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Die Stellung Portugals in der EU

Title: Die Stellung Portugals in der EU

Seminar Paper , 2006 , 40 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Holterhues (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Diese Arbeit soll klären, wie effektiv - unter Berücksichtigung der Prinzipien, Ziele und Instrumente - die derzeitige inhaltlich-thematische Ausrichtung der EU-Regionalpolitik im Generellen wirken kann und ob eine veränderte Schwerpunktsetzung sinnvoll ist. Danach wird die sozioökonomische Entwicklung sowie die Regionalentwicklung Portugals nach dem Beitritt zur EU unter besonderer Berücksichtigung ausländischer Investitionen und des Wirkens der EU-Strukturpolitik in Portugal analysiert und anhand zweier Beispiele veranschaulicht. Es soll dabei zum einen geklärt werden, welche zukünftige ökonomische Strategie Portugal führen muss, um auf dem europäischen Binnenmarkt weiterhin konkurrenzfähig zu sein. Darüber hinaus soll aufgezeigt werden, welche Bedeutung der EU-Regionalpolitik zukünftig in Portugal zukommt und wie eine neue inhaltliche Ausrichtung dieser in Portugal definiert werden kann.

Die periphere Lage und die politischen Umstände Portugals im letzten Jahrhundert sorgten lange Zeit dafür, dass Portugal vom Rest Europas wirtschaftlich und politisch isoliert war. Erst mit der Nelkenrevolution, vor allem aber mit dem Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft im Jahr 1986 kam es zum Aufschwung Portugals. Gleichzeitig kam es zu Wachstumsraten des Bruttoinlandsproduktes und des Pro-Kopf-Einkommens über EU-Schnitt, vor allem vor dem Hintergrund gestiegener Investitionen ausländischer Unternehmen. Darüber hinaus sorgte der EG-Beitritt auch für einen Raumstrukturwandel der Industrie Portugals, der zu einer Verstärkung der regionalen Disparitäten Portugals geführt hat. Infolgedessen kam und kommt der Regional- und Strukturpolitik der EU und ihren Maßnahmen in Portugal besondere Bedeutung zu. Zukünftig sieht sich Portugal jedoch in einer veränderten Rolle innerhalb der EU. Im Zuge der Ost-Erweiterung schließt Portugal in der Hierarchie zwangsläufig zu den reicheren Staaten auf und findet sich im europäischen Wettbewerb mit einer starken Konkurrenz aus osteuropäischen Billiglohnländern konfrontiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Gliederung der Arbeit und Fragestellung

2. Die Regionalpolitik der Europäischen Union

2.1 Einleitung

2.2 Prinzipien und Ziele der Regionalpolitik der Europäischen Union

2.3 Instrumente der Regionalpolitik der EU

2.4 Zukunft der EU-Regionalpolitik

2.5 Zwischendiskussion der EU-Regionalpolitik

3. Portugals Stellung in der EU

3.1 Einleitung

3.2 Portugals Weg in die Europäische Gemeinschaft

3.3 Wirtschafts- und Regionalentwicklung Portugals nach dem EU-Beitritt

3.3.1 Auswirkungen des EU-Beitritts auf das Wirtschaftswachstum unter besonderer Berücksichtigung ausländischer Investitionen

3.3.2 Auswirkungen des EU-Beitritts auf die Regionalentwicklung Portugals

3.3.2.1 Das erste Gemeinschaftliche Förderkonzept für Portugal und seine Ziele (1989-1993)

3.3.2.2 Das zweite Gemeinschaftliche Förderkonzept (GFK II) für Portugal und seine Ziele (1994 bis 1999)

3.3.2.3 Maßnahmen des Kohäsionsfonds der EU in Portugal im Zeitraum 1993-1999

3.4 Zwischendiskussion der Stellung Portugals in der EU und der EU-Regionalförderung in Portugal

4. Darstellung EU-geförderter Projekte in Portugal

4.1 Einleitung

4.2 Gemeinschaftsinitiative URBAN II in Porto und Gondomar

4.3 Ausbau des Infineon- Werkes in Vila do Conde

5. Schlussbetrachtung und Ausblick

6. Literatur

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomische Entwicklung und Regionalstruktur Portugals nach dem EU-Beitritt im Jahr 1986. Ziel ist es zu klären, inwiefern die EU-Regionalpolitik wirksam war, welche Rolle ausländische Investitionen spielten und wie eine zukünftige, wettbewerbsorientierte Strategie unter dem Druck der EU-Osterweiterung aussehen kann.

  • Prinzipien, Ziele und Instrumente der EU-Regionalpolitik
  • Sozioökonomische Transformation Portugals durch EU-Integration
  • Bedeutung ausländischer Direktinvestitionen für regionale Disparitäten
  • Praxisbeispiele zur EU-Förderung (URBAN II und Infineon)
  • Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Portugal im EU-Wettbewerb

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Auswirkungen des EU-Beitritts auf das Wirtschaftswachstum unter besonderer Berücksichtigung ausländischer Investitionen

Bevor Portugal 1985 in die EG eintrat, herrschte eine lange Phase der wirtschaftlichen Stagnation. Das Bruttoinlandsprodukt sowie das Pro-Kopf-Einkommen verzeichneten keinen Zuwachs. Nach dem Beitritt kam es jedoch zu einem starken Wirtschaftsaufschwung. So lag die durchschnittliche Wachstumsrate des BIP nach Beitritt bis 1990 bei 4,6 % (EG-Schnitt 3,1 %).

Gründe für diese sozioökonomische Situation Mitte der 80er Jahre bis Anfang der 90er Jahre können zunächst in der peripheren Randlage und damit verbundenen infrastrukturellen Defiziten gesehen werden. Aber auch der relativ hohe Anteil des primären und vor allem sekundären Sektors (prozentualer Anteil der Beschäftigten des sekundären Sektors an den Gesamt-Beschäftigten 1980: 36,6 % , 1990: 34,5 %) und infolge dessen eine einseitige Ausrichtung der Industrie auf lohn- und arbeitsintensive Zweige sowie wenig qualifiziertes Arbeitskräftepotential waren Charakteristika der portugiesischen Wirtschaft in diesem Zeitraum.

Vor allem im Bereich des verarbeitenden Gewerbes kam es aber nach EU-Beitritt zu einem signifikant schwunghaften Anstieg der Wirtschaftsleistung. Dies kann damit begründet werden, dass sich viele Betriebe aufgrund der vorhandenen Ressourcen wie mineralische Rohstoffe und Holz in Portugal angesiedelt haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Gliederung der Arbeit und Fragestellung: Das Kapitel führt in die historische Isolation Portugals ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Effektivität der EU-Regionalpolitik.

2. Die Regionalpolitik der Europäischen Union: Es werden die Ziele, Prinzipien und Instrumente der europäischen Strukturpolitik sowie deren Wandel im Kontext der EU-Erweiterung erläutert.

3. Portugals Stellung in der EU: Dieses zentrale Kapitel analysiert den Weg Portugals in die EU sowie die Auswirkungen auf Wirtschaft und regionale Disparitäten anhand historischer Förderkonzepte.

4. Darstellung EU-geförderter Projekte in Portugal: Hier werden anhand der Stadtentwicklungsinitiative URBAN II und der Ansiedlung von Infineon zwei konkrete Fallbeispiele der EU-Förderung detailliert bewertet.

5. Schlussbetrachtung und Ausblick: Das Fazit zieht eine Bilanz der bisherigen Entwicklung und formuliert Empfehlungen für eine notwendige Neuausrichtung der Regionalpolitik in Portugal.

Schlüsselwörter

EU-Regionalpolitik, Portugal, Strukturfonds, Wirtschaftswachstum, ausländische Direktinvestitionen, Kohäsionsfonds, Ziel-1-Region, Wettbewerbsfähigkeit, industrielle Transformation, regionale Disparitäten, URBAN II, Infineon, Arbeitsmarkt, Osterweiterung, Humankapital.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die wirtschaftliche Entwicklung Portugals seit dem Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft 1986 und bewertet den Einfluss der EU-Regional- und Strukturpolitik auf das Land.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Themen sind die EU-Regionalpolitik, die sozioökonomische Entwicklung Portugals, die Bedeutung ausländischer Investitionen sowie die Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf den Wirtschaftsstandort.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Ziel ist es zu klären, wie effektiv die bisherige EU-Förderpolitik war und welche ökonomische Strategie Portugal künftig verfolgen muss, um im europäischen Binnenmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus historischer Analyse, statistischer Auswertung von Wirtschaftsdaten (BIP, Lohnkosten, Investitionsvolumina) und der Fallstudienmethode für konkrete EU-geförderte Projekte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung der EU-Regionalpolitik, die historische Analyse des portugiesischen EU-Beitritts und die detaillierte Darstellung von zwei Praxisbeispielen: URBAN II und Infineon.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Wichtige Begriffe sind EU-Regionalpolitik, Strukturfonds, ausländische Direktinvestitionen, regionale Disparitäten und Wettbewerbsfähigkeit.

Inwiefern hat der EU-Beitritt regionale Disparitäten in Portugal beeinflusst?

Obwohl es ein hohes Wirtschaftswachstum gab, hat sich durch die Konzentration von Investitionen auf die Metropolregionen Lissabon und Porto das räumliche Ungleichgewicht eher verstärkt als abgebaut.

Welches Fazit zieht der Autor zur zukünftigen Rolle der Regionalpolitik in Portugal?

Der Autor schlägt eine Abkehr von einer flächendeckenden Förderung hin zu einer gezielten Unterstützung von Regionen mit Wachstumspotential vor, um dem zunehmenden Wettbewerbsdruck durch osteuropäische Staaten zu begegnen.

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Details

Title
Die Stellung Portugals in der EU
College
University of Osnabrück  (Fachbereich Geographie)
Course
Studienprojekt 3
Grade
1,0
Author
Christian Holterhues (Author)
Publication Year
2006
Pages
40
Catalog Number
V81901
ISBN (eBook)
9783638885409
ISBN (Book)
9783638895248
Language
German
Tags
Stellung Portugals Studienprojekt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Holterhues (Author), 2006, Die Stellung Portugals in der EU, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81901
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