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Gewalt - Geschlecht - Diskurs

Title: Gewalt - Geschlecht - Diskurs

Seminar Paper , 2005 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dipl.SozPäd (FH); Dipl. Päd (Uni) Ulrich Strauß (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology
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„Männer sind anders – Frauen auch“, „warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken können“ – diese und viele andere Titel aus dem populär-wissenschaftlichen Spektrum beschäftigen sich mit dem Symptom, dass es scheinbar zweierlei Geschlechter gibt auf dieser Welt.
Dabei steht weniger die Analyse im Vordergrund, welchen Vorteil dies mit sich bringt oder wie die Differenzierung näher definiert werden kann, als vielmehr handlungspraktisch, wie zwischen den Geschlechtern eine Kommunikation stattfinden kann.
Aus wissenschaftlicher Sicht stellt sich dabei recht schnell die Frage, inwieweit denn die Grundannahmen, die hierbei meist implizit getroffen worden sind, denn wirklich gelten?
Daran soll auch das erste Kapitel im Folgenden anknüpfen; der Frage wieweit denn die klassischen Geschlechterspezifizierungen überhaupt tragbar sind. Nach dieser Erörterung soll anhand von Zahlen und in zwei Beispielen auf die konkreten Unterschiede eingeganden werden. Weiter soll durch die Darstellung von sexueller Aggression gezeigt werden, wie stark die erfassten Unterschiede von der Art der Fragestellung und den Ausgangsthesen abhängt. Bei der näheren Betrachtung von Gewalt in Partnerschaften ist es v.a. interessant zu sehen, wie damit in der Öffentlichkeit umgegangen wird.
Somit schließt sich auch wieder der Rahmen der durch das Thema: Geschlecht – Gewalt – Diskurs vorgegeben ist. Im letzten Kapitel werden die Erkenntnisse zusammengetragen und miteinander verglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 WAS IST GESCHLECHT?

2.1 Biologische Merkmale von Geschlecht

2.1.1 Das chromosomale oder genetische Geschlecht

2.1.2 Das somatische und morphologische Geschlecht

2.2 Drei Ebenen von Geschlecht

2.2.1 Geschlecht als biologisches Merkmal

2.2.2 Geschlecht als psychologisches Merkmal (Selbstkonzept)

2.2.3 Geschlecht als soziale Kategorie (Außenperspektive)

2.2.4 Gleichheit und Unterschied

2.3 Androgynie

2.4 Zusammenfassung

3 BESTIMMUNG VON GEWALT

4 SEXUELLE AGGRESSION

4.1 Definitionen sexueller Aggression

4.1.1 Juristische Definition

4.1.2 Forschungsdefinitionen

4.1.3 Alltagsdefinitionen

4.2 Offizielle Daten

4.3 Anmerkungen zur Forschung im Bereich sexueller Aggression

4.4 Zusammenfassung

5 GEWALT IN PARTNERSCHAFTEN

5.1 Problematik der Präventionsmaßnahmen

6 ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Konstruktionen von Geschlecht sowie deren Verknüpfung mit Gewaltphänomenen, wobei insbesondere die Angemessenheit einseitiger Opfer-Täter-Zuschreibungen hinterfragt wird.

  • Biologische, psychologische und soziale Differenzierung von Geschlecht
  • Das Androgynie-Konzept und seine Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung
  • Definitionen und Erhebungsproblematiken bei sexueller Aggression
  • Analyse von Gewalt in Partnerschaften und polizeilichen Statistiken
  • Kritik an einseitigen Präventionsmaßnahmen und Rollenklischees

Auszug aus dem Buch

2 Was ist Geschlecht?

Fragt man jemanden nach seinem Geschlecht, so kriegt man i.d.R. eine sehr klare Aussage „ich bin ein Mann“ oder „ich bin eine Frau“. Beim Nachhaken, woran das denn festgemacht wird, wird überwiegend auf körperliche Eigenschaften und vor allem auf die Geschlechtsorgane verwiesen.

Diese einfache Unterscheidung wird spätestens dann schwierig, wenn man nicht mehr von der Mitte sondern von den Rändern versucht, sich diesem Thema zu nähern. Welches Geschlecht haben Menschen mit nicht eindeutigen Geschlechtsorganen oder wieso gibt es Individuen, die von sich behaupten, im falschen Körper zu stecken - also das falsche Geschlecht zu haben.

Es zeigt sich, dass sich die Frage nach dem Geschlecht nicht alleine auf die biologischen Merkmale reduzieren lässt.

Im Folgenden werden verschiedene Differenzierungen aufgezeigt. Degenhardt analysiert Geschlecht über biologische und physiologische Differenzierung. Abele macht drei Ebenen von Geschlecht aus: Neben dem biologischen und dem psychologischen Merkmalen, ergänzt sie die Betrachtung um die der Außenperspektive, also Geschlecht als soziale Komponente. Als dritte Annährung wird das Androgynie-Konzept vorgestellt, das Männlichkeit und Weiblichkeit orthogonal zueinander setzt und so neue Dimensionen eröffnet

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung umreißt die populärwissenschaftliche Debatte um Geschlechterunterschiede und stellt den Rahmen für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Geschlecht, Gewalt und Diskurs dar.

2 WAS IST GESCHLECHT?: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Bestimmungsgrößen für Geschlecht, darunter biologische Aspekte, das dreigliedrige Modell von Abele sowie das Androgynie-Konzept, und zeigt die Unzureänglichkeit starrer Rollenbilder auf.

3 BESTIMMUNG VON GEWALT: Hier wird der komplexe Begriff der Gewalt beleuchtet, wobei zwischen personaler und struktureller Gewalt differenziert und der gesellschaftliche Kontext der Definition einbezogen wird.

4 SEXUELLE AGGRESSION: Das Kapitel befasst sich mit den Schwierigkeiten bei der Definition und Erfassung sexueller Aggression und diskutiert die Diskrepanzen zwischen juristischen, wissenschaftlichen und alltäglichen Begriffsbestimmungen.

5 GEWALT IN PARTNERSCHAFTEN: Diese Untersuchung hinterfragt die einseitige öffentliche Wahrnehmung, dass nur Männer Täter seien, und weist auf die Relevanz valider Daten zur partnerschaftlichen Gewalt hin.

6 ZUSAMMENFASSUNG: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen, bekräftigt die Kritik an einseitigen Opfer-Täter-Zuschreibungen und betont den Bedarf an einer geschlechtsunabhängigen Gewaltforschung.

Schlüsselwörter

Geschlecht, Gewalt, Diskurs, Androgynie, sexuelle Aggression, Partnerschaftsgewalt, Rollenklischees, Opfer-Täter-Zuschreibung, Biologismus, Maskulinität, Feminität, Geschlechtsidentität, Kriminalitätsstatistik, Präventionsmaßnahmen, Sozialpsychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen den Konzepten von Geschlecht und Gewalt und kritisiert dabei gängige, oft einseitige gesellschaftliche Rollenzuschreibungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit deckt die Bestimmung des Geschlechtsbegriffs, die Definition von Gewalt und sexueller Aggression sowie die Analyse von Gewalt innerhalb von Partnerschaften ab.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Komplexität und Kulturbedingtheit von Geschlechterunterschieden aufzuzeigen und zu untersuchen, inwieweit die einseitige Opfer-Täter-Zuschreibung bei Gewalt gerechtfertigt ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Forschungsansätze, vergleicht verschiedene Definitionsmodelle und wertet offizielle Statistiken sowie Dunkelfeldstudien aus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Differenzierung von Geschlecht, die Begriffsbestimmung von Gewalt sowie die spezifische Untersuchung von sexueller Aggression und Gewalt in Paarbeziehungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird besonders durch Begriffe wie Geschlechterrollen, Androgynie, Gewaltprävention, Dunkelfeldanalysen und die Dekonstruktion von Geschlechtsstereotypen charakterisiert.

Wie unterscheidet sich das Androgynie-Konzept von klassischen Geschlechterbildern?

Es bricht mit der eindimensionalen Sichtweise von Maskulinität und Feminität als Gegensätze und betrachtet diese stattdessen als zweidimensionale, orthogonale Merkmale.

Welche Rolle spielen statistische Daten in der Argumentation des Autors?

Statistiken werden kritisch betrachtet, um aufzuzeigen, wie politisch generierte Daten die öffentliche Wahrnehmung beeinflussen und warum sie oft die Realität der Opfer-Täter-Verteilung nur unzureichend abbilden.

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Details

Title
Gewalt - Geschlecht - Diskurs
College
University of Bamberg
Course
Anthropologie und Ethik
Grade
2,0
Author
Dipl.SozPäd (FH); Dipl. Päd (Uni) Ulrich Strauß (Author)
Publication Year
2005
Pages
20
Catalog Number
V81504
ISBN (eBook)
9783638858519
ISBN (Book)
9783638854009
Language
German
Tags
Gewalt Geschlecht Diskurs Anthropologie Ethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.SozPäd (FH); Dipl. Päd (Uni) Ulrich Strauß (Author), 2005, Gewalt - Geschlecht - Diskurs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81504
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