Die folgende Arbeit schafft einen Überblick über die Bedeutung der Begriffe von Management und sozialer Arbeit und erläutert, in welchem Kontext sich die Begriffe entwickelt haben. Ferner soll die Reichweite des Sozialmanagementbegriffs darstellt und die
Bedeutung des Begriffes Sozialmanagement für die Soziale Arbeit aufzeigt werden.
Im ersten Kapitel wird der Begriff Management näher bestimmt, verschiedene Managementtechniken und -theorien erörtert und der Versuch unternommen, Sozialmanagement darin zu verorten. Das zweite Kapitel zeigt verschiedene Ansätze, mit denen versucht wird, soziale Arbeit näher zu bestimmen.
Im dritten Kapitel sollen die Unterschiede näher beleuchtet werden, weshalb es sich bei der Sozialmanagement-Diskussion um einen speziellen Bereich der Managementdebatte handelt. Zudem wird der gesellschaftliche Hintergrund beleuchtet, auf dem sich der Begriff Sozialmanagement entwickelt hat bevor im vierten Kapitel der Begriff näher bestimmt wird, und seine Dimension aufgezeigt werden. In einem fünften Schritt werden die Ergebnisse zusammengetragen und abschließend bewertet.
Inhaltsverzeichnis
0 EINLEITUNG
1 WAS BEDEUTET MANAGEMENT:
1.1 DEFINITION
1.2 MANAGEMENT ALS FUNKTION – MANAGEMENT ALS INSTITUTION
1.3 MANAGEMENTTECHNIKEN
1.3.1 Management durch Delegation
1.3.2 Management durch Zielvereinbarungen
1.3.3 Management doch Abweichungen/Ausnahmen
1.3.4 Management doch Motivation
1.3.5 Management durch systematische Erfassung
1.3.6 Management durch Ergebnisse
1.3.7 Management durch Liebe
1.3.8 Management durch herumgehen
1.3.9 Zusammenfassung
1.4 MANAGEMENTTHEORIEN
1.4.1 Scientific Management/Industrial Engineering
1.4.2 bürokratisch-administrative Ansätze
1.4.3 Sozialpsychologisch-verhaltenswissenschaftliche Ansätze (Human Relations)
1.4.4 Motivations- und partizipationsorientierte Ansätze (Human Resources)
1.4.5 Systemtheoretische Ansätze
1.4.6 ganzheitliche Ansätze situative Theorien
1.4.7 Zusammenfassung
2 SOZIALE ARBEIT
2.1 NON-PROFIT-ORGANISATION:
2.2 DRITTER SEKTOR:
2.3 SOZIALWIRTSCHAFT:
2.4 SOZIALE DIENSTLEISTUNG:
2.5 ZUSAMMENFASSUNG
3 UNTERSCHEIDUNG UND GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG
3.1 UNTERSCHIEDE ZWISCHEN SOZIALEM SEKTOR UND WIRTSCHAFTLICHEM BEREICH
3.2 ENTWICKLUNGSHINTERGRUND DES BEGRIFFS SOZIALMANAGEMENT
4 SOZIALMANAGEMENT
4.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG
4.2 EBENEN VON SOZIALMANAGEMENT
4.3 AUFGABENBEREICHE VON SOZIALMANAGEMENT
5 SCHLUßBEMERKUNG
6 LITERATUR:
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Integration betriebswirtschaftlicher Managementansätze in den Bereich der Sozialen Arbeit, um die Spannungsfelder zwischen ökonomischer Effizienz und sozialethischen Standards aufzuzeigen und ein verständiges Profil für das Sozialmanagement zu entwickeln.
- Bedeutung und Funktionen von Management in sozialen Organisationen
- Charakterisierung Sozialer Arbeit als Dienstleistungssektor
- Historische Ursachen der Sozialmanagement-Diskussion
- Unterschiede zwischen marktwirtschaftlicher und sozialwirtschaftlicher Steuerung
- Systematisierung der Aufgaben und Ebenen im Sozialmanagement
Auszug aus dem Buch
1.2 Management als Funktion – Management als Institution
Es gibt zwei Betrachtungsweisen von Management; funktional oder institutional. Hier soll geklärt werden, welche für die Beschreibung von Sozialmanagement zweckdienlicher ist. Die Ansätze definieren sich wie folgt:
Management als Institution: „bezeichnet die Personen oder Personengruppen, die Managementaufgaben wahrnehmen. In einem Unternehmens sind dies alle Personen, sie mit einem Direktionsrechts gegenüber anderen Mitarbeiterinnen ausgestaltet und nach außen für das Unternehmen vertretungsberechtigt (Prokura) sind. Demnach würde das Management von der Ebene der Meister bis hin zur Unternehmensleitung reichen, also auch Meister zu den Managern zählen. Im deutschen Sprachgebrauch werden aber überwiegend leitende Angestellte als Manager bezeichnet, wobei „leitende“ funktionale im Sinne von aufgabenorientiert und nicht tarifrechtlich gemeint ist.“ (Schwarz 2001 S. 28)
Management als Funktion: „umfasst alle Prozesse und Funktionen, die bei der Leitung arbeitsteiligen Organisationen relevant sind. Managementfunktionen sind die Haupttätigkeitsfelder von Managern [...] und gliedern sich in die sachbezogenen Aufgaben Planung, Organisation, Koordination, Kontrolle und die vielfältig damit verflochtenen personenbezogenen Aufgaben der MitarbeiterInnenführung. [...]In der Literatur werden darüber hinaus teilweise auch Personalausstattung, Informationen und Budgetierung genannt. Die einzelnen Managementfunktionen fallen unabhängig von ihrer jeweiligen Gewichtung in allen Bereichen (Beschaffung, Produktion, Vertrieb etc.) eines Unternehmens an.“ (Schwarz 2001 S. 28)
Während bei der institutionellen Betrachtungsweise der Fokus auf die Instanzen gelegt wird, interessiert bei der funktionalen die Prozesse und Aufgaben, die für die Steuerung der Organisation notwendig sind.
Zusammenfassung der Kapitel
0 EINLEITUNG: Die Einleitung steckt den Rahmen der Hausarbeit ab, die im Kontext des Seminars zur sozialen Organisation und zum Qualitätsmanagement steht und die Bedeutung des Begriffs Sozialmanagement für die Soziale Arbeit klären will.
1 WAS BEDEUTET MANAGEMENT: Dieses Kapitel definiert den Managementbegriff, unterscheidet zwischen institutioneller und funktionaler Sichtweise und diskutiert verschiedene Managementtechniken sowie -theorien auf ihre Anwendbarkeit im sozialen Sektor.
2 SOZIALE ARBEIT: Der Fokus liegt hier auf der begrifflichen Eingrenzung der Sozialen Arbeit mittels Konzepten wie Non-Profit-Organisation, Dritter Sektor und Soziale Dienstleistung, wobei deren Heterogenität hervorgehoben wird.
3 UNTERSCHEIDUNG UND GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG: Hier werden die strukturellen Differenzen zwischen dem sozialen Sektor und der Wirtschaft analysiert sowie die gesellschaftlichen Entwicklungen ab den 80er Jahren skizziert, die den Bedarf für Sozialmanagement begründeten.
4 SOZIALMANAGEMENT: Dieses Kapitel konkretisiert das Sozialmanagement, definiert seine Ebenen und Aufgabenbereiche und ordnet es in den Kontext einer reflektierten Integration betriebswirtschaftlichen Denkens in die Soziale Arbeit ein.
5 SCHLUßBEMERKUNG: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert, dass die Verknüpfung von Sachzielorientierung und wirtschaftlichem Effizienzdenken theoretisch sinnvoll, in der praktischen Umsetzung jedoch mit Hürden verbunden ist.
6 LITERATUR: Das Literaturverzeichnis führt die in der Arbeit zitierten Fachquellen und Standardwerke zum Thema Sozialmanagement auf.
Schlüsselwörter
Sozialmanagement, Soziale Arbeit, Managementfunktionen, Betriebswirtschaft, Non-Profit-Organisation, Soziale Dienstleistung, Qualitätsmanagement, Effizienz, Sachziele, Organisationsstruktur, Personalführung, Leitbild, Systemtheorie, Zielvereinbarung, Sozialstaatskritik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Verknüpfung von Managementkonzepten mit dem Bereich der Sozialen Arbeit, um die Notwendigkeit und Reichweite des Begriffs „Sozialmanagement“ zu erörtern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Management, die Besonderheiten sozialer Dienstleistungen, die historische Genese des Sozialmanagement-Diskurses sowie die praktische Umsetzung von Managementmethoden in sozialen Organisationen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, den Begriff Sozialmanagement näher zu bestimmen und aufzuzeigen, wie soziale Einrichtungen ihre Sachziele effektiv unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Prinzipien und ethischer Standards steuern können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin/Der Autor nutzt eine literaturbasierte Analyse und strukturierte Aufarbeitung bestehender Managementtheorien sowie fachwissenschaftlicher Diskurse zur Sozialen Arbeit.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst klassische Managementtechniken und -theorien hinterfragt, anschließend soziale Organisationen definiert und schließlich die spezifischen Herausforderungen im Spannungsfeld zwischen ökonomischer Steuerung und sozialer Fachlichkeit diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Sozialmanagement, Soziale Dienstleistung, Effizienz, Sachzielorientierung, Organisationsentwicklung und Qualitätsmanagement.
Warum reicht ein klassisches tayloristisches Managementmodell in der Sozialen Arbeit nicht aus?
Soziale Arbeit zeichnet sich durch „offene Aufträge“ und einen hohen Kommunikationsbedarf aus, die sich einer starren Routinearbeit widersetzen; daher sind personenorientierte, flexible Ansätze erforderlich.
Welche Bedeutung hat das „Image“ für eine soziale Einrichtung?
Da in der Sozialen Arbeit Erfolg oft nicht über Gewinnzahlen objektiv messbar ist, dient das öffentliche Ansehen als wichtige Legitimationsressource, die durch soziokulturelle Wahrnehmung entsteht.
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- Dipl.SozPäd (FH); Dipl. Päd (Uni) Ulrich Strauß (Author), 2005, Sozialmanagement. Begriffsklärung und Versuch einer Verortung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81502