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Medienrecht im Internet

Title: Medienrecht im Internet

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Robert Lindner (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
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In historischen Kategorien gemessen ist das Internet ein noch relativ junges Medium - besonders verglichen mit der Entwicklungsgeschichte der klassischen Medien wie der Zeitung oder des Rundfunks. Gleichzeitig hat es aber in den letzten Jahren in einem unbestreitbar beispiellosen Ausmaß auch das alltägliche Leben so vieler Menschen beeinflusst. Durch sein rasantes Wachstumstempo und neue innovative Technologien begann es aber auch zunehmend eine Herausforderung für den Gesetzgeber darzustellen: Zum Einen aufgrund der mangelnden internationalen Kooperation angesichts der grenzüberschreitenden Eigenschaft des Internets, zum Anderen aufgrund der immer wieder neu auftauchenden Schwierigkeiten die neuen Medien entsprechend dem vorhandenen Gesetzesrahmen einzuordnen.

In Deutschland wurden die ersten rechtlichen Rahmenbedingungen für die Kommunikations- und Informationsdienste des Internets 1997 erst relativ spät festgelegt. Und auch sie zeigten sich, aufgrund der damals unvorhersehbaren technologischen Entwicklung, schon einige Jahre später wieder als überholt. Trotzdem sollte es noch fast zehn Jahre dauern, bis zum Frühjahr 2007, das ein aktuelles Gesetzespaket verabschiedet werden konnte, um den inzwischen völlig veränderten inhaltlichen Angeboten und Darstellungsformen des Internets gerecht zu werden.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im Kern mit der Frage der rechtlichen Rahmenbedingungen der Informations- und Kommunikationsmedien des Internets in Deutschland. Anhand eines kurzen geschichtlichen Abrisses werden zunächst die wichtigsten Gesetzesgrundlagen und die ihnen jeweils vorangegangenen Entwicklungsschritte der Onlinemedien in chronologischer Reihenfolge vorgestellt. Anschließend soll der aktuelle Gesetzesrahmen von 2007 anhand der bereits in groben Zügen absehbaren Weiterentwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie kritisch analysiert und bewertet werden. So zeichnet sich mit dem allmählichen Verschwimmen medialer Grenzen, sowie der populärer werdenden Idee des „Bürgerjournalismus“ schon jetzt eine neue Herausforderung für die gerade erst verabschiedeten Gesetzesgrundlagen ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Frühe Entwicklung der Onlinemedien (bis 1997)

3. Erste Gesetze (1997)

4. Technische und inhaltliche Weiterentwicklung der Onlinemedien (bis 2007):

5. Neue Gesetzgebung - Das Telemediengesetz von 2007

5.1 Kritik am Gesetz

6. Weitere Kontrollmöglichkeiten

7. Fazit und Auslick:

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen für Informations- und Kommunikationsmedien im Internet in Deutschland. Anhand eines historischen Abrisses und unter Berücksichtigung technologischer Fortschritte analysiert der Autor, wie der Gesetzgeber auf die Herausforderungen eines sich rasant wandelnden digitalen Raumes reagiert hat.

  • Historische Entwicklung der Onlinemedien und erste rechtliche Regulierungsversuche.
  • Analyse des Telemediengesetzes von 2007 und dessen Auswirkungen auf digitale Medien.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Abgrenzung zwischen Telemedien und Rundfunk.
  • Einfluss neuer Web 2.0-Technologien und des Bürgerjournalismus auf journalistische Sorgfaltspflichten.
  • Zukünftige Herausforderungen für den Gesetzgeber in einem globalisierten Internet.

Auszug aus dem Buch

4. Technische und inhaltliche Weiterentwicklung der Onlinemedien (bis 2007):

Die Bedeutung des Internets als Wirtschaftsraum und Informations- und Unterhaltungsmedium wuchs auch in den letzten zehn Jahren unvermindert an. Und damit auch die Nutzerzahlen: Waren noch 1997 nur 6.5% der Deutschen gelegentlich online, so war diese Zahl 2001 schon auf 38.8% (37%) und 2006 auf 59,5 (58.2%) gestiegen.

Anfangs immer noch zögerlich, aber langsam reagierend auf die neuen wirtschaftlichen Möglichkeiten, begannen die Rundfunk- und Presseunternehmen, auch vor dem Hintergrund stagnierender Zeitungsauflagen, erste unabhängige Online- Redaktionen zu gründen. Mit der „Netzzeitung“ etablierte sich auch erstmals in Deutschland ein vollkommen neuer Typ elektronischer Presse: die „reine“ Online Zeitung ohne herkömmliche Rundfunkveranstalter oder Verlage als Basis.

Um die Jahrhundertwende herum waren schon fast alle bedeutenden Zeitungen und Zeitschriften mit einer eigenen Webseite im Internet vertreten, verwirklichten aber aufgrund der oft noch nicht finanziell selbstständig tragbaren Angebote nur wenig exklusive Online- Inhalte.

Weitere einschneidende Entwicklungen im Hard- und Softwarebereich ermöglichten es zu dieser Zeit auch den ersten Rundfunkstationen einen Livestream oder die Einzelübertragung bestimmter Programme per Podcast im Internet anzubieten. Wie schon zuvor im Printsektor, folgten kurz danach die ersten reinen Online- Radiostationen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die rasante Entwicklung des Internets ein und erläutert die Herausforderungen für den Gesetzgeber bei der Schaffung angemessener rechtlicher Rahmenbedingungen.

2. Frühe Entwicklung der Onlinemedien (bis 1997): Dieses Kapitel beleuchtet die Anfänge der kommerziellen und privaten Internetnutzung sowie die daraus resultierenden Probleme eines weitgehend rechtsfreien Raumes.

3. Erste Gesetze (1997): Hier wird die Einführung des Teledienstegesetzes und des Mediendienste-Staatsvertrags analysiert, welche eine erste föderale Aufteilung der Zuständigkeiten vornahmen.

4. Technische und inhaltliche Weiterentwicklung der Onlinemedien (bis 2007): Das Kapitel beschreibt den Anstieg der Nutzerzahlen, das Aufkommen neuer Formate wie Weblogs und Podcasts sowie das Konzept des Web 2.0.

5. Neue Gesetzgebung - Das Telemediengesetz von 2007: Dieses Kapitel erläutert die Zusammenfassung der alten Dienste unter dem neuen Begriff der Telemedien zur Harmonisierung der Rechtslage.

5.1 Kritik am Gesetz: Es werden die Bedenken hinsichtlich der Ausweitung journalistischer Sorgfaltspflichten und der Auskunftspflichten gegenüber Sicherheitsbehörden thematisiert.

6. Weitere Kontrollmöglichkeiten: Hier werden Mechanismen wie der Jugendschutzbeauftragte und die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia (FSM) vorgestellt.

7. Fazit und Auslick: Das Fazit stellt fest, dass der Gesetzgeber trotz neuer Gesetze weiterhin vor der Herausforderung steht, mit der technologischen Dynamik Schritt zu halten.

Schlüsselwörter

Medienrecht, Internet, Telemediengesetz, Telemedien, Mediendienste, Teledienste, Web 2.0, Bürgerjournalismus, Impressumspflicht, Online-Redaktion, Rundfunk, Gesetzgebung, Regulierung, Medienpolitik, Nutzerzahlen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung des Medienrechts im Kontext des Internets in Deutschland von den Anfängen in den 90er Jahren bis zum Jahr 2007.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Kernbereichen gehören die rechtliche Einordnung von Onlinediensten, der Wandel vom reinen Abrufmedium zum Web 2.0 und die Herausforderungen für die Regulierung journalistischer Inhalte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Analyse des historischen und aktuellen Gesetzesrahmens, um zu bewerten, wie der Gesetzgeber auf die technologische Entwicklung reagiert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen geschichtlichen Abriss, eine Analyse aktueller Gesetzespakete sowie die Auswertung von Statistiken zur Internetnutzung und fachspezifischer Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung der Gesetze von 1997, den technischen Neuerungen bis 2007 sowie dem Telemediengesetz und dessen gesellschaftlicher sowie wirtschaftlicher Kritik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Medienrecht, Telemedien, Bürgerjournalismus, Regulierung und Web 2.0 geprägt.

Wie unterscheidet sich das Telemediengesetz von 2007 von den Vorgängerregelungen?

Das Gesetz von 2007 führt die zuvor getrennten Bereiche Tele- und Mediendienste in der einheitlichen Kategorie der „Telemedien“ zusammen, um die unübersichtliche Zuständigkeitsverteilung zu vereinfachen.

Warum steht der „Bürgerjournalismus“ in der Kritik?

Kritiker führen an, dass durch die informelle journalistische Tätigkeit ohne redaktionelle Prüfung die Sorgfaltspflichten verwässert werden und dies zu ethischen oder rechtlichen Problemen führen kann.

Welche Rolle spielt die FSM bei der Inhaltekontrolle?

Die „Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia“ übernimmt als Organisation Kontrollaufgaben für deutsche Unternehmen, insbesondere bei Beschwerden über jugendgefährdende oder rechtswidrige Inhalte.

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Details

Title
Medienrecht im Internet
College
Dresden Technical University  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Course
Grundlagen und aktuelle Themen der Medienpolitik
Grade
1,3
Author
Robert Lindner (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V81676
ISBN (eBook)
9783638885256
ISBN (Book)
9783638886673
Language
German
Tags
Medienrecht Internet Grundlagen Themen Medienpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Lindner (Author), 2007, Medienrecht im Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81676
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