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William James und die Überwindung dualistischer Konventionen

Title: William James und die Überwindung dualistischer Konventionen

Term Paper , 2007 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jessica-Sharlene Strie (Author)

American Studies - Literature
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Wie Craig R. Eisendraht in seinem Buch "The Unifying Moment" sagt, gehörte William James zwar selbst zu den „Denkern des Westens“, das hielt ihn jedoch nicht davon ab, westliches Gedankengut zu kritisieren und in Frage zu stellen. Der Philosoph, auf den sich seine Angriffe zu zentrieren schienen, „bewusst oder unbewusst“, ist dabei Descartes. Diese Aussage halte ich für interessant genug, ihr eine Abhandlung zu widmen.
Ein Monist wie James führt die gesamte Natur und alle Lebensverhältnisse auf ein und denselben „Stoff“ zurück. Dem gegenüber steht Descartes' Auffassung vom dualistischen Menschen, den er in Leib und Seele einteilt, wobei beide aus unterschiedlichen Stoffen zusammengesetzt sind.
Im Hauptteil dieser Arbeit geht es mir also darum, die Unterschiede zwischen diesen beiden Denkmodellen aufzuzeigen. Mehr als das, ich möchte zeigen, wie James diesen Dualismus überwunden hat. Dazu werde ich zuerst aufzeigen, wie Descartes seine Theorie des Dualismus entwickelt, und wie sich dieses Konzept ausgewirkt hat, um es dann mit James' Ideen zu kontrastrieren.
Aus der Jamesschen monistischen Lehre ergibt sich auch die Theorie des Bewusstseinsstromes, des Stream of Consciousness. Im Anschluss an meine Untersuchung von Dualismus und Monismus werde ich mich noch diesem Bereich widmen, diesem von James geprägtem Term, der seinen Einzug in die Literatur erhielt, und die Frage erörtern, ob der Begriff und die danach benannte literarische Technik das Gleiche meinen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Descartes' Dualismus

2.1 Die Herleitung des Cartesianischen Dualismus

2.2 Kritik am Cartesianischen Dualismus

2.3 William James über Substanz und Akzidenz

3. William James' Monismus

4. William James und der Bewusstseinsstrom (Stream of Consciousness)

5. Der literarische Begriff des Stream of Consciousness

6. Zusammenfassung

Zielsetzung und zentrale Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Gegensatz zwischen dem kartesischen Dualismus von René Descartes und dem monistischen Denkmodell von William James. Ziel ist es aufzuzeigen, wie James die klassische Trennung von Leib und Seele durch seine Theorie der „reinen Erfahrung“ überwindet und welche Bedeutung dieses Konzept für die Entwicklung des Bewusstseinsstroms (Stream of Consciousness) sowie dessen literarische Adaption hat.

  • Gegenüberstellung von Dualismus (Descartes) und Monismus (James)
  • Analyse der kartesischen Substanzlehre und deren Kritik
  • Einführung in den Begriff der „reinen Erfahrung“ als Urstoff der Welt
  • Untersuchung der psychologischen Kontinuität und des Bewusstseinsstroms
  • Reflektion über die Übertragung philosophischer Konzepte in die literarische Moderne

Auszug aus dem Buch

3. William James' Monismus

„James reinigt die Bühne von der alten Ausstattung; oder sagen wir besser, er verändert ihre ganze Beleuchtung.“

Was Alfred North Whitehead mit dieser Aussage meint, und worauf er (u.a.) in seinem Buch Wissenschaft und moderne Welt hinaus will, ist James' Überwindung des Dualismus, der seit Descartes von der Philosophiegeschichte größtenteils als gegeben hingenommen wurde. Im weiteren Verlauf seiner Untersuchung setzt Whitehead Descartes' Schrift Von der Methode William James' Essay „Does Consciousness exist?“ entgegen.

„`Thoughts´ and `things´ are names for two sorts of object, which common sense will always find contrasted and will always practically oppose to each other.“

Mit dieser Aussage beginnt James seinen Essay. Die Idee dahinter besagt, dass es ein Objekt gibt, und dass es ein Subjekt gibt, welches das Objekt denkt. Subjekt und Objekt sind klar getrennt. Ein anderer Name für Subjekt wäre hier Bewusstsein. Soweit der „common sense“.

Laut James nun existiert ein solches Subjekt, die Entität „Bewusstsein“, nicht. Für ihn besteht das Bewusstsein als eine Funktion.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Fragestellung und den Vergleich der Denkmodelle von Descartes und James hinsichtlich ihrer Sicht auf die Natur der Welt.

2. Descartes' Dualismus: Darstellung des cartesianischen Zweifelsgangs und der daraus resultierenden Trennung in Substanz und Akzidenz sowie Leib und Seele.

3. William James' Monismus: Erläuterung der Kritik am dualistischen Weltbild und der Etablierung der „reinen Erfahrung“ als einziger Ursubstanz.

4. William James und der Bewusstseinsstrom (Stream of Consciousness): Analyse der Kontinuität des Erlebens und der persönlichen Selektion innerhalb des Bewusstseins.

5. Der literarische Begriff des Stream of Consciousness: Untersuchung der Transformation der philosophischen Theorie in eine literarische Erzähltechnik der Moderne.

6. Zusammenfassung: Resümee über den Erfolg von James bei der Entkräftung des Dualismus und die Bedeutung seiner pragmatischen Philosophie.

Schlüsselwörter

William James, Descartes, Dualismus, Monismus, reine Erfahrung, Bewusstseinsstrom, Stream of Consciousness, Pragmatismus, Substanz, Akzidenz, Bewusstsein, Moderne Literatur, Identität, Philosophiegeschichte, Leib-Seele-Problem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht den philosophischen Übergang vom klassischen kartesischen Dualismus hin zu einem monistischen Weltbild, wie es von William James formuliert wurde.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Metaphysik, der Theorie der reinen Erfahrung, der Psychologie des Bewusstseins und der literarischen Umsetzung des Bewusstseinsstroms.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie James die historisch gewachsene Trennung von Geist und Materie auflöst und zu einem einheitlichen Verständnis der Welt gelangt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine komparative Analyse der philosophischen Schriften von Descartes und James durchgeführt, ergänzt durch eine Untersuchung literaturwissenschaftlicher Konzepte.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden zunächst Descartes' Dualismus und dessen kritische Schwachstellen analysiert, gefolgt von einer detaillierten Erörterung von James' Gegenmodell.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind „reine Erfahrung“, „Monismus“, „Bewusstseinsstrom“, „Substanz“ und „Pragmatismus“.

Warum spielt die Unterscheidung von Substanz und Akzidenz eine Rolle?

Sie dient als exemplarisches Beispiel, um zu zeigen, dass aus Sicht des Pragmatismus viele traditionelle metaphysische Unterscheidungen für das reale Erleben keine Bedeutung haben.

Wie unterscheidet sich die literarische Technik vom philosophischen Konzept?

Die Arbeit verdeutlicht, dass der literarische „Stream of Consciousness“ eine Simulation des vorsprachlichen Bewusstseinsstroms darstellt, während James' ursprünglicher Begriff eher als funktionale Einheit gedacht war.

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Details

Title
William James und die Überwindung dualistischer Konventionen
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Anglistik 2)
Course
American Movements: The Pragmatist Vision
Grade
1,0
Author
Jessica-Sharlene Strie (Author)
Publication Year
2007
Pages
20
Catalog Number
V81889
ISBN (eBook)
9783638908511
Language
German
Tags
William James Konventionen American Movements Pragmatist Vision
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica-Sharlene Strie (Author), 2007, William James und die Überwindung dualistischer Konventionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81889
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