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Der Jenaplan nach Peter Petersen

Title: Der Jenaplan nach Peter Petersen

Term Paper , 2004 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anja Gneuß (Author)

Pedagogy - Reform Pedagogics
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In dieser Hausarbeit wird zunächst die Pädagogik Petersens näher vorgestellt bevor anschließend Schlussfolgerungen für die Arbeit in der Schulischen Erziehungshilfe gezogen werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Pädagogik von Peter Petersen am Beispiel des Jenaplans

2.1 Die Stammgruppen

2.2 Der Wochenarbeitsplan

2.3 Das “Gruppenunterichtliche Verfahren“

2.4 Die Arbeits- und Leistungsberichte

2.5 Die “Schulwohnstube“ als Raum für “sittliche und soziale Erziehung“

2.6 Die Schulgemeinde

3. Die Jenaplanpädagogik in der Schule für Erziehungshilfe

4. Schlussbetrachtungen

6. Anhang

6.1 Die Jenaplan - Basisprinzipien

6.2 Das Stammgruppensystem

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Belegarbeit befasst sich mit der Pädagogik von Peter Petersen und deren konzeptioneller Umsetzung im Jenaplan. Das primäre Ziel ist es, die zentralen reformpädagogischen Ansätze Petersens darzustellen und kritisch zu prüfen, inwieweit diese in der schulischen Erziehungshilfe für Kinder und Jugendliche mit Verhaltensstörungen Anwendung finden und zur Verbesserung der Lern- und Erziehungssituation beitragen können.

  • Grundlagen und Prinzipien der Pädagogik nach Peter Petersen
  • Strukturgebende Elemente des Jenaplans (Stammgruppen, Wochenarbeitsplan)
  • Die Bedeutung der sozialen Gemeinschaft und Raumgestaltung (Schulwohnstube)
  • Analyse der Übertragbarkeit jenaplanpädagogischer Konzepte auf die Schule für Erziehungshilfe
  • Ansätze zur Prozessdiagnostik und schülerorientierten Förderung

Auszug aus dem Buch

2.3 Das “Gruppenunterrichtliche Verfahren“

Auch in der heutigen Zeit wird in den Schulen häufig immer noch der Frontalunterricht praktiziert. Der Unterricht wird bei dieser Form durch den Lehrer bestimmt und erhält die Funktion der instruktiven Wissensvermittlung.

Genau dies kritisiert Petersen, denn seiner Auffassung nach lernt und bildet sich ein Kind, wenn es sich aktiv mit Gegenständen und Menschen seiner Umwelt auseinandersetzt ( vgl. Dietrich 1995, S. 82 ). Um dies zu erreichen, nimmt die Gruppenarbeit bzw. das “Gruppenunterrichtliche Verfahren“ eine zentrale Stellung im Schulalltag der Jenaplanschule ein, trotzdem sie zeitlich nur knapp ein Viertel der gesamten Schularbeit ausmacht. Dennoch nimmt sie eine zentrale Funktion ein, denn bei dieser Arbeitsform wird in außerordentlichem Maße das eigenständige Handeln, Denken sowie das individuelle Lernen mittels gegenseitiger Hilfe gefordert und gefördert. Diese spezifische Tätigkeit und Fähigkeit muss dem Kind natürlich erst beigebracht werden und somit wird relativ zeitig in der Untergruppe, mit genannten Einschulungskursen zum Erlernen bestimmter Arbeitstechniken begonnen, und systematisch in den folgenden Stammgruppen ergänzt und weitergeführt. Das Ziel dieser Art und Weise besteht darin, dass das Kind ein hohes Maß an Selbständigkeit im Handeln und Denken erreicht, sowie zunehmend vom Lehrer unabhängig wird ( vgl. Hoof 1998, S. 25 ).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den Lebensweg und die berufliche Entwicklung Peter Petersens und begründet die Relevanz seiner pädagogischen Konzepte für die heutige schulische Erziehungshilfe.

2. Die Pädagogik von Peter Petersen am Beispiel des Jenaplans: Dieses Kapitel erläutert das pädagogische Grundkonzept Petersens als "Arbeits- und Lebensgemeinschaftsschule", welche individuelle Persönlichkeitsentfaltung in einer sozialen Gemeinschaft in den Fokus rückt.

2.1 Die Stammgruppen: Hier wird das Prinzip der heterogenen, jahrgangsübergreifenden Lerngruppen beschrieben, das soziale Kompetenzen fördert und ein eigenständiges Lernen ermöglicht.

2.2 Der Wochenarbeitsplan: Das Kapitel beschreibt den rhythmischen Wochenarbeitsplan als Alternative zum starren Stundenplan, der den natürlichen Arbeitsrhythmus der Kinder berücksichtigt.

2.3 Das “Gruppenunterichtliche Verfahren“: Diese Sektion verdeutlicht die Bedeutung der Gruppenarbeit für die Förderung der Selbstständigkeit und die aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt.

2.4 Die Arbeits- und Leistungsberichte: Hier wird der Ansatz vorgestellt, herkömmliche Zensuren durch Selbstbeurteilung und objektive Berichte zur Stärkung der Lernmotivation zu ersetzen.

2.5 Die “Schulwohnstube“ als Raum für “sittliche und soziale Erziehung“: Das Kapitel thematisiert die notwendige Neugestaltung des Klassenraums hin zu einem Lebensraum, der Geborgenheit und Verantwortung vermittelt.

2.6 Die Schulgemeinde: Es wird die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Schülern, Lehrern und Eltern im Rahmen einer Schulgemeinde als Ausdruck einer demokratischen Erziehungsgemeinschaft erläutert.

3. Die Jenaplanpädagogik in der Schule für Erziehungshilfe: Dieses Kapitel transferiert die Prinzipien Petersens auf die besonderen Anforderungen der Erziehungshilfe und betont die Notwendigkeit einer individuellen, beziehungsorientierten Pädagogik.

4. Schlussbetrachtungen: Die Schlussbetrachtung würdigt Petersens Bedeutung als Reformpädagoge und fasst die Chancen einer Anwendung jenaplanpädagogischer Elemente in modernen Förderkontexten zusammen.

6. Anhang: Der Anhang enthält die Basisprinzipien nach Kees Both sowie eine detaillierte Übersicht über das Stammgruppensystem.

Schlüsselwörter

Jenaplan, Peter Petersen, Reformpädagogik, Erziehungshilfe, Stammgruppen, Wochenarbeitsplan, Schulgemeinde, Schulwohnstube, Gruppenunterricht, Prozessdiagnostik, Selbstständigkeit, soziale Erziehung, Schulentwicklung, Förderbedarf, Lernkultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die reformpädagogischen Ansätze von Peter Petersen, insbesondere den sogenannten Jenaplan, und deren Eignung für den Einsatz in Schulen für Erziehungshilfe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Lernorganisation im Jenaplan (Stammgruppen, Wochenplan), die Gestaltung des sozialen Schullebens (Schulgemeinde, Schulwohnstube) und die Übertragung dieser Konzepte auf die Arbeit mit verhaltensauffälligen Schülern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, pädagogische Konzepte aufzuzeigen, die Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf helfen, Selbstwertgefühl, soziale Kompetenz und Vertrauen durch eine fürsorgliche, lebensnahe Lernumgebung zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auseinandersetzung mit reformpädagogischen Grundlagentexten und der Übertragung dieser theoretischen Ansätze auf die spezifischen Praxisanforderungen der schulischen Erziehungshilfe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Vorstellung der Jenaplan-Prinzipien und die anschließende Diskussion darüber, wie Elemente wie die "Schulwohnstube" oder das Einlehrersystem in der Schule für Erziehungshilfe implementiert werden können.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Jenaplan, Erziehungshilfe, Stammgruppen, Selbstständigkeit, Schulgemeinde und Prozessdiagnostik.

Warum wird im Jenaplan auf klassische Zensuren weitgehend verzichtet?

Petersen sah in der traditionellen Notengebung eine Gefahr für das Schulklima und den Arbeitswillen; an deren Stelle treten Selbstbeurteilung, Ausstellungen und verbale Entwicklungsberichte, die das individuelle Lernen fördern.

Welche Rolle spielt die "Schulwohnstube" in der Erziehungshilfe?

Sie dient als geschützter Lebens- und Arbeitsraum, der den Kindern durch Mitgestaltung und Verantwortung ein Gefühl von Geborgenheit, Vertrauen und Stolz vermittelt – essenzielle Voraussetzungen für Kinder, die durch Enttäuschungen das Vertrauen zu Erwachsenen verloren haben.

Inwiefern ist das Einlehrersystem für verhaltensauffällige Kinder relevant?

Es bietet Kontinuität und Verlässlichkeit, da die Schüler nicht ständig mit neuen Lehrkräften konfrontiert werden, was es ihnen erleichtert, tragfähige Beziehungen und Vertrauen in einem sicheren sozialen Rahmen aufzubauen.

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Details

Title
Der Jenaplan nach Peter Petersen
College
Martin Luther University  (Institut für Rehabilitationspädagogik)
Course
Vom Schüler zum Lehrer - zu Problemen des Seitenwechsels
Grade
1,0
Author
Anja Gneuß (Author)
Publication Year
2004
Pages
22
Catalog Number
V81154
ISBN (eBook)
9783638037280
ISBN (Book)
9783656207054
Language
German
Tags
Jenaplan Peter Petersen Schüler Lehrer Problemen Seitenwechsels
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Gneuß (Author), 2004, Der Jenaplan nach Peter Petersen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81154
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