmenswissen bewertet und ein abschließendes Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen des Outsourcing
2.1 Der Begriff und die historische Entstehung des Outsourcing
2.2 Ausgestaltungsformen des Outsourcing
2.3 Motive und Risiken des Outsourcing
3 Wissen, Wissensmanagement und Wissenstransfer
3.1 Wissensbegriff und Wissensarten
3.2 Wissensmanagement
3.3 Wissenstransfer
4 Beeinflussung des Unternehmenswissens durch Outsourcing
4.1 Wissensgenerierung und -transfer im Outsourcing-Prozess
4.1.1 Transfer vom Outsourcer zum Leistungsanbieter
4.1.2 Transfer vom Anbieter zum outsourcenden Unternehmen
4.2 Die wissensbasierten Risiken des Outsourcing
4.2.1 Arten der Wissensrisiken
4.2.2 Einfluss der Outsourcing-Form auf die Wissensrisiken
5 Resümee
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit untersucht die Auswirkungen von Outsourcing auf das unternehmensinterne Wissen, wobei der Fokus gezielt auf den Wissenstransfer sowie die daraus resultierenden Wissensrisiken für die Organisation gelegt wird.
- Grundlegende Begriffsbestimmung und historische Entwicklung von Outsourcing
- Analyse des Wissensmanagements und der Bedeutung von Wissenstransfer
- Untersuchung der Wissensgenerierung und des Wissenstransfers im Outsourcing-Prozess
- Identifikation und Kategorisierung wissensbasierter Risiken durch Auslagerung
- Bewertung des Einflusses verschiedener Outsourcing-Formen auf den Wissenserhalt
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Transfer vom Outsourcer zum Leistungsanbieter
Bei dieser Art des Wissenstransfer soll das organisationale Wissen, welches für den auszulagernden Prozess erforderlich ist, auf den Dienstleister übertragen werden, da dieser bei der Wissensgenerierung nicht beteiligt war und es ihm somit nicht zur Verfügung steht. Es ist also eine Flexibilisierung des im Unternehmen vorhandenen Wissens erforderlich. Die Art des Wissens, welches transferiert wird, ist abhängig von der Phase, in der sich der Outsourcingprozess befindet. Zu Beginn dieses Prozesses wird das Wissen über die vorhandene Infrastruktur des auszulagernden Bereichs gebündelt und den potentiellen Dienstleistern zur Verfügung gestellt. Weiterhin erhält der Anbieter Wissen über Prozesse und firmenspezifische Gegebenheiten.
In der Phase, in der die Leistungserstellung vom auslagernden Unternehmen zum Dienstleister übergeht, ist die Intensität des Wissenstransfers am größten. Der Übergang kann in Form von dokumentiertem Wissen erfolgen. Da jedoch zumeist nicht alles notwendige Wissen in expliziter Form zur Verfügung steht, ist entweder die Übernahme das Personals erforderlich oder zumindest mündliche Kommunikation, um weiteres, implizites Wissen zu transferieren. Der Personalübergang stellt den größten Einfluss auf das vorhandene Wissen im Unternehmen dar, da das implizite Wissen, das diese Personen besitzen, dem Unternehmen nur noch indirekt über die Leistungen des Dienstleisters zur Verfügung stehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Dynamik der modernen Unternehmensumwelt ein und erläutert die Fragestellung bezüglich der Auswirkungen von Outsourcing auf das unternehmensinterne Wissen.
2 Grundlagen des Outsourcing: Hier werden der Begriff, die historische Entwicklung sowie verschiedene Ausgestaltungsformen und die damit verbundenen Motive und allgemeinen Risiken dargelegt.
3 Wissen, Wissensmanagement und Wissenstransfer: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Wissen, die organisatorische Wissensbasis sowie die Prozesse des Wissensmanagements und des Wissenstransfers.
4 Beeinflussung des Unternehmenswissens durch Outsourcing: Dieser Hauptteil analysiert, wie Wissensgenerierung und Transfer im Outsourcing-Prozess ablaufen und welche spezifischen Wissensrisiken dabei entstehen.
5 Resümee: Das Fazit fasst die Auswirkungen von Outsourcing auf das vorhandene Wissen zusammen und betont die Notwendigkeit, ökonomische Outsourcing-Entscheidungen kritisch unter Wissensaspekten zu prüfen.
Schlüsselwörter
Outsourcing, Wissensmanagement, Wissenstransfer, Unternehmenswissen, Wissensrisiken, Know-How, Wissensgenerierung, Personalübergang, Wettbewerbsvorteile, Kernkompetenzen, Outsourcing-Formen, Wissensabfluss, Strategisches Management.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die strategischen Auswirkungen von Outsourcing-Entscheidungen auf das spezifische Wissen eines Unternehmens und den damit verbundenen Verlust oder Transfer von Know-How.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Grundlagen des Outsourcing, die Definitionen von Wissensmanagement sowie die Analyse der Wissensflüsse und Risiken im Rahmen von Auslagerungsprozessen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Auswirkungen der Auslagerung von Unternehmensbereichen auf das interne Wissen zu untersuchen und die daraus resultierenden Wissensrisiken für die Unternehmung zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Seminararbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufbereitung bestehender wissenschaftlicher Konzepte basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Wissensmanagements und die praktische Analyse, wie Wissenstransfer in Outsourcing-Phasen stattfindet und welche personellen sowie technischen Risiken dabei bestehen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Outsourcing, Wissensmanagement, Wissenstransfer, Wissensrisiken und Kernkompetenzen.
Warum spielt der Personalübergang beim Outsourcing eine besondere Rolle?
Der Personalübergang ist kritisch, da mit den Mitarbeitern oft ein hoher Anteil an implizitem Wissen das Unternehmen verlässt, welches dann nur noch indirekt über den Dienstleister verfügbar ist.
Ist die Wahl der Outsourcing-Form entscheidend für das Wissensrisiko?
Ja, laut der Arbeit ist das Wissensrisiko bei einem totalen Outsourcing signifikant höher als bei partiellem Outsourcing, während internes Outsourcing diese Wissensgefahren weitgehend vermeidet.
- Quote paper
- Kerstin Ludolph (Author), 2006, Die Auswirkung von Outsourcing auf das vorhandene Wissen im Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80734