Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Medias / Communication - Mass média

Wie wirken die Massenmedien auf die Meinungsbildung von Individuuen in sozialen Gruppen?

Vom Two-Step-Flow zur Netzwerktheorie.

Titre: Wie wirken die Massenmedien auf die Meinungsbildung von Individuuen in sozialen Gruppen?

Dossier / Travail , 2007 , 24 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Gesine Liersch (Auteur)

Medias / Communication - Mass média
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

In dieser Arbeit werden die kontextuellen Bedingungen der Massenmedienwirkung thematisiert. Die Rezeption von Medieninhalten findet in sozialen Gruppen statt. Soziale Kommunikation ist in der soziologischen Medienwirkungsforschung auf die interpersonale
und Massenkommunikation beschränkt. Beide Formen sind eng miteinander verschränkt.

Daher stellen sich die Fragen: Wie wirken Massenmedien auf die Meinungsbildung von Individuen in sozialen Gruppen, in denen interpersonale Kommunikation stattfindet? Wird der Rezipient direkt durch das Medium beeinflusst oder sind soziale Beziehungen
entscheidend für dessen Wirkung? Die Forschungsfrage bezieht sich auf die Verschränkung von massenmedialer und interpersonaler Kommunikation. Die Hypothese lautet: Im Prozess individueller Meinungsbildung wirken die Massenmedien nur verstärkend, während die interpersonale Kommunikation in sozialen Netzwerken das eigentlich entscheidende Element darstellt. Daraus ergibt sich die Frage, welche Strukturen diese Netzwerke haben und in welche Richtungen der Einfluss geht.

Extrait


Gliederung

1. Einleitung

2. Der One-Step Flow of Communication

3. Medienwirkung auf Rezipienten in sozialen Gruppen

3.1 „The People’s Choice“

3.1.1 Forschungsdesign und Ablauf der Erie-Studie

3.1.2 Ergebnisse der Studie

3.1.3 Die Meinungsführer und der Zweistufenfluss der Kommunikation

3.1.4 Die Vorteile interpersonaler Kommunikation

3.1.5 Kritik am Zweistufenfluss-Modell

4. Die Folgestudien

4.1 Die Rovere-Studie

4.2 Die Decatur-Studie

4.3 Die Drug-Studie

4.4 Zusammenfassung

5. Weitere Modifikationen des Meinungsführerkonzepts

5.1 Die Diffusionsstudien

5.2 Der Persuaionsprozess

5.2.1 Die ‚Inaktiven’

5.2.2 Die Modifikationen der Zweistufenflusshypothese

5.3 Die virtuellen Meinungsführer

5.4 Die Netzwerktheorie

6. Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die kontextuellen Bedingungen der Massenmedienwirkung und hinterfragt, wie Medien die Meinungsbildung von Individuen in sozialen Gruppen beeinflussen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei die Verschränkung von massenmedialer und interpersonaler Kommunikation sowie die Rolle von Meinungsführern innerhalb sozialer Netzwerke.

  • Wirkungsmodelle der Massenkommunikation (One-Step vs. Multi-Step Flow).
  • Empirische Analyse klassischer Wirkungsstudien (Erie, Rovere, Decatur, Drug).
  • Die Funktion und Eigenschaft von Meinungsführern in sozialen Strukturen.
  • Transformation des Meinungsführerkonzepts zur modernen Netzwerktheorie.
  • Bedeutung virtueller Meinungsführer und computervermittelter Kommunikation.

Auszug aus dem Buch

3.1.4 Die Vorteile interpersonaler Kommunikation

Persönliche Beziehungen haben fünf Vorteile, die zur politischen Homogenität der Gruppe führen und damit den Weg für die Meinungsführer frei machen.

1. Persönliche Kontakte sind zweckfrei. Weil man oft nicht absichtlich über Politik diskutiert, ist das Kommunikationsverhalten weniger selektiv als bei den Massenmedien. Da der persönliche Einfluss weniger frei gewählt werden kann und man nicht von Überredungsabsichten ausgeht, ist der Einfluss größer. Entgegengesetzte Einflüsse dringen leichter durch (vgl. Lazarsfeld u.a. 1969: 192-193).

2. Face-to-Face Kommunikation ist flexibler als massenmediale. Der unmittelbare Kontakt verringert Widerstände gegen Meinungen, weil reziprok und zielgerichtet auf das Verhalten des Anderen reagiert werden kann (vgl. Lazarsfeld u.a. 1969: 193-194).

3. In sozialen Gruppen wird abweichendes Verhalten sofort bestraft und die Akzeptanz der Gruppenmeinung umgehend belohnt. Diese Sanktionen und Anreize werden in der frühen Kindheit erlernt. Formalen Medien fehlt dieser Mechanismus (vgl. Lazarsfeld u.a. 1969: 194-195).

4. Menschen vertrauen Personen mit demselben Staus und gleichen Interessen eher als nicht personifizierten Argumenten der Massenmedien. Die Standpunkte bekannter Menschen sind glaubwürdiger (vgl. Lazarsfeld u.a. 1969: 196).

5. Interpersonale Beziehungen schaffen es, dass für die Freunde abgestimmt wird. „Es gab mehrere klare Fälle von Wahlverhalten, wo nicht aufgrund der Wahlkampfthemen oder der Persönlichkeit der Kandidaten abgestimmt wurde“ (Lazarsfeld u.a. 1969: 197).

Unmittelbare Kontakte wirken stärker als unpersönliche Massenmedien. „Vor allem Menschen können also andere Menschen zu einer Entscheidung zu bewegen (Lazarsfeld u.a. 1969: 199).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Medienwirkungsforschung und die Relevanz der Untersuchung des Zusammenspiels von interpersonaler und Massenkommunikation.

2. Der One-Step Flow of Communication: Darstellung der historischen Annahme allmächtiger Medien und des mechanischen Stimulus-Response-Modells.

3. Medienwirkung auf Rezipienten in sozialen Gruppen: Analyse der Erie-Studie, die den Zweistufenfluss der Kommunikation begründete und die Bedeutung sozialer Kontexte aufzeigte.

4. Die Folgestudien: Detaillierte Betrachtung von Rovere-, Decatur- und Drug-Studien zur Differenzierung und Weiterentwicklung des Meinungsführerkonzepts.

5. Weitere Modifikationen des Meinungsführerkonzepts: Untersuchung von Diffusionsprozessen, virtuellen Meinungsführern und der theoretischen Einbettung in die moderne Netzwerktheorie.

6. Resümee und Ausblick: Kritische Reflexion der Modellausweitungen und Ausblick auf die Bedeutung computervermittelter Kommunikation in der heutigen Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Medienwirkungsforschung, Zweistufenfluss, Meinungsführer, interpersonale Kommunikation, Massenmedien, Erie-Studie, Diffusionstheorie, Netzwerktheorie, Opinion Leader, Opinion Sharing, soziale Gruppen, Meinungsbildung, Multi-Step-Flow, soziale Netzwerke, Wissensgesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Medienwirkungsforschung und untersucht, wie Massenmedien die Meinungsbildung von Individuen innerhalb sozialer Gruppen beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind der Wandel von Wirkungsmodellen, von der Idee allmächtiger Medien hin zu komplexen Netzwerktheorien, unter Berücksichtigung interpersonaler Kommunikationsprozesse.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Verschränkung von massenmedialer und interpersonaler Kommunikation zu analysieren und zu klären, ob soziale Beziehungen das entscheidende Element bei der Meinungsbildung sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung und Synthese klassischer empirischer Wirkungsstudien sowie soziologischer Theorien zur Kommunikation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert wegweisende Studien wie die Erie-, Rovere-, Decatur- und Drug-Studie und deren Beitrag zum Verständnis des Meinungsführerkonzepts und des Multi-Step-Flows.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Medienwirkungsforschung, Meinungsführer, Zweistufenfluss, interpersonale Kommunikation, Netzwerktheorie und soziale Gruppen.

Welche Rolle spielen „virtuelle Meinungsführer“ in der heutigen Zeit?

Laut Arbeit gewinnen diese in einer individualisierten Gesellschaft an Bedeutung, da Menschen ihre Meinungen zunehmend an prominenten Personen aus den Medien ausrichten.

Warum wird die klassische Zweistufenflusshypothese kritisiert?

Die Hypothese wird kritisiert, weil sie unter anderem Informationen und Beeinflussung vermischt und die Rolle von Nicht-Wählern oder komplexen Netzwerkstrukturen unzureichend berücksichtigte.

Inwiefern hat sich die Bedeutung interpersonaler Kommunikation durch das Web 2.0 verändert?

Interpersonale Kommunikation ist durch Internetforen und soziale Netzwerke zu einem horizontalen, wechselseitigen Austausch geworden, der die Bindung zum Medium festigt und die Meinungsbildung nachhaltig prägt.

Fin de l'extrait de 24 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Wie wirken die Massenmedien auf die Meinungsbildung von Individuuen in sozialen Gruppen?
Sous-titre
Vom Two-Step-Flow zur Netzwerktheorie.
Université
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald
Note
1,0
Auteur
Gesine Liersch (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
24
N° de catalogue
V81348
ISBN (ebook)
9783638851664
Langue
allemand
mots-clé
Massenmedien Meinungsbildung Individuuen Gruppen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Gesine Liersch (Auteur), 2007, Wie wirken die Massenmedien auf die Meinungsbildung von Individuuen in sozialen Gruppen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81348
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  24  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint