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Das bürgerliche Trauerspiel. „Emilia Galotti“ und „Miss Sara Sampson“ von G. E. Lessing im Vergleich

Title: Das bürgerliche Trauerspiel. „Emilia Galotti“ und „Miss Sara Sampson“  von G. E. Lessing im Vergleich

Term Paper , 2005 , 14 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Stephanie Reuter (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Laut Lexikon handelt es sich beim Bürgerlichen Trauerspiel um eine dramatische Gattung der deutschen Aufklärung, die sich mit dem tragischen Schicksal von Menschen aus dem bürgerlichen Stand beschäftigt.
In dieser Hausarbeit soll nun herausgearbeitet werden, inwiefern „Emilia Galotti“ von Gotthold Ephraim Lessing ein bürgerliches Trauerspiel ist. Demnach muss zuerst geklärt werden, wie der Begriff des Bürgerlichen Trauerspiels entstanden ist, und was er genau beinhaltet. Anschließend werde ich auf den Zusammenhang Lessings mit dem bürgerlichen Trauerspiel, beispielsweise unter Einbezug der Hamburgischen Dramaturgie, eingehen. Daraufhin wird dann die Emilia Galotti im Hinblick auf deren Inhalt, Figurenkonstellationen und räumliche Aspekte genauer untersucht werden. Darüber hinaus soll dann noch kurz erörtert werden, wie sich eben jener Inhalt bei Lessings bürgerlichen Trauerspielen im Laufe der Zeit gewandelt hat. Dies wird schließlich an Hand eines kurzen Vergleiches einiger wichtiger Aspekte zwischen „Emilia Galotti“ und „Miss Sara Sampson“ gezeigt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DAS BÜRGERLICHE TRAUERSPIEL

2.1. DIE ENTSTEHUNG DES BÜRGERLICHEN TRAUERSPIELS

2.2. EINE DEFINITION DES BÜRGERLICHEN TRAUERSPIELS

2.3. LESSING UND DAS BÜRGERLICHEN TRAUERSPIEL

3. EMILIA GALOTTI

3.1. KURZER PROLOG UND KURZE INHALTSSKIZZE

3.2. FIGURENKONSTELLATIONEN

a) „Gemischte Charaktere“

b.) Prinz Hettore Gonzaga

c.) Emilia und Odoardo Galotti

3.3. DIE FUNKTION DER RÄUME

4. MISS SARA SAMPSON

4.1. KURZE INHALTSSKIZZE

4.2. KURZER VERGLEICH MIT EMILIA GALOTTI

5. SCHLUSS

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht, inwiefern Gotthold Ephraim Lessings Drama „Emilia Galotti“ als bürgerliches Trauerspiel zu klassifizieren ist. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Gattungsmerkmale, der Figurenkonstellationen sowie der räumlichen Gestaltung im Vergleich zu Lessings früherem Werk „Miss Sara Sampson“.

  • Entwicklung und Definition des bürgerlichen Trauerspiels im 18. Jahrhundert.
  • Die Rolle Lessings als Begründer und Theoretiker dieser Gattung.
  • Analyse der Figurenkonstellation und Machtstrukturen in „Emilia Galotti“.
  • Raumkonzeptionen als Ausdruck soziokultureller Gegensätze.
  • Vergleich der Vaterfiguren und Familienbilder in „Emilia Galotti“ und „Miss Sara Sampson“.

Auszug aus dem Buch

3.3. Die Funktion der Räume

Lessing löst sich in seiner Emilia vor allem in Hinblick auf die Raumkonstellationen recht zwanglos von alten formalen Schemata der klassischen Tragödie. Mit der Entgegensetzung von Land und Stadt bedient sich Lessing zwar zweier sozialsymbolisch hochgradig besetzter Raumtypen, jedoch geht es ihm eher darum, auf diese Art und Weise die doch sehr stark vorhanden Verflechtungen dieser beiden „Räume“ aufzuzeigen.

Der erste Akt dieses Stückes spielt im Kabinett von Hettore Gonzaga, und obwohl dieser eher wenig Interesse an seiner Arbeit zeigt, „Die traurigen Geschäfte; und man beneidet uns noch!“, ist dennoch erkennbar, dass dieser Raum Macht und Gewalt verkörpert. Denn in Bezug auf die vielen Bittschriften und anderen Papiere ist es nun mal der Prinz, der sich als Kunstförderer betätigen kann (oder eben nicht), und auch als oberster Gerichtsherr somit über Leben und Tod entscheiden kann. Darüber hinaus wird genau in diesem Kabinett die erste Intrige zur Verhinderung der Ehe von Graf Appiani mit Emilia geplant.

Dem Kabinett des Prinzen steht nun das Haus der Familie Galotti gegenüber, welches Schauplatz des zweiten Aktes ist. Diese Trennung von Stadt und Land ist, wie schon erwähnt, für Odoardo gleichzeitig die Grenze zwischen Laster und Tugend. Im weiteren Verlauf des Stückes merkt man jedoch sehr schnell, dass diese einfache Gleichung Odoardos nicht aufgeht. Denn schließlich erstreckt sich die Herrschaft des Prinzen auf das Land, und das ländlich gelegene Lustschloss des Prinzen ist letztendlich der Ort, wo sich die Intrige des Hofes vollendet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, inwiefern „Emilia Galotti“ ein bürgerliches Trauerspiel darstellt und skizziert das methodische Vorgehen.

2. DAS BÜRGERLICHE TRAUERSPIEL: Das Kapitel erläutert die Entstehung der Gattung im 18. Jahrhundert und definiert sie über die moralische Würde des Bürgertums anstelle des Standes.

3. EMILIA GALOTTI: Hier werden Inhalt, Figuren und die räumliche Symbolik von Lessings Drama analysiert, wobei besonders die Komplexität der Charaktere hervorgehoben wird.

4. MISS SARA SAMPSON: Dieses Kapitel vergleicht Lessings erstes Trauerspiel mit „Emilia Galotti“ hinsichtlich der Figurenkonstellation und der Konzentration des Geschehens.

5. SCHLUSS: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass „Emilia Galotti“ trotz der pessimistischen Weltsicht Lessings als exemplarisches bürgerliches Trauerspiel bestätigt wird.

Schlüsselwörter

Lessing, Emilia Galotti, Miss Sara Sampson, bürgerliches Trauerspiel, Aufklärung, Mitleid, Figurenkonstellation, Adel, Tugend, Moral, Raumkonstellation, Dramentheorie, Emanzipation, Vaterfigur, Empfindsamkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die gattungstheoretische Einordnung von Gotthold Ephraim Lessings Drama „Emilia Galotti“ als bürgerliches Trauerspiel.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Entstehung der Gattung, die Definition moralischer Werte in der Aufklärung sowie der Vergleich zwischen höfischer Willkür und bürgerlicher Tugend.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwiefern Lessings Werk die Gattungsmerkmale des bürgerlichen Trauerspiels erfüllt und welche Veränderungen in der Darstellung im Vergleich zu seinem früheren Werk „Miss Sara Sampson“ erkennbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die auf Sekundärliteratur zur Aufklärung und Lessing-Forschung basiert und die Dramen in ihrem gattungsgeschichtlichen Kontext interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition des bürgerlichen Trauerspiels, der theoretischen Dramenkonzeption Lessings, der Analyse der Figurenkonstellationen in „Emilia Galotti“ sowie der Funktion der Räume innerhalb der Dramen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem bürgerliches Trauerspiel, Mitleidstheorie, Aufklärung, Familienkonstitution und gesellschaftlicher Wandel.

Inwiefern unterscheiden sich die Väter in beiden Dramen?

Während Sir William Sampson in „Miss Sara Sampson“ als verzeihender Vater dargestellt wird, verkörpert Odoardo Galotti in „Emilia Galotti“ einen strafenden, misstrauischen und letztlich an seiner Rolle scheiternden Vater.

Welche Rolle spielt der Raum in der Analyse von „Emilia Galotti“?

Räume werden nicht nur als Schauplätze genutzt, sondern symbolisieren den Konflikt zwischen dem geschützten bürgerlichen Leben auf dem Land und der korrumpierenden Macht des höfischen Umfelds.

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Details

Title
Das bürgerliche Trauerspiel. „Emilia Galotti“ und „Miss Sara Sampson“ von G. E. Lessing im Vergleich
College
University of Münster
Grade
1,8
Author
Stephanie Reuter (Author)
Publication Year
2005
Pages
14
Catalog Number
V81980
ISBN (eBook)
9783638862837
ISBN (Book)
9783638862738
Language
German
Tags
Galotti“ Lessing Trauerspiel Veränderungen Gattung Vergleich Galotti“ Sara Sampson“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Reuter (Author), 2005, Das bürgerliche Trauerspiel. „Emilia Galotti“ und „Miss Sara Sampson“ von G. E. Lessing im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81980
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