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Delinquenz im Jugendalter - Welche Rolle spielen Sozialraum und Arbeitslosigkeit?

Title: Delinquenz im Jugendalter  -  Welche Rolle spielen Sozialraum und Arbeitslosigkeit?

Seminar Paper , 2004 , 33 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl.-Sozialpäd. (FH) Gabriela Springer (Author), Susanne Butterhof (Author)

Social Work
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Hat man wie wir, die Verfasserinnen, eigene Kinder, die sich bereits im Teenager- bzw. im Heranwachsendenalter befinden, wird das Thema Jugenddelinquenz verständlicherweise plötzlich doppelt aktuell. Ist man dann möglicherweise auch noch selbst betroffen, zum Beispiel, weil der Sohn oder die Tochter Umgang mit strafrechtlich auffällig gewordenen Jugendlichen hat, drängen sich einem natürlich Fragen auf, wie: „Was, wenn mein Kind auch bei kriminellen Handlungen mitmacht? Wie kann ich das verhindern? Bin ich als Mutter/Vater dann daran schuld? Ist mein Kind delinquenzgefährdet, obwohl wir nicht in einem sozialen Brennpunkt leben? Wird mein Sohn kriminell, wenn er nach der Schule keinen Ausbildungsplatz oder keine Arbeit findet?“

Wir werden in der vorliegenden Studienarbeit vor allem den letzten beiden Fragen auf den Grund gehen. Dazu werden wir, nach einer kurzen Klärung der wichtigsten Begriffe, wie wir sie in dieser Arbeit verstanden wissen wollen, zunächst den sozialen Hintergrund delinquenter Jugendlicher und Jungerwachsener beleuchten, um dann, unter Einbeziehung der Jugendarbeitslosigkeit sowie einem Versuch der theoretischen Fundierung durch die Anomietheorie, daraus Schlussfolgerungen für unsere Problemstellung zu ziehen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen

2.1 Delinquenz

2.2 Sozialraum

2.3 Jugendarbeitslosigkeit

3. Soziales Umfeld und Jugendkriminalität

3.1 Sozialräumliche Unterschiede der Delinquenz: Stadt – Land

3.2 Familiärer Hintergrund

3.3 Schulischer Kontext

3.4 Gruppenzugehörigkeit und Freizeitgestaltung

3.5 Zusammenfassung

4. Jugendarbeitslosigkeit und Jugendkriminalität

4.1 Zusammenhang von Sozialraum und Jugendarbeitslosigkeit

4.2 Jugendarbeitslosigkeit in Beziehung zur Delinquenz

4.3 Beispiel: Kevin

5. Die Anomietheorie

5.1 Kurze Darstellung wesentlicher Inhalte

5.2 Aktualität der Theorie

6. Stellungnahme - Schlussgedanken

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Lebenssituation Jugendlicher, insbesondere unter dem Einfluss von Sozialraum und Arbeitslosigkeit, und der Entstehung von Jugenddelinquenz, um daraus Erklärungsansätze und Handlungsmöglichkeiten abzuleiten.

  • Einfluss des sozialen Umfelds (Sozialraum) auf jugendliches Verhalten
  • Wechselwirkungen zwischen Jugendarbeitslosigkeit und Kriminalität
  • Theoretische Fundierung durch die Anomietheorie
  • Fallbeispielanalyse zur Resozialisierung durch Ausbildung
  • Diskussion über präventive und repressive gesellschaftliche Maßnahmen

Auszug aus dem Buch

4.3 Beispiel: Kevin

Ein kurzes, ermutigendes Beispiel dafür, dass sich die Eingliederung in den Arbeitsmarkt durch die Aufnahme eines Ausbildungsverhältnisses positiv auf den Prozess der Distanzierung von delinquentem Verhalten Jugendlicher auswirken kann, liefert Kevin, 17 Jahre, Azubi Mechatroniker:

Kevin wurde geboren, als seine Mutter sechzehn Jahre alt war, zwei Jahre später heiratete sie seinen Vater, der drei Jahre älter ist als sie und seine kleine Familie mit Arbeitslosengeld und Autoreparaturen, die er „schwarz“ abrechnete, über Wasser hielt. Sie wohnen in einem kleinen Dorf, 80 Kilometer von München entfernt. Als Kevin zehn Jahre alt war, ließen sich die Eltern nach langem hin und her, scheiden. Kevin erzählt, dass er an den Wochenenden bei seinem Vater so lange aufbleiben durfte, wie er wollte und sich sogar Pornofilme anschauen konnte, da sein Vater „eh nicht da war“. Geld war immer knapp und da er in der Schule „mithalten“ wollte, fiel ihm schon mit elf Jahren „was Gutes“ ein, wie er sich „tolle Sachen“, „hippe Klamotten und so“ besorgen könnte. Er kopierte sich mit dem Farbkopierer seines Vaters einfach ein paar Geldscheine und ging in die Geschäfte in dem kleinen Ort, in dem er lebte, und wollte damit bezahlen. Natürlich flog die Sache auf und die Mutter wandte sich zum ersten Mal an das Jugendamt, auch weil sie mit Kevin allgemein nicht so gut klar kam.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die öffentliche Wahrnehmung von Jugendkriminalität durch mediale Sensationsberichterstattung und definiert den Fokus der Arbeit auf die Rolle von Sozialraum und Arbeitslosigkeit.

2. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Fachbegriffe Delinquenz, Sozialraum und Jugendarbeitslosigkeit für den spezifischen Kontext der Studienarbeit definiert.

3. Soziales Umfeld und Jugendkriminalität: Hier werden verschiedene Faktoren wie städtische versus ländliche Strukturen, familiäre Hintergründe und schulische Einflüsse hinsichtlich ihrer Auswirkung auf delinquentes Verhalten analysiert.

4. Jugendarbeitslosigkeit und Jugendkriminalität: Dieses Kapitel untersucht den Zusammenhang zwischen der Benachteiligung am Arbeitsmarkt und kriminellem Handeln, ergänzt durch ein konkretes Fallbeispiel.

5. Die Anomietheorie: Die Arbeit erläutert die Anomietheorie nach Durkheim und Merton, um zu erklären, wie Diskrepanzen zwischen gesellschaftlichen Zielen und erreichbaren Mitteln zu abweichendem Verhalten führen.

6. Stellungnahme - Schlussgedanken: Die Verfasserinnen fassen ihre Erkenntnisse zusammen, reflektieren ihre eigene Rolle als Eltern und betonen die Bedeutung guter Sozialpolitik zur Kriminalprävention.

Schlüsselwörter

Jugenddelinquenz, Sozialraum, Jugendarbeitslosigkeit, Anomietheorie, Jugendkriminalität, Sozialisation, Resozialisierung, Bildung, Prävention, Arbeitsmarktbenachteiligung, Familiärer Hintergrund, Peer-Group, Milieueinbindung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welche Faktoren, insbesondere im Bereich des Sozialraums und der Arbeitslosigkeit, zur Entstehung von Jugendkriminalität beitragen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen soziale Umfeldvariablen, die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf Jugendliche sowie soziologische Erklärungsmodelle für abweichendes Verhalten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Ursachen der Jugenddelinquenz zu entwickeln und zu beleuchten, wie eine Integration in den Arbeitsmarkt den Ausstieg aus kriminellen Karrieren fördern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autoren stützen sich auf eine fundierte Literaturanalyse, Auswertung von Fachlexika und Internetquellen sowie ein persönliches Interview mit einem straffällig gewordenen Jugendlichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Einflussfaktoren Familie, Schule und Freizeit, setzt Jugendarbeitslosigkeit in Bezug zur Delinquenz und wendet die Anomietheorie auf die heutige Zeit an.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Jugenddelinquenz, Sozialraum, Jugendarbeitslosigkeit, Anomietheorie, soziale Benachteiligung und Resozialisierung.

Welche Rolle spielt das Beispiel Kevin in der Analyse?

Kevin dient als Fallbeispiel, um zu verdeutlichen, wie sich finanzielle Not in jungen Jahren auf delinquentes Verhalten auswirkt und wie ein Ausbildungsverhältnis zur Distanzierung von kriminellen Strukturen beitragen kann.

Warum wird die Anomietheorie in der Arbeit herangezogen?

Die Theorie hilft zu erklären, warum Arbeitslose oder finanziell benachteiligte Jugendliche dazu neigen, gesellschaftliche Erfolgsziele (wie Wohlstand) mit illegalen Mitteln erreichen zu wollen, wenn legale Wege für sie verschlossen scheinen.

Welches Fazit ziehen die Verfasserinnen für Eltern?

Die Arbeit betont, dass Eltern zwar nicht allein "schuld" sind, aber durch emotionale Unterstützung und ein verlässliches "Wir sind für dich da" einen entscheidenden Beitrag zur positiven Entwicklung ihrer Kinder leisten können.

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Details

Title
Delinquenz im Jugendalter - Welche Rolle spielen Sozialraum und Arbeitslosigkeit?
College
Munich University of Applied Sciences  (Fachbereich Sozialwesen)
Course
Abweichende Karrieren im Kindes- und Jugendalter
Grade
1,0
Authors
Dipl.-Sozialpäd. (FH) Gabriela Springer (Author), Susanne Butterhof (Author)
Publication Year
2004
Pages
33
Catalog Number
V81760
ISBN (eBook)
9783638880633
ISBN (Book)
9783638880657
Language
German
Tags
Delinquenz Jugendalter Welche Rolle Sozialraum Arbeitslosigkeit Abweichende Karrieren Kindes- Jugendalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Sozialpäd. (FH) Gabriela Springer (Author), Susanne Butterhof (Author), 2004, Delinquenz im Jugendalter - Welche Rolle spielen Sozialraum und Arbeitslosigkeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81760
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