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Der Frühparlamentarismus in England unter der Stuart-Dynastie

Title: Der Frühparlamentarismus in England unter der Stuart-Dynastie

Seminar Paper , 2006 , 34 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Berwanger (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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In der vorliegenden Seminararbeit wird der Frühparlamentarismus in England unter den frühen Stuart-Herrschern behandelt. Ziel ist es, Entwicklungslinien im englischen Parlamentarismus des 17. Jahrhunderts aufzuzeigen, um zu erläutern, wie eine erste vorübergehende Konsolidierung des Parlaments als feste Institution stattgefunden hatte.
Bei der Analyse dieses dynamischen Epochenabschnitts stellt sich im Besonderen die Frage: „Was machten die ersten beiden Stuart-Herrscher so anders als die vorherigen englischen Monarchen, dass eine Eskalation zwischen parlamentarischer und monarchischer Seite nur noch in einem Bürgerkrieg ihren Ausgang finden konnte?“ Der Abstieg der Monarchie begann mit der Thronbesteigung James I. und gipfelte in der Abschaffung der Monarchie durch die Hinrichtung Charles’ I. 1649. Aus diesem Grund wird zu Beginn der Arbeit ein Blick auf das Verhältnis von König und Parlament unter Charles unmittelbaren Vorgängern Elizabeth I., als letzter Herrscherin der Tudor-Dynastie, und James I., als erstem Herrscher der Stuart Dynastie, geworfen, um zu zeigen, was für Unterschiede es zwischen tudorscher und stuartscher Politik gab, und was Charles anders als sein Vater machte, der es verstand, einen offenen Konflikt mit dem Parlament zu vermeiden, doch die beginnenden Probleme nicht zu regeln vermochte.
Zu Beginn der Arbeit soll zudem auf den Kompetenz- und Aufgabenbereich des englischen Parlaments, sowie dessen Privilegien, die von den englischen Monarchen stets gebilligt wurden, eingegangen werden, da mit Beginn der Stuart-Herrschaft ein Mentalitätswandel hinsichtlich des Selbstverständnisses der Krone stattgefunden hatte, der zwar nicht die Abschaffung des Parlaments zum Ziel hatte, wohl aber dessen Unterminierung.
Um die zu Beginn formulierte Frage beantworten zu können, muss auch ein Blick auf die Günstlingswirtschaft bzw. das Favoritentum Charles’ geworfen werden, da die öffentliche und politische Bevorzugung einzelner Individuen am Hof zu offenen Konflikten mit dem Parlament führte und überdies das Ansehen der Krone diskreditierte, da sich der Hof besonders unter Charles immer weiter vom Rest des Landes isolierte und Politik ausschließlich innerhalb der vom König begünstigten Hofpartei betrieben wurde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der dynastische Wechsel: wachsende Probleme unter James I.

2.1 Misstrauen gegenüber der neuen Regierung

2.2 Purveyance und Impositions: Debatte um die königliche Prärogative

2.3 Prestigeverlust der Krone durch die Außenpolitik James’

3. Kulmination der Probleme unter Charles I.

3.1 Kritik am Hof und an der Günstlingswirtschaft: das Impeachment gegen den Duke of Buckingham

3.2 Forced Loan

3.3 Petition of Rights

3.4 Tonnage und Pounding und Beginn der Personal Rule

4. Eskalation der Probleme ab 1640

4.1 Die Schottland Krise

4.2 Act against dissolving the Long Parliament without its consent

4.3 Antipapismus und Army Plot

5. Ausblick: The Cromwellian Protectorate

5.1 Änderungen für das Parlament?

6. Bilanz

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklungslinien des englischen Parlamentarismus im 17. Jahrhundert und analysiert die Ursachen für die Eskalation zwischen Krone und Parlament, die schließlich in den Bürgerkrieg mündete. Dabei wird insbesondere beleuchtet, wie die ersten beiden Stuart-Herrscher durch ein verändertes Selbstverständnis und politische Fehltritte das bewährte Machtgefüge untergruben.

  • Vergleich der Herrschaftsstile zwischen Tudor-Dynastie und Stuart-Dynastie
  • Analyse der Konfliktfelder königliche Prärogative versus parlamentarische Rechte
  • Die Rolle der Günstlingswirtschaft und des Favoritentums
  • Der Einfluss außenpolitischer Entscheidungen auf das Vertrauen in die Krone
  • Die Institutionalisierung des Parlaments durch wegweisende Gesetze und Petitionen

Auszug aus dem Buch

2.1 Misstrauen gegenüber der neuen Regierung

„Je enger die Identifikation der Person Elisabeths mit dem englischen religiösen Nationalismus wurde, desto schwieriger wurde es, diese Identifikation auf ihren Nachfolger zu übertragen.“ Mit diesem Problem sah sich der erste Stuart-Herrscher zu Beginn seiner Regierungszeit konfrontiert. Elizabeth hatte ein Nationalgefühl, auf das später in dieser Arbeit noch eingegangen werden soll, unter der englischen Bevölkerung geweckt, das sich auf den Protestantismus stützte. Seit ihrer Exkommunikation durch den Papst wurde der Katholizismus in England verfolgt und bestraft. Mit James I. bestieg zum ersten Mal seit Maria der Katholischen wieder ein katholischer Monarch den Thron. Er verkörperte zwei Seiten einer Münze, die von den Engländern abgelehnt wurde: Schottland und den Papismus.

Obwohl er der nächste Thronprätendent war –er war sowohl erbrechtlich legitimiert als auch von Elizabeth als Nachfolger nominiert- stand sowohl das Parlament als auch die politische Elite des Landes seiner Regierung misstrauisch gegenüber. Zwar versuchte er anfangs einen Ausgleich zwischen Schotten und Engländern in seiner Regierung zu schaffen, doch bevorzugte er dabei seine schottische Entourage. Die wichtigsten Ämter waren der schottischen Elite vorbehalten. Zudem integrierte er seine Gefolgsleute im Privy Council, dem wichtigsten Verwaltungsorgan der Regierung.

Wie eingangs bereits erwähnt, war das grundlegende Problem seiner Herrschaft die Glorifizierung Elizabeth I. England wurde über 100 Jahre von den Tudors regiert, und gelangte vor allem unter Heinrich VIII. und Elizabeth I. zu Macht und zu großem Ansehen auf kontinentaleuropäischer Seit ebenso wie beim Volk. „[James] hatte nichts von der kraftvollen physischen Ausstrahlung Heinrichs VIII. oder der jungendlichen Schönheit der englischen Elisabeth. Anders als seine Vorgängerin zeigte er sich ungern in der Öffentlichkeit und scheute den Kontakt mit dem einfachen Volk.“ Durch ihre Sozialpolitik erschien Elizabeth dem englischen Volk als eine Königin, die für ihre Untertanen eintrat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den zeitlichen Fokus auf die frühen Stuart-Herrscher und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach den Ursachen der Eskalation zum Bürgerkrieg.

2. Der dynastische Wechsel: wachsende Probleme unter James I.: Dieses Kapitel analysiert das Misstrauen gegenüber dem neuen Herrscher, die Konflikte um die königliche Prärogative und den negativen Einfluss der Außenpolitik.

3. Kulmination der Probleme unter Charles I.: Hier werden die wachsenden Spannungen unter Charles I. durch Günstlingswirtschaft, Zwangsmaßnahmen wie den Forced Loan und die Petition of Rights sowie der Beginn der persönlichen Herrschaft beleuchtet.

4. Eskalation der Probleme ab 1640: Das Kapitel behandelt die Zuspitzung der Konflikte durch die Schottland-Krise, den Widerstand des Parlaments und die zunehmende Radikalisierung durch den Army Plot.

5. Ausblick: The Cromwellian Protectorate: Ein Blick auf die Phase nach der Hinrichtung des Königs und die Rolle des Parlaments im Protektorat Cromwells.

6. Bilanz: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Auswirkungen der Ereignisse auf den englischen Parlamentarismus.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Frühparlamentarismus, Stuart-Dynastie, England, James I., Charles I., Parlament, königliche Prärogative, Bürgerkrieg, Günstlingswirtschaft, Petition of Rights, Schottland-Krise, Außenpolitik, Personal Rule, England 17. Jahrhundert, Konstitutionelle Monarchie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und die frühen Krisen des englischen Parlamentarismus während der Herrschaft der ersten beiden Stuart-Könige.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Machtkämpfe zwischen Krone und Parlament, der Einfluss der Günstlingswirtschaft, religiöse Spannungen und die konstitutionellen Auseinandersetzungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, warum die ersten beiden Stuart-Herrscher im Gegensatz zu ihren Vorgängern eine Eskalation mit dem Parlament nicht vermeiden konnten, die schließlich im Bürgerkrieg gipfelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung relevanter zeitgenössischer Dokumente und moderner Forschungsliteratur basiert.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert chronologisch die Regierungszeiten von James I. und Charles I., die spezifischen Konfliktpunkte sowie die Ereignisse ab 1640, die zur Eskalation führten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Frühparlamentarismus, königliche Prärogative, Günstlingswirtschaft und die Verschiebung des Machtgefüges zwischen Monarchie und Parlament.

Warum war das Verhältnis unter den Stuarts angespannter als unter den Tudors?

Die Arbeit argumentiert, dass die Überglorifizierung Elizabeths und der Unmut der Bevölkerung über die katholisch geprägte und "fremde" Stuart-Dynastie das Misstrauen von Anfang an prägten.

Welche Rolle spielte der "Sicherheitsradikalismus" des Parlaments?

Dieser Begriff beschreibt die aggressive Verteidigungsstrategie des Parlaments gegen die befürchtete Unterminierung seiner Rechte durch den König, besonders in den Jahren 1640-1642.

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Details

Title
Der Frühparlamentarismus in England unter der Stuart-Dynastie
College
University of Cologne  (Historisches Seminar)
Grade
1,3
Author
Christian Berwanger (Author)
Publication Year
2006
Pages
34
Catalog Number
V81724
ISBN (eBook)
9783638877473
Language
German
Tags
Frühparlamentarismus England Stuart-Dynastie Cromwell Parlament Elizabeth I. 16. Jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Berwanger (Author), 2006, Der Frühparlamentarismus in England unter der Stuart-Dynastie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81724
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