Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

Das Kloster Dargun im Stammesgebiet der Zirzipanen

Title: Das Kloster Dargun im Stammesgebiet der Zirzipanen

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 22 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Dipl.Päd. L. Lindenschmidt (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Im Rahmen der Erforschung der »Germania Slavica« kann die Betrachtung des Zisterzienserklosters Dargun durchaus als ein Fallbeispiel der Beziehungen zwischen Slawen und Deutschen gesehen werden. Der Einfluss der Zisterzienser auf die Zirzipanische Bevölkerung förderte sowohl deren Christianisierung als auch die Immigration ortsfremder Siedler. Diese Siedler waren vor allem deutsche und dänische Handwerker und Landwirte. Über das Volk der Zirzipanen ist nur sehr wenig bekannt und die schriftlichen Quellen aus ihrem Siedlungs- beziehungsweise Stammesgebiet lassen sich zum größten Teil nicht weiter als bis zur Gründung des Klosters Dargun in den Jahren 1172/1173 zurück datieren. Die Zirzipanen waren offensichtlich eines der vielen Völker, welches über keinen eigenen kompetenten Geschichtsschreiber verfügte.

Mit Beginn der Klostergründung hatten die Darguner Zisterziensermönche großen Anteil an der weiteren Entwicklung Zirzipaniens. Die Christianisierung auch der ländlichen und einfachen Bevölkerung schritt schnell voran. Die Siedlungsstruktur veränderte sich zum Teil grundlegend und Wirtschaft und Handel entwickelten sich zügig.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Fragestellung

1.1 Quellenlage und Forschungsstand

2 Christianisierung und Pfarrkirchensystem

2.1 Christianisierung der Zirzipanen

2.2 Pfarrkirchen in Zirzipanien

3 Gründung des Darguner Klosters

3.1 Die Besitzungen des Klosters Dargun

3.2 Umstrukturierungen und Ausweitung

4 Wirtschaft und Handel

4.1 Land- und Fischwirtschaft

4.2 Salzgewinnung

4.3 Mühlenrechte

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Zisterzienserkloster Dargun als Fallbeispiel für die mittelalterlichen Siedlungs- und Christianisierungsprozesse im Stammesgebiet der Zirzipanen. Dabei wird analysiert, wie die Klostergründung und der Einfluss der Zisterzienser die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Struktur der Region nachhaltig veränderten.

  • Die Christianisierung der slawischen Bevölkerung im Gebiet der Zirzipanen.
  • Die Rolle der Zisterzienser bei der Siedlungsentwicklung und Kolonisation.
  • Wirtschaftliche Strategien des Klosters, inklusive Fischerei, Salzgewinnung und Mühlenbetrieb.
  • Der Einfluss des Klosters auf die Multiethnizität und soziale Strukturen.
  • Die Analyse der historischen Quellen und Urkunden zur Klostergründung.

Auszug aus dem Buch

3 Gründung des Darguner Klosters

Als im September 1171 Bischof Berno von Schwerin und der Pomoranenfürst Kasimir I. bei der Weihung des Schweriner Domes zusammen trafen, kam es vermutlich zu ersten Absprachen bezüglich einer Klostergründung in Schwerin. Den Anstoß für diese Beratungen zwischen dem weltlichen und geistlichen Führer für diese Region hatten die Dänen geliefert. Im Zuge des erfolgreichen dänischen Feldzugs in Zirzipanien, hatte Waldemar von Dänemark auch die Burg des zirzipanischen Adligen Otimar erobert, die sich im heutigen Behren Lübchin befand. Waldemar schonte Otimar gegen das Versprechen in seinem Herrschaftsbereich ein Kloster zu stiften. Da das Zisterzienserkloster im dänischen Esrom als Mutterkloster für Dargun vorgesehen war, lassen sich auch die typischen Kriterien des Zisterzienserordens für die Platzwahl eines neuen Klosters nachweisen. Hier sind besonders ein eigenständiger Siedlungsplatz, gute agrartechnische Anbau- und Bewirtschaftungsmöglichkeiten sowie eine eigene, mehr als ausreichende Wasserversorgung zu nennen.

Nachdem die ersten Esromer Mönche ab dem 25. Juni 1172 die Klostermauern in Dargun bezogen hatten, wurde der Altar am 30. November 1173 durch Bischof Berno geweiht. Im Anschluss an die Weihung bestätigte der Bischof den Mönchen das Stiftungsgut. Der weltliche Verantwortliche, Herzog Kasimir, tat dies ebenfalls und verlieh des Weiteren die ersten Rechte an das Kloster. Bedeutsam war vor allem das Recht Handwerker und Bauer unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft auf den Klosterbesitzungen anzusiedeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in das Thema der Germania Slavica ein und stellt die Forschungsfragen zur Klostergründung Dargun und deren Einfluss auf die Zirzipanen.

2 Christianisierung und Pfarrkirchensystem: Hier wird der Prozess der Missionierung der slawischen Bevölkerung und der Aufbau kirchlicher Strukturen in der Region erläutert.

3 Gründung des Darguner Klosters: Dieses Kapitel beschreibt die historischen Hintergründe, die strategischen Motivationen und die tatsächliche Stiftungsurkunde des Klosters.

4 Wirtschaft und Handel: Die wirtschaftlichen Aktivitäten des Klosters, insbesondere Landwirtschaft, Fischerei, Salzproduktion und Mühlenrechte, werden hier detailliert analysiert.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zur Rolle des Klosters bei der friedlichen Umgestaltung der regionalen Siedlungsstruktur zusammen.

Schlüsselwörter

Zisterzienser, Dargun, Zirzipanen, Christianisierung, Germania Slavica, Siedlungsstruktur, Mittelalter, Landwirtschaft, Fischerei, Salzgewinnung, Klosterniederlassung, Ostsiedlung, Pommern, Konversen, Urkundenwesen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Wirken des Zisterzienserklosters Dargun und dessen Einfluss auf das Siedlungsgebiet der Zirzipanen im Kontext der mittelalterlichen Ostsiedlung.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Christianisierung, die wirtschaftlichen Erschließungsstrategien des Ordens und die Veränderungen der Siedlungsstruktur im heutigen Mecklenburg.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, wie eine Klostergründung mitten in einem heidnischen Gebiet durchgeführt wurde, wie die Missionierung verlief und welche wirtschaftlichen Auswirkungen diese auf die Region hatte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit stützt sich auf eine interdisziplinäre Auswertung von Urkunden, namenskundlichen Belegen und archäologischen Erkenntnissen, ergänzt durch historische Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche der Christianisierung, die Gründungsgeschichte des Klosters sowie dessen umfangreiche wirtschaftliche Betätigungsfelder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Zisterzienser, Dargun, Zirzipanen, Christianisierung, Germania Slavica und mittelalterliche Siedlungsentwicklung.

Welche Bedeutung hatte das Kloster Dargun für die Zirzipanen?

Das Kloster fungierte als zentraler Motor für die Christianisierung der Bevölkerung und als strukturbildendes Element bei der Ansiedlung von Bauern und Handwerkern.

Wie wurde die wirtschaftliche Finanzkraft des Klosters sichergestellt?

Trotz der strengen Ordensregeln erzielte das Kloster beträchtliche Einnahmen durch Fischereirechte, Salzgewinnung, Mühlenabgaben und die landwirtschaftliche Nutzung der Ländereien.

Gab es bei der Missionierung gewaltsame Widerstände?

Der Autor stellt fest, dass die Missionierung nach der Klostergründung überraschend friedlich verlief und keine überlieferten Widerstände der zirzipanischen Bevölkerung dokumentiert sind.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Das Kloster Dargun im Stammesgebiet der Zirzipanen
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Mittelalterliche Geschichte)
Course
Ostsiedlung im Mittelalter
Grade
2,3
Author
Dipl.Päd. L. Lindenschmidt (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V81482
ISBN (eBook)
9783638862257
ISBN (Book)
9783638862301
Language
German
Tags
Kloster Dargun Stammesgebiet Zirzipanen Ostsiedlung Mittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.Päd. L. Lindenschmidt (Author), 2006, Das Kloster Dargun im Stammesgebiet der Zirzipanen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81482
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint