Diese Hauptseminararbeit entstand im Rahmen des in der Gymnasiallehrerausbildung vorgeschriebenen studienbegleitenden Praktikums, sie kann aber auch in anderen Bereichen der Didaktik nützliche Leitlinien geben.
In nachfolgender Arbeit soll eine Einführungsstunde zum Thema BEING BRITISH, die in einer 11. Klasse am einem Gymnasium im Mai 2005 gehalten wurde, genauer beleuchtet werden. Dabei wird zuerst auf die allgemeinen Vorraussetzungen wie Schule, Klasse und Lehrwerk eingegangen, bevor ein Übersichtsplan Zeitablauf, Lernziele und Medien skizziert. Im Kapitel ‚Unterrichtsplanung’ werden theoretischen Grundlagen dargelegt, die zur Zielsetzung und Wahl der Arbeitsform führten. Bei der Zielsetzung liegt der Schwerpunkt auf dem Interkulturellen Lernen, aber auch die Entwicklung eines Problembewusstseins und die Vermittlung eines realistischen landeskundlichen Grundwissens werden thematisiert. Anschließend wird die Planung der Stunde näher erläutert und im Folgenden der tatsächliche Ablauf der Stunde nachgezeichnet. Die Evaluation der Stunde schließt die Arbeit ab.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 VORAUSSETZUNGEN
3 ÜBERSICHTSPLAN ÜBER STUNDE
4 UNTERRICHTSPLANUNG
4.1 Zielsetzung
4.1.1 Vermittlung eines realistischen Bildes
4.1.2 Entwicklung eines differenzierten Problembewusstseins
4.1.3 Interkulturelles Lernen
4.2 Arbeitsform
5 PLANUNG
6 TATSÄCHLICHER VERLAUF DER STUNDE
7 EVALUATION DER STUNDE
8 BIBLIOGRAPHIE
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die didaktische Planung und Durchführung einer Einführungsstunde zum Thema „Being British“ in einer 11. Klasse eines Gymnasiums. Ziel ist es, durch den Einsatz von authentischem Material und kooperativen Arbeitsformen ein realistisches Bild Großbritanniens zu vermitteln, interkulturelle Lernprozesse anzustoßen und ein Bewusstsein für gesellschaftliche Problemstellungen zu entwickeln.
- Didaktische Reduktion und Unterrichtsplanung
- Interkulturelles Lernen und Kompetenzerwerb
- Methoden des kooperativen Lernens (Gruppenarbeit)
- Sensibilisierung für Stereotype und nationale Identität
- Evaluation von Unterrichtsverlauf und Sozialformen
Auszug aus dem Buch
4.1.3 Interkulturelles Lernen
Es wird allgemein angenommen, dass ein enger Zusammenhang zwischen der Sprache, der sich einer Gruppe bedient und ihrer Identität besteht. Akzent, Wortwahl oder Intonation schaffen Zusammengehörigkeit in einer Gruppe und grenzen ihre Sprecher von anderen Gruppen ab. „Language is an integral part of ourselves – it permeates our very thinking and way of viewing the world“. Letztendlich schafft Sprache also Kultur und deshalb unterscheiden sich Sprecher unterschiedlicher Sprachen auch durch die Art und Weise wie sie die Welt sehen. Claire Kramsch schreibt:
Language use is a cultural act not only because it reflects the ways in which one individual acts on another individual through such speech acts as thanking, greeting, complementing, that are variously accomplished in various cultures. Language use is a cultural act because its users co-construct the very social roles that define them as members of a discourse community.
Das ‚richtige’ Verhalten entscheidet über die Zugehörigkeit zu einer Gruppe. „The construction of meaning, the interpretation of events [is] grounded in each person’s experience and field of perception”. Während einer Unterhaltung erwarten die Teilnehmer ganz bestimmte Verhaltensmuster voneinander, die je nach Kultur und Erfahrungen der Sprecher stark variieren können. Sind Konventionen innerhalb eines Landes oder einer Sprachenzone oft ähnlich oder gleich, so können in einem anderen Land ganz andere Konventionen herrschen. „Speakers draw on frames of expectations they have in common with other members of the group who share the same life history and the same larger context of culture.” Je ähnlicher also der Hintergrund und die Erfahrungen von Sprechern, desto leichter können sie das Verhalten des Gesprächspartners richtig interpretieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung gibt einen Überblick über den Gegenstand der Arbeit, eine Einführungsstunde zum Thema „Being British“, und erläutert den Aufbau der didaktischen Analyse.
2 VORAUSSETZUNGEN: Hier werden die schulischen Rahmenbedingungen, die Klassenzusammensetzung sowie das Leistungsniveau und die Vorerfahrungen der Lerngruppe detailliert beschrieben.
3 ÜBERSICHTSPLAN ÜBER STUNDE: Dieses Kapitel enthält eine tabellarische Übersicht des Zeitablaufs, der Lerninhalte, der gewählten Methoden sowie der eingesetzten Medien.
4 UNTERRICHTSPLANUNG: Dieser Abschnitt legt die theoretischen Grundlagen dar, wobei der Fokus auf der Zielsetzung (realistisches Bild, Problembewusstsein, interkulturelles Lernen) und der Begründung der gewählten Arbeitsform liegt.
5 PLANUNG: Das Kapitel beschreibt den konkreten Planungsprozess der Stunde, einschließlich der didaktischen Reduktion, der Auswahl der Materialien und der antizipierten Schwierigkeiten.
6 TATSÄCHLICHER VERLAUF DER STUNDE: Hier wird das tatsächliche Unterrichtsgeschehen reflektiert, wobei auf die Motivation der Schüler und aufkommende Diskussionen eingegangen wird.
7 EVALUATION DER STUNDE: Das Fazit bewertet den Erfolg der Stunde, identifiziert Optimierungsmöglichkeiten für zukünftige Unterrichtseinheiten und reflektiert die Effektivität der Gruppenarbeit.
8 BIBLIOGRAPHIE: Dieses Kapitel listet alle verwendeten Bücher und Zeitschriften auf, die für die theoretische Fundierung der Arbeit herangezogen wurden.
Schlüsselwörter
Englischunterricht, Fachdidaktik, Stundenentwurf, Interkulturelles Lernen, Gruppenarbeit, Unterrichtsplanung, Being British, Fremdsprachenunterricht, Soziale Kompetenz, Didaktische Reduktion, Kommunikation, Sprachidentität, Stereotype, Schüleraktivierung, Evaluationsmethode.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert eine Einführungsstunde zum Thema „Being British“ in einer 11. Klasse, wobei insbesondere die Planung und didaktische Umsetzung im Vordergrund stehen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert auf interkulturelles Lernen, die Anwendung von kooperativen Arbeitsformen im Englischunterricht und den Abbau von Stereotypen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch eine praxisorientierte Unterrichtsplanung ein authentisches Bild der britischen Gesellschaft zu vermitteln und die Sprechbereitschaft der Schüler zu erhöhen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt didaktische Theorien, unter anderem von Wolfgang Klafki und Penny Ur, um die Unterrichtsplanung wissenschaftlich zu begründen und den Unterrichtsverlauf im Nachhinein kritisch zu reflektieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Voraussetzungen der Lerngruppe analysiert, theoretische Konzepte zur Unterrichtsgestaltung erläutert und der tatsächliche Ablauf der Stunde sowie deren Evaluation dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind interkulturelles Lernen, Gruppenarbeit, fachdidaktische Planung und die Förderung der kommunikativen Kompetenz im Englischunterricht.
Warum wurde Gruppenarbeit als zentrale Arbeitsform gewählt?
Die Autorin entschied sich für Gruppenarbeit, um die Sprechzeit jedes einzelnen Schülers zu erhöhen und eine kooperative Umgebung zu schaffen, in der interaktive Aushandlungsprozesse möglich sind.
Welche Rolle spielte der Test der BBC bei der Unterrichtsgestaltung?
Der Test diente als Einstiegsphase, um die Aufmerksamkeit der Schüler zu gewinnen und durch eine „unerwartete Wendung“ ein Bewusstsein für die Verzerrung von Stereotypen zu schaffen.
Wie ging die Autorin mit dem Problem um, dass Schüler im Unterricht Deutsch sprachen?
Die Autorin erkannte die Schwierigkeit, deutsche Muttersprachler zu durchgehendem Englisch zu bewegen, und empfiehlt, den Schülern den Nutzen dieser Übung zur Vorbereitung auf mündliche Prüfungen kontinuierlich zu verdeutlichen.
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- Barbara Pelikan (Author), 2005, Unterrichtseinheit: Beeing British - eine Einführungsstunde, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81069