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Privat oder öffentlich? Eine Arendt’sche Betrachtung Honneth’scher Anerkennungssphären

Titre: Privat oder öffentlich? Eine Arendt’sche Betrachtung Honneth’scher Anerkennungssphären

Dossier / Travail , 2007 , 23 Pages , Note: 2,7

Autor:in: Kevin Francke (Auteur)

Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques
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Das höchste Ziel des Menschen ist seine individuelle Selbstverwirklichung. Jegliches menschliche Handeln hat das Ziel, schließlich etwas Dauerhaftes zu schaffen, in dem sich das Individuum wieder erkennt und zugleich verewigt. Zugleich soll ein jeder aber so handeln, dass andere dadurch nicht behindert werden, gleichsam sich an allgemeinen Normen orientieren.
Der deutsche Philosoph und Soziologe Axel Honneth stellt ein normatives Modell auf, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um die Freiheit zu haben und das Selbstbewusstsein zu besitzen, dieses Ziel zu erreichen. Das von ihm formulierte Ideengebäude – in den Grundzügen basierend auf G. W. F. Hegel und George Her-bert Mead – setzt drei soziale Sphären, diejenige der Liebe, des Rechts sowie der Solidarität, der reziproken intersubjektiven Anerkennung voraus. Diese seien für die Herausbildung der „bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaftsform“ verantwortlich.
Leider lässt Honneth einen Schritt außen vor; es bleibt uneindeutig, in welchem Bereich, dem des Privaten oder dem der Öffentlichkeit, die drei Sphären jeweils angesiedelt sind. Aufschluss gibt uns die Philosophin Hannah Arendt. In ihrem Werk Vita Activa widmet sie ein gesamtes Kapitel der Unterscheidung von Privat und Öffentlich und definiert deutliche Differenzen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. HONNETHS ANERKENNUNGSMODELL

2.1. DREI ANERKENNUNGSSPHÄREN

2.1.1. LIEBE

2.1.2. RECHT

2.1.3. SOLIDARITÄT

2.2. EINFLUSS DES RECHTS

3. PRIVAT UND ÖFFENTLICH NACH ARENDT

3.1. ÖFFENTLICHKEIT

3.2. PRIVAT

4. EINORDNUNG DER ANERKENNUNGSSPHÄREN

5. ABSCHLIEßENDE ÜBERLEGUNGEN

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit verfolgt das Ziel, Axel Honneths Anerkennungstheorie mit Hannah Arendts philosophischer Unterscheidung von privatem und öffentlichem Bereich systematisch zu verknüpfen. Dabei wird untersucht, in welchen der von Arendt definierten Lebensbereiche sich die drei Anerkennungssphären – Liebe, Recht und Solidarität – verorten lassen und welche Konsequenzen dies für die individuelle Selbstverwirklichung in der modernen Gesellschaft hat.

  • Analyse der drei Anerkennungssphären nach Axel Honneth.
  • Untersuchung der Differenzierung von privatem und öffentlichem Bereich bei Hannah Arendt.
  • Systematische Einordnung der Anerkennungssphären in das Arendt’sche Denkmuster.
  • Reflexion über die Bedingungen von Selbstverwirklichung in der Massengesellschaft.

Auszug aus dem Buch

3.1. Öffentlichkeit

Arendt unterscheidet zwei Charakteristika von Öffentlichkeit, Erscheinungen in der Allgemeinheit und die gemeinsame Welt als solche, im Unterschied zum intimen, nicht vermittelbaren Privaten und dem Privateigentum.

Die erste Bedeutung des Öffentlichen ist seine Realität. In dem Augenblick, in dem andere einen Gegenstand ebenfalls wahrnehmen, kommt diesem Öffentlichkeit, Objektivität zu. Alles was dagegen nicht sinnlich wahrnehmbar ist, ist demnach nicht öffentlich. Der Primat der Anwesenheit definiert die Zugehörigkeit des Gegenstandes. Selbst Gefühle, sobald sie vermittelt und so „entprivatisiert“ werden, also auch für alle anderen anwesend sind, treten öffentlich in Erscheinung. Freundschaft, ein Teil der primären Sphäre bei Honneth, kann durchaus relevant für die Öffentlichkeit sein und also von ihr erkannt werden; die Liebe dagegen, obwohl sehr relevant, hält das gleißende Licht nicht aus und bleibt subjektiv, ebenso alles, was „irrelevant [für die Gesellschaft, K.F.] ist, automatisch zur Privatsache wird“. Schlichtweg nicht vermittelbar ist das Gefühl von Schmerz, das alle Realität ausblendet und nicht zur Objektivität gelangen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in das Thema der Anerkennungstheorie und die Fragestellung zur Einordnung dieser in den privaten oder öffentlichen Bereich nach Hannah Arendt.

2. HONNETHS ANERKENNUNGSMODELL: Darstellung der drei intersubjektiven Anerkennungssphären Liebe, Recht und Solidarität als Voraussetzungen für individuelle Selbstverwirklichung.

2.1. DREI ANERKENNUNGSSPHÄREN: Detaillierte Erläuterung der einzelnen Sphären inklusive ihrer Bedeutung für die Identitätsbildung.

2.1.1. LIEBE: Beschreibung der primären Bindungen und des Prinzips der Fürsorge.

2.1.2. RECHT: Erörterung der rechtlichen Anerkennung und der Gewährleistung von Gleichbehandlung.

2.1.3. SOLIDARITÄT: Analyse der sozialen Wertschätzung auf Basis erbrachter Leistungen.

2.2. EINFLUSS DES RECHTS: Untersuchung der regulativen Wirkung rechtlicher Standards auf die anderen Sphären.

3. PRIVAT UND ÖFFENTLICH NACH ARENDT: Analyse der Arendt’schen Definitionen von privatem und öffentlichem Bereich sowie deren Wandel im Laufe der Zeit.

3.1. ÖFFENTLICHKEIT: Erläuterung der Öffentlichkeit als Ort der Realität, der Sichtbarkeit und des Gemeinsamen.

3.2. PRIVAT: Erläuterung des Privaten als Ort des Schutzes und der notwendigen Lebensvollzüge.

4. EINORDNUNG DER ANERKENNUNGSSPHÄREN: Versuch der systematischen Zuordnung der Honneth’schen Sphären in die von Arendt beschriebenen Lebensbereiche.

5. ABSCHLIEßENDE ÜBERLEGUNGEN: Kritische Reflexion darüber, ob eine Selbstverwirklichung nach Honneth unter den Bedingungen der Arendt’schen Massengesellschaft in der heutigen Zeit noch möglich ist.

Schlüsselwörter

Anerkennungstheorie, Axel Honneth, Hannah Arendt, Privatheit, Öffentlichkeit, Selbstverwirklichung, Anerkennungssphären, Liebe, Recht, Solidarität, Vita Activa, Gesellschaft, Identität, Soziale Wertschätzung, Massengesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Verbindung zwischen Axel Honneths Anerkennungsmodell und Hannah Arendts Unterscheidung von privatem und öffentlichem Bereich.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die drei sozialen Sphären der Anerkennung (Liebe, Recht, Solidarität) und deren Spannungsverhältnis zu den antiken und neuzeitlichen Konzepten des Öffentlichen und Privaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, in welchem Ausmaß die Anerkennungssphären Honneths den Arendt’schen Bereichen zugeordnet werden können und wie dies die Möglichkeiten menschlicher Selbstverwirklichung beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politiktheoretische Analyse, die zentrale Texte beider Autoren rekapituliert und in einen systematischen Vergleich setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Anerkennungsmodells, die Analyse der Privat-Öffentlich-Dichotomie nach Arendt und den Versuch einer integrierenden Einordnung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Anerkennung, Selbstverwirklichung, Öffentlichkeit, Privatheit, Intersubjektivität und soziale Reproduktion geprägt.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Rechts?

Das Recht wird als zentrales Element identifiziert, das in alle Sphären hineinwirkt, sowohl schützende als auch regulative Funktionen hat und maßgeblich zur Teilnahme am öffentlichen Leben beiträgt.

Welches Fazit zieht die Arbeit zur Selbstverwirklichung?

Das Fazit lautet, dass die Verfolgung selbst gewählter Ziele im Sinne Honneths zwar möglich bleibt, die von Arendt geforderte Schaffung eines "Dauerhaften" in der modernen Massengesellschaft jedoch zunehmend unmöglich wird.

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Résumé des informations

Titre
Privat oder öffentlich? Eine Arendt’sche Betrachtung Honneth’scher Anerkennungssphären
Université
University of Potsdam  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Cours
Privat und öffentlich. Zur politiktheoretischen Konzeptionierung einer Dichotomie II
Note
2,7
Auteur
Kevin Francke (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
23
N° de catalogue
V81279
ISBN (ebook)
9783638833462
ISBN (Livre)
9783638919500
Langue
allemand
mots-clé
Privat Eine Arendt’sche Betrachtung Honneth’scher Anerkennungssphären Privat Konzeptionierung Dichotomie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kevin Francke (Auteur), 2007, Privat oder öffentlich? Eine Arendt’sche Betrachtung Honneth’scher Anerkennungssphären, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81279
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Extrait de  23  pages
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