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Deutschlandbilder sudanesischer Deutschlernender

Resultat und Aufgabe des Landeskundeunterrichts? - Eine qualitative Studie

Titre: Deutschlandbilder sudanesischer Deutschlernender

Mémoire de Maîtrise , 2004 , 336 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Denise Röllig (Auteur)

Science de Langue / Linguistique (interdisciplinaire)
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Résumé Extrait Résumé des informations

Eine der Aufgaben und Herausforderungen dieser Arbeit ist es, deutschen Lesern Ansichten von Menschen aus einem Land nahe zu bringen, das trotz eines dort seit Jahrzehnten wütenden Bürgerkrieges bis vor kurzem im Rest der Welt weitgehend unbekannt war und meist unerwähnt blieb. Erst die traurigen Nachrichten über den Konflikt in der Region Darfur und die gleichzeitigen Bemühungen um Frieden auch zwischen Nord und Süd lenkten in den letzten Jahren die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf diesen größten Staat Afrikas.
Gegenstand der in dieser Arbeit vorgestellten Meinungen sudanesischer Studierender ist die Bundesrepublik Deutschland. Es sollen also Sichtweisen junger Menschen aus einem der ärmsten Länder der Welt auf einen der größten Industrie-staaten vorgestellt werden. So unterschiedlich die beiden Regionen und somit die dort jeweils vorherrschenden Lebensbedingungen auch sein mögen – ob und wie verschieden letztendlich die Menschen sein mögen, wird noch zu untersuchen sein.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Deutschlandbilder – Theorien und Hintergründe

1.1 Wissenschaftliche Prämissen

1.2 Das Konzept von ‚fremd’ und ‚eigen’ – ein (Selbst-)betrug

1.3 Die konstruktivistische Wahrnehmungstheorie

1.4 Wie nimmt das Individuum eine andere Nation wahr?

1.5 Stereotype, Vorurteile, Mythen, Nationalcharakter oder: Wie Erzählungen erfunden und verbreitet werden

2. Die deutsche Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik

2.1 Ziele, Gegenstände und Organisation der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik

2.2 Was soll vermittelt werden?

2.3 Der Dialog mit der islamisch geprägten Welt

3. Deutschlandbilder konkret

3.1 Exkurs: Deutschlandbilder der Deutschen

3.2 Deutschlandbilder weltweit

4. Geschichte, Gegenwart und Probleme der Landeskunde

4.1 Verschiedene Konzepte der Landeskunde im Fach Deutsch als Fremdsprache

4.2 Der Umgang mit Stereotypen und Vorurteilen

4.3 Cultural Studies als Alternative zur Landeskunde

4.4 Das Konzept der anthropologisch-phänomenologischen Landeskunde bei Inge C. Schwerdtfeger

5. Der bildungspolitisch-soziale Hintergrund der Deutschlernenden in Khartum

5.1 Staat und Gesellschaft

5.2 Bildungspolitik

5.3 Die Deutsche Abteilung der Universität Khartum

5.4 Das Deutsche Kulturinstitut

6. Erläuterung der Forschungsmethode

6.1 Die Entscheidung für einen qualitativen Ansatz

6.2 Kriterien für die Interviewpartner

6.3 Überlegungen zum Interviewleitfaden

6.4 Der Interviewleitfaden

6.5 Durchführung, Transkription und Übersetzung der Interviews

6.6 Die Art und Weise der Analyse

7. Darstellung und Analyse der Interviews

7.1 Die Gespräche mit Studierenden der Universität Khartum

7.2 Die Gespräche mit Deutschlernenden am Deutsch-Sudanesischen Kulturinstitut

8. Folgerungen aus den empirischen Resultaten

8.1 Unterschiede in den Aussagen der Befragten

8.2 Die Aussagen der befragten Personen zu ausgewählten Themenbereichen

8.3 Stereotypen und Vorurteile

8.4 Quellen für die Aussagen der Befragten

8.5 Empfehlungen für die Landeskunde

9. Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Deutschlandbilder sudanesischer Deutschlernender qualitativ zu untersuchen und zu reflektieren, um daraus Empfehlungen für die Landeskundevermittlung im Fach Deutsch als Fremdsprache im Sudan abzuleiten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die Landeskunde auf die individuellen Vorstellungen der Studierenden reagieren kann, unter Berücksichtigung ihrer sozio-kulturellen Hintergründe.

  • Konstruktion und Entstehung von Nationenbildern sowie Stereotypen.
  • Analyse des bildungspolitischen und sozialen Kontextes der Deutschlernenden in Khartum.
  • Erforschung individueller Sichtweisen durch narrative Interviews mit Studierenden.
  • Reflektion über die Rolle von Kultur und Fremdheit im Fremdsprachenunterricht.
  • Entwicklung didaktischer Empfehlungen für die Landeskunde basierend auf den empirischen Ergebnissen.

Auszug aus dem Buch

1.1 Wissenschaftliche Prämissen

Obgleich, wie über alle Nationen, durchaus Bilder über Deutschland existieren, stelle ich die These auf, dass es ein objektiv richtiges Bild nicht gibt. Es ist weder im theoretischen, noch im empirischen Teil dieser Arbeit mein Ziel, ein solches aufzustellen oder gar bei den Studierenden zu überprüfen. Den Begriff „Bild“ werde ich synonym zu dem des „image“ benutzen und zwar in dem Sinne wie er von Picht definiert wird, indem er zeigt,

„daß das sogenannte Deutschlandbild kein in sich zusammenhängendes, auf seine logische Kohärenz und Realitätsnähe überprüftes Gebilde ist, nicht das Bild einer rational interpretierten deutschen Wirklichkeit im Kopf, sondern eine äußerst heterogene Ansammlung von fragmentarischen Themen, Empfindungen und Assoziationen“

oder mit den Worten Süssmuths:

„Image ist nicht Abbild eines Objekts, sondern psychisches Konstrukt.“

Die Theorie, auf der diese Arbeit hauptsächlich beruht, ist eine phänomenologisch-konstruktivistische. Ich gehe davon aus, dass Menschen allen Dingen, die sie wahrnehmen, ihre persönlichen Bedeutungen zuschreiben, wobei es sich allerdings um einen dynamischen, wandelbaren Prozess handelt. Die Konstruktion von Realität, und damit ist immer eine subjektive Realität gemeint, ist “the product of meaning making shaped by traditions and by a culture’s toolkit of ways of thought.“ Kein Ding hat demzufolge eine natürliche Realität, sondern es existiert nur auf der Grundlage der Bedeutung, die Menschen ihm zuschreiben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Deutschlandbilder – Theorien und Hintergründe: Dieses Kapitel legt das theoretische Fundament, indem es Konzepte wie das der Fremdheit, die konstruktivistische Wahrnehmungstheorie und die Entstehung von Stereotypen und Mythen erörtert.

2. Die deutsche Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik: Hier werden die Ziele und Strategien der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik sowie die Bemühungen um einen Dialog mit der islamisch geprägten Welt analysiert.

3. Deutschlandbilder konkret: Das Kapitel bietet einen Einblick in allgemeine Deutschlandbilder weltweit und beleuchtet in einem Exkurs das Selbstbild der Deutschen.

4. Geschichte, Gegenwart und Probleme der Landeskunde: Es erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen landeskundlichen Konzepten im Fach Deutsch als Fremdsprache, einschließlich der Cultural Studies und des anthropologisch-phänomenologischen Ansatzes.

5. Der bildungspolitisch-soziale Hintergrund der Deutschlernenden in Khartum: Dieser Abschnitt beschreibt das sozio-politische Umfeld im Sudan sowie die institutionellen Rahmenbedingungen, unter denen die deutsche Sprache in Khartum vermittelt wird.

6. Erläuterung der Forschungsmethode: Dargelegt werden die methodischen Überlegungen, die Wahl des qualitativen Ansatzes und die konkrete Durchführung der Interviews sowie deren Analyse.

7. Darstellung und Analyse der Interviews: Das Zentrum der Arbeit bildet die Einzelvorstellung und Interpretation der 16 durchgeführten Interviews mit sudanesischen Studierenden.

8. Folgerungen aus den empirischen Resultaten: Abschließend werden die Ergebnisse reflektiert und skizzenhafte Empfehlungen für eine zeitgemäße Landeskundevermittlung im Sudan formuliert.

Schlüsselwörter

Landeskunde, Deutschlandbilder, Sudan, Deutsch als Fremdsprache, Konstruktivismus, Stereotypen, Vorurteile, Interkulturelles Lernen, Cultural Studies, Identität, Wahrnehmungstheorie, Migration, Bildungspolitik, Fremdverstehen, Qualitative Forschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht qualitativ, welche Vorstellungen sudanesische Deutschlernende von Deutschland haben und wie diese Bilder durch ihre individuellen Biographien und kulturellen Kontexte geprägt sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Theorie der Nationenbilder, die deutsche Auswärtige Kulturpolitik, die Entwicklung der Landeskunde sowie die empirische Analyse von Interviews mit Studierenden im Sudan.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Deutschlandbilder der Befragten zu entwickeln, um daraus fundierte didaktische Empfehlungen für den Landeskundeunterricht im Sudan abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Studie, die auf narrativen Interviews basiert, um subjektive Sinnzuschreibungen und emotionale Bindungen der Studierenden an Deutschland zu erfassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Einleitung das sozio-politische Umfeld im Sudan beschrieben, die methodische Vorgehensweise erläutert und die durchgeführten Interviews analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Landeskunde, Deutschlandbilder, Sudan, interkulturelles Lernen, Konstruktivismus, Stereotypenforschung und Identität.

Wie beeinflussen die politischen Umstände im Sudan die Einstellung der Studierenden?

Die politische und wirtschaftliche Lage sowie der Bürgerkrieg spielen eine große Rolle, da Deutschland oft als Idealbild für Stabilität, Fortschritt und Freiheit fungiert, nach dem sich die Studierenden sehnen.

Welche Rolle spielen persönliche Kontakte für das Deutschlandbild der Befragten?

Persönliche Kontakte, etwa zu deutschen Dozenten oder Freunden, haben einen massiven positiven Einfluss und können negative Stereotypen oder Vorurteile, die durch Medien oder soziale Umfelder geprägt sind, deutlich abschwächen oder aufbrechen.

Warum ist das Thema "Rolle der Frau" in der Untersuchung so präsent?

Viele der befragten Frauen thematisieren die Rolle der Frau in Deutschland als eine Form der Emanzipation von traditionellen Rollenbildern in ihrer sudanesischen Heimat, was ihre hohe Motivation zum Deutschlernen stark beeinflusst.

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Résumé des informations

Titre
Deutschlandbilder sudanesischer Deutschlernender
Sous-titre
Resultat und Aufgabe des Landeskundeunterrichts? - Eine qualitative Studie
Université
Ruhr-University of Bochum  (Institut für Sprachlehrforschung)
Note
1,3
Auteur
Denise Röllig (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
336
N° de catalogue
V81659
ISBN (ebook)
9783638858656
ISBN (Livre)
9783638855747
Langue
allemand
mots-clé
Deutschlandbilder Deutschlernender Sudan Kulturpolitik Landeskunde Deutsch als Fremdsprache
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Denise Röllig (Auteur), 2004, Deutschlandbilder sudanesischer Deutschlernender, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81659
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Extrait de  336  pages
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