In dieser Hausarbeit interpretiere ich das Gedicht „Hymne à la Beauté“ anhand der Fragestellung „welche Eigenschaften der Schönheit in dem Gedicht zugeschrieben werden und wie sich diese Eigenschaften im Verlaufe des Gedichts entwickeln“.
Zunächst werde ich einen allgemeinen Überblick über den Gedichtband „Les Fleurs Du Mal“, dem das Gedicht „Hymne à la Beauté“ entstammt, geben, danach werde ich auf die oben genannte Fragestellung eingehen und am Ende ein Fazit ziehen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG UND VORGEHENSWEISE
2. ZUM AUTOR UND ZUM WERK, EINBETTUNG DES WERKES IN DIE LITERATUREPOCHE
3. DIE EIGENSCHAFTEN, DIE DER SCHÖNHEIT IN DEM GEDICHT ZUGEORDNET WERDEN UND WIE SIE SICH IM VERLAUFE DES GEDICHTS VERÄNDERN.
4. SCHLUSSBEMERKUNG
5. BIBLIOGRAPHIE:
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Hausarbeit widmet sich der Interpretation des Gedichts „Hymne à la Beauté“ von Charles Baudelaire. Ziel ist es zu analysieren, welche spezifischen Eigenschaften der Schönheit zugeschrieben werden und wie sich deren Wahrnehmung durch das lyrische Ich im Verlauf des Gedichts entwickelt.
- Analyse des Gedichtbands „Les Fleurs Du Mal“ im Kontext der Moderne.
- Untersuchung der dualistischen Weltsicht im lyrischen Werk Baudelaires.
- Strukturelle und rhetorische Analyse, insbesondere der Verwendung von Antithesen.
- Interpretation der Personifizierung der Schönheit und ihrer Wandlung zum Ende des Gedichts.
Auszug aus dem Buch
3. Die Eigenschaften, die der Schönheit in dem Gedicht zugeordnet werden und wie sie sich im Verlaufe des Gedichts verändern.
Das zentrale Thema des Gedichts „Hymne à la Beauté“, das im Jahre 1860 verfasst wurde und dem Kapitel„Spleen et idéal“ angehört, ist der Ursprung des Schönen.
In einer Hymne tauchen eigentlich keine formalen Regelmäßigkeiten auf, wie zum Beispiel ein festes Reimschema oder ein fester Strophenbau; jedoch hielt Baudelaire sich an diese Vorgabe nicht und wählte das Kreuzreimschema und ordnete das Gedicht in sieben Quartette mit jeweils vier Alexandrinern an. Indem Baudelaire die formalen Regeln der Hymne missachtete, hebt er den Inhalt des Gedichts nicht nur inhaltlich, sondern auch formal hervor.
In der ersten Strophe so wie in fast allen Strophen des Gedichts findet man das rhetorische Stilmittel der Antithesen, wie z.B. die Dichotomien/Pole „ciel“/„abîme“ (Vers I), „infernal“/„divin“ (Vers III). Oder wie in Strophe II „couchant“/“l’aurore“ An dieser Stelle wird bereits deutlich, dass man den Ursprung der Schönheit nicht festlegen kann. Die Schönheit kann aus der dualistischen Perspektive heraus betrachtet werden kann, indem sie sowohl „gut“ als auch „schlecht“ impliziert. Laut Mario Richter etikettiert Baudelaire die Schönheit jedoch weder als „sublime“ noch als „vulgaire“. Damit wird deutlich, dass die Schönheit einen universellen Charakter hat.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG UND VORGEHENSWEISE: Hier wird das Ziel der Hausarbeit definiert, das Gedicht „Hymne à la Beauté“ hinsichtlich seiner Zuschreibungen an die Schönheit und deren Entwicklung zu untersuchen.
2. ZUM AUTOR UND ZUM WERK, EINBETTUNG DES WERKES IN DIE LITERATUREPOCHE: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Gedichtband „Les Fleurs Du Mal“ und bettet ihn als Ausgangspunkt der Moderne in den historischen und biographischen Kontext ein.
3. DIE EIGENSCHAFTEN, DIE DER SCHÖNHEIT IN DEM GEDICHT ZUGEORDNET WERDEN UND WIE SIE SICH IM VERLAUFE DES GEDICHTS VERÄNDERN.: Der Hauptteil analysiert die rhetorischen Mittel, insbesondere die Antithesen, und zeigt die Entwicklung der Schönheit von einer dualistischen Frage hin zu einer akzeptierten, universellen Erscheinung auf.
4. SCHLUSSBEMERKUNG: Abschließend wird festgehalten, dass die anfangs gesuchte Herkunft des Schönen in den Hintergrund tritt und die dualistische Akzeptanz der Schönheit als lebensbereicherndes Element dominiert.
5. BIBLIOGRAPHIE:: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.
Schlüsselwörter
Charles Baudelaire, Les Fleurs Du Mal, Hymne à la Beauté, Lyrik, Moderne, Schönheit, Antithesen, Spleen, Weltschmerz, Dualismus, Interpretation, Literaturwissenschaft, Französische Literatur, Symbolik, Lyrisches Ich.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine literaturwissenschaftliche Interpretation des Gedichts „Hymne à la Beauté“ von Charles Baudelaire.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Eigenschaften der Schönheit, das dualistische Weltbild des lyrischen Ichs und die Einordnung in Baudelaires Gesamtwerk.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Es soll geklärt werden, welche Attribute der Schönheit zugeschrieben werden und wie sich die Haltung des lyrischen Ichs gegenüber dieser Schönheit im Verlauf des Gedichts wandelt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Methode der textimmanenten Interpretation unter Berücksichtigung literaturgeschichtlicher Kontexte und rhetorischer Analysen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Strophen des Gedichts, der Funktion von Antithesen und der Entwicklung des lyrischen Ichs von einer suchenden Fragestellung hin zur Akzeptanz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Baudelaire, Schönheit, Dualismus, Spleen et idéal, Moderne und Lyrik.
Wie bewertet der Autor den Ursprung des Schönen?
Der Autor stellt fest, dass die Schönheit bei Baudelaire keinen festen Ursprung hat, sondern als universelles, sowohl „gutes“ als auch „schlechtes“ Phänomen betrachtet wird.
Warum ist die Form des Gedichts relevant?
Baudelaire bricht bewusst mit den formalen Regeln der Hymne, um den inhaltlichen Gehalt des Gedichts formal hervorzuheben.
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- Nadine Richters (Author), Fritz Schumacher (Author), 2006, Baudelaires "Hymne à la beauté" (Les Fleurs du mal), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81620