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Verwundete Seelen - psychische Gewalt an Pflegekindern

Titre: Verwundete Seelen - psychische Gewalt an Pflegekindern

Travail d'étude , 2004 , 35 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Dipl.-Sozialpäd. (FH) Gabriela Springer (Auteur), Susanne Butterhof (Auteur)

Travail Social
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Résumé Extrait Résumé des informations

In der vorliegenden Studienarbeit soll der Versuch unternommen werden, einen ersten Zugang zu dem Problem der psychischen Gewalt an Pflegekindern zu bekommen um überhaupt verstehen zu können, wie es passieren kann, dass ein Pflegekind sich in einer Pflegefamilie wertlos, unerwünscht und fehl am Platz fühlt. Dazu werden wir nach einer kurzen Klärung der wichtigsten Begriffe, wie wir sie in dieser Arbeit verstanden wissen wollen, zunächst allgemein die Erfahrungen von Kindern mit psychischer Gewalt in der Herkunftsfamilie und darauf folgend in der Pflegefamilie beleuchten, um dann, unter Einbeziehung unseres konkreten Fallbeispieles sowie dem Versuch einer theoretischen Fundierung durch einen Aspekt aus Peter Brückners Thesen zur Gewalt in der familialen Sozialisation, daraus Schlussfolgerungen für unsere Problemstellung zu ziehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erfahrungen psychischer Gewalt

2.1 In der Herkunftsfamilie – Ursprung psychischen Leidens

2.2 In der Pflegefamilie - Fortsetzung psychischen Leidens

3. Fallbeispiel: Tom

3.1 Erfahrungen psychischer Gewalt in Kindheit und Jugend

3.3 Die heutige Sicht der Pflegefamilienmitglieder

3.4 Betrachtung von außen

4. Peter Brückner – Gewalt in der familialen Sozialisation

4.1 „Mein“ und „Dein“

4.2 Anwendbarkeit auf das Fallbeispiel

5. Stellungnahme – Schlussgedanken

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Studienarbeit verfolgt das Ziel, einen ersten wissenschaftlichen Zugang zur Problematik der psychischen Gewalt an Pflegekindern zu schaffen, um die Entstehung von Gefühlen der existenziellen Unerwünschtheit in Pflegefamilien nachvollziehbar zu machen. Die Verfasserinnen untersuchen dabei, wie sich traumatische Erfahrungen aus der Herkunftsfamilie fortsetzen und durch eine unzureichende Integration in der Pflegefamilie verstärken können.

  • Mechanismen der psychischen Gewalt in Herkunfts- und Pflegefamilien
  • Analyse eines konkreten Fallbeispiels eines Pflegekindes (Tom)
  • Bedeutung der familialen Sozialisation nach Peter Brückner
  • Rolle von Besitzverhältnissen ("Mein" und "Dein") für Machtstrukturen
  • Reflexion über die Notwendigkeit professioneller Unterstützung und Vorbereitung

Auszug aus dem Buch

3.1 Erfahrungen psychischer Gewalt in Kindheit und Jugend

Tom wurde geboren, als seine Eltern sich gerade ein Jahr kannten. Zwei Monate nach seiner Geburt trennten sie sich wieder und seine Mutter kam nach einem kurz darauf folgenden Nervenzusammenbruch in eine psychiatrische Anstalt. Zu diesem Zeitpunkt kam Tom das erste Mal zu Pflegeeltern. Nachdem seine Mutter nach ein paar Monaten zwar einigermaßen erholt, jedoch mittlerweile wohl tablettenabhängig aus der Klinik entlassen wurde, nahm sie das Kind wieder zu sich. Dieser Vorgang – Einweisung in die Klinik, Entlassung nach einigen Monaten, erneute Aufnahme des Kindes – wiederholte sich regelmäßig, wobei Tom jedes Mal zu anderen Pflegeeltern oder in Heime kam.

Als er fünf Jahre alt war und wieder einmal bei seiner Mutter, kam der Bruder der Mutter hinzu, als diese gerade einen Suizidversuch unternahm und brachte Tom, der in seinem eigenen Kot und Erbrochenem saß, mit nach Hause in die eigene Familie, in der bereits drei Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren vorhanden waren. Toms Onkel befand sich gerade am Anfang seiner Laufbahn im öffentlichen Dienst, war also eher selten zu Hause, seine Tante war mit ihren eigenen drei Kindern zu dem Zeitpunkt etwas überfordert und zudem begann die Familie gerade mit dem Hausbau. Von amtlicher Seite war man dem Vernehmen nach froh, das Problem schnell gelöst zu haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik psychischer Gewalt an Pflegekindern ein und stellt den persönlichen Bezug der Verfasserinnen zur Thematik her.

2. Erfahrungen psychischer Gewalt: Dieses Kapitel beleuchtet die Hintergründe von Beziehungsabbrüchen sowie die psychischen Auswirkungen von Vernachlässigung in Herkunfts- und Pflegefamilien.

3. Fallbeispiel: Tom: Anhand der Lebensgeschichte von Tom wird exemplarisch aufgezeigt, wie fehlende Vorbereitung und Integration zu einer dauerhaften psychischen Belastung führen können.

4. Peter Brückner – Gewalt in der familialen Sozialisation: Es wird die Theorie von Peter Brückner zur Dialektik der Eigentumsverhältnisse herangezogen, um Machtdynamiken in der betroffenen Familie zu analysieren.

5. Stellungnahme – Schlussgedanken: Die Verfasserinnen reflektieren die eigene Arbeit, ihre persönlichen Lernprozesse und die Bedeutung der Aufarbeitung der Familienvergangenheit.

Schlüsselwörter

Psychische Gewalt, Pflegekinder, Pflegefamilie, Herkunftsfamilie, Sozialisation, Vernachlässigung, Integration, Trauma, Peter Brückner, Machtverhältnisse, Bindung, Deprivation, Familienkrise, Misshandlung, Fallbeispiel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der psychischen Gewalt an Pflegekindern und analysiert, wie diese Form der Misshandlung, oft losgelöst von körperlicher Gewalt, die seelische Entwicklung und Bindungsfähigkeit eines Kindes nachhaltig beeinträchtigt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die psychischen Auswirkungen von Vernachlässigung in der Herkunftsfamilie, die Herausforderungen der Integration in eine Pflegefamilie sowie die Bedeutung von materiellen Besitzverhältnissen für die Machtdynamik innerhalb der neuen Familie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel besteht darin, einen ersten Zugang zum Verständnis der psychischen Nöte eines Pflegekindes zu schaffen und aufzuzeigen, wie unzureichende Vorbereitung von Pflegefamilien psychisches Leid verfestigen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung eines persönlichen Fallbeispiels (Tom), einem Brief des betroffenen Pflegekindes sowie geführten Gesprächen mit verschiedenen Mitgliedern der beteiligten Pflegefamilie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Beleuchtung psychischer Gewalt, ein ausführliches Fallbeispiel sowie eine theoretische Fundierung durch soziologische Thesen von Peter Brückner über die Dialektik der Eigentumsverhältnisse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Psychische Gewalt", "Pflegefamilie", "Integration", "Sozialisation" und "Dialektik der Eigentumsverhältnisse" charakterisiert.

Warum war das Fallbeispiel von Tom für die Analyse so wichtig?

Tom dient als konkrete Fallstudie, um die langzeitigen Auswirkungen einer überstürzten Aufnahme in eine Pflegefamilie und das Fehlen einer professionellen Vorbereitung auf das Zusammenleben mit einem deprivierten Kind aufzuzeigen.

Welche Rolle spielt Peter Brückners Theorie?

Die Theorie Brückners wird genutzt, um die Rolle von Besitz ("Mein" und "Dein") und die damit verbundene Machtverteilung zwischen den leiblichen Kindern und dem Pflegekind im Fallbeispiel zu erklären.

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Résumé des informations

Titre
Verwundete Seelen - psychische Gewalt an Pflegekindern
Université
Munich University of Applied Sciences  (Fachbereich Sozialwesen)
Cours
Sozialpsychologie der Gewalt
Note
1,0
Auteurs
Dipl.-Sozialpäd. (FH) Gabriela Springer (Auteur), Susanne Butterhof (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
35
N° de catalogue
V81311
ISBN (ebook)
9783638851442
ISBN (Livre)
9783638850841
Langue
allemand
mots-clé
Verwundete Seelen Gewalt Pflegekindern Sozialpsychologie Gewalt
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dipl.-Sozialpäd. (FH) Gabriela Springer (Auteur), Susanne Butterhof (Auteur), 2004, Verwundete Seelen - psychische Gewalt an Pflegekindern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81311
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Extrait de  35  pages
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