Diversity Management nimmt sich dem Phänomen Vielfalt aus betriebswirtschaftlicher Perspektive an und versucht die personelle Vielfalt im Unternehmen zum eigenen Vorteil zu fördern und zu nutzen. Vielfalt meint die zahlreichen Unterschiede, Ungleichheiten und Verschiedenartigkeiten der Menschen und somit jede Person zu einem Individuum bzw. jede Gruppe individuell macht (Finke, 2006). Vielfalt kann hierbei die Kultur, die Religion, das Geschlecht, die sexuelle Orientierung, die Lebensweise, der Lebenssituation, der Lebensstil, die Bildung, die Rasse, die Herkunft, das Alter, etc. aber auch Aspekte von z.B. Gesundheit, Behinderung, Stil, Lebensphilosophie, Politik, Interessen oder Haltungen sein.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Diversity Management im Krankenhaus
2.1 Vielfalt nutzen und managen
2.2 Human Resources, Work-Life-Balance und Arbeitszufriedenheit
2.3 Familienfreundlichkeit
3 Das familienfreundliche Krankenhaus
3.1 Familienmütter und –väter
3.2 Familienfreundliche Arbeitszeiten
3.3 Familienfreundliche Teilzeitarbeit
3.4 Elternzeit
4 Erfahrungen als Stationspflegeleiter im Krankenhaus
4.1 Auditverfahren Familie und Beruf
4.2 Arbeitszeitenmodelle in der Pflege
5 Erfahrungen als Vater im Krankenhaus
6 Ausblick
7 Abschluss
8 Literatur
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Implementierung von Diversity Management in Krankenhäusern mit einem spezifischen Fokus auf Familienfreundlichkeit. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie Familienfreundlichkeit als Bestandteil eines Diversity Managements unter besonderer Berücksichtigung von Arbeitszeiten, Teilzeitarbeit und Elternzeit gestaltet werden kann, wobei persönliche Erfahrungen als Reflexionsgrundlage dienen.
- Bedeutung und Nutzen von Diversity Management in Klinikstrukturen
- Verbindung von Human Resources, Work-Life-Balance und Arbeitszufriedenheit
- Herausforderungen und Lösungsansätze für familienfreundliche Arbeitszeiten
- Gestaltung von Teilzeitarbeit und Elternzeit im Pflegekontext
- Reflexion praktischer Erfahrungen zur Umsetzung von Familienfreundlichkeit
Auszug aus dem Buch
2.1 Vielfalt nutzen und managen
In Krankenhäusern finden sich sehr viele Angestellte unterschiedlichster Berufsgruppen mit verschiedenartigen Berufskulturen und –traditionen sowie Bildungshintergründen. Gerade im Gesundheitswesen arbeiten zudem sehr viele Personen unterschiedlicher Nationalität, Herkunft und Rasse sowie verschiedener sexueller Orientierung und Lebensweise, -situation oder -stile. Des Weiteren finden sich alle Altersgruppen des Berufslebens wie auch Menschen mit Behinderungen und einschränkenden Lebensbedingungen. Dies betrifft sowohl das Personal wie auch Patientinnen und Patienten.
Unter dem Gender-Aspekt bleibt festzuhalten, dass die Berufe im Gesundheitswesen zumeist sogenannte typische Frauenberufe sind. Das beinhaltet einerseits bildungspolitische Aspekte (Ausbildungen außerhalb des dualen Berufsbildungssystems ohne akademischen Grad). Andererseits besteht in der BRD immer noch eine bestimmte Frauenrolle in Beruf und Gesellschaft, die diverse Vor- oder Nachteile bzw. Aufgaben und Vorstellungen mit sich bringt.
Die Vielfalt, die sich im Krankenhaus darstellt kann vom Unternehmen genutzt werden. Im Sinne eines Diversity Managements werden Ressourcen, die sich aus dieser Vielfalt ergeben, für den Betrieb gewinnbringend genutzt, bewusst eingesetzt und gefördert (Finke, 2005). Dazu muss diese Vielfalt mit ihren Ressourcen allerdings auch bewusst sowie gezielt gemanaged und gesteuert werden. Daraus lassen sich aber betriebswirtschaftliche Vorteile entwickeln (Palm, 2006; Becker und Seidel, 2006).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in das Phänomen Diversity Management und die Zielsetzung der Arbeit, Familienfreundlichkeit im Krankenhaus zu analysieren.
2 Diversity Management im Krankenhaus: Erläuterung der Bedeutung von Vielfalt, Human Resources und Familienfreundlichkeit im betrieblichen Kontext eines Krankenhauses.
3 Das familienfreundliche Krankenhaus: Detaillierte Betrachtung von Arbeitsbedingungen, wie Arbeitszeiten und Teilzeit, im Hinblick auf die Bedürfnisse von Familienmüttern und -vätern.
4 Erfahrungen als Stationspflegeleiter im Krankenhaus: Reflexion praktischer Maßnahmen wie Auditverfahren und Arbeitszeitmodelle aus der Perspektive einer Führungskraft.
5 Erfahrungen als Vater im Krankenhaus: Subjektive Schilderung der Herausforderungen für Väter, die Elternzeit oder reduzierte Arbeitszeiten in Anspruch nehmen wollen.
6 Ausblick: Kritische Analyse des aktuellen Umsetzungsstands von Familienfreundlichkeit und Vorschläge für zukünftige Verbesserungsmaßnahmen.
7 Abschluss: Resümee über das vorhandene Entwicklungspotenzial im Bereich Familienfreundlichkeit und dessen positive Auswirkung auf die Betriebswirtschaftlichkeit.
8 Literatur: Auflistung der verwendeten Quellen und Fachliteratur.
Schlüsselwörter
Diversity Management, Krankenhaus, Familienfreundlichkeit, Work-Life-Balance, Arbeitszeitgestaltung, Teilzeitarbeit, Elternzeit, Personalmanagement, Mitarbeiterzufriedenheit, Gesundheitswesen, Betriebswirtschaftlichkeit, Personalplanung, Human Resources, Pflege, Familienorientierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Diversity Management, speziell unter dem Aspekt der Familienfreundlichkeit, im Krankenhauskontext implementiert werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung von Arbeitszeiten, der Organisation von Teilzeitarbeit und der Unterstützung von Elternzeit für Beschäftigte in Pflegeberufen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Familienfreundlichkeit als Teil eines Diversity Managements gestaltet werden kann, um sowohl die Mitarbeiterzufriedenheit als auch betriebswirtschaftliche Vorteile zu erzielen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um einen Essay, der fachliche Grundlagen mit der Reflexion eigener beruflicher Erfahrungen als Stationspflegeleiter und Vater verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Konzepte von Diversity und Familienfreundlichkeit mit den spezifischen Herausforderungen im Krankenhaus (Schichtdienst, Fachkräftestrukturen) kontrastiert und durch praktische Beispiele sowie persönliche Erfahrungen ergänzt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Diversity Management, Familienfreundlichkeit, Work-Life-Balance, Arbeitszeitgestaltung und Betriebswirtschaftlichkeit geprägt.
Welche Rolle spielt das Auditverfahren Familie und Beruf in dieser Untersuchung?
Das Audit dient als konkretes Praxisbeispiel für Maßnahmen, die ein Klinikum ergreifen kann, um eine familienbewusste Personalpolitik zu zertifizieren und umzusetzen.
Warum wird die Situation von Vätern im Krankenhaus besonders hervorgehoben?
Der Autor nutzt seine Rolle als Vater als Reflexionsansatz, um aufzuzeigen, dass die Inanspruchnahme von Elternzeit durch Männer auch heute noch mit kulturellen Vorurteilen und organisatorischen Hürden verbunden ist.
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- Dipl.-Berufspäd. für Pflegewissenschaft, MPH Arne Mahler (Author), 2007, Diversity Management. Das familienfreundliche Krankenhaus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81821