Der Konsum von Alkoholischen Getränken ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet und wird als weitestgehend „normal“ angesehen. Ob wir nun auf eine Feier gehen, ins Restaurant, in ein Konzert oder zu einem Fußballspiel eigentlich immer ist der Alkohol präsent. Was dabei jedoch nicht beachtet wird, ist wie viele Menschen jährlich an den Folgen ihres Alkoholkonsums sterben.
Auch Jugendliche sind stark betroffen. An den Wochenenden wird teilweise exzessiv getrunken und es gehört für sie zum feiern dazu. Vor einiger Zeit wurde aus diesem Grund eine Sondersteuer für so genannte „Alkopops“ erlassen. Denn besonders diese sind bei Jugendlichen sehr beliebt. Durch die Mischung mit Säften und hohem Zuckergehalt erden die Bitterstoffe des Alkohols verdrängt und man schmeckt ihn nicht mehr. Durch den hohen Zuckergehalt wird die Wirkung des Alkohols verzögert und dementsprechend mehr wird getrunken.
Statistisch gesehen werden Unfälle unter Alkoholeinfluss besonders oft von Jugendlichen Fahranfängern verursacht. Die Politik diskutiert zurzeit über eine 0-Promillegrenze für junge Fahrer über eine Probezeit von 2 Jahren. Ob das jedoch zu einer Lösung des Problems führt sei dahin gestellt.
In meiner Arbeit möchte ich nun die Problematik des Alkoholkonsums und insbesondere der Alkoholabhängigkeit bei Jugendlichen thematisieren. Zunächst soll der Begriff der Alkoholabhängigkeit definiert, danach mögliche Entstehungsbedingungen erläutert werden. Bevor ich dann die Therapie und die Prävention anspreche, wird der Bereich der Folgen abgedeckt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmung
3. Der erste Kontakt mit Alkohol
4. Die Entstehungsbedingungen einer Alkoholabhängigkeit
4.1 Die Droge (Alkohol)
4.2 Das Individuum
4.3 Das soziale Umfeld
5. Folgen einer Alkoholabhängigkeit
5.1. medizinische Folgen
5.2. Psychische und soziale Folgen
5.2.1 Familiäre Situation
5.2.2 Schulische und berufliche Situation
5.2.3 Straßenverkehr
5.2.4 Kriminalität
6. Behandlungsverlauf bei Alkoholabhängigen Jugendlichen
7. Prävention
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der Problematik des Alkoholkonsums und der daraus resultierenden Alkoholabhängigkeit bei Jugendlichen. Ziel ist es, die Entstehungsbedingungen, die gesundheitlichen sowie psychosozialen Folgen aufzuzeigen und Ansätze für Prävention und Behandlung zu diskutieren.
- Definition von Alkoholmissbrauch und Alkoholabhängigkeit
- Faktoren der Entstehung (Droge, Individuum, soziales Umfeld)
- Medizinische, psychische und soziale Auswirkungen
- Phasen des Behandlungsverlaufs bei Jugendlichen
- Notwendigkeit frühzeitiger Präventionsarbeit
Auszug aus dem Buch
4. Die Entstehungsbedingungen einer Alkoholabhängigkeit
Eine Alkoholabhängigkeit ist nicht von heute auf morgen einfach da, sondern sie entwickelt sich. Es gibt verschiedene Theorien darüber, wie eine Abhängigkeit entsteht und welche Faktoren dafür ausschlaggebend sind. Mithilfe eines Modells werde ich in diesem Kapitel die wichtigsten Faktoren erläutern. Das von mir gewählte „(…) Modell geht von drei großen Faktorengruppen oder Bedingungen für Alkoholismus aus (…)“. (FEUERLEIN , 2005. S. 18)
Ich habe mich für das „Dreiecksmodell“ entschieden, da es gut symbolisiert, in welchem Zusammenhang die verschiedenen Faktoren stehen und das sie sich gegenseitig beeinflussen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beleuchtung der gesellschaftlichen Normalisierung von Alkoholkonsum und der spezifischen Betroffenheit von Jugendlichen.
2. Begriffsbestimmung: Abgrenzung von Alkoholmissbrauch und Alkoholabhängigkeit anhand des ICD-10 Klassifikationssystems.
3. Der erste Kontakt mit Alkohol: Analyse der Einstiegsfaktoren, wie Gruppendruck, elterliches Vorbild und mediale Einflüsse.
4. Die Entstehungsbedingungen einer Alkoholabhängigkeit: Erläuterung des Dreiecksmodells basierend auf den Einflussfaktoren Droge, Individuum und soziales Umfeld.
5. Folgen einer Alkoholabhängigkeit: Darstellung der medizinischen, psychischen und sozialen Konsequenzen, inklusive Auswirkungen auf Familie, Schule, Straßenverkehr und Kriminalität.
6. Behandlungsverlauf bei Alkoholabhängigen Jugendlichen: Beschreibung der fünf Phasen von der Kontaktaufnahme bis zur ambulanten Nachbetreuung.
7. Prävention: Plädoyer für eine frühzeitige Aufklärung und die Förderung positiver Vorbilder statt reinem Verbotsdenken.
Schlüsselwörter
Alkoholabhängigkeit, Jugendlich, Alkoholmissbrauch, Suchtkrankenhilfe, Entstehungsbedingungen, Prävention, Behandlungsverlauf, Gruppendruck, ICD-10, Suchttherapie, soziale Folgen, medizinische Schäden, Risikogruppen, Erziehung, Adoleszenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Alkoholabhängigkeit bei Jugendlichen, von den Ursachen bis hin zu den vielfältigen Folgen und Behandlungsmöglichkeiten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Entstehungsursachen, gesundheitliche und psychosoziale Konsequenzen sowie präventive Maßnahmen und Phasen der Therapie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Analyse der Entstehung und der negativen Auswirkungen von Alkoholismus, um fundierte Präventionsansätze für Jugendliche abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Anwendung des sogenannten Dreiecksmodells zur Strukturierung der Entstehungsbedingungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung, die Analyse von Risikofaktoren, die Darstellung der physischen und sozialen Folgen sowie den Verlauf einer Behandlung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Alkoholabhängigkeit, Jugendalter, Prävention, Behandlungsphasen, Gruppendruck und gesundheitliche Folgen.
Welche Bedeutung hat das „Dreiecksmodell“?
Das Modell verdeutlicht das Zusammenspiel zwischen der Droge selbst, der individuellen psychischen Disposition und dem sozialen Umfeld bei der Entstehung einer Sucht.
Warum ist laut Autor eine reine Erhöhung der Altersgrenze nicht zielführend?
Der Autor argumentiert, dass Jugendliche bei Bedarf immer Wege finden, an Alkohol zu gelangen; stattdessen sei eine frühzeitige Aufklärung und Wertevermittlung effektiver.
- Quote paper
- Jessica Klinkforth (Author), 2007, Alkoholabhängigkeit bei Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81941