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Soziale Stadt. Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf

Titel: Soziale Stadt. Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf

Seminararbeit , 2005 , 29 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dipl.SozPäd (FH); Dipl. Päd (Uni) Ulrich Strauß (Autor:in)

Soziologie - Wohnen und Stadtsoziologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Armut trifft auf Raum – so lässt sich in aller Kürze die Handlungsgrundlage des Programms „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt“ beschreiben. Zum einen gibt es das gesellschaftliche Phänomen, dass die einen Menschen ärmer sind als andere zum anderen kumuliert sich diese Erscheinung in den Städten an bestimmten Brennpunkten und verstärkt sich. Armut wertet Stadtteile ab und zwar nicht nur einfach, sondern in einer Abwärtsspirale! „Das politische Versprechen, nie wieder mit dem gesellschaftlichen Problem ‚Armut’ konfrontiert zu sein, konnte nicht eingelöst werden.“ (Alisch 1998a S. 7)
In dieser Arbeit soll nicht über die politischen, gesellschaftlichen und sozialen Hintergründe spekuliert werden, die den Boden und Rahmen von solchen Entwicklungen bilden. Hier wird ein Schritt weitergegangen und eine programmatische Reaktion aufgezeigt; das Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt“.


Die Arbeit gliedert sich wie folgt:
In einem ersten Schritt wird die Ausgangssituation dargestellt. Dabei wird deutlich, dass das Programm als Paradigmenwechsel gehandelt wird, da es sich nicht alleine auf bauliche Maßnahmen stützt sondern es sollen „selbstständig lebensfähige und lebenswerten Stadtteile“ (vgl. Schwarzer 2003 S 121) geschaffen werden sollen. Zudem werden die gesellschaftlichen Hintergründe beleuchtet
Im zweiten Kapitel werden kurz die Vorläufer des Projektes genannt und der gesellschaftliche Hintergrund kurz skizzier bevor
im dritten Kapitel die Stadtteiltypen näher gefasst und die Auswahlkriterien für die Aufnahme in das Programm "Soziale Stadt" beschrieben werden
Mit seinen Zielen, Handlungsfeldern und Ablaufschema wird dass Programm näher dargestellt (Kap. 4) bevor in einem fünften Schritt die finzanzrechtlichen Rahmenbedingungen diskutiert werden.

Einen großen Raum nimmt die Beschreibung des Quartiersmanagementsbegriffes ein. Es wird seine Komplexität und auch Faktoren für Gelingen/nicht Gelingen aufgezeigt. Zudem werden andere Quartiersmanagement-Begriffe abgegrenzt
An dieses Kapitel schließt sich ein Exkurs an, der eine Diskussion zwischen GWA-Ansätzen und dem Quartiersmanagementmodell in der hier gezeigten Form kurz aufgreift.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 ENTSTEHUNG DES PROJEKTS „SOZIALE STADT"

3 AUSGANGSSITUATION

3.1 Vorläuferprogramme

3.2 Gesellschaftliche Hintergrund

4 DIE GEBIETE

4.1 Gebietscharakteristik

4.2 Auswahlkriterien für Gebiete

5 ZIELE UND ABLAUF DES PROGRAMMS

5.1 Maßnahmen im Rahmen der „Sozialen Stadt"

6 FINANZRECHTLICHER RAHMEN

6.1 Finanzrechtliche Grundlagen

6.2 Grundlage für die finanzielle Förderung

6.3 Finanzierung

6.4 Subsidiarität

6.5 Mittelbindung

7 QUARTIERSMANAGEMENT / STADTTEILMANAGEMENT

QUARTIERSMANAGEMENT

7.1 Quartiersmanagement ist mehr als nur ein Manager

7.2 Profil einer Stadtteilmanagerstelle

7.3 Faktoren für den Erfolg

7.4 Fazit

7.5 Weitere Quartiersmanagement-Bedeutungen

8. EXKURS: GWA VS. STADTTEILMANAGEMENT

9 KRITIK AN DEM KONZEPT „SOZIALE STADT"

9.1 Soziale Differenzen werden akzeptiert

9.2 Rahmen gut gewählt?

9.3 Kleinräumliche Lösung verfehlt Wurzeln der Problematik

9.4 Programm fördert Deregulierung

9.5 Diskussion der Kritik

10 SCHLUSS

11 LITERATUR

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt" unter Berücksichtigung seiner Grundlagen, Umsetzungsstrukturen und kritischen Aspekte. Dabei wird analysiert, inwieweit das Quartiersmanagement als Steuerungsinstrument zur Bewältigung sozialer Abwärtsspiralen in segregierten Stadtquartieren beitragen kann.

  • Programmatische Ansätze und Paradigmenwechsel in der Stadtentwicklungspolitik
  • Finanzrechtliche Rahmenbedingungen und Fördermodelle
  • Rolle und Anforderungsprofil des Quartiersmanagements
  • Diskurs um GWA (Gemeinwesenarbeit) versus Stadtteilmanagement
  • Kritische Würdigung der Wirksamkeit und sozialpolitischen Einordnung

Auszug aus dem Buch

7.1 Quartiersmanagement ist mehr als nur ein Manager

Zuerst einmal muss das Bild des einzelnen Quartiersmanager aufgelöst werden: „Wir begreifen Quartiermanagement weiterhin als einen Ansatz, der nicht von der Person der Quartiermanagerin oder des Quartiermanagers abhängig ist, sondern vielmehr einen komplexen Prozess darstellt, der unterschiedliche Steuerungs- und Handlungsstrategien, Vorgehensweisen und Methoden beinhaltet und durch das Zusammenwirken unterschiedlicher Funktionsbereiche realisiert wird." (Franke/Grimm 2001)

Quartiersmanagement findet in einem komplizierten Netz von Akteuren statt. Bedingt durch seine Definition und Aufgabenstellung steht es im Schnittpunkt von Markt, Verwaltung, Politik, intermediären Bereich und Quartiersbevölkerung. (vgl. Difu 2003 S. 175)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik städtischer Armutsphänomene und das daraus resultierende Programm „Soziale Stadt" ein.

2 ENTSTEHUNG DES PROJEKTS „SOZIALE STADT": Hier werden die Hintergründe der Beschlussfassung 1998 sowie die politische Signalfunktion und Zielsetzung des Programms erläutert.

3 AUSGANGSSITUATION: Dieses Kapitel thematisiert die gesellschaftlichen Hintergründe und die historischen Vorläufermodelle, auf denen das heutige Programm basiert.

4 DIE GEBIETE: Hier werden die strukturellen Merkmale der Zielgebiete sowie die quantitativen und qualitativen Kriterien für deren Aufnahme in das Programm definiert.

5 ZIELE UND ABLAUF DES PROGRAMMS: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Handlungsebenen und die organisatorischen Schritte der Maßnahmenumsetzung.

6 FINANZRECHTLICHER RAHMEN: Hier werden die gesetzlichen Grundlagen, die Mittelbeschaffung und das Subsidiaritätsprinzip im Rahmen der Städtebauförderung detailliert dargestellt.

7 QUARTIERSMANAGEMENT / STADTTEILMANAGEMENT: Dieses zentrale Kapitel analysiert die Rolle, Aufgaben und Erfolgsfaktoren des Quartiersmanagements innerhalb eines komplexen Akteursnetzwerks.

8. EXKURS: GWA VS. STADTTEILMANAGEMENT: Eine Gegenüberstellung der klassischen Gemeinwesenarbeit und dem modernen Stadtteilmanagement im Hinblick auf deren Ausrichtung.

9 KRITIK AN DEM KONZEPT „SOZIALE STADT": Hier werden die wesentlichen Kritikpunkte an der Programmstruktur und deren soziopolitische Implikationen kritisch diskutiert.

10 SCHLUSS: Diese Zusammenfassung resümiert die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit und ordnet das Programm kritisch in den gesellschaftlichen Kontext ein.

11 LITERATUR: Auflistung der verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Soziale Stadt, Quartiersmanagement, Städtebauförderung, Armutsbekämpfung, Stadtentwicklung, Sozialraumorientierung, Stadtteilmanagement, Gemeinwesenarbeit, Segregation, Empowerment, integrierte Handlungsansätze, Strukturwandel, soziale Gerechtigkeit, Stadtplanung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt" und dessen Rolle in der modernen Stadtentwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Entstehung des Programms, die Finanzierung, das Modell des Quartiersmanagements sowie die kritische Debatte um soziale Integration versus neoliberale Strukturpolitik.

Welches primäre Ziel verfolgt das Programm „Soziale Stadt"?

Das Hauptziel ist der Paradigmenwechsel weg von rein baulichen Maßnahmen hin zu einer integrierten, nachhaltigen Entwicklung lebenswerter Stadtteile durch Bürgerbeteiligung.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit genutzt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Fachberichte, Leitfäden und wissenschaftlicher Studien zur Stadtforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Rahmenbedingungen, der Auswahlkriterien für Gebiete, die Erläuterung des Quartiersmanagements und eine kritische Auseinandersetzung mit der Konzeptumsetzung.

Welche Begriffe charakterisieren diese Publikation am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören Quartiersmanagement, Soziale Stadt, Abwärtsspirale, Empowerment, sowie die Spannung zwischen Stadtteilplanung und Gemeinwesenarbeit.

Wie definiert das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) das Quartiersmanagement?

Das Difu beschreibt es als strategischen Ansatz zum systematischen Aufbau selbsttragender personeller und materieller Strukturen im Quartier, der verschiedene Akteure vernetzt.

Welche Hauptkritikpunkte werden gegenüber dem Programm „Soziale Stadt" angeführt?

Kritisiert werden insbesondere die Akzeptanz sozialer Ungleichheit, die unzureichende Adressierung struktureller Ursachen von Armut sowie die Gefahr einer staatlichen Deregulierung.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Soziale Stadt. Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Veranstaltung
Technische Infrastruktur und räumliche Planung
Note
1,3
Autor
Dipl.SozPäd (FH); Dipl. Päd (Uni) Ulrich Strauß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
29
Katalognummer
V81498
ISBN (eBook)
9783638866811
ISBN (Buch)
9783638866897
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Stadt Stadtteile Entwicklungsbedarf Technische Infrastruktur Planung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.SozPäd (FH); Dipl. Päd (Uni) Ulrich Strauß (Autor:in), 2005, Soziale Stadt. Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81498
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Leseprobe aus  29  Seiten
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