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Wille und Philosophie in Azoríns Roman 'La voluntad'

Title: Wille und Philosophie in Azoríns Roman 'La voluntad'

Term Paper , 2007 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sebastian Braun (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Begriff des Willens und philosophischen Konzepten in dem 1902 erschienenen Roman La Voluntad von José Augusto Trinidad Martínez Ruiz, auch bekannt unter dem Pseudonym Azorín. Im ersten Teil meiner Arbeit möchte ich auf die wirtschaftliche und politische Situation Spaniens zu Ende des 19. Jahrhunderts eingehen. Es werden kurz innen- und außenpolitische Zusammenhänge dargestellt und danach auf die literarische Generación del ’98 eingegangen, zu der Azorín gezählt wird. Es folgt eine Synthese des Romans La Voluntad und die Darstellung der wichtigsten im Roman vorkommenden Themenpunkte. Zunächst wird auf die Rolle der Natur und Landschaft, die einzelnen im Roman vorkommenden Figuren sowie die Rolle von Zeit und Geschichte eingegangen. Ein kleiner landeskundlicher Exkurs zur comarca de Yecla rundet diesen Teil ab. Danach werden die wichtigsten philosophischen Konzepte und Ansatzpunkte unter die Lupe genommen und zum Romangeschehen und zur zeitgenössischen Situation in Bezug gesetzt.
Es wird dabei vor allem auf die deutschen Philosophen Schopenhauer, Kant und Nietzsche, aber auch auf den irischen Empiristen George Berkeley oder den französischen Moralisten Blaise Pascal eingegangen.
Ziel der Arbeit soll es sein, die im Roman geschilderten Zustände auf dem Lande und in der Stadt, die Seelenzustände der dort lebenden Menschen sowie philosophische Konzepte im Kontext der Generación del ’98 darzustellen und zu diskutieren.
Zentraler Gegenstand der Untersuchung in allen Themenbereichen ist die Rolle und Beschreibung des Willens des Einzelnen und des Allgemeinwillens.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Einleitung

2.1. Politische und wirtschaftliche Situation Spaniens zu Ende des 19. Jahrhunderts

2.2. Azorín und die Generación del ’98

2.3. Thematik und Synthese des Romans La Voluntad

2.4. Verschiedene philosophische Konzepte in La Voluntad:

2.5. Azorín und Schopenhauer

2.6. Philosophiekritik:

III. Schlussbemerkung:

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht den Begriff des Willens und die philosophischen Konzepte im Roman "La Voluntad" (1902) von Azorín, um das Spannungsfeld zwischen individuellem Willen, gesellschaftlicher Lähmung und philosophischer Reflexion im Kontext der "Generación del ’98" aufzuzeigen.

  • Historische Analyse der politischen und wirtschaftlichen Krise Spaniens um 1900
  • Charakterisierung der literarischen Strömung "Generación del ’98"
  • Analyse des Protagonisten als Symbol der "Willenslosigkeit" einer Generation
  • Untersuchung philosophischer Einflüsse von Schopenhauer, Nietzsche und Kant auf den Roman
  • Rolle der Natur- und Landschaftsbeschreibung als psychologisches Instrument

Auszug aus dem Buch

2.3. Thematik und Synthese des Romans La Voluntad

La Voluntad ist im Jahre 1902 neben Camino de perfección von Baroja, Sonata de otoño von Valle-Inclán und Amor y pedagogía von Unamuno ein neuer Romantypus, bei dem mit alteinhergebrachten narrativen Mitteln des Realismus gebrochen wird und neue Ausdrucksformen verwendet werden (vgl. Fox 1972: 27). Der egoistische und enttäuschte Protagonist, den alle vier genannten Romane gemeinsam haben, ist das Symbol der intellektuellen, politischen und wirtschaftlichen Krise zu Ende des 19.Jahrhunderts (vgl. Fox 1972: 27). Die Hauptperson des Romans La Voluntad ist Antonio Azorín.

Der Roman ist in drei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil geht es um die Jugend des Protagonisten in Yecla, die Beziehung zu seinem Lehrmeister Yuste und seiner ersten Liebe Justina.

Im Bezug auf die Handlung lässt sich sagen, dass es quasi keine externe Handlung gibt. Es gibt keine Intrigen, keine Unheil heraufbeschwörenden Personenkonstellationen oder Mord und Totschlag. Martinez del Portal spricht von einer „carencia de fábula” (vgl. Martinez del Portal 1997: 44). Es geht vielmehr um eine unmaterialistische Welt, die von den Ideen und Gefühlen der im Roman vorkommenden Figuren bestimmt wird. Besonders hervorzuheben sind Yuste, der Lehrmeister Azoríns, der vor allem im ersten Teil des Romans mit seinen vielschichtigen und facettenreichen Belehrungen in Erscheinung tritt und Justina. Yuste spricht unter anderem von der Rolle der Landschaft für den Künstler, Philosophie, Vergänglichkeit, soziale, religiöse und politische Probleme und Literatur. Meist geschieht dies bei Spaziergängen mit seinem Schüler Azorín in dialogischer Form. Nichtsdestotrotz könnte man auch von einem Monolog Yustes sprechen, da Azorín vor allem im ersten Teil des Romans nur selten schüchtern Einwürfe macht oder sich zur Wort meldet. Fox spricht deshalb auch von einem Bildungsroman, da der junge Azorín und der Leser vom Lehrmeister Yuste intellektuell, moralisch und ästhetisch gebildet werden (vgl. Fox 1973:67).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in das Thema des Willensbegriffs und der philosophischen Konzepte in Azoríns Roman.

II. Einleitung: Historischer Überblick über die politische Instabilität und die wirtschaftliche Situation Spaniens am Ende des 19. Jahrhunderts.

2.1. Politische und wirtschaftliche Situation Spaniens zu Ende des 19. Jahrhunderts: Darstellung der verlorenen Kolonien und der internen politischen Umbrüche nach 1868.

2.2. Azorín und die Generación del ’98: Einordnung des Autors in die literarische Generation, die auf das Trauma des Jahres 1898 mit einer Suche nach nationaler Identität reagierte.

2.3. Thematik und Synthese des Romans La Voluntad: Analyse der Struktur, des fehlenden Handlungsstrangs und der zentralen Figuren wie Azorín, Yuste und Justina.

2.4. Verschiedene philosophische Konzepte in La Voluntad:: Diskussion der Einflüsse von Denkern wie Berkeley, Nietzsche und Pascal auf die Gedankenwelt der Charaktere.

2.5. Azorín und Schopenhauer: Untersuchung der Trennung von Wille und Intelligenz sowie deren destruktive Auswirkungen auf den Protagonisten.

2.6. Philosophiekritik:: Darstellung von Azoríns Skepsis gegenüber dogmatischen philosophischen Systemen zugunsten einer lebensnahen Anschauung.

III. Schlussbemerkung:: Fazit zur Rolle der "Abulie" als zentrales Motiv der Willenslähmung und der Symbolik des Romans.

Schlüsselwörter

Azorín, La Voluntad, Generación del ’98, Schopenhauer, Wille, Intelligenz, Abulie, Spanien, Philosophie, Literatur, Determinismus, Bildungsroman, Natur, Krise, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die philosophischen Konzepte und die Rolle des Willens im Roman "La Voluntad" von Azorín vor dem Hintergrund der spanischen Identitätskrise um 1900.

Welche Themenfelder werden abgedeckt?

Es werden historische Rahmenbedingungen Spaniens, die literarische Bewegung "Generación del ’98" sowie philosophische Strömungen wie Pessimismus, Voluntarismus und Nihilismus behandelt.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Darstellung des Willens und das Ungleichgewicht zwischen Intellekt und Handlungsfähigkeit das Scheitern des Individuums und einer ganzen Generation widerspiegelt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor verwendet eine textanalytische Methode, bei der literarische Textstellen mit historischen Kontexten und philosophischen Theorien der Zeit verknüpft werden.

Was steht im Hauptteil der Untersuchung?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einleitung, eine thematische Analyse des Romans sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der philosophischen Gedankenwelt der Hauptfiguren.

Was charakterisiert die in der Arbeit genannten Schlüsselwörter?

Die Begriffe fokussieren auf die literarische Identität Azoríns, seinen Bezug zu Schopenhauer und das zentrale Motiv der "Abulie" – der Unfähigkeit zur Handlung.

Wie beeinflusst der historische Kontext des Jahres 1898 den Roman?

Der Verlust der letzten spanischen Kolonien führt zu einer nationalen Sinnkrise, die sich in der Resignation und Willenlosigkeit der Romanfiguren niederschlägt.

Warum spielt die Natur eine so große Rolle für den Protagonisten?

Die Landschaft wird als Spiegel der Seele und als psychologisches Instrument eingesetzt, um die Trostlosigkeit oder die Suche nach Stille auszudrücken.

Warum entscheidet sich Azorín am Ende für die Ehe mit Iluminada?

Die Entscheidung symbolisiert eine Flucht aus der intellektuellen Überreflexion hin zu einer konservativen und passiven Existenz, da der ständige Konflikt mit dem Umfeld den Protagonisten demoralisiert hat.

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Details

Title
Wille und Philosophie in Azoríns Roman 'La voluntad'
College
University of Tubingen
Grade
1,7
Author
Sebastian Braun (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V81867
ISBN (eBook)
9783638884082
ISBN (Book)
9783638892469
Language
German
Tags
Wille Philosophie Azoríns Roman
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Braun (Author), 2007, Wille und Philosophie in Azoríns Roman 'La voluntad', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81867
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