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Warum Wählen? - Ökonomisch rationale Erklärungen zum Paradox der Wahlbeteiligung

Title: Warum Wählen?  -  Ökonomisch rationale Erklärungen zum Paradox der Wahlbeteiligung

Seminar Paper , 2002 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Edda Laux (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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Bei der Beschäftigung mit der Public Choice Theorie fiel mir zunächst auf, wie kontrovers sie von Wissenschaftlern verschiedener Fachgebiete tatsächlich diskutiert wird. Dabei reicht die Bandbreite von glühenden Lobeshymnen bis hin zu erbitterter Widerrede. Sowohl unter den Verfechtern der Ökonomischen Theorie der Politik als auch unter deren Gegnern, existiert kaum ein Konsens.

Leider musste ich feststellen, dass auch das von mir ausgesuchte Thema, die Wahlbeteiligung, ein breites Feld an unterschiedlichsten theoretischen Ansätzen eröffnet. Der Public Choice Ansatz hat in Bezug auf das individuelle Wählerverhalten allerdings eine neue Richtung in der Wahlforschung eingeschlagen. Es existiert aber nach wie vor ein erheblicher Erklärungsbedarf. Allerdings ist die Arbeit von Rolf Becker, auf die ich näher eingehen werde richtungweisend.

Im Folgenden werde ich also auf Grundlage der Ökonomischen Theorie der Politik sowie unter Berücksichtigung von Kritik an derselben dem Rätsel des Wählerverhaltens auf den Grund gehen.

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Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 THEORETISCHER HINTERGRUND

2.1 RATIONAL CHOICE UND PUBLIC CHOICE THEORIEN

2.2 DAS MENSCHENBILD ALS ALLGEMEINES ERKLÄRUNGSMODELL

2.3 EIGENNUTZMAXIMIERUNG ALS HANDLUNGSZIEL

2.4 RATIONALE HANDLUNGSREIHENFOLGE UND PRÄFERENZORDNUNG

3 DER PUBLIC CHOICE ANSATZ VON ANTHONY DOWNS: DAS PARADOX DER WAHLBETEILIGUNG

3.1 DAS NUTZENKALKÜL DES RATIONALEN BÜRGERS

3.1.1 DAS KOSTENKALKÜL DES RATIONALEN BÜRGERS

3.1.2 INFORMATIONSKOSTEN

3.2 DER STIMMWERT

3.3 „DAS PARADOX DER PARTIZIPATION AUS BÜRGERVERANTWORTUNG“

4 DAS RATIONALE WAHLVERHALTEN

4.1 4.1 THEORIE UND EMPIRIE

4.2 SUBJEKTIVE WERTERWARTUNG ODER EIN PARADOX, DAS KEINS IST (NACH ROLF BECKER)

5 FAZIT

6 Literatur

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Wahlbeteiligung auf Basis der Public Choice Theorie, insbesondere unter kritischer Betrachtung der Downsschen Theorie, um mittels des Modells der subjektiven Werterwartung nach Rolf Becker eine fundierte ökonomische Erklärung für das vermeintliche Paradox der Nichtwahl zu liefern.

  • Grundlagen der Public Choice Theorie und das RREEMM-Modell
  • Kritische Analyse des Eigennutzaxioms in der Politik
  • Das Paradox der Wahlbeteiligung nach Anthony Downs
  • Empirische Fundierung und Lösung des Paradoxons durch Rolf Becker
  • Einflussfaktoren wie Kosten-Nutzen-Strukturen und Rahmenbedingungen auf die Wahlentscheidung

Auszug aus dem Buch

3.1.2 INFORMATIONSKOSTEN

Der Hauptkostenfaktor ist nach Downs die Informationsbeschaffung. Diese kann über verschiedene Informationssysteme erfolgen, wobei sich der rationale Bürger solche auswählen wird, die möglichst nicht mehr kosten, als die Zeit um die Informationen aufzunehmen.9

Schon geringfügige Kosten können, so Downs, das Wahlverhalten und somit die politische Machtverteilung beeinflussen, da die Erträge oft sehr gering sind. „Die Fähigkeit die Kosten zu tragen, ist der Höhe des Einkommens direkt Proportional.“10

Somit ist anzunehmen, dass Kosten der Wahlen und Informationskosten die Wahlbeteiligung der Gruppen mit niedrigem Einkommen vermindern und sie dadurch benachteiligen. Gruppen mit geringem Einkommen werden also häufiger nicht wählen, als Gruppen mit hohem Einkommen, da sie die Kosten der Wahl und Informationskosten weniger gut tragen können. Denn Downs meint, dass Information ein größeres Vertrauen in die eigene (Wahl-) Entscheidung schafft und man deshalb davon ausgehen könne, dass ein wohlinformierter Mensch sehr wahrscheinlich ein Parteidifferential herausgebildet hat. Nun stellt sich aber die Frage, ob indifferente Bürger indifferent sind, weil sie tatsächlich keine Präferenzen haben oder ob Indifferenz an mangelhafter Information liegt, sie also einer Gruppe mit niedrigerem Einkommen angehören.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Diese Einleitung skizziert die Kontroverse um die Public Choice Theorie und führt in die Fragestellung zum individuellen Wählerverhalten sowie die Bedeutung der Arbeit von Rolf Becker ein.

2 THEORETISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel erläutert die Grundannahmen der Public Choice Theorie, das Menschenbild des RREEMM-Modells und das Konzept der Nutzenmaximierung als zentrales Handlungsziel.

3 DER PUBLIC CHOICE ANSATZ VON ANTHONY DOWNS: DAS PARADOX DER WAHLBETEILIGUNG: Hier wird der Downssche Ansatz analysiert, der das Wahlverhalten durch Kosten-Nutzen-Kalküle und das Konzept des langfristigen Partizipationswerts zu erklären versucht.

4 DAS RATIONALE WAHLVERHALTEN: In diesem Kapitel wird die Diskrepanz zwischen Theorie und Empirie diskutiert und Beckers Ansatz vorgestellt, der das Paradox durch ein differenzierteres Kosten-Nutzen-Modell auflöst.

5 FAZIT: Das Fazit bestätigt die hohe Erklärungskraft von Beckers Modell der subjektiven Werterwartung, da es das Paradox der Wahlbeteiligung durch eine empirische Einbettung erfolgreich entschärft.

6 Literatur: Das Literaturverzeichnis führt sämtliche in der Arbeit zitierten Quellen und verwendeten wissenschaftlichen Studien auf.

Schlüsselwörter

Public Choice Theorie, Wahlbeteiligung, Rational Choice, Nutzenmaximierung, Eigennutzaxiom, Wahlverhalten, Theorie subjektiver Werterwartung, Anthony Downs, Rolf Becker, Kosten-Nutzen-Kalkül, Konkurrenzdemokratie, Parteidifferential, RREEMM-Modell, Politische Partizipation, Politikwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert ökonomische Erklärungsmodelle für das Wahlverhalten von Bürgern und untersucht insbesondere, warum Menschen trotz vermeintlich geringer individueller Entscheidungsmacht an Wahlen teilnehmen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Public Choice Theorie, die Grundannahmen rationalen Handelns (homo oeconomicus), das Paradox der Wahlbeteiligung nach Downs sowie dessen empirische Weiterentwicklung durch Rolf Becker.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das sogenannte Wahlbeteiligungsparadoxon zu durchleuchten und aufzuzeigen, wie durch eine differenzierte Theorie der subjektiven Werterwartung das Wahlverhalten rationaler Akteure empirisch plausibel erklärt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Es wird eine theoretische Analyse auf Basis der Ökonomischen Theorie der Politik (Public Choice) durchgeführt, die Ergebnisse anderer Studien (wie z.B. von Rolf Becker) integriert und kritisch diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Fundierung der Nutzenmaximierung, der detaillierten Analyse des Downsschen Modells inklusive des Kosten-Nutzen-Kalküls sowie der empirischen Kritik und Erweiterung durch die Theorie der subjektiven Werterwartung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Public Choice, Wahlbeteiligung, Rational Choice, Nutzenmaximierung, Eigennutzaxiom und politische Partizipation definieren.

Wie unterscheidet sich die Theorie von Rolf Becker von der ursprünglichen Theorie von Anthony Downs?

Becker kritisiert an Downs, dass die Empirie zu stark vernachlässigt wird. Er verfeinert das Kosten-Nutzen-Modell und erklärt die Wahlbeteiligung nicht durch einen abstrakten, langfristigen Partizipationswert, sondern durch eine konkrete, subjektive Werterwartung in einer Konkurrenzdemokratie.

Welche Rolle spielen Informationskosten bei der Wahlentscheidung nach der Public Choice Theorie?

Informationskosten gelten als Hauptkostenfaktor für den Bürger. Da diese Kosten den Nutzen einer Wahl beeinflussen können, sind sie laut der Theorie ein wesentlicher Faktor, warum sich insbesondere einkommensschwache Gruppen seltener an Wahlen beteiligen.

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Details

Title
Warum Wählen? - Ökonomisch rationale Erklärungen zum Paradox der Wahlbeteiligung
College
Dresden Technical University  (Institut für Soziologie)
Course
Public Choice
Grade
1,7
Author
Edda Laux (Author)
Publication Year
2002
Pages
19
Catalog Number
V81543
ISBN (eBook)
9783638865920
Language
German
Tags
Warum Wählen Erklärungen Paradox Wahlbeteiligung Public Choice
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Edda Laux (Author), 2002, Warum Wählen? - Ökonomisch rationale Erklärungen zum Paradox der Wahlbeteiligung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81543
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