Fernsehsozialisation im Familiensystem - Die kindliche Sprachlosigkeit vor dem Bildschirm

Formen der Gespräche und Nacharbeit nach der Sendung


Hausarbeit, 1994

54 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

INHALT

Vorwort

Einleitung

Schicht

1.0 Grundannahmen
1.1 Der Begriff des Familiensystems
1.2 Der Begriff der Sozialisation
1.3 Der Begriff der Mediensozialisation
1.3.1 Fernsehsozialisation im Familiensystem
1.3.1.1 Die soziale Funktion des Fernsehens im Familienzusammenhang
1.3.1.2 Rollendifferenzierungen durch das Fernsehen
1.3.1.3 Integrationsfunktionen des Fernsehens
1.4 Über die Fernsehnutzung von Kindern

2.0 Fernsehwirkungen
2.1 Kommunikationstheoretischer Ansatz
2.2 Gängige Wirkungsthesen
2.3 Die kindliche Sprachlosigkeit vor dem Fernseher

3.0 Fernseherziehung
3.1 Lern- und entwicklungstheoretische Ansätze
3.2 Formen der Gespräche und Nacharbeit nach der Sendung

4.0 Zusammenfassung & Thesenpapier

5.0 Schlußbetrachtung

Quellennachweis

ANHANG

Über den Autor

Vorwort

Mit dieser Hausarbeit will ich mögliche Wirkungen des Fernsehens auf den Sozialisationsprozeß des Familiensystems aufzeigen. Um diesen Zusammenhang konstruieren zu können, werde ich hierbei folgende Fragestellungen skizzenhaft erläutern:

- Was versteht man unter Mediensozialisation?
- Welche Interaktionsformen gibt es im Familiensystem?
- Wie erfolgt Mediensozialisation im Familienkontext bzw. wie gehen Familien mit dem Medium Fernsehen um?
- Welche sozialen Funktionen erfüllt das Fernsehen im Familienzusammenhang?

Da das Thema dieses Seminars „Neue Ansätze in der Medienwirkungsforschung - dargestellt am Beispiel Kind und Fernsehen“ lautet, möchte ich mit dieser Hausarbeit, neben den Wirkungen der Fernsehnutzung auf die Familie, skizzenhaft darstellen, welche Wechselwirkungen dezidiert zwischen den Fernsehsendungen und dem Kind als Zuschauer vorherrschen und wie sich diese auf die kindliche Sozialisation auswirken.

Durch meine praktische Tätigkeit als Sozialpädagoge in einer Einrichtungen für Kinder im Schulalter (Kinderhort), nehmen ich zum einen innerhalb dieser Sozialisationsinstanz Einfluß und begleite die Kinder in ihrem Sozialisations- und Entwicklungsprozeß; zum anderen begegnet mir dabei im Umgang mit diesen Kindern das Thema Fernsehen und seine Kurz- sowie Langzeitwirkung häufig und ist mir dadurch nicht unbekannt, sondern eher vertraut (Kinder reden über das Gesehene, sie planen ihren Alltag nach Sendezeiten, sie imitieren ihre Helden oder sie lassen sie sich in Form von Plastikfiguren kaufen usw.). Mittels dieses Einblickes in die Lebenswelt der Kinder, sind wir zu der Erkenntnis gelangt, daß es kaum noch medien- bzw. fernsehfreie Räume im Alltag von Kindern gibt; elektronische Medien und Fernsehen sind durch unzählige Programme und der Verfügbarkeit von Videofilmen jederzeit zugänglich und konsumierbar. Da diese Entwicklung zu einem festen Bestandteil unserer Realität geworden und somit unumgänglich ist, sind wir zu der Ansicht gelangt, daß es wichtig ist Kindern (aber auch Erwachsenen) einen kritischen Umgang mit dem Medium Fernsehen zu ermöglichen und anzuerziehen, anstatt Fernsehen zu verleugnen, abzulehnen, zu verteufeln oder Kindern gar vorzuenthalten. Mit anderen Worten: Fernsehen - als eine Erfindung von Erwachsenen - gehört zur Welt von Kindern und es liegt somit in der Pflicht der Erwachsenen, Kindern zu helfen den Umgang damit zu verstehen. Dieses aus unserer Arbeit entwickelte Verständnis hat mich dazu bewogen, mich mit dieser Thematik mittels dieser Arbeit auch theoretisch auseinanderzusetzen.

Bei der vorliegenden Hausarbeit handelt es sich primär um eine Literaturarbeit, in der die unterschiedlichen Theorien zu dem Thema ‚FERNSEHEN UND SOZIALISATION’ von mir dar- und gegenübergestellt werden sollen. Ferner wollen wir mit dieser Arbeit zur ausführlichen Diskussion, Analyse sowie Differenzierung der unterschiedlichen Theorien anregen und hegen somit nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

Da das Thema Fernsehwirkung auf die kindliche Sozialisation in der Literatur sehr breit diskutiert wird, soll von uns dieses Thema auf die kindliche „Sprachlosigkeit“ vor dem Fernseher als eine mögliche Fernsehwirkung begrenzt werden. Hierbei werde ich skizzenhaft aufzeigen, weshalb Kinder im Prozeß der Fernsehsozialisation in sogenannte „Sprachlosigkeit“ verfallen können; daneben stelle ich dar, daß dieser Sozialisationsprozeß nicht zwangsläufig so verlaufen muß, wenn durch präventive Maßnahmen, d.h. gezielte Fernseherziehung die kindliche „Sprachlosigkeit vor dem Bildschirm“ in aktiven und bewußten Fernsehgebrauch umgewandelt wird.

Meinen Dank aussprechen möchte ich gegenüber Herrn Prof. Dr. Dr. H.C. G. Kadelbach, der es mir ermöglichte dieses Thema im Rahmen seines Seminars als Hausarbeit und Vorbereitung auf meine Diplomarbeit zu bearbeiten.

Ralf-Peter Nungäßer, Frankfurt am Main, Sommersemester 1994

Einleitung

Nach Angaben des STATISTISCHEN BUNDESAMTES (1993) gab es 1990 in Gesamtdeutschland etwa 35 Mio. private Haushalte und rund 15 Mio. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre (vgl. S.69). Von diesen Haushalten waren ca. 98% mit einem Fernsehgerät und 42% mit einem Videogerät ausgestattet (vgl. S.565). Die Nutzungsdauer dieser TV-Medien innerhalb der Familie wird von HURRELMANN (1989) in ihrer Untersuchung an 304 Familien wie folgt angegeben:

Tabelle 1:

Durchschnittliche Fernsehdauer in Minuten pro Tag in Untersuchungs- und Vergleichsgruppen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Schichtverteilung: 10% Oberschicht, 39% obere Mittelschicht, 36% untere Mittelschicht, 11% Unterschicht, 4% keine Zuordnung (vgl. ebd., S. 34).

Neben der Nutzungsdauer von Einzelpersonen in der Familie interessiert auch die Häufigkeit der gemeinsamen TV-Nutzung der Familienmitglieder. FIRNKES u.a. (1973) führt hierzu an:

Die gemeinsame Fernsehnutzung in der Familie am Beispiel "Mit wem (Vorschul-)Kinder Fernsehen" ergibt, daß Eltern oder ein Elternteil zu 33% immer, zu 51% meistens, zu 4% oft, zu 9% manchmal und zu 3% nie mit ihren Kindern gemeinsam Fernsehen.

Wie häufig Eltern miteinander gemeinsam, aber auch Eltern mit Kindern, oder Geschwister gemeinsam Fernsehen, ist in der neueren Literatur nicht beschrieben. Allerdings lassen sich Kriterien für gemeinsames Fernsehen wie folgt anführen (HURRELMANN (1991), FRANK (1974)):

Bei starren Interaktionsmustern (Rollen und Regeln) in der Familie, wird verstärkt auf gemeinsames Fernsehen zurückgegriffen (um Auseinandersetzungen und Konflikten auszuweichen). Eine gering ausgebildete Gesprächspraxis in der Familie erhöht die Neigung zur gemein­samen Fernsehnutzung. Wer mit wem Fern sieht, hängt unter anderem in hohem Maße von der Art der Sendung ab, vom Alter des Rezipienten und seinen Neigungen sowie von der täglichen Erscheinungszeit der Sendungen.

Will man die oben angegebene Statistik deuten, so stellen wir fest, daß das Fernsehgerät im familiären Bereich von Kindern alltäglich präsent ist (in annähernd der Hälfte aller Haushalte auch das Videogerät); diese Tatsache legt die Vermutung nahe, daß das Fernsehgerät von Kindern auch benutzt wird und somit sein Gebrauch einen Einfluß auf das kindliche Verhalten ausüben wird. Doch damit ist einerseits noch nichts über die Intention und Intensität des kindlichen Fernsehgebrauchs sowie über Art und Ausmaß der Auswirkungen des Fernsehproduktes auf die Entwicklung des Kindes andererseits, ausgesagt; beides korreliert jedoch insofern miteinander, als daß diese Wechselwirkung als alltägliche Realität zu einem gewissen Grad mitentscheidend für den Verlauf der kindlichen Sozialisation sein kann. Mit den Worten der Kindergartenpädagogin NÄGER (1992) läßt sich dieser Sachverhalt wie folgt verdeutlichen: „Kinder nutzen Medien mit ebenso großer Selbstverständlichkeit wie Erwachsene und beziehen aus ihnen einen Teil ihrer Erfahrungen“ (S.9).

Daß die Fernsehnutzung sowohl kognitive als auch emotionale Auswirkungen auf Kinder haben kann, wird durch die Medienwirkungsforschung in verschiedenen Wirkungstheorien bestätigt (als Fernsehwirkungstheoretiker sind hier sicherlich unter anderem PROKOP, ROGGE und HURRELMANN zu nennen). Allerdings werden in der pädagogischen Literatur Wirkungsdiagnosen und -prognosen dargestellt, die kein positives Bild bezüglich des Mediums Fernsehen und der Entwicklung von Kindern entwerfen. Die Tatsache negativer Auswirkungen des Fernsehens mag durchaus ihre Berechtigung als ein Bestandteil der Wirklichkeit haben. Es beschreibt jedoch nur einseitig die negativen Wirkungen der Fernsehnutzung; vorallem werden diese Wirkungen unter der Prämisse analysiert, daß der kindliche Rezipient einem passiv-kritiklosen Fernsehkonsum ausgeliefert ist. Doch in jüngster Zeit beschäftigt sich die Medienpädagogik auch mit dem sinnvollen Umgang mit dem Medium Fernsehen (z.B. ROGGE, NÄGER), um den negativen Auswirkungen des Fernsehgebrauchs so weit wie möglich präventiv begegnen zu können, wie HURRELMANN (1991) in diesem Zusammenhang postuliert: „(...) es kann ja nicht um eine medienfreie Schutzzone für das Aufwachsen (von Kindern) gehen, sondern nur um eine Einübung in den vernünftigen Gebrauch, der den gegenwärtigen Lebensbedingungen von Kindern gerecht wird“ (S.51). Hierbei wird deutlich, daß es sich bei dem Prozeß der Sozialisation nicht lediglich um einen dem Schicksal ausgelieferten Prozeß handelt, sondern daß der Mensch die Möglichkeit hat, seine Entwicklung eigenverantwortlich zu gestalten. Für das Kind bedeutet dies, daß es die Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen Person im Laufe seiner Kindheit und Jugend noch als Aufgabe vor sich hat und die dafür verantwortlichen Erwachsenen dafür zu sorgen haben, die Bedingungen für eine „gesunde“ Sozialisation für das Kind zu schaffen.

Zu Beginn der Hausarbeit sollen die Begriffe Sozialisation und Mediensozialisation, wie sie in der Literatur definiert sind, dargestellt werden. Daneben soll skizziert werden, wie Kinder den Fernseher gebrauchen und ihren Fernsehalltag gestalten. Im zweiten Kapitel werden Fernsehwirkungen unter kommunikationstheoretischen Ansatz und unter diversen Wirkungsthesen skizzenhaft untersucht, um dann auf die kindliche Sprachlosigkeit einzugehen. Als letztes sollen mögliche Erziehungsansätze zum sinnvollen Umgang mit dem Medium Fernsehen aufgezeigt werden.

1.0 Grundannahmen

Für die vorliegende Arbeit sollen in diesem Kapitel grundlegende Ausgangspunkte, die zur Problemstellung führen, besprochen werden.

1.1 Der Begriff des Familiensystems

Die Definition des Begriffes Familiensystem ist unter Berücksichtigung differenzierter theoretischer Ansätze zu leisten. Wir wollen uns hierbei auf sozialisationstheoretische, strukturtheoretische, kommunikationstheoretische Ansätze sowie auf den allgemeinen systemtheoretischen Ansatz beziehen (vgl. KREFT & MIELENZ (1988), TIPPELT & BECKER (1984); MINUCHIN & FISHMAN (1988) und KAUFMANN & KAUFMAN (1986); WATZLAWIK u.a. (1969); BERTALANFFY (1968)).

Zusammenfassend läßt sich das Familiensystem unter Berücksichtigung der vier genannten theoretischen Ansätze wie folgt skizzieren:

A) Die Familie erfüllt folgende Sozialisationsfunktionen:

Vermittlung und Anpassung an das Normen- und Wertesystem der Gesellschaft, bei gleichzeitiger Auseinandersetzung mit dieser, Reproduktions-, Plazierungs-, Freizeit- und Kompensationsfunktionen, Gemeinsamkeits- und Zugehörigkeitsfunktion sowie Förderungs- und Wachstumsfunktion aller Familienmitglieder.

B) In einem Familiensystem finden sich folgende Strukturen:

Eine Familie entwickelt für sich bestimmte spezifische Interaktionsmuster.

Jedes Mitglied entscheidet je nach situativen Kontext (z.B. gemeinsames Fernsehen), wann, wo und auf welche Weise es mit den anderen Familienmitgliedern in Beziehung treten will.

Die Familie ist ein System, das sich als Ganzes aus seinen Elementen zusammensetzt. Diese Elemente (Einzelne, Dyaden, oder Subsysteme) beeinflussen sich ständig wechselseitig.

C) Im Familiensystem findet folgender Kommunikationsprozeß statt:

Menschen die in Beziehung zueinander stehen (hier: Familienmitglieder) ist es unmöglich nicht zu kommunizieren, Kommunikation zwischen diesen Menschen bzw. den Familienmitgliedern ist immer Ausdruck gegenseitigen Interesses oder Desinteresses.

Kommunikation erfolgt in zwei Systemen:

- Das offene System: Hierbei erfolgt eine erfolgreiche und konstruktive Auseinandersetzung innerhalb des Familienbundes mit der Realität. Die Familie ist für Veränderungen zugänglich u. stellt das Selbstwertgefühl des einzelnen an höchste Stelle.
- Das geschlossene System: Hier herrscht eine rigide Homöostase vor, d.h. Veränderungen werden nicht zugelassen und es herrschen autoritäre Strukturen wie Macht und Pflichterfüllung in der Familie vor.

D) Systemtheoretisch wird die Familie wie folgt beschrieben:

- Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile.
- Jedes Teil ist im Kontext des Ganzen zu verstehen.
- Eine Änderung bei einem Familienmitglied, beeinflußt alle anderen Familienmitglieder.
- Das Familiensystem hat das Bestreben nach Gleichgewicht und Stabilität, das begrenzten Spielraum für Veränderungen zuläßt.
- Jedes Familiensystem hat ein spezifisches Handlungsmuster.
- Dieses ist abhängig vom Milieu, Status und Bildungsstand.

Wie sozialisationstheoretische und familien-systemische Ansätze in Bezug auf den familiären Umgang mit dem Medium Fernsehen und hinsichtlich der Fernsehwirkungen auf die Familie miteinander zusammenhängen, soll im Kapitel beschrieben werden.

1.2 Der Begriff der Sozialisation

Der Begriff der Sozialisation findet seine Verwendung sowohl in der soziologischen, psychologischen als auch pädagogischen Literatur und meint, neben der biologischen Geburt, die soziokulturelle Geburt des Menschen. Hierunter ist zu verstehen, daß der Mensch im Laufe seiner Entwicklung zu einer gesellschaftsfähigen und kulturell gebildeten Person heranreift, d.h. der Mensch erhält die Befähigung seine Entwicklung eigenständig zu gestalten, wobei diese für den gesamten Verlauf seines Lebens eine zentrale Aufgabe darstellt. Somit betont der Begriff der Sozialisation, daß der Mensch unter der Einwirkung einer jeweiligen gesellschaftlich und kulturell geprägten Umwelt zu Ende geboren wird (vgl. KREFT u.a, 1988). Die Vermittlung der gesellschaftlichen Normen und Wertvorstellungen sowie kultureller Errungenschaften erhält der Mensch über die jeweiligen Sozialisationsinstanzen wie Familien-, Schul-, Arbeits-, und Freizeitmilieu, wobei der Prozeß der Vermittlung direkt, wie im Falle der Erziehung, und indirekt, wie z.B. in der Freizeit, verlaufen kann.

Grundsätzlich liegen jeder inhaltlich gefüllten Sozialisationstheorie Wertmaßstäbe einer „gelungenen“ Menschwerdung zugrunde. Ging man früher noch davon aus, daß der Mensch nur dann eine „gelungene“ bzw. „normale“ Persönlichkeitsentwicklung vollzog wenn er sich lediglich an die Bedingungen seiner Umwelt angepaßt hat, so gehen neuere sozialisationstheoretische Ansätze davon aus, daß der Mensch seine Persönlichkeitsentwicklung in interaktiver Auseinandersetzung mit seiner Umwelt gestaltet (vgl. HURRELMANN und NORDLOHNE, 1989); Individuum und Umwelt stehen nach diesem Sozialisationsmodell in einer Wechselbeziehung zueinander, sodaß beide sich gegenseitig beeinflussen bzw. verändern. Und W. BÖHM (1988) geht davon aus, daß je nach Forschungsinteresse dabei die kognitiven, emotionalen, motivationalen, moralischen oder sprachlichen Dimensionen der Sozialisation besonders hervorgehoben werden. In diesem Zusammenhang wird deutlich, daß die Untersuchungen der verschiedenen wissenschaftlichen Autoren zum Thema Wirkungen des Fernsehen auf den Prozeß der kindlichen Sozialisation‘ in starkem Maße vom eigenen wissenschaftlichen Standpunkt und Verständnis von der sozialen Menschwerdung abhängig ist, wie BÖHM hierzu treffend formuliert: „Je nach unterschiedlichem Verständnis des Menschenbildes werden in der Sozialisationsforschung mehr die gesellschaftliche Bedingtheit individueller Entwicklungs- und Lernprozesse oder die Freiheits- und Handlungsspielräume des Menschen, seine Chance zu Distanz und Widerstand gegen Gesellschaft thematisiert“ (S.549).

Im weiteren Verlauf dieser Arbeit soll von einem Sozialisationsbegriff ausgegangen werden, wie ihn HURRELMANN (1991), in Bezug auf das Thema, explizit als „Mediensozialisation“ (S.65ff.) bezeichnet Die Darstellung der auf die Familie bezogenen Mediensozialisation bezeichne ich „Mediensozialisation im Familienkontext“.

1.3 Der Begriff der Mediensozialisation

In Anlehnung an das o.g. Sozialisationsverständnis gelten für den Begriff der Mediensozialisation die Massenmedien bzw. in unserem Fall das Fernsehen als Sozialisationsinstanz, die den Menschen bestimmte Verhaltensmuster, Regeln und Formen des sozialen Umgangs, Werte- und Normsysteme, Denkweisen usf. (vgl. BÖHM) einer jeweiligen Gesellschaft und Kultur vermittelt. Da nach HURRELMANN das Fernsehen ein Teil der dinglichen Lebensumgebung von Kindern darstellt, geht sie auch davon aus, daß Fernsehmedien darüber hinaus eine symbolische und kommunikative Umwelt bilden, die gemäß der o.g. Sozialisationstheorie von Kindern aktiv verarbeitet wird. In diesem Zusammenhang kommt es für die Autorin bei der Betrachtung der Mediensozialisation hauptsächlich darauf an, etwas darüber in Erfahrung zu bringen auf welche Art und Weise Kinder mit Medien bzw. mit dem Medium Fernsehen umgehen, d.h. wie sie die Fernsehangebote rezipieren und verarbeiten (vgl. ebd.); wobei bei der Bewertung des Auseinandersetzungs- und Verarbeitungsprozeßes sowohl die konstruktiven als auch destruktiven Wirkungen gleichermaßen Beachtung finden sollten.

Desweiteren spielen für HURRELMANN folgende Aspekte für die Definition von Mediensozialisation eine wichtige Rolle (vgl. S.67):

Fernsehmedien treten als kommunikative Umwelt in enge Beziehung zu personalen Austauschprozessen, die mitentscheidend für die Sozialisation auf der Ebene der Interaktion zwischen Menschen sind (z.B. ist das Fernsehen Bestandteil der Familien-, Freundeskreis- oder Freizeitinteraktion und -kommunikation).

Das Fernsehen als ökonomische und politische Größe stellt selbst eine gesellschaftliche Organisation dar, die nach eigener Logik und eigenen Bedingungen Funktionen, also Leistungen und Beiträge zum Prozeß der Sozialisation anbieten (z.B. ideologisch geprägte Kompensationsfunktion bezüglich der Alltagsbewältigung sowie Vermittlungsfunktion von Weltanschauungen); daneben spricht Fernsehen als eigenes Sozialsystem bzw. Sozialisationsinstanz Kinder und Jugendliche als Konsumenten direkt an und durchsetzt und prägt somit ihre Handlungsbereiche (Schaffung des Medienverbundes). (Ein Schema der Wirkfaktoren beim Rezipienten befindet sich im Anhang.)

Zusammenfassend läßt sich feststellen, daß unter Mediensozialisation die Gesamtheit der Medieneinwirkungen (in unserem Falle in Form des Fernsehprodukts und des Fernsehverbundes) auf den Entwicklungsprozeß des kindlichen Rezipienten zu verstehen ist, wobei dieser sich hierbei aktiv mit der Fernsehumwelt und -wirklichkeit auseinandersetzt.

Um den Zusammenhang von Wirkungen des Fernsehens auf den kindlichen Sozialisationsprozeß konstruieren zu können, ist es notwendig, Informationen über die Fernsehgewohnheiten von Kindern zu gewinnen. Diese sollen im folgenden Kapitel skizzenhaft dargestellt werden.

1.3.1 Fernsehsozialisation im Familiensystem

Fernsehwirkungen sind nicht allein von den Inhalten, Aussagen und medienspezifischen Strukturen der Fernsehprodukte abhängig, sie sind auch in hohem Maße kontextabhängig (vgl. HURRELMANN (1991)):

Inwieweit Fernsehwirkungen Sozialisationsprozesse einer Familie mitprägen, hängt vom Stellenwert ab, die die Familie den Fernsehbotschaften in ihren sozialen Zusammenhang einräumt. Dieser Stellenwert wird in starkem Maße von den familialen Voraussetzungen geprägt (kulturelle Lebenswelt, Milieuzugehörigkeit, Interaktionsstrukturen, Bildung, Erfahrungen etc). Hiernach bildet jede Familie für sich spezifische Präferenzen, Nutzungsmuster und Nutzungsroutinen aus.

Umgekehrt wirken sich jedoch auch veränderte Fernsehverhältnisse (Inhalte, Form, Erweiterung) auch auf den Fernsehgebrauch einer Familie aus. D.h. das Fernsehen bietet bestimmte "Gebrauchsprofile" an, die für den Familienalltag unterschiedliche Funktionen haben (so bietet z.B. das Fernsehen einerseits generationsspezifische aber auch generationsübergreifende Sendungen an). Hierbei können sich langfristig auch die familialen Interaktions- und Sozialisationsvoraussetzungen verändern.

Der klassische Einbahn-Wirkungsbegriff ist somit nicht mehr haltbar und wird ersetzt durch ein Interdependenzmodell der Medien- bzw. Fernsehwirkung (Wechselwirkungsmodell, in dem gegenseitige Abhängigkeiten und deren Wechselwirkung zueinander beschrieben werden; entwickelte sich gemäß den Erkenntnissen der neuen Sozialisationsforschung).

1.3.1.1 Die soziale Funktion des Fernsehens im Familienzusammenhang

Studien amerikanischer Medienforscher kamen hinsichtlich der Beziehung zwischen Interaktionsmuster und dem Fernsehgebrauch in der Familie, zu den Ergebnissen, daß Fernsehen in Familien spezifische Funktionen erfüllen (vgl. ROSENBLATT & CUNNINGHAM (1976); LULL (1980)):

- Umgebungs-Funktionen (der Fernseher läuft und der Rezipient fühlt sich nicht allein, aber unterhalten).
- Regulative Funktionen (Zeitplanung und Handlungsplanung im Alltag).
- Kommunikations-Funktionen (die Sendungen stellen Inhalte bereit, die gemeinsames Wissen berühren und somit Anregungen zur Unterhaltung über die Themen geben).
- Bindungs-Meidungs-Funktionen (das Fernsehen ermöglicht Familiengemeinsamkeiten, aber auch Vermeidung von Konflikten).
- Funktionen sozialen Lernens (das Fernsehen bietet Verhaltensmodelle, Problemlösungsmodelle an und vermittelt Werte).
- Kompetenz- und Machtfunktionen (das Fernsehen bietet Rollenmuster und Rollenverstärkung, stützt die Autorität der Eltern, es liefert Argumentationshilfe, Informationen und fördert Bildung).

In diesem Zusammenhang wollen wir die soziale Funktion der Rollendifferenzierung und die Integrationsfunktion skizzieren, wie sie HURRELMANN (1989, 1991) beschreibt.

1.3.1.2 Rollendifferenzierungen durch das Fernsehen

Welche Bedeutung das Fernsehen für die Abgrenzung von Positionen und Rollen in der Familie hat, wird von HURRELMANN wie folgt beschrieben (wir fassen skizzenhaft zusammen):

- Bildung von Altersrollen: Ältere Kinder übernehmen die Rolle der Mehr-Sehenden gegenüber kleineren Kindern, und Eltern übernehmen diese Rolle gegenüber ihren Kindern. Für Kinder vermittelt sich der Eindruck, daß Erwachsene solange Fernsehen dürfen, wie sie wollen, und sie nicht.
- Die Rolle des Informiertesten (Kompetenzrolle): Fernsehen vermittelt dem Zuschauer, daß der Vater die ‚Expertenrolle‘ in technischen Bereich einnimmt. Demnach wird dem Vater die Entscheidung im Bereich des Umgangs mit dem Fernsehen zugesprochen (z.B. Programmwahlentscheidung). Sehen Mutter und Kind gemeinsam Fernsehen, bestimmen überwiegend die Kinder.

HURRELMANN stellt außerdem fest: Bei starkem Interesse an der fortschreitenden Medienentwicklung, heben sich innerhalb der Familie traditionelle und hierarchische Strukturen besonders hervor.

1.3.1.3 Integrationsfunktionen des Fernsehens

Nach HURRELMANN ermöglicht Fernsehen Gemeinsamkeit im Familienalltag. Auf welche Weise sie zustande kommt, soll zusammenfassend skizzenhaft dargestellt werden:

- Gemeinsame Sehsituationen: Diese ergeben sich über die gleichen Interessen an bestimmten Sendungsarten. Fernsehen wird hiernach als familiengemeinsame Tätigkeit angesehen.
- Das Fernsehen bietet mit bestimmten Sendungsarten die Voraussetzung für generationsübergreifende Interessen (insbesondere im Bereich der Unterhaltungssendungen).
- Im geringen Ausmaß besteht zwischen Vater und Mutter gleiches Interesse an politischen und kulturellen Sendungen. Die Kinder teilen dieses Interesse selten.

HURRELMANN geht davon aus, daß Kinder und Eltern sich mit der Erweiterung des Fernsehangebotes immer weniger in ihren Programmvorlieben unterscheiden, das Rollengefüge wird jedoch hierbei nicht berührt.

1.4 Über die Fernsehnutzung von Kindern

Die Präsenz des Fernsehgerätes in der Familie ist lediglich die materielle Voraussetzung zur kindlichen Fernsehnutzung. Andere Prädispositionen zur Fernsehnutzung durch Kinder sind sowohl in individuellen, umweltbedingten als auch situationsabhängigen Bereichen des kindlichen Rezipienten zu finden. In der pädagogischen Literatur lassen sich die Faktoren, die zur Fernsehnutzung von Kindern führen, wie folgt zusammenfassend aufführen (vgl. NÄGER (1992), ROGGE (1992), HURRELMANN u.a. (1988):

Die Nutzung und Themenauswahl erfolgt je nach der emotionalen Befindlichkeit sowie gemäß des psychischen, sozialen und kognitiven Entwicklungsstandes des Kindes:

- zur Erlangung von Wissen und Beantwortung ihrer Fragen;
- zur Einblickgewinnung in die geheimnisvolle Erwachsenenwelt und zur Auseinandersetzung mit dieser;
- als Erlebnisquelle zur Inbezugsetzung, Verarbeitung und als Kompensations-mittel des im Alltag erlebten;
- zur Vertreibung von Langeweile, schlechter Laune etc.
- zur Verarbeitung und Kompensation von Minderwertigkeitsgefühlen, Ängsten und Identifizierung mit einem Helden, der das Selbstbewußtsein stärkt;
- zur Auseinandersetzung mit Gut und Böse.

Neben den o.g. Intentionen spielt auch die Quantität bzw. die Dauer der kindlichen Fernsehnutzung eine wichtige Rolle bei der Beurteilung der Fernsehwirkungen auf Kinder. Die Zahlen zur Sehdauer von Kindern wird in der Literatur unterschiedlich angegeben. So kommen HURRELMANN u.a. (1988) bei ihren Untersuchungen zu folgenden altersdifferenzierten statistischen Werten (S.94):

Tabelle 2:

Nutzungsdauer von Kindern in Minuten pro Tag:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Daneben spricht BISCIONI (1991) allgemein von einem Ansteigen des t„glichen Fernsehkonsums auf 95 Minuten bei Kindern bis drei-zehn Jahre und während eines Referates im o.g. Seminar am 12.1.93 sprachen die Referenten gar von 2,5 Stunden Fernsehkonsum der Kinder pro Tag allein in der Zeit zwischen 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr (Quelle unbekannt). NÄGER (1992) geht bei ihren Betrachtungen zur Sehdauer davon aus, daß diese von den Jahreszeiten und vom Wetter abhängig sei; so würden Kinder im Winter bedeutend mehr Fernsehen als im Sommer.

Diese steigenden Zahlen der Sehdauer legen die Vermutung nahe, daß die Inhalte des Fernsehens immer mehr Lebensbereiche und -fragen von Kindern anspricht, das Kind sich durch diese Fernsehprodukte ernstgenommen fühlt und sich darin in all seiner Lebenswelt wiederfindet. Aber diese Zahlen sprechen auch gleichzeitig die Unzulänglichkeit von Erwachsenen an, Kindern erlebnisreiche Räume zur Ertastung der realen Welt zu schaffen, sodaß Kinder nicht zwangsläufig verstärkt zum Medium Fernsehen zurückgreifen müssen, um ihre Erfahrungen machen zu können. Sowohl die Intensität als auch die Quantität der kindlichen Fernsehnutzung und deren Wechselwirkung zueinander, machen deutlich, daß das Fernsehen zu einem festen Bestandteil des Alltags von Kindern geworden ist und darüber hinaus ein wichtiges Hilfsmittel in Bezug auf Wissensaneignung, dem Aufbau von Bewältigungsstrategien bei alltäglichen Problemen darstellt sowie Fernsehen aber auch als Fluchtmittel vor Alltagsstreß oder lediglich als ein einfach zu bekommenes Freizeitangebot benutzen. Die Wechselwirkung zwischen Intensität und Quantität kann man als Wirkungsmechanismus bezeichnen, der, neben den Einflüssen anderer Sozialisations­instanzen, maßgeblich am Aufbau der Persönlichkeit und dem Prozeß der Sozialisation beteiligt ist.

2.0 Fernsehwirkungen

In diesem Kapitel wird die Problematik der Fernsehwirkungen skizzenhaft dargestellt und erläutert.

2.1 Kommunikationstheoretischer Ansatz

Bei der Betrachtung der Fernsehwirkungen soll von folgender allgemeingültigen Gesetzmäßigkeit ausgegangen werden: Jegliche Wirkungen unterliegen einem Ursache-Wirkungs-Prinzip, damit ist gemeint, jeder Wirkung geht eine Ursache voraus und jede Ursache wird wiederum durch eine Wirkung bedingt (Kausalitätspinzip; vgl. SCHISCHKOFF, 1978). So kann man davon ausgehen, daß eine Kommunikation ebenfalls diesem Prinzip unterliegt.

Bei einer Kommunikation sind mindestens zwei Menschen am Austausch von Informationen beteiligt: der Sender der Information (Kommunikator oder Ursache) und der Empfänger der Information (Kommunikant oder Wirkung). Nach BACHMAIR u.a. (1989) können diese Informationen auf verbale, non-verbale, schriftliche, visuelle oder technische Wege übermittelt werden. Die Kommunikationstheorie geht dabei von der Grundannahme aus, daß der Kommunikationsprozeß als Regelkreis betrachtet werden könne, bei dem die Information und das Verhalten des Kommunikators auf die Reaktions- und Verhaltensweisen des Kommunikanten wirkt und umgekehrt: „Das Individuum ist also nicht aus sich allein heraus in seinen Handlungen zu verstehen, sondern seine Reaktionen sind nur im Zusammenhang mit den Reaktionen der übrigen Handelnden zu begreifen“ (vgl. BASTINE u.a., 1977, S.129).

Unter diesem kommunikationstheoretischen Aspekt kann man das Fernsehen als einen Akt der Kommunikation betrachten. Am Kommunikationsprozeß sind der Fernseher als Kommunikator und der Mensch als Kommunikant beteiligt. Diese Kommunikationsrollen sind hierbei nicht vertauschbar, sondern eindeutig festgelegt: BISCIONI (1991) umschreibt diesen Sachverhalt mit dem Satz: „Die Kinder sind auf Empfang“ (S.8). Der Mensch ist demnach beim Fernsehen einem einseitigen Kommunikationsprozeß ausgeliefert, bei dem der Mensch lediglich auf seine direkte Umwelt reagieren kann und nur geringe Einflußmöglichkeiten auf den Kommunikationsprozeß mit dem Fernsehen selbst hat, wie ADORNO (1963) treffend formuliert: „Auf die sogenannte Einbahnstruktur der Massenmedien ist immer wieder hingewiesen worden; man weiß auch, daß das Publikum allerhand Möglichkeiten hat, ihr entgegenzuwirken: Briefe schreiben, zu telefonieren, wohl auch selber, mehr oder minder symbolisch, an Sendungen aktiv sich zu beteiligen. All das hält sich in engen Grenzen (und) schränkt einstweilen jedenfalls die Initiative der Fernseher sehr ein“ (aus: Katz, 1963, S.55).

Insofern wird im Kommunikationsprozeß Wirkung deutlich: Der Fernsehkonsum kann nur Wirkungen beim Zuschauer (Rezipient), in unserem Falle beim Kind, hinterlassen und umgekehrt nur in sehr beschränktem Maße.

Welche Wirkungen das Fernsehen beim Kind hinterlassen kann, soll nun beispielhaft an einigen beispielhaften Thesen im folgenden Kapitel dargestellt werden.

2.2 Gängige Wirkungsthesen

„Ergebnisse der Medienforschung beweisen immer wieder, daß Medienwirkung nicht eindeutig bestimmbar ist, da sie von vielen Faktoren abhängt“, schreibt NÄGER (1992, S.20). Und doch werden in der pädagogischen Literatur vielfach Fernsehwirkungen beschrieben, die sich ungünstig auf die kindliche Sozialisation auswirken. Allerdings gerät dabei das Fernsehprodukt selbst ins Kreuzfeuer der Kritik und rechtfertigt damit jegliche Negativwirkungen auf das kindliche Verhalten. HURRELMANN (1991) hat die in der öffentlichen Debatte diskutierten Wirkungsdiagnosen zusammengefaßt: Kinder ließen sich von der Bilderflut berauschen, anstatt aktiv ihre Umwelt zu erkunden. Die beschriebenen Folgen reichen vom Ersticken der kindlichen Neugier bis hin zu totaler Unterwerfung mit den Konsequenzen der Passivität, Konzentrationsunfähigkeit, mangelnder Intelligenz und Sprachfähigkeit sowie mangelnde soziale Sensibilität. Ferner führt sie gängige Wirkungsprognosen von Verwahrlosung, Drogenabhängigkeit und Kriminalität auf (vgl. S.51). Desweiteren wird in der Literatur von „Schlafstörungen, Konzentrationsmangel und Unfähigkeit zum vertieften Spielen“ (LONGARDT, 1991, S.7) sowie von der „Adultifizierung der Kindheit“ (BISCIONI, 1991, S.38) gesprochen. Nach AFFEMANN (1982), FURIAN (1982) und STURM (1978) (in: FURIAN/WITTEMANN, 1982) weisen empirische Studien zusammenfassend folgende Fernsehwirkungen nach (vgl. S.69ff.):

[...]

Ende der Leseprobe aus 54 Seiten

Details

Titel
Fernsehsozialisation im Familiensystem - Die kindliche Sprachlosigkeit vor dem Bildschirm
Untertitel
Formen der Gespräche und Nacharbeit nach der Sendung
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Neue Ansätze in der Medienwirkungsforschung
Note
1,0
Autor
Jahr
1994
Seiten
54
Katalognummer
V81770
ISBN (eBook)
9783638880718
ISBN (Buch)
9783638880749
Dateigröße
518 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fernsehsozialisation, Familiensystem, Sprachlosigkeit, Bildschirm, Neue, Ansätze, Medienwirkungsforschung
Arbeit zitieren
Diplom-Pädagoge Ralf-Peter Nungäßer (Autor:in), 1994, Fernsehsozialisation im Familiensystem - Die kindliche Sprachlosigkeit vor dem Bildschirm, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81770

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