Die Arbeit gibt einen Überblick zu verschiedenen Gesellschaftsformen innerhalb der Europäischen Gemeinschaft.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Die Europäische Wirtschaftliche Interessenvereinigung (EWIV)
2.1 Verfassung und Zweck der Europäischen Wirtschaftlichen Interessenvereinigung (EWIV)
2.2 Gründung einer Europäischen Wirtschaftlichen Interessenvereinigung (EWIV)
2.3 Gründungsvoraussetzungen einer Europäischen Wirtschaftlichen Interessenvereinigung
2.4 Innenbeziehungen der Europäischen Wirtschaftlichen Interessenvereinigung (EWIV)
2.5 Außenbeziehungen der Europäischen Wirtschaftlichen Interessenvereinigung (EWIV)
2.6 Gesellschafterwechsel und Auflösung einer Europäischen Wirtschaftlichen Interessenvereinigung (EWIV)
2.7 Steuerrechtliche Behandlung der Europäischen Wirtschaftlichen Interessenvereinigung (EWIV)
3 Die Europäische Aktiengesellschaft (SE)
3.1 Gründung der Europäischen Aktiengesellschaft (SE)
3.2 Grundkapital der Europäischen Aktiengesellschaft (SE)
3.3 Organisationsstruktur der Europäischen Aktiengesellschaft (SE)
3.4 Mitbestimmung bei der Europäischen Aktiengesellschaft (SE)
4 Die britische Private Limited Company (Ltd.)
4.1 Die Gründung der Private Limited Company (Ltd.)
4.2 Das Mindestkapital der Private Limited Company
4.3 Die Organe der Private Limited Company und deren Haftung
4.4 Präsenzpflicht der Private Limited Company vor Ort
4.5 Besonderheiten im Rahmen der Bilanzvorlage
4.6 Mitbestimmung bei der Private Limited Company
5 Die Europäische Genossenschaft (SCE)
Die SCE ist vor allem in den Branchen Kredit- und Wohnungswesen vorzufinden.
5.1 Rechtsnatur und Kapitalausstattung der Europäischen Genossenschaft (SCE)
5.2 Sitztheorie der Europäischen Genossenschaft (SCE)
5.3 Gründungsformen der Europäischen Genossenschaft (SCE)
5.4 Die Organe der Europäischen Genossenschaft (SCE)
6 Ausblick und Fazit
Zielsetzung und Themen
Das Ziel der Arbeit ist es, einen fundierten Überblick über die gesellschaftsrechtlichen Neuorientierungen im europäischen Raum zu geben. Dabei wird analysiert, wie sich supranationale Gesellschaftsformen wie die EWIV, SE, SCE sowie die britische Ltd. in das bestehende Rechtsgefüge einordnen und welche Auswirkungen diese auf nationale Systeme, Shareholder und Stakeholder haben.
- Strukturelle Analyse der EWIV als supranationale Kooperationsform.
- Untersuchung der SE hinsichtlich Gründung, Struktur und Mitbestimmung.
- Vergleich der britischen Limited Company mit nationalen deutschen Rechtsformen.
- Betrachtung der Europäischen Genossenschaft (SCE) als Alternative im Wirtschaftsraum.
- Kritische Würdigung der Auswirkungen der Rechtsangleichung auf den europäischen Binnenmarkt.
Auszug aus dem Buch
4.2 Das Mindestkapital der Private Limited Company
Ein klassisches Mindestkapital ist praktisch nicht erforderlich. So würde theoretisch gesehen 1 engl. Pfund = 1,40 Euro ausreichend sein. Allerdings darf in diesem Zusammenhang die Gefahr der Insolvenzverschleppung nicht unbeachtet bleiben. Denn dieser Straftatbestand ist nach geltender Rechtssprechung bereits dann gegeben, wenn die Gesellschaft Ihrer Zahlungsverpflichtung nicht mehr nachkommt bzw. bilanziell überschuldet ist. Unter Verweis auf Kapitel 4.1 dieser Arbeit würde diese Voraussetzung schon zum Zeitpunkt der Eintragung ins englische Handelsregister vorliegen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Einfluss der Globalisierung auf das Gesellschaftsrecht und die Notwendigkeit zur Harmonisierung durch europäische Gesellschaftsformen.
2 Die Europäische Wirtschaftliche Interessenvereinigung (EWIV): Dieses Kapitel analysiert die EWIV als supranationale Form zur Förderung grenzüberschreitender Kooperationen zwischen Unternehmen.
3 Die Europäische Aktiengesellschaft (SE): Hier werden die Gründungsvoraussetzungen, das Grundkapital und die flexible Organisationsstruktur der SE detailliert dargestellt.
4 Die britische Private Limited Company (Ltd.): Das Kapitel befasst sich mit den Besonderheiten der Ltd., insbesondere der Gründungsform, den Haftungsregeln der Organe und den Pflichten zur Bilanzvorlage.
5 Die Europäische Genossenschaft (SCE): Die SCE wird hinsichtlich ihrer Rechtsnatur, Kapitalausstattung und organ-strukturellen Ähnlichkeit zur SE untersucht.
6 Ausblick und Fazit: Abschließend wird kritisch reflektiert, ob der Aufwand der Rechtsangleichung gerechtfertigt ist und welche langfristigen Effekte für den Binnenmarkt zu erwarten sind.
Schlüsselwörter
Europäisches Gesellschaftsrecht, EWIV, SE, Private Limited Company, SCE, Rechtsangleichung, Binnenmarkt, Mitbestimmung, Haftung, Gründungsmodalitäten, supranationale Rechtsform, Niederlassungsfreiheit, Gesellschaftsverträge, Kapitalgesellschaften, Insolvenzrecht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit verschiedenen neuen europäischen und internationalen Gesellschaftsformen, die Unternehmen zur grenzüberschreitenden Kooperation im Binnenmarkt zur Verfügung stehen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentral sind die EWIV, die europäische Aktiengesellschaft (SE), die britische Limited Company (Ltd.) und die europäische Genossenschaft (SCE).
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist ein Überblick über die Rechtsgrundlagen, Strukturen und spezifischen Herausforderungen dieser Gesellschaftsformen im Vergleich zu nationalen Regelungen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Analyse, die auf der Auswertung relevanter EU-Verordnungen, nationaler Gesetze sowie juristischer Fachliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich nach den jeweiligen Gesellschaftsformen und beleuchtet jeweils Aspekte wie Gründung, Haftung, Kapitalanforderungen und Mitbestimmungsmodelle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Gesellschaftsrecht, supranationale Formen, Niederlassungsfreiheit, Mitbestimmung und Rechtsangleichung.
Welchen Vorteil bietet die SE im Vergleich zu anderen Formen?
Die SE ermöglicht eine sehr flexible und effiziente Organisationsstruktur für Unternehmen, die über Ländergrenzen hinweg im EU-Binnenmarkt expandieren möchten.
Warum ist die Haftung bei der Ltd. von besonderer Bedeutung?
Die Haftung der Organe der Ltd. kann deutlich über die einer GmbH hinausgehen, insbesondere durch die Anwendbarkeit des Common Law bei wrongful oder fraudulent trading.
Wie unterscheidet sich die SCE von einer nationalen Genossenschaft?
Bei der SCE müssen die Organmitglieder nicht zwingend selbst Mitglieder der Genossenschaft sein, was eine Abweichung vom traditionellen deutschen Prinzip der Selbstorganschaft darstellt.
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- Stefan Klein (Author), 2007, EG-Gesellschaftsformen - am Studienstandort Düsseldorf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81902